
Die Wahl der perfekten Schwimmbrille
Schwimmbrillen gehören zu den wichtigsten Schwimmutensilien, da sie die Augen schonen und für eine verbesserte Sicht sorgen. Bei der Anschaffung sollten Sie auf Passform und Farbe der Gläser achten.
1. Sinn und Zweck von Schwimmbrillen
Schwimmbrillen werden zur Schonung und zum Schutz der Augen in der Freizeit sowie beim professionellen Schwimmtraining getragen. Sie verhindern, dass die Augen dem direkten Kontakt mit Wasser ausgesetzt sind und bewahren sie somit vor Chlor, Salzwasser, Keimen und anderen Fremdkörpern. Zugleich sorgen die Brillen für eine optimale Sicht beim Schwimmen und können zudem vor UV-Strahlung und damit einhergehenden Augenproblemen schützen.
Schwimmbrillen können sich hinsichtlich der Form, Glasfarbe und Größe unterscheiden. Die Formen der Gestelle und Gläser sowie deren Tönung bringen unterschiedliche Vorteile mit sich, die wir im folgenden Kapitel für Sie zusammengetragen haben.
Typischer Aufbau einer Schwimmbrille
Beachten Sie: Schwimmbrillen eignen sich nicht zum Tauchen, da mit Ihnen kein korrekter Druckausgleich möglich ist. Sollten Sie Ihre neue Brille für Tauchgänge nutzen wollen, schauen Sie sich unser Tauchbrillen-Sortiment an.
2. Modelle und Einsatzgebiete
Schwimmbrillen werden in drei Ausführungen angeboten, die sich hauptsächlich in Form und Ausstattung voneinander unterscheiden:
- Schwedenbrillen
- Saugnapfbrillen
- Schwimmmasken
Wir stellen Ihnen die jeweiligen Merkmale genauer vor und zeigen Ihnen die Brillenarten im direkten Vergleich.
Schwedenbrillen
Dieser Begriff bezeichnet die einfachste Art der Schwimmbrille. Sie besitzt zwei einzelne Gläser, die mithilfe eines Stegs im Bereich der Nase verbunden sind. Zudem weisen sie ein Kopfband auf, mit dem sie am Kopf befestigt werden. Je nach Ausführung können Sie sowohl den Steg als auch das Kopfband an Ihre Kopf- und Nasenform anpassen. Die Gläser werden bei Schwedenbrillen direkt auf die Augenhöhle gesetzt. Aufgrund der randlosen Verarbeitung bieten sie das weiteste Sichtfeld und eignen sich darüber hinaus ideal für Sportwettkämpfe, da sie bei Startsprüngen nicht verrutschen. Zugleich üben Schwedenbrillen jedoch einen relativ hohen Druck auf die Augen beziehungsweise Augenhöhlen aus, wodurch sie häufig als unangenehm empfunden werden. Daher sind sie eher für kurze Trainingseinheiten oder Wettkampfsituationen geeignet.

Saugnapfbrillen
Saugnapfbrillen entsprechen vom Grundaufbau her den Schwedenbrillen, sind jedoch an den Glasrändern mit einem Silikonpolster ausgestattet. Dieses sorgt für einen erhöhten Tragekomfort. Zugleich schützt der Silikonrand Ihre Augen vor Verletzungen – beispielsweise beim Zusammenstoß mit anderen Sportlern. Allerdings sitzen Saugnapfbrillen etwas lockerer, wodurch sie bei einem Startsprung verrutschen können.

Schwimmmasken
Schwimmmasken sind aus einem durchgängigen Brillenglas beziehungsweise Gestell gefertigt, das beide Augen abdeckt. Sie liegen auf den Wagenknochen sowie der Stirn auf. Im Gegensatz zu Taucherbrillen decken Schwimmmasken die Nase jedoch nicht ab. Durch die große Auflagefläche bieten die Masken den höchsten Tragekomfort, der allerdings mit einem gesteigerten Wasserwiderstand einhergeht, wodurch sie sich eher für den Einsatz in der Freizeit und weniger für professionelles Schwimmtraining eignen.

