
Ratgeber Tauchpumpen
Tauchpumpen eignen sich ideal zum Abpumpen großer Wassermengen und werden sowohl privat als auch von Feuerwehr oder Hilfsorganisationen genutzt. In diesem Ratgeber erfährst du mehr über die verschiedenen Arten und deren Funktionsweise.
1. Aufbau und Einsatz von Tauchpumpen
Tauchpumpen sind aufgrund ihrer kleinen Maße und des geringen Gewichts in der Regel für den mobilen Einsatz geeignet. Allerdings gibt es auch Varianten, die stationär eingesetzt und fest installiert werden. So kannst du die Geräte beispielsweise dazu nutzen, um Brunnen oder Zisternen auszupumpen. Auf diese Weise kannst du Regenwasser zur Gartenbewässerung einsetzen.
Beim Gebrauch werden sie in die zu befördernde Flüssigkeit abgelassen. Da sowohl die Pumpe als auch der Motor vollständig von Wasser umgeben sind, weisen Tauchpumpen eine besonders gut isolierte und wasserdichte Verarbeitung auf. Beschädigungen am Gerät sowie Stromschläge und Kurzschlüsse sind somit ausgeschlossen.
Das Hauptkriterium von Tauchpumpen ist die hohe Pumpleistung beziehungsweise Fördermenge, die im Schnitt etwa 100 bis 2.200 Liter pro Minute beträgt. Allerdings weisen sie nur einen geringen Druck auf, wodurch ihr Einsatzzweck stark eingeschränkt ist. In der Regel werden Tauchpumpen zum Leeren von Becken, Teichen oder in Gebäuden – beispielsweise bei Rohrbrüchen oder Überschwemmungen – genutzt. Welche Punkte du beim Kauf deiner neuen Tauchpumpe beachten solltest, zeigen wir dir im folgenden Abschnitt.
Tauchpumpe mit integriertem Schwimmerschalter
1.1 Wichtige Kriterien
Um dir die Wahl deiner neuen Tauchpumpe einfacher zu machen, haben wir die Bedeutung der verschiedenen Kaufaspekte für dich zusammengefasst:
Maximale Fördermenge
Dieser Wert zeigt dir, wie viel Wasser in einem bestimmten Zeitabschnitt von einer Tauchpumpe gefördert werden kann. Die Angabe erfolgt zumeist in Litern pro Stunde (l/h), Litern pro Sekunde (l/s) oder Kubikmetern pro Stunde (m³/h). Dabei ist die Verwendung des Zeichens Qmax gebräuchlich.
Maximale Förderhöhe
Die Förderhöhe gibt Aufschluss darüber, welche Höhendifferenz eine Pumpe leisten kann. Die Höhendifferenz beschreibt den Abstand zwischen der Oberkante der Pumpe selbst und dem höchsten Punkt des Schlauchs. Daher ist die Angabe insbesondere dann wichtig, wenn du beispielsweise eine tiefe Grube oder einen Brunnen leeren willst.
Beachte dabei, dass die Fördermenge mit steigender Förderhöhe abnimmt.
Maximale Korngröße
Die Korngröße ist vor allen Dingen bei Schmutzwasser von Bedeutung, da sie angibt, welchen Durchmesser Schmutzpartikel im Wasser haben dürfen. Sind diese größer als die angegebene maximale Korngröße, kann die Pumpe beschädigt werden.
Minimales Absaugniveau
Diese Angabe gibt den Mindestwasserstand an, den die Pumpe zum Einsaugen benötigt.
Zum Beseitigen eines geringen Restwasserstandes empfehlen wir dir, eine Variante mit Flachabsaugung zu nutzen. Die zum Teil als Flachsauger bezeichneten Pumpen verfügen über einen extrem niedrigen Saugkorb, der es ermöglicht, Wasser bis zu einer Höhe von nur einem Millimeter aufzunehmen.
1.2 Modell-Unterschiede
Je nach Einsatzgebiet wird zwischen drei verschiedenen Arten von Tauchpumpen unterschieden:
- Klarwassertauchpumpen
- Schmutzwassertauchpumpen
- Tauchdruckpumpen
Im Folgenden erklären wir dir die genauen Unterschiede und stellen dir jeweils ein Modell genauer vor.
