
Stilvoll gekleidet mit Sakkos
Sakkos sind in Kombination mit Anzughosen unverzichtbarer Teil eines gepflegten Business-Outfits und können auch im sportlichen Casual-Look getragen werden. Erfahren Sie hier alles über Sakkos.
1. Aufbau und Elemente von Sakkos
Sakkos beziehungsweise Jacketts zeichnen sich durch einen einheitlichen Aufbau aus: Auf der linken sowie rechten Seite befindet sich jeweils eine Tasche, die in der Regel als Pattentasche gearbeitet ist. Dies bedeutet, dass die Klappe, welche die eigentliche Tasche bedeckt, auf das Sakko aufgenäht und nicht aus einem Teil gefertigt ist. Zusätzlich verfügen die meisten Modelle über eine Brusttasche für ein Einstecktuch.
Kleidungstipp: Wenn Sie sich zum Tragen eines Einstecktuchs entscheiden, sollte es mit der Krawatte harmonieren und daher einen ähnlichen Farbton aufweisen. Krawatte und Einstecktuch sollten dabei jedoch nicht die identische Farbe besitzen.
Die Ärmel sind in der Nähe des Bunds mit Knöpfen versehen. Hochwertige Sakkos erkennen Sie daran, dass die Ärmel tatsächlich zugeknöpft sind und theoretisch geöffnet werden können, wohingegen die Knöpfe bei günstigen Ausführungen lediglich als Accessoires aufgenäht sind und keinerlei Funktion erfüllen.
1.1 Amerikanischer Stil
Sakkos im amerikanischen Stil weisen zwei Knöpfe auf, von denen der obere beim Stehen stets geschlossen zu tragen ist. Darüber hinaus zeigen amerikanische Sakkos einen Schlitz in der Mitte des unteren Rückens.
Darstellung des Abstichs: Das Sakko auf der linken Seite zeigt einen geraden Abstich, während man beim rechten deutlich den runden Abstich erkennt. Dieser gibt den Blick auf das Hemd frei.
1.2 Englischer Stil
Der englische Stil von Jacketts unterscheidet sich hinsichtlich der Knöpfe und des Rückenschlitzes: Die Knopfleiste ist aus drei Knöpfen gefertigt. Auch bei diesen Jacketts bleibt der untere Knopf stets geöffnet. Im Stand haben Sie hierbei die Wahl, ob Sie lediglich den mittleren oder die beiden oberen Knöpfe schließen. Im Rückenbereich wird ein klassischer Schnitt mit zwei Seitenschlitzen verwendet.
Kleidungstipp: Bei zweireihigen Sakkos mit doppelter Knopfleiste werden stets alle Knöpfe geschlossen und bleiben auch im Sitzen zugeknöpft.
Außerdem bieten englische Sakkos zum Teil eine zweite Tasche auf der rechten Seite, die oberhalb der eigentlichen Öffnung angebracht ist. Diese sogenannte Billettasche, die auch als Tickettasche bezeichnet wird, ist länger gehalten und bietet beispielsweise Platz für Theaterkarten.
2. Passformen
Neben dem Stoff und der Farbe ist die Passform das wichtigste Kriterium bei der Wahl eines Sakkos für Herren. Im Folgenden erklären wir Ihnen, welche Punkte Sie beachten sollten.
2.1 Der Schnitt
Jacketts werden in vier gängigen Formen geschneidert:
Unter dem Begriff Regular Fit versteht man den herkömmlichen, konventionellen Schnitt mit einer relativ geraden Linie, die Körperkonturen kaum betont. Regular Fit-Sakkos können die meisten Herren mit durchschnittlicher Figur tragen.
Der Comfort Fit richtet sich hingegen an Personen mit einem größeren Rumpfumfang. Comfort Fit-Sakkos sind weiter geschnitten und sitzen am Bauch bequemer.
Modern Fit-Sakkos wirken besonders stylish. Sie sind leicht tailliert und zudem kürzer gehalten als andere Jacketts und eignen sich für modebewusste Herren.
Für schlanke Männer sind Slim Fit-Sakkos die richtige Wahl: Die taillierte Form betont die Figur und schafft einen modernen, dynamischen Look. Zudem ist diese Variante noch etwas kürzer gehalten als der Modern Fit.
Ohne Krawatte und mit geöffnetem Hemdkragen kreieren Sie einen legeren Look.
2.2 Der korrekte Sitz
Für einen korrekten Sitz gilt es, insbesondere vier Stellen zu beachten:
Achten Sie darauf, dass das Jackett an den Schultern nicht zu weit geschnitten ist: Idealerweise endet die Schulternaht bündig zum Oberarm. Sitzt das Sakko hingegen zu eng, wirft es Falten im Bereich der Schultern und Schulterblätter.
Bezüglich der Ärmel spielt vor allem die Länge eine wichtige Rolle: Im aufrechten Stand sollte der Ärmelbund bei locker hängenden Armen bis zum Daumenansatz am Handrücken reichen.
Kleidungstipp: Wählen Sie auch die Hemden passend zum Jackett. Die Hemdmanschetten sollten circa ein bis zwei Zentimeter aus dem Ärmelbund herausschauen. Gleiches gilt für den Hemdkragen: dieser sollte über den des Sakkos überstehen.
Am Oberkörper sitzt Ihr Sakko perfekt, wenn es im Stehen und korrekt geschlossen relativ eng anliegt. Der Stoff sollte jedoch weder spannen, noch zu weit geschnitten sein.
