
Daunenjacken – warm durch den Winter
Daunen sind ein leistungsfähiges Isolationsmaterial, welches in Outdoorzubehör und Winterbekleidung verarbeitet wird. Daunenjacken halten vor allem an kühlen und trockenen Tagen lange warm.
1. Daunenjacken: Vorteile und Eigenschaften
Daunen – wärmendes Isolationsmaterial
Bei Daunen handelt es sich um das Untergefieder von Enten oder Hühnern. Diese sogenannten Flaumfedern weisen eine dreidimensionale Struktur auf, sodass kleine Lufträume zwischen den einzelnen Verzweigungen der Federn entstehen. Diese speichern die körpereigene Wärme zu einer effektiven Isolationsschicht.
Daunenjacken halten den Träger bei guter Qualität bis zu minus zehn Grad Celsius warm. Vorteilhaft ist auch das im Verhältnis zur Isolationsleistung geringe Eigengewicht: Jacken aus Wolle oder ähnlichen Materialien mit gleicher Wärmeleistung weisen in der Regel ein weitaus höheres Eigengewicht auf.
Bei echten Daunen nimmt die Isolationswirkung bei Nässe stetig ab. Eine solche Jacke ist deswegen bei Regen wenig empfehlenswert. Auch für bewegungsintensive Sportarten wie Wandern oder Skifahren sind Daunenmäntel nicht geeignet, da starkes Schwitzen ebenfalls die Wärmeleistung verringert. Stattdessen eignen sie sich für trockene Tage in der kalten Jahreszeit, beispielweise für ausgedehnte Spaziergänge.> Hier alle Outdoorjacken ansehen.
Qualität von Daunenjacken
Jacken mit Daunenfüllung sind für ihr kuscheliges Tragegefühl bekannt und haben eine hohe Wärmefunktion. Die Qualität, die vor allem durch die Wärmeleistung bestimmt wird, ist abhängig von verschiedenen Kriterien:
- Qualität und Wärmegrad des Modells hängen mit der Daunen-Füllmenge (Fillpower) zusammen: Die internationale Maßeinheit dafür heißt Cuin und besagt, auf welches Volumen sich eine komprimierte Unze nach einer Stunde ausdehnt. Für extrem kalte Temperaturen wird ein Modell mit einem Wert von 700 Cuin empfohlen. Bezüglich der Fillpower wird der Einfachheit halber oftmals von einer „700er-Füllung”, „500er-Füllung” et cetera gesprochen.
- Federn haben einen Kiel und sind größer und sperriger als Daunen, aber dennoch wichtig für eine optimale Isolationsleistung. Eine gute Jacke besteht demnach nicht hundertprozentig aus Daunen, sondern weist ein entsprechendes Mischverhältnis auf. Ideale Werte sind beispielweise 95:5, 90:10 oder 80:20 (prozentuales Verhältnis Daunen zu Federn).
- Auch die Herkunft von Dauen sowie die Art der Tierhaltung sind wichtige Qualitätskriterien. Am besten sind Daunen aus kalten Regionen wie Osteuropa oder Kanada, da diese besonders groß sind und die Bauschfähigkeit entsprechend hoch ausfällt. Aus Gründen des Tierschutzes empfehlen wird zudem Daunenjacken, deren Federn von Tieren aus Freilandhaltung stammen.
Bauschfähigkeit
Daunenjacken lassen sich aufgrund ihrer Elastizität gut komprimieren und nehmen dann innerhalb kurzer Zeit wieder ihr Ausgangsvolumen ein. So lässt sich die Jacke schnell auf ein kleines Packmaß zusammenlegen und beispielsweise im Rucksack verstauen. Die Bauschkraft beziehungsweise Komprimierbarkeit ist von verschiedenen Faktoren abhängig, wie beispielsweise der Art der Daunen sowie der Verarbeitung.
Neben Daunen- Winterjacken finden Sie auch sogenannte Midlayer aus Daunen, die als zusätzliche Wärmeschicht unter einer Jacke dienen.
Modische Daunenjacken
Das leichte Gewicht der Jacke ist auch darauf zurückzuführen, dass das Obergewebe zu einem Großteil oder vollständig aus Polyamid (Nylon), Polyester und Elasthan besteht. Solche Materialien sind wasserabweisend, sodass die Jacke sich auch bei leichtem Schneefall eignet, da Feuchtigkeit durch das Obermaterial von den Daunen ferngehalten wird.
Die Steppnähte teilen die Daunenkammern nicht nur optisch voneinander ab: Die Daunen sind in der Regel nach Art einer Steppjacke in Kammern in der Jacke eingearbeitet, sodass diese nicht verrutschen können. Hierbei wird zwischen folgenden Varianten unterschieden:
- Durchgesteppte Nähte -> die äußere und die innere Hülle der Jacke werden zusammengenäht. Nachteil: An der Naht können Kältebrücken entstehen.
- Boxkammerkonstruktion -> Trennwände im Inneren der Jacke bilden eine durchgängige Isolationsschicht. Nachteil: Hoher Arbeitsaufwand und deswegen teuer in der Anschaffung.
Schnitt: Zudem sorgen bei Damen-Daunenjacken Raffungen und Taillengurte für eine verschlankte Silhouette und einen perfekten Sitz. Daunenjacken besitzen einen hohen Kragen, der auch den Hals vor Kälte schützt und häufig eine integrierte Kapuze mit Fellbesatz. Die Kapuze wird dabei mit Druckknöpfen angebracht und kann deswegen bei Bedarf abgenommen werden. Klassischerweise wird eine solche Jacke mit Reißverschlüssen verschlossen.
