
Alles über Regenjacken
An regenreichen Tagen schützen Regenjacken vor Nässe, Wind und Kälte. In unserem Ratgeber haben wir die wichtigsten Informationen rund um das Thema für Sie zusammengefasst.
1. Einsatzgebiete von Regenjacken
Der Hauptzweck einer Regenjacke besteht darin, Sie vor Nässe und Feuchtigkeit durch Regen, Schnee und Nebel zu schützen und somit trockenzuhalten. Insbesondere bei langen Spaziergängen oder beim Sport gelten Regenjacken als unverzichtbar. Da die Kleidungsstücke also eine konkrete Funktion erfüllen sollen, zählen sie zu den Funktionsjacken. Im Sommer und bei milden Temperaturen reichen relativ dünne Varianten als Regenschutz aus, wohingegen Jacken für den Winter gefüttert sein sollten, um zusätzliche Wärme zu spenden.
Diese Regenjacke schützt Sie mit einer Membran von GORE-TEX.
Darüber hinaus haben Sie generell die Wahl zwischen zwei Ausführungen: in Poncho-Form zum Überwerfen oder mit einer Knopf- beziehungsweise Reißverschlussleiste.
Welche Aspekte Sie beim Kauf Ihrer neuen Regenjacke beachten sollten, damit diese Sie wie gewünscht vor Nässe schützt, haben wir in den folgenden Kapiteln für Sie zusammengefasst.
2. Material & Dichtigkeit
Entscheidend für die Wasserdichte sind das verwendete Material und dessen Verarbeitung. Neben Modellen aus Gummi stehen Ihnen dabei verschiedene Gewebe und Hightech-Textilien auf Synthetikbasis zur Wahl. Nachfolgend stellen wir Ihnen die entsprechenden Eigenschaften vor.
Gummi bietet den Vorteil, dass es – bei ausreichender Materialstärke – komplett dicht ist. Die Nachteile von Gummi sind jedoch das hohe Gewicht sowie die fehlende Atmungsaktivität. Diese machen Regenjacken verhältnismäßig schwer und unbequem. Zudem kann Schweiß nicht nach außen abgeleitet werden, wodurch Sie zwar von äußeren Einflüssen trockengehalten werden, Ihre Kleidung jedoch trotzdem klamm werden kann. Möchten Sie oft und ausgiebig mit Ihrer Regenjacke Fahrrad fahren oder anderweitig Sport treiben, empfiehlt sich ein Modell aus Gummi daher nur eingeschränkt.
Synthetikstoffe bestehen in der Regel aus Nylon, Polyester oder auch Polyamid. Sie sind reißfest, atmungsaktiv und überzeugen zudem mit ihrem geringen Gewicht. Für die nötige Dichtigkeit bei gleichzeitiger Durchlässigkeit für Schweiß sorgen dabei spezielle Membranen, die zwischen der äußeren Schicht und dem Innenfutter angebracht sind.
Regenjacken sind in vielen unterschiedlichen Farben erhältlich. So können Sie bunte Farbakzente an tristen Regentagen setzen und ein Modell nach Ihrem persönlichen Geschmack auswählen
Wasserdichtigkeit & Wassersäule
Inwieweit Regenjacken wasserdicht sind, wird wie bei anderer Funktionskleidung in Form von Wasserdichtigkeit in Millimetern angegeben. Entsprechend der deutschen Norm gibt es dabei zwei Klassen: Ab einer Wassersäule von 800 Millimetern gelten Kleidungsstücke entsprechend der Klasse 2 als wasserdicht, ab 1.300 Millimetern sind sie wasserdicht nach Klasse 3. Allerdings können die Werte von Regenjacken weit höher in Bereichen von bis zu 30.000 Millimetern liegen.
Der Wert selbst gibt an, mit welchem Druck das Wasser einwirken muss, bis es den Stoff durchdringt. Daher sind neben der Regenintensität auch die Dauer mitausschlaggebend, der das Material Wasser ausgesetzt ist. So wird beispielsweise beim Sitzen auf einem nassen Stuhl ein Druck von rund 2.000 Millimetern ausgeübt; beim Knien beträgt er hingegen bereits um die 5.000 Millimeter.
Daher ist es entscheidend, für welchen Zweck Sie Ihre neue Regenjacke verwenden wollen. Generell gelten Materialien ab circa 5.000 Millimetern Wassersäule als empfehlenswert.