Klarwassertauchpumpe
- Für Ab- und Regenwasser
- Zum Leeren von Teichen, Tonnen und Schwimmbecken
- Maximale Korngröße ca. 5-6 mm
Schmutzwassertauchpumpe
- Fördermenge bis zu 15.000 l/h
- Wenig Pumpendruck, Förderhöhe auf wenige Meter begrenzt
- Für stark verunreinigtes Wasser und große Schmutzpartikel
- Bei Überschwemmungen, Rohrbrüchen oder schlammigem Wasser
Tauchdruckpumpe
- Ähnlich wie Klarwassertauchpumpe
- Baut höheren Druck auf
- Deutlich größere maximale Förderhöhe
Vergleich unterschiedlicher Modelle:
| Klarwassertauchpumpe Einhell GH-SP 2768 | Schmutzwassertauchpumpe Güde GS 4002 P | Tauchdruckpumpe T.I.P. DRAIN 6000/36 | |
|---|---|---|---|
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| Maximale Fördermenge | 6.800 l/h | 7.500 l/h | 6.000 l/h |
| Maximale Förderhöhe | 5,5 m | 5 m | 34 m |
| Maximale Korngröße | 5 mm | 35 mm | 2 mm |
| Maximale Eintauchtiefe | 5 m | 4 m | 7 m |
| Minimales Absaugniveau | 8 mm | 85 mm | Keine Angabe |
| Kabellänge | Keine Angabe | 10 m | 10 m |
| Leistung | 270 W | 400 W | 950 W |
12 V-Tauchpumpe
Der Vergleich spiegelt die Eigenschaften der jeweiligen Pumpen-Arten wider: Während sich die maximale Fördermenge bei den drei ausgewählten Modellen auf einem ähnlich hohen Level befindet, wird deutlich, dass Varianten für Schmutzwasser größere Partikel verarbeiten und Druckpumpen auch große Höhenunterschiede meistern können.
Für den Einsatz beim Camping gibt es Tauchpumpen, die mit 12 Volt Spannung auskommen und über einen Zigarettenanzünder betrieben werden. Diese fungieren jedoch als Trinkwasserpumpen und versorgen Wasch- und Spülbecken sowie die Dusche mit Wasser.
2. Schwimmerschalter
Die meisten Tauchpumpen sind mit einem Schwimmerschalter ausgestattet, der sie automatisch ein- beziehungsweise ausschaltet. In diesem Abschnitt erklären wir dir die genaue Funktionsweise des Schwimmers.
Der Schwimmerschalter ist in der Regel über ein Kabel mit der Pumpe verbunden. Die Kabellänge beeinflusst dabei, ab welchem Wasserstand der Schalter ausgelöst wird. Im Inneren des Schwimmers befindet sich eine Metallkugel, die den Schalter je nach Lage betätigt. Steigt der Wasserstand in dem jeweiligen Behältnis an, verändert der Schwimmer seine Neigung, wodurch die Kugel Ihre Position wechselt und den Stromkreis schließt. Die Pumpe beginnt zu arbeiten bis der Wasserstand so tief sinkt, dass die Kugel erneut verrutscht und der Stromfluss unterbrochen wird.
Dieser Schwimmer wird bei steigendem Wasserstand aktiviert.
Achte stets darauf, dass der Schwimmer im Wasser frei beweglich ist. Andernfalls kann seine Funktion eingeschränkt beziehungsweise gestört sein.
Darüber hinaus werden auch Tauchpumpen angeboten, bei denen das Prinzip umgekehrt arbeitet: Sinkt das Niveau des Wassers zu sehr, beginnt die Pumpe zu arbeiten und füllt beispielsweise den Teich auf. Sobald der Teich so sehr gefüllt ist, dass der Schwimmer nach oben treibt, rollt die Kugel in eine andere Position und der Stromschalter wird nicht länger betätigt.
Einige Schwimmerschalter funktionieren nach einem anderen Prinzip und nutzen abweichende Technologien.
3. FAQ
Wozu benötigt man eine Tauchpumpe?
Das Einsatzgebiet von Tauchpumpen beschränkt sich hauptsächlich auf das Abpumpen von Wasser aus Tonnen, Teichen sowie bei Überschwemmungen. Allerdings sind sie aufgrund der hohen Fördermenge von bis zu 2.200 Litern pro Minute ideal für diese Aufgaben ausgelegt.
Wann schaltet eine Tauchpumpe ab?
Die meisten Tauchpumpen sind mit einem sogenannten Schwimmerschalter ausgestattet, der beweglich an der Pumpe befestigt ist. Steigt der Wasserpegel auf ein bestimmtes Niveau an, schließt der Schalter den Stromkreislauf. Nachdem der Wasserstand unter eine gewisse Höhe fällt, wird der Schwimmschalter automatisch deaktiviert und die Tauchpumpe wird abgeschaltet. Dieses Prinzip wird bei einigen Modellen umgekehrt genutzt. Mehr zu dem Thema erfährst du in unserem Ratgeber.
Welche Tauchpumpen-Arten gibt es?
Es wird zwischen Klarwassertauchpumpe, Schmutzwassertauchpumpe und Tauchdruckpumpe unterschieden. Während sich erstere vor allem für das Abpumpen relativ sauberen Wassers wie beispielsweise aus Regentonnen eignen, können Schmutzwassertauchpumpen auch große Schlamm- und große Schmutzpartikel befördern. Tauchdruckpumpen erreichen einen deutlich höheren Druck als die beiden anderen Varianten, wodurch sie beim Einsatz einen erheblich größeren Höhenunterschied überwinden können.




