Jackenarten: Daunenjacken erhalten Sie nicht nur in klassischem Schwarz, Dunkelblau oder Braun, sondern auch in knalligen Farben wie Rot, Grün oder Gelb.
2. Kunst- oder Tierdaunen?
Eine Alternative zu Daunenjacken sind Winterjacken mit synthetischer Füllung aus Kunstfaser. Diese versucht, die Struktur von Daunen zu imitieren und gleichzeitig die Nachteile auszugleichen. Weit verbreitet sind vor allem die künstlichen Primaloft-Fasern, die in den Jacken von Sportartikel-Herstellern wie The North Face oder Marmot verarbeitet sind. Vor allem Winterjacken, die für das Tragen bei leistungsintensiven Wintersportarten wie Ski- oder Snowboardfahren ausgelegt sind, besitzen im Inneren ein Kunstfasergemisch.
Wir stellen Ihnen die Vor- und Nachteile von Daunen und künstlichen Fasern vor:
Echte Daunenjacke
Vorteile
- Gute Relation zwischen Isolationsfähigkeit und Gewicht
- Hohe Wärmeleistung
- Hohe Komprimierungsfähigkeit
Nachteile
- Feuchte Daune verliert ihre Isolationseigenschaften
- Bei anstrengenden Aktivitäten nicht geeignet
- Komplizierte Reinigung
Kunstfaserjacke
Vorteile
- Bewahrt auch im feuchten Zustand ihre Isolationsfähigkeit -> Auch für sportliche Aktivitäten geeignet
- Schnelltrocknend
- Sehr pflegeleicht
Nachteile
- In Relation zum Gewicht fällt die Wärmeleistung geringer aus als bei echten Daunenjacken -> Es können Kältebrücken entstehen
- Keine gute Bauschfähigkeit
- Nachlassende Wärmeleistung
Vereinzelt erhalten Sie auch Winterjacken, die mit hydrophober Daune gefüllt sind. Diese Federn nehmen wenig Wasser auf und trocknen schneller, sodass die Daunenjacke nahezu wasserdicht ist.
3. Stylingtipps und Pflegehinweise
Modische Daunenjacke mit tailliertem Schnitt
Lange Zeit wurden Daunenjacken zwar aufgrund ihrer hohen Wärmeleistung geschätzt, optisch konnten viele Modelle jedoch nicht mit den aktuellen modischen Trends mithalten. Das hat sich weitestgehend geändert, da die Hersteller bei dem Entwurf neuer Modelle nicht mehr nur auf funktionale Eigenschaften, sondern auch auf modische Aspekte wertlegen. Viele Modelle sind tailliert geschnitten und mit auffälligen Applikationen versehen, welche die Jacke zu einem echten Hingucker machen.
Wer eine Jacke als modisches Statement tragen möchte, sollte deswegen folgende Kriterien berücksichtigen:
- Für kleine Menschen empfehlen sich kurz geschnittene Daunenjacken, die auf der Hüfte enden.
- Große Frauen und Männer können auch zu langen Mänteln greifen, die auch einen Teil der Beine vor Kälte schützen.> Hier alle Daunenmäntel ansehen.
- Entscheiden Sie sich für eine farblich auffällige Jacke, sollte der Rest des Outfits entsprechend schlicht ausfallen.
- Um nicht unförmig zu wirken, können Sie eine Oversized-Jacke mit enganliegenden Hosen kombiniert.
Generell gilt: Eine Daunenjacke sollte so selten wie möglich gewaschen werden. Verhindern Sie, dass Sie in der Jacke stark schwitzen und entfernen Sie Flecken mit einem feuchten Tuch. Doch auch bei guter Pflege muss eine Daunenjacke hin und wieder gründlich gereinigt werden. Hierbei können Sie sich entweder für einen Waschgang in der Maschine oder eine schonende Handwäsche entscheiden.
Daunenjacke in der Waschmaschine säubern
- Die Jacke sollte separat und nicht mit anderen Kleidungsstücken zusammen gereinigt werden.
- Verwenden Sie keinesfalls ein herkömmliches Waschmittel, sondern greifen Sie zu einem explizit als Daunenwaschmittel gekennzeichneten Reiniger.
- Waschen Sie die Jacke im Daunenwaschgang oder alternativ bei 30 Grad Celsius mit minimalem Schleudern.
- Geben Sie die Jacke nach dem Waschgang in den Trockner. Tennisbälle sorgen dafür, dass sich die Daunen wieder entfalten.
4. FAQ
Wie erkenne ich eine hochwertige Daunenjacke?
Eine wärmende Daunenjacke erkennen Sie anhand verschiedener Kriterien: Der Cuin-Wert gibt die Fülldichte der Daunen an und sollte 500 nicht unterschreiten. Auch das Mischverhältnis zwischen Daunen und Federn ist entscheidend: Als Mindestvoraussetzung für eine gute Qualität gilt das Verhältnis 80 (Daunen) zu 20 (Federn). Je höher der Anteil der Daunen, desto höher ist die Isolierwirkung. Auch ein wasserfester Oberstoff ist ein wichtiges Qualitätskriterium.
Eignet sich eine Daunenjacke für das Skifahren?
Da Daunen anfällig für Feuchtigkeit sind und man beim Ski- und Snowboardfahren normalweise stark schwitzt, eignen sich solche Jacken nicht unbedingt für bewegungsintensive Sportarten. Empfehlenswert sind hingegen Daunenjacken aus einem Kunstfasergemisch.













































