Nähte & Reißverschlüsse
Sämtliche Öffnungen an Regenjacken gehören zu den Schwachstellen, an denen Wasser am ehesten eindringt. Um dies zu verhindern, können Nähte speziell verschweißt sein und besondere Reißverschlüsse verwendet werden, die selbst nahezu komplett wasserdicht sind.
Stabilität
Setzen Sie Ihre Regenjacke regelmäßig für Rucksackwanderungen mit schwerem Gepäck ein, sollten Sie auf ein robust verarbeitetes, dichtes Material achten. Dünne Stoffe können bei extremer Belastung durchscheuern. Zudem verringert der zusätzliche Druck durch die Tragegurte die Wasserdichtigkeit.
Achten Sie zudem auf einen angenehmen Sitz beziehungsweise Schnitt: Die Jacke sollte Ihre Bewegungsfreiheit nicht einengen. Gleichzeitig sorgen zu weite Modelle für einen erhöhten Luftwiderstand, was beispielsweise beim Fahrradfahren unpraktisch ist.
3. Wichtige Ausstattung
Je nach Art und Häufigkeit der Verwendung sollten Regenjacken unterschiedliche Merkmale aufweisen, die für zusätzlichen Komfort und mehr Sicherheit sorgen.
Achten Sie darauf, dass das gewählte Modell einen Regenschutz für Ihren Kopf und Ihr Haar aufweist. Insbesondere bei längerem Aufenthalt im Regen sind Sie ansonsten nicht optimal geschützt und müssen gegebenenfalls zusätzlich einen Regenschirm verwenden.
Sollten Sie Kapuzen als störend empfinden, achten Sie darauf, dass sie sich mithilfe eines Reißverschlusses oder Knöpfen variabel anbringen und abnehmen lassen. Darüber hinaus bieten viele Regenjacken im Kragen ein Fach, in dem Sie die Kapuze bei Nichtgebrauch unterbringen können.
Für den optimalen Sitz ist die Größe verantwortlich: Diese sollte sich nach Möglichkeit über Zugbänder anpassen lassen. Ist dies nicht der Fall, kann Ihr Sichtfeld durch den Stoff eingeschränkt oder die Kapuze von Ihrem Kopf geweht werden.
Ein Zugband verläuft bei Jacken in der Regel durch den Saum und wird daher auch als Tunnelzug bezeichnet. Neben Kapuzen werden auch die Bünde mit Tunnelzügen ausgestattet. Auf diese Weise wird für einen passgenauen Sitz der Regenjacke gesorgt und dem Durchnässen der Pulloverärmel vorgebeugt. Außerdem verhindert ein enganliegender Bund, dass Zugluft in die Jacke eindringt und hilft Ihnen somit, sich warm zu halten.
Insbesondere bei sportlicher Betätigung oder auch bei warmem Wetter kann eine gesteigerte Transpiration auftreten. Für eine bessere Atmungsaktivität sind einige Regenjacken daher mit sogenannten Ventilationsöffnungen ausgestattet, die sich zumeist im Bereich der Achseln befinden. Diese Schlitze sind in der Regel mit einem Mesh-Gewebe versehen und können über Reißverschlüsse geöffnet und geschlossen werden.So können Sie den Durchlass von Luft regulieren.
Taschen dienen sowohl dem Schutz Ihrer Wertsachen als auch dem Warmhalten Ihrer Hände. Bedenken Sie beim Kauf neben der Anzahl der Taschen deren Platzierung und Verschluss. Während Pattentaschen deutlich eleganter wirken als Ausführungen mit Reißverschluss, werden sie meist nur mithilfe eines Knopfs geschlossen und bieten dementsprechend keinen hundertprozentigen Schutz vor starkem Regen.
Taschen im Brustbereich können unangenehm sein, wenn Sie einen Rucksack oder eine Tasche mit Schultergurt tragen. Prüfen Sie daher vor dem Kauf die genaue Platzierung.
Reflektierende Flächen werfen das Licht von Lampen und Scheinwerfern zurück. Daher ist ihr Einsatz besonders im Straßenverkehr sinnvoll: Am Abend und an dunklen Herbst- und Wintertagen stellen Reflektoren sicher, dass Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer Sie besser wahrnehmen. Dies kann Sie vor Unfällen bewahren.
