
Wissenswertes zu Quicheformen
Mit Quicheformen lassen sich französische Spezialitäten wie Tarte oder Quiche sowie auch herkömmliche Kuchenböden backen. In diesem Ratgeber erfährst du mehr über die praktische Küchenhilfe.
1. Allgemeines zu Quicheformen
Quicheformen sind universell einsetzbar und eignen sich für die Herstellung sowohl von süßem als auch salzigem Gebäck. Neben Klassikern der französischen Küche wie Tartes und Quiches lassen sich auch herkömmliche Obstkuchen und diverse Torten mit Hilfe der Form backen. Dabei können die Formen je nachdem, ob sie als Tarteform, Quicheform oder Obstbodenform bezeichnet werden, unterschiedliche Größen haben und aus verschiedenen Materialien gefertigt sein.

Gemeinsam haben jedoch alle Varianten, dass sie kreisrund sind und über einen gewellten Rand verfügen, der dem Backwerk seine charakteristische Form verleiht.
Tarte und Quiche sind Bezeichnungen für französische Kuchen. Anders als der Begriff Tarte leitet sich Quiche allerdings aus dem Lothringischen ab. In der Grenzregion zu Deutschland liegt auch die Heimat des Gebäcks, deren bekannteste Variante wahrscheinlich die Quiche Lorraine (französisch für lothringische Quiche) ist.
Darüber hinaus werden deftig gefüllte Kuchen meist als Quiche bezeichnet, während süße Varianten häufig den Namen Tarte tragen. Sowohl Quiche als auch Tarte werden aus Blätter- oder Mürbeteig hergestellt. Die Tarte kann auch einen Sandteig als Grundlage haben.
1.1 Materialien
Zur Herstellung der Backformen kommen ausschließlich hitzebeständige Materialien zum Einsatz. Neben klassischen Werkstoffen wie Metall und Porzellan werden Quicheformen auch aus Silikon gefertigt. Diese bieten den Vorteil, dass sie flexibel sind und sich daher nicht nur platzsparend verstauen lassen, sondern auch das Herauslösen des Gebäcks erleichtern. Darüber hinaus sind die Quicheformen je nach Modell auch mit Beschichtungen aus Keramik oder Emaille versehen, die dem Festkleben des Teigs am Boden ebenfalls entgegenwirken.
Diese Quicheform ist mit Emaille beschichtet.
Folgende Materialien finden bei der Herstellung von Quicheformen häufig Verwendung:
- Aluminium
- Stahl
- Emaillebeschichtung
- Keramikbeschichtung
- Glas
- Porzellan
- Silikon
1.2 Varianten
Grundsätzlich lassen sich Quiche, Tarte und Obstkuchen alle in der gleichen Form herstellen. Tarteformen können allerdings auch rechteckig sein, während Quicheformen ausschließlich rund sind. Auch Obstkuchenformen sind in der Regel rund. Darüber hinaus werden für die Tartelettes (deutsch auch: Tarteletten) genannten kleinen Küchlein ebenfalls spezielle Förmchen hergestellt.
Neben Material, Größe und Form unterscheiden sich die Kuchenformen auch in ihrem funktionalen Umfang. Während viele Modelle durchgehend gefertigt sind, bieten einige Hersteller auch Varianten mit herausnehmbaren Böden an. Diese haben den Vorteil, dass sich der Kuchen leicht aus der Form herauslösen lässt.
Quicheform mit Hebeboden
2. Backen mit Quicheformen
Das Backen mit einer Quiche- oder Tarteform gestaltet sich genauso wie mit anderen Kuchenformen. Grundlage bildet meist ein Mürbe- oder Blätterteig, der in der Form ausgelegt wird. Wichtig ist es, den Teig nicht nur am Boden, sondern auch am Rand der Form anzudrücken. Hierfür eignen sich in Streifen geschnittene Teigstücke besonders gut. Achte darauf, dass die Naht zwischen Boden und Rand gut verschlossen ist, damit beim gebackenen Teig keine Risse entstehen. Anschließend belegst du den Teig oder gibst die vorbereitete Füllung hinein.
