
Gartentische aus Holz Ratgeber
Ein schöner Gartentisch ist im Sommer das Zentrum des Geschehens: Gerade zu dieser Jahreszeit versammeln sich Freunde und Familie gerne zu gemeinsamen Grill- und Spieleabenden. Ein Gartentisch aus Holz besticht dabei durch zahlreiche Vorteile: Aufgrund der rustikalen Optik fügt er sich ideal in das Gesamtbild des Gartens ein und ist bei entsprechender Pflege extrem langlebig. Doch welche unterschiedlichen Holzarten gibt es und was ist bei der Reinigung und Pflege zu beachten? In unserem Ratgeber finden Sie die Antworten auf diese Fragen und viele weitere hilfreiche Informationen zu Holz-Gartentischen.
1. Welche Holzarten eignen sich für einen Gartentisch?
Bekannte Holzarten als Material für einen Gartentisch sind Eukalyptus, Teakholz, Akazie und Bangkiraiholz. Egal wofür Sie sich entscheiden – wichtig ist, sich mit den Eigenschaften der entsprechenden Holzart vertraut zu machen und dementsprechend für die richtige Pflege des Materials zu sorgen.
Wir stellen Ihnen die beliebtesten Hölzer für Gartentische genauer vor:
Eukalyptus
Merkmale und Pflege:
- Robust
- Kaum Rissbildung
- Kein Schädlingsbefall
- Keine Imprägnierung vonnöten
- Gelegentlich oberste Schicht (Patina) abschleifen und das Holz mit Eukalyptusöl behandeln -> Schutz vor Ergrauen

Teakholz
Merkmale und Pflege:
- Dunkelt kaum nach
- Witterungsbeständig
- Wasserabweisende Oberfläche
- Lange Lebensdauer
- Keine Imprägnierung vonnöten
- Mehrmals im Jahr Teakholzöl verwenden -> Schutz vor Verwitterung und Schädlingen

Akazie
Merkmale und Pflege:
- Hohe Festigkeit und Härte
- Edler, natürlicher Look
- Lange Lebensdauer
- Witterungsbeständig
- Keine Imprägnierung vonnöten
- Behandlung mit Holzpflegemitteln nicht unbedingt nötig (verlängert allerdings die Lebensdauer)

Bangkiraiholz
Merkmale und Pflege:
- Keine Fäulnis
- Robust
- Kein Schädlingsbefall
- Lange Lebensdauer
- Keine Imprägnierung vonnöten
- Bei Bildung von spröden Stellen Öl für Bangkiraiholz verwenden

Fichte
Merkmale und Pflege:
- Preisgünstig
- Leicht zu verarbeiten
- Geringes Gewicht
- Imprägnierung erforderlich
- Gelegentliches Einölen mit Fichtenholzöl
- Überwinterung nur im Keller (zu anfällig gegenüber Temperaturschwankungen)

Kiefer
Merkmale und Pflege:
- Preisgünstig
- Leicht zu verarbeiten
- Verträgt so gut wie jeden Anstrich
- Imprägnierung erforderlich
- Behandlung mit Holz- oder Hartöl

Robinie
Merkmale und Pflege:
- Robust
- Witterungsbeständig
- Resistent gegenüber Flüssigkeiten
- Kein Schädlingsbefall
- Keine Imprägnierung vonnöten
- Gelegentliche Verwendung von Robinienholzöl

