
Ratgeber Käsefondue
Fondue gilt als Schweizer Nationalgericht und sorgt gerade in der Winterzeit für ein geselliges Beisammensein. Wir stellen Ihnen Geräte für die Zubereitung eines Käsefondues vor.
1. Schokoladenfondue
Als Käsefondue (franz. fondue = geschmolzen) bezeichnet man ein Hauptgericht, bei dem in der Regel mundgerecht geschnittene Weiß- oder Graubrotstücke in flüssigen Fonduekäse getaucht und verspeist werden. Für diesen Zweck gibt es Küchengeräte, die das Fondue zu einer besonders geselligen Zusammenkunft werden lassen.
Durch die richtige Wahl der Käsesorten können Sie das Fondue zu einem echten Geschmackserlebnis machen. Die flüssige Kombination aus Käse und Weißwein kann mit vielen weiteren Zutaten verfeinert werden.
1.1 Ausführungen
Ein Käsefondueset setzt sich in der Regel aus einer Fonduepfanne, einem Warmhaltegerät, einem Flammensieb sowie extra langen Fonduegabeln zusammen. Die Größe und Form der Pfanne sowie etwaiges Zubehör können variieren. Das Warmhalten der Käsemasse funktioniert beispielsweise auch mithilfe eines Teelichts.
Caquelon auf Rechaud
Als Caquelon bezeichnet man einen Topf oder eine Pfanne, die auf die Zubereitung von Schweizer Käsefondue spezialisiert ist. Das Material der Pfanne besteht meist aus Keramik, manchmal aus Gusseisen und selten auch aus Porzellan. Alle drei Materialien gewährleisten eine langsame Hitzeverteilung, sodass die Käsemasse heiß und flüssig bleibt, ohne anzubrennen. Mit einem Rechaud ist der unter der Pfanne liegende Kocher gemeint, der für das Erhitzen und Warmhalten des Käses zuständig ist. Dieser wird mit einem Pastenbrenner betrieben. Alle Eigenschaften des klassischen Fonduegeräts finden Sie in der folgenden Tabelle:
Caquelon-Käsefondue

- Pastenbrenner
- Fonduepfanne mit 1 l Fassungsvermögen
- Kein Stromkabel nötig
- Flammenverteiler oder -sieb sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Hitze
- Spezielle Brennpaste notwendig – manchmal auch Spiritus oder Gas
Keramikgefäß mit Teelicht
Ohne viel Energieverbrauch funktioniert ein Fonduegerät, das den Käse durch ein unter dem Keramikgefäß angebrachtes Teelicht zum Schmelzen bringt. Im Folgenden sehen Sie die Vor- und Nachteile eines solchen Fonduetopfes auf einen Blick:
Teelicht-Käsefondue

- Auch für 1-2 Personen geeignet: bietet Volumen für 200 g Käse
- Untersatz verhindert Hitzebildung auf dem Untergrund
- Platzsparend auf dem Esstisch und beim Verstauen
- Teelicht muss öfter ausgetauscht werden
- Verbrennungsgefahr
Outdoor-Käsefondueset
Wer das Käsefondue an einem außergewöhnlichen Ort genießen möchte, hat die Möglichkeit, sich ein Outdoor-Set anzuschaffen. Ob am Strand, im Garten oder beim Picknick – der Genuss des Käsefondues muss nicht auf die eigenen vier Wände beschränkt sein. Vor allem Vegetarier haben Freude an dieser Variation eines typischen Grillevents.
Outdoor-Käsefondueset

- Edelstahlgehäuse schützt gegen Wind und Wetter
- Für den Außenbereich als Alternative zum Grill geeignet
- Kompakte Form und geringes Gewicht (etwa 2 kg) machen das Set transportgeeignet
- Aufwendige Reinigung
1.2 Mehr Geschmack beim Käsefondue
Um den Geschmack zu optimieren, empfiehlt sich die Investition in ein qualitativ hochwertiges Fondueset. Für eine cremige Konsistenz sorgt Backpulver als Bindemittel. Damit keine Klümpchen in der Käsemasse verbleiben, sollten Sie nicht im Kreis, sondern in Form einer Acht rühren. Nicht nur das Auge, auch die Nase isst gewissermaßen mit: Für ein vollendetes Geschmackserlebnis sollten Sie deshalb auf Rechauds, die mit Spiritus betrieben werden, verzichten.