Als Inspiration haben wir in den folgenden beiden Kapiteln ein Rezept für einen Tortenboden und für eine klassische Quiche Lorraine für dich aufgeschrieben.
2.1 Rezept für einen Tortenboden
- 3 Eier
- 100 g Zucker
- 100 g Mehl
- 1 TL Backpulver
Trenne Eigelb und Eiweiß. Gib das Eiweiß in einen Behälter und rühre es unter Zugabe von Zucker mit Hilfe einer Küchenmaschine schaumig. Anschließend rührst du das Eigelb unter. Vermische Mehl und Backpulver und siebe es in die Schüssel. Nun verrühre kurz die Eimasse und das Mehlgemisch. Obstbodenform mit Margarine einfetten und den Teig hineingeben. Bei 180 Grad Celsius circa 13 bis 15 Minuten backen.
2.2 Rezept für eine Quiche Lorraine
Für die Füllung:
- 400 g Crème frâiche
- 3 ganze Eier
- 3 Eigelb
- 150 g Speckwürfel
- Weißer Pfeffer
- Muskatnuss
Für den Mürbeteig:
- 200 g Weizenmehl
- 100 g kalte Butter
- 1 Eigelb
- 1 Prise Salz
- Ca. 3 EL Wasser
- Heize den Ofen auf 200 Grad Celsius vor.
- Verteile Mehl auf der Arbeitsfläche und forme in der Mitte eine Mulde, um den Mürbeteig herzustellen.
- Gib Eigelb, Salz, Zucker und Wasser in die Mulde.
- Nun vermischst du die Zutaten mit den Händen. Achte darauf, das ganze Mehl in die Masse hineinzuarbeiten.
- Anschließend formst du den krümeligen Teig zu einer Kugel, wickelst diese in Klarsichtfolie und lässt den Teig eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen.
- Gib ein wenig Mehl auf die Arbeitsplatte und rolle den Teig aus.
- Drücke den Teig auf den Boden sowie an den Rand der Quicheform. Schneide anschließend überschüssigen Teig vom Rand ab.
- Zum Abschluss punktierst du den Teigboden mit einer Gabel großflächig, damit er beim Backen keine Luftblasen wirft.
Wichtig: Achte darauf, dass Rand und Boden geschlossen sind und keine Lücke zwischen den beiden Teigflächen entsteht.
Brate Speck in einer Pfanne scharf an, um die Füllung herzustellen. Gib Crème frâiche in eine Schüssel und füge die Eier hinzu. Pfeffere und vermische die Masse anschließend. Füge Muskatnusspulver hinzu. Als letzten Schritt gibst du die Masse in die mit Teig ausgelegte Quicheform und backst die Quiche bei 180 Grad Celsius für circa 35 Minuten.
3. FAQ
Isst man Quiche warm oder kalt?
Quiche entfaltet sowohl warm als auch kalt seinen besonderen Geschmack. Im Winter bietet es sich an, die Quiche direkt heiß aus dem Ofen zu servieren. Eine gekühlte Quiche hingegen schmeckt an einem heißen Sommertag besonders gut. In Herbst und Frühling empfiehlt es sich, den würzigen Kuchen lauwarm zu verspeisen. Tipp: Eine bereits abgekühlte Quiche vom Vortag lässt sich problemlos in der Mikrowelle aufwärmen.
Was ist der Unterschied zwischen Tarte und Quiche?
In der französischen Küche wird theoretisch zwischen Quiche und Tarte unterschieden, allerdings sind die Übergänge zwischen den beiden Kuchensorten in der Praxis fließend. Für gewöhnlich zählen Quiche zu den deftigen Speisen, während Tartes meist mit süßen Zutaten zubereitet werden.
Wie wird Quiche ausgesprochen?
Die Quiche stammt aus Lothringen, einer Region Frankreichs, in der eine deutsche Sprachvariante gesprochen wird. Quiche leitet sich wahrscheinlich vom lothringischen Wort für Kuchen ab. Die Aussprache entspricht in etwa Kisch.





