Wichtig: Ehe Sie Ihre Gartenmöbel einölen, müssen Sie diese gründlich von Schmutz befreien. Dazu verwenden Sie am besten eine Lauge aus Wasser und mildem Reinigungsmittel. Achten Sie darauf, dass das Holz komplett trocken sein muss, ehe Sie das Öl auftragen. Andernfalls kann es zur Schimmelbildung am Material kommen.
2. Tipps zum Kauf und Umgang mit Holz-Gartentischen
Sofern Sie sich für einen Gartentisch aus tropischem Holz entscheiden, sollten Sie auf das FSC-Siegel achten. Das Prüfzeichen wird vom Forest Stewardship Council vergeben und garantiert, dass die Holzproduktion den ökonomischen, ökologischen und sozialen Standards entspricht. Derart zertifizierte Holzgartenmöbel stammen aus Produktionen ohne Kahlschläge und Bodenzerstörung.
Ein Holz-Gartentisch fügt sich aufgrund seiner natürlichen Optik ideal in das Gesamtbild des Gartens ein.
Was die Pflege von Gartentischen aus Holz angeht, gibt es einige grundlegende Dinge, die Sie beachten sollten:
- Verwenden Sie keine Speiseöle wie Olivenöl als Holzschutzmittel. Diese ziehen zwar in das Holz ein, trocknen allerdings nicht vollständig. Sie hinterlassen einen schmierigen Film auf der Oberfläche.
- Gartentische, die lackiert, gewachst oder lasiert wurden, können nicht mit Holzöl behandelt werden. Bei solchen Modellen kann das Pflegemittel nicht einziehen und bietet somit auch keinen Schutz.
- Nur unbehandelte Holz-Gartentische können lackiert werden. Andernfalls bleibt die Farbe nicht am Material haften.
- Verwenden Sie speziell für das entsprechende Material vorgesehene Holzöle. Nur so wird Ihr Gartentisch ideal vor Witterung und Licht geschützt.
- Gartentische sind häufig im Einsatz und weisen schnell Gebrauchsspuren wie zum Beispiel Kratzer auf. Dies bedeutet allerdings nicht, dass Sie sich sofort einen neuen zulegen müssen – mit einfachen Methoden erstrahlt Ihr Gartentisch schnell in neuem Glanz: Kratzer entfernen Sie am besten durch Abschleifen. Hierfür sollten Sie eine Schutzbrille und einen Mundschutz tragen, um keine Holzspäne einzuatmen. Für die Schleifarbeit benötigen Sie einen Rotex- oder Schwingschleifer, Schleifpapier sowie Beize, einen Beizpinsel und Einlassöl.
Im Folgenden zeigen wir Ihnen, wie Sie beim Schleifen vorgehen sollten:
- Die Tischfläche schleifen Sie mit dem Band- oder Schwingschleifer ab, die Kanten müssen hingegen mit Schleifpapier behandelt werden.
- Verwenden Sie für den Anfang grobes Schleifpapier. Für die präzisen Abschlussarbeiten benötigen Sie eine feinkörnige Ausführung.
- Wischen Sie den Tisch mit einem feuchten Lappen ab und lassen Sie ihn trocknen.
- Vollständig abgeschliffene Gartentische können mit einer Beize behandelt (immer in Richtung Maserung arbeiten) und anschließend mit Einlassöl eingerieben werden.
3. Zubehör
Ein entscheidender Vorteil von Holz-Gartentischen ist, dass Sie kleinere Reparaturen und Ausbesserungen spielend leicht selbst vornehmen können. Während beispielsweise vergilbter Kunststoff kaum bis gar nicht mehr aufgehellt werden kann, können vergraute Holzmöbel durch Farbe und Reinigung wieder aufgefrischt werden. Wir zeigen Ihnen, welches Zubehör nicht fehlen darf:
- Dauerschutzlasur: Schutz vor Witterungseinflüssen
- Imprägnier-Gründe: Schützen unbehandeltes Holz vor Bläue
- Holzöle: Intensiver Schutz, wirken wasserabweisend, spezielle Ausführungen für die unterschiedlichen Holzarten
- Dauerschutzfarbe: Schutz vor Feuchtigkeit und UV-Strahlung
4. FAQ
Welche Holzart ist für einen Gartentisch am besten geeignet?
Bei der Wahl der passenden Holzart für Ihren Gartentisch können Sie grundsätzlich Ihren Geschmack entscheiden lassen – wichtig ist jedoch auf die Lebensdauer, Robustheit, Schädlingsanfälligkeit und den Pflegeaufwand des entsprechenden Materials zu achten. Grundsätzlich sind Laubhölzer im Vergleich zu Nadelhölzern resistenter gegenüber äußeren Einflüssen.
Was muss ich beim Beizen von Holz beachten?
Wenn Sie besonders großen Wert auf die natürliche Optik des Holzes legen, sollten Sie dieses beizen. Hierfür dürfen ausschließlich metallfreie Pinsel verwendet werden. Der Vorgang sollte möglichst am Stück durchgeführt werden, andernfalls können unschöne Ansätze entstehen. Damit das Holz die Beize besser aufnehmen kann, sollten Sie dieses vor der Behandlung mit lauwarmem Wasser einreiben. Sobald das Holz vollständig getrocknet ist, können Sie die Beize zunächst in Richtung, danach entgegen der Maserung auftragen.
Ich empfange regelmäßig viele Gäste. Welche Gartentische kommen für mich in Frage?
In diesem Fall sollten Sie ausziehbare Gartentische wählen. Mit wenigen Handgriffen können Sie die Tischfläche vergrößern. Achten Sie dabei auf die genauen Maße, sodass alle Ihre Gäste am Tisch Platz finden.






