Leckeres Käsefondue
1.3 Die Zubereitung
Da verschiedene Käse die Hauptzutaten eines solchen Fondues sind, ist die Auswahl der richtigen Sorte für den Geschmack besonders entscheidend. Wir verraten Ihnen, was Sie bei der Zubereitung darüber hinaus noch beachten sollten.
Welche Käsesorten eignen sich?
Welche Käsesorten traditionell ins Fondue kommen, ist regional sehr unterschiedlich. Wichtig ist, dass der Käse gut schmelzen kann, sodass Sorten wie Gouda mit verhältnismäßig niedrigem Fettgehalt weniger geeignet sind. Generell gilt: Je höher der Fettgehalt, desto besser lässt sich der Käse schmelzen. Für die Masse sind insbesondere folgende Käsesorten empfehlenswert: Appenzeller, Emmentaler und Gruyère. Wer es besonders würzig mag, kann den Anteil des Appenzellers erhöhen. Achten Sie hierbei darauf, dass der Käse hochwertig und jung ist. Um eine cremige Konsistenz zu erreichen, sollten Sie den Käse so fein wie möglich reiben.
Was kommt in den Fonduetopf?
Die Käsemasse können Sie mit Pfeffer, Muskatnuss und/oder Knoblauch abschmecken. Bei entsprechender Vorliebe kann außerdem trockener Weißwein hinzugefügt werden. Die Beifügung von Öl verhindert ein Anbrennen und zum Binden brauchen Sie Stärke – hier können Sie auch zu Backpulver greifen.
- 1 geschälte Knoblauchzehe
- 600 ml trockener Weißwein
- 600 g Gruyère
- 300 g Emmentaler
- 125 ml Kirschwasser
- 2 EL Speisestärke
- Pfeffer
Und so geht´s:
- Reiben Sie mit der Knoblauchzehe den Topf aus und lassen Sie den Wein darin aufkochen.
- Geben Sie den geriebenen Käse unter Rühren nach und nach in den kochenden Wein, bis alles geschmolzen ist. Fügen Sie anschließend das Kirschwasser und die Speisestärke hinzu.
- Schmecken Sie das Käsefondue mit Pfeffer ab und stellen Sie den Topf auf das Rechaud.
Welche Beilagen sind empfehlenswert?
Schneiden Sie für das Käsefondue Baguette oder Graubrot in mundgerechte Stücke und reichen Sie es zum Eintunken. Die meisten Fonduefans favorisieren Brot, das nicht allzu frisch ist. Als zusätzliche Beilagen eignen sich außerdem saure Gurken, geröstete Zwiebeln oder Bündner Fleisch.
Was sollte ich noch beachten beim Käsefondue?
Befüllen Sie den Topf maximal bis zur Hälfte, um ein Überkochen zu vermeiden. Verwenden Sie einen Holzlöffel, damit Sie die Beschichtung nicht beschädigen. Das Rechaud sollten Sie so einstellen, dass die Käsemasse stets leicht köchelt.
Zutaten für das Käsefondue
Wenn Ihnen die eigenhändige Zusammenstellung der Käsemasse zu aufwendig ist, können Sie auch auf fertige Mischungen aus dem Einzelhandel zurückgreifen.
2. Reinigung
Bei der Säuberung eines Fonduetopfes kommen Sie mit Ihrer herkömmlichen Spülmethode oft nicht weit. Anstatt einen Topfreiniger und warmes Wasser zu verwenden, sollten Sie den Käsefondue-Behälter aus Keramik nach dem Verzehr mit kaltem Wasser und gegebenenfalls ein paar Tropfen Spülmittel befüllen und einige Stunden stehenlassen. Wenn Sie hierfür heißes Wasser verwenden, erschwert dies die Säuberung zusätzlich. Besonders hartnäckige Rückstände lassen sich nach der Zugabe von Zitronensaft oder Backpulver leichter entfernen. Fonduepfannen aus Gusseisen sollten ohne Spülmittel und am besten nur mit Wasser oder Küchenpapier gereinigt werden.