Wenn Sie unterwegs gerne Musik von Ihrem Handy oder MP3-Player hören, ist ein integrierter Kopfhörergang in der Regenjacke überaus komfortabel. Dieser führt das Kabel bis zum Kragen, wodurch es Sie nicht in Ihrer Bewegungsfreiheit einschränkt.
Hinweis: Achten Sie stets darauf, sich im Verkehr nicht durch zu laute Musik ablenken zu lassen.
4. Tipp: Regenjacken richtig pflegen
Damit Sie lange Freude an Ihrer neuen Regenjacke haben, empfehlen wir Ihnen, diese regelmäßig zu pflegen. Dies sollten Sie sowohl bei sichtbaren Verschmutzungen als auch bei häufigem Gebrauch tun, da die körpereigenen Salze, die sich im Schweiß befinden, sowohl die Membranen verschließen als auch das Material der Jacke angreifen können. Gehen Sie dabei wie folgt vor:
- Geben Sie Ihre Regenjacke in die Waschmaschine und stellen Sie den Schonwaschgang mit möglichst niedrigen Temperaturen von maximal 40 Grad Celsius ein.
- Nutzen Sie ein Spezialwaschmittel für Funktionskleidung oder ein Feinwaschmittel. Auf den Gebrauch von Weichspülern sollten Sie hingegen verzichten, da sich dieser in die Membranen setzen kann.
- Stellen Sie den Schleudergang aus. Andernfalls wird die Restfeuchte durch die schnelle Rotation der Trommel mit hoher Kraft durch die Jacke gepresst. Dies kann zu unsichtbaren Materialschäden führen, wodurch die Jacke an Dichtigkeit verliert.
- Lassen Sie die Regenjacke anschließend auf einem Bügel trocknen. Hängen Sie sie jedoch nicht direkt in die Sonne und bedenken Sie, dass die Jacke tropfen kann.
Beachten Sie vor der Wäsche die Herstellerangaben auf dem Pflegeetikett.
5. Alternativen zu Regenjacken
Je nachdem, welche Ansprüche Sie an Ihre Regenbekleidung stellen oder welche Aktivitäten Sie planen, können Sie anstelle einer Regenjacke auf verschiedene Alternativen zurückgreifen.
Regenmäntel schützen aufgrund ihrer Länge auch einen Teil Ihrer Beine vor Regen und Wind.
Trenchcoats wirken modisch-elegant und sind ideal bei kurzen Schauern.
Softshelljacken spenden Wärme und halten Wind ab, sind jedoch zumeist nicht wasserdicht, sondern nur wasserabweisend. Besonders als Übergangsjacken sind Softshell-Modelle beliebt.

Hardshelljacken sind wasserdicht und bieten Ihnen zuverlässigen Schutz vor Regenschauern. Die robuste Verarbeitung macht Hardshell-Varianten zudem zu einer guten Wahl beim Trekking.
6. FAQ
Kann man Regenjacken waschen?
Die meisten Modelle können Sie problemlos in der Waschmaschine reinigen. Dabei sollten Sie den Schonwaschgang wählen und ein Feinwaschmittel verwenden. Verzichten Sie auf die Zugabe von Weichspülern und deaktivieren Sie den Schleudergang: Weichspüler können sich in die Poren der Membranen setzen und somit die Atmungsaktivität von Regenjacken negativ beeinflussen. Beim Schleudern hingegen wird das Wasser mit hohem Druck aus der Jacke gepresst, wodurch unsichtbare Beschädigungen an der Membranschicht entstehen können. Diese führen dazu, dass Regen ins Innere eindringt. Beachten Sie daher stets die Herstellerangaben auf dem Pflegeetikett.
Welche Wassersäule gilt bei Regenjacken als dicht?
In Deutschland wird die Wasserdichtigkeit in unterschiedlichen Klassen angegeben. So gelten Regenjacken ab 800 Millimetern Wassersäule entsprechend Klasse 2, bei einem Wert von 1.300 Millimetern nach Klasse 3 als dicht. Die tatsächlichen Werte können jedoch deutlich über diesen Bereichen liegen und Regenjacken mit einer Dichtigkeit ab circa 5.000 Millimetern gelten für den Dauereinsatz als empfehlenswert.














































