Die Schlitze eines Jacketts können beispielsweise aufgrund des Gesäßumfangs auseinanderfallen, sodass der Stoff absteht. Achten Sie daher darauf, dass das Sakko auch in diesem Bereich gerade nach unten fällt.
Kleidungstipp: Für den perfekten Look sorgt eine korrekt gebundene Krawatte. Orientieren Sie sich bei der Länge an der Gürtelschnalle: Die Krawattenspitze sollte im Idealfall am oberen Ende der Schnalle enden.
2.3 Das richtige Sakko für jeden Körperbau
Je nach Statur und Körpergröße können Sie Ihr Erscheinungsbild mit der geschickten Wahl von Farben, Mustern und dem richtigen Schnitt perfekt in Szene setzen. Beachten Sie dabei die folgenden Punkte:
- Der Oberkörper kleiner Männer wird durch Nadelstreifen optisch gestreckt. Auch Einreiher lassen Sie größer und schlanker erscheinen, wohingegen Zweireiher eher auftragen und daher nicht für Herren mit Bauchansatz geeignet sind.
- Auch dunkle Farben helfen dabei, den Bauchbereich zu kaschieren. Zudem lenken Einstecktücher den Blick auf den Brustbereich und wirken sich so vorteilhaft auf das Erscheinungsbild aus.
- Sehr große und schlanke Herren wirken schnell schlaksig. Verzichten Sie daher auf schmale Revers und zu lange Sakkos, die diesen Effekt noch verstärken.
- Sportler mit einem athletischen Körper sollten auf tailliert geschnittene Jacketts setzen: Diese betonen die V-Form des Oberkörpers ideal. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass das Sakko nicht zu eng anliegt. Zudem sollten die Schultern nicht zusätzlich gepolstert sein.
Breite und Form des Revers können sich vorteilhaft auswirken.
Achten Sie stets auf ein geeignetes Material: Insbesondere im Büroalltag sind pflegeleichte Stoffe empfehlenswert. Bei diesen lassen sich leichte Verunreinigungen einfach entfernen, womit Sie einer häufigen Wäsche oder professionellen Reinigung vorbeugen.
3. Tipp: Sakkos stilecht kombinieren
Es gibt viele Möglichkeiten, ein Sakko in Szene zu setzen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie dabei achten müssen.
Mit einem Sakko sind Sie stets elegant gekleidet.
Sowohl bei der Arbeit als auch bei gehobenen Anlässen und Feiern sind Sie mit einem Sakko ideal gekleidet. Dabei stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Wahl: als Anzug oder Kombination.
Tragen Sie Ihr Sakko zusammen mit einer Hose aus dem gleichen Obermaterial, spricht man von einem Anzug. Im Gegensatz dazu wird das Tragen eines Jacketts zusammen mit einer beliebigen Hose, wie beispielsweise einer Chino, als Kombination bezeichnet.
Je wichtiger der Geschäftstermin beziehungsweise je gehobener der Anlass, desto strenger sind dabei die Dresscode-Regeln. Sakkos sollten generell nur mit Ganzarm-Hemden getragen werden. Dazu bietet sich im Büro der Einsatz einer Krawatte an. Auch Fliegen können Sie zusammen mit einem Sakko kombinieren. Für einen legeren Auftritt dürfen Sie auf alle Arten eines Binders verzichten – in diesem Fall sollten Sie den Hemdkragen jedoch offen lassen.
4. FAQ
Ist der Begriff Sakko ein deutsches Wort?
Sakko ist ein deutsches Wort, stammt jedoch von dem italienischen sacco, das wörtlich als Sack übersetzt wird.
Kann man Sakkos waschen?
Dies ist insbesondere vom Material und den Herstellerangaben auf dem Pflegeetikett abhängig. Generell gilt jedoch, dass Sie Ihr Sakko möglichst selten waschen oder reinigen lassen sollten, um das Material zu schonen. Gerüche sollten deswegen durch intensives Lüften entfernt und kleine Verschmutzungen bei geeignetem Material ausgebürstet werden. Zusätzlich können Sie das Sakko mithilfe eines Dampfbügeleisens mit einem vertikalen Dampfstoß am Bügel hängend auffrischen.
Wann knöpft man ein Sakko zu? Wann öffnet man es? Welche Knöpfe schließt man?
In der Regel sind alle Sakkos im Stehen geschlossen zu tragen. Welche Knöpfe dabei zugeknöpft werden, hängt jedoch von deren Anzahl ab:
Bei amerikanischen Sakkos mit zwei Knöpfen wird lediglich der obere geschlossen, wohingegen bei englischen Varianten mit drei Knöpfen wahlweise der mittlere oder die beiden oberen zugeknöpft werden. Der untere Knopf bleibt in jedem Fall offen. Beim Setzen dürfen hingegen alle Knöpfe geöffnet werden, sind jedoch wieder zu schließen, sobald Sie aufstehen – auch, wenn dies nur kurz zur Begrüßung geschieht.
Für Zweireiher gilt eine andere, einfachere Regel: Bei Sakkos mit doppelreihigen Knöpfen werden und bleiben alle geschlossen, auch beim Sitzen.

































