Verzichten Sie bei der Reinigung in jedem Fall auf die Verwendung von Stahlwolle, da diese die Beschichtung beschädigt.
3. FAQ
Brauche ich einen speziellen Topf für Käsefondue?
Es ist sehr empfehlenswert, für Käsefondue einen speziellen Topf zu verwenden, da in einem klassischen Topf aus Metall der Käse schnell anbrennen kann. Hierzu wird üblicherweise ein Caquelon verwendet, der aus Steingut, Porzellan, Keramik oder Gusseisen besteht – Materialien, die Hitze gleichmäßig, aber langsam ins Innere weiterleiten. So kann der Käse langsam schmelzen, ohne anzubrennen.
Was ist der Unterschied zwischen einem normalen Fondue-Set und einem Käsefondue-Set?
Damit das Fleisch schnell gar wird, ist es wichtig, ein Material zu wählen, welches die Hitze schnell leitet. Ein klassisches Fondue-Sets für Fleisch besteht in der Regel aus einem Metalltopf. Solche Töpfe sind jedoch für Käsefondues eher ungeeignet, da die Masse anbrennen kann. Deswegen besitzen Käsefondue-Sets einen sogenannten Caquelon, ein Topf aus Keramik oder anderen Materialien, der die Hitze besonders langsam leitet.
Welcher Käse gehört in ein Schweizer Käsefondue?
In ein original Schweizer Fondue gehören normalerweise nur regionale Käsespezialitäten, sodass die verwendeten Sorten sich je nach Kanton sehr unterscheiden. Wer hierzulande ein Käsefondue zubereiten will, sollte dementsprechend ebenfalls auf verfügbaren Schweizer Käse zugrückgreifen. Appenzeller, Greyerzer und Emmentaler sind auch bei uns in fast jedem Supermarkt erhältlich.
Wie viel Gramm Käse benötige ich für ein Käsefondue?
Pro Person rechnet man mit etwa 200 Gramm Käse – Kindern genügt in der Regel 150 Gramm und besonders Hungrige können auch mal 250 Gramm Käse verspeisen. Hinzu kommt pro Person dieselbe Grammzahl an Brot oder Kartoffeln.
Welche Beilagen passen zum Käsefondue? Muss es immer Brot sein?
Wer es abwechslungsreich mag, kann zusätzlich zum Brot auch viele weitere Beilagen servieren. Zum Käsefondue passen auch:
- Weintrauben
- Gnocchi
- Nudeln
- Festkochende Kartoffeln
- Paprika
- Brokkoli
Manche Zutaten sollten vorher durchgegart werden, da die Hitze in einem Käsefondue dazu nicht ausreicht.
Was kann ich tun, damit der Käse verdaulicher wird?
Käsefondue ist für den Magen schwer verdaulich. Um die Verdauung anzukurbeln, wird traditionellerweise Schnaps oder schwarzer Tee zum Essen getrunken. Außerdem sollten Sie kein ganz frisches Brot verwenden. Sollten Sie kein Brot im Hause haben, das etwa einen Tag alt ist, können Sie alternativ das frische Brot vor dem Verzehr toasten. Als Dessert sollten Sie zu Ananas greifen: Das exotische Obst gilt als verdauungsfördernd.
Welche Alternativen gibt es zum Käsefondue?
Es gibt neben dem Käsefondue auch andere deftige Varianten wie beispielsweise das Fleisch- oder Fischfondue. Wer es gerne süß mag, den wird das Schokoladenfondue überzeugen.












