| Schwedenbrillen | Saugnapfbrillen | Schwimmmasken | |
|---|---|---|---|
| Tragekomfort / Tragedauer | - | + | ++ |
| Einsatz beim Wettkampf | ++ | + | - |
| Eignung für Training | + | ++ | - |
Biofuse-Technologie
Manche Schwimmbrillen sind mit der sogenannten Biofuse-Technologie ausgestattet. Solche Modelle besitzen besonders weiche, gelartige Dichtungen, die sich genau an die Kontur des Gesichts anpassen. Dadurch sitzt die Schwimmbrille fest, ohne dabei Abdrücke zu hinterlassen.
2.1 Die richtige Passform
Ein besonders wichtiger Aspekt bei der Wahl der richtigen Schwimmbrille ist zudem der korrekte Sitz beziehungsweise die ideale Passform: Sitzt die Brille nicht gut, kann dies zu übermäßigem, unangenehmem Druck oder sogar Verletzungen an den Augen führen. Bei Modellen, die hingegen zu locker anliegen, kann es dazu kommen, dass Wasser eintritt oder die Brillen verrutschen.
Um zu testen, ob das gewählte Modell richtig passt, können Sie die Brille einfach im trockenen Zustand aufsetzen und sanft andrücken. Saugen sich die Gläser leicht fest und halten auch ohne Verwendung des Kopfbandes einige Sekunden, können Sie davon ausgehen, die richtige Größe und Form gewählt zu haben.
Tipp: Wenn Sie ein besonders schmales oder breites Gesicht haben und keine passende Schwimmbrille finden, sollten Sie gegebenenfalls Modelle für das andere Geschlecht oder Varianten für Kinder ausprobieren.
2.2 Unterschiede der Gläser
Ebenso wie die Form der Brille kann sich die Farbe der Gläser unterscheiden. Um die für sich ideale Glasfarbe zu wählen, sollten Sie überlegen, wo und wann Sie Ihre neue Schwimmbrille überwiegend verwenden werden:
- Schwimmen Sie häufig in Hallenbädern oder eher im Freibad sowie am Strand?
- Ist das Bad gut ausgeleuchtet oder sind die Lichtverhältnisse schlecht?
- Gehen Sie am Tag oder während dunkler Morgen- beziehungsweise Abendstunden schwimmen?
Die folgende Übersicht zeigt Ihnen, für welchen Zweck die jeweiligen Gläser zu empfehlen sind:
Klare und blaue Gläser
Schwimmbrillen mit hellen Gläsern eignen sich vor allem für den Einsatz bei Kunstlicht. Daher sind sie die ideale Wahl, wenn sie ausschließlich oder überwiegend in Hallenbädern schwimmen.

Orangefarbene Gläser
Orangegetöntes Glas bietet gegenüber anderen Farben einen entscheidenden Vorteil: Dadurch, dass sie blaues Licht filtern, verstärken sie Kontraste, weswegen sie sich perfekt für bewölktes Wetter und schlechte Sichtverhältnisse im Freien sowie in Hallenbädern eignen.

Verspiegelte und dunkle Gläser
Besonders dunkel gefärbte Gläser sollen ähnlich wie Sonnenbrillen für eine bessere Sicht bei hellem Licht sorgen. Verspiegelte Schwimmbrillen reflektieren ein Höchstmaß der Sonnenstrahlen und sind für die Verwendung im Freien bei tiefstehender Sonne konzipiert.

Darüber hinaus sind Schwimmbrillen mit speziellen Gläsern erhältlich, die besondere Funktionen erfüllen:
- UV-Schutz: Bei häufiger Verwendung in Freibädern oder an Seen sowie im Meer sollten Sie zum Schutz Ihrer Augen auf den angegebenen UV-Schutz achten.
- Anti-Fog-Beschichtung: Viele Schwimmbrillen sind mit einer speziellen Schicht überzogen, welche das Beschlagen der Gläser verhindert.
2.3 Schwimmbrillen für Kinder
Die Augen von Kindern sind in der Regel empfindlicher als die von Erwachsenen, da sich die Netzhaut erst nach dem siebten Lebensjahr vollständig entwickelt hat. Eine Schwimmbrille ist für sie Pflicht, damit die Augen vor Salz, Chlor und anderen chemischen Substanzen im Wasser geschützt sind.
Farbenfrohe Schwimmbrillen für Kinder
Wer eine Schwimmbrille für sein Kind sucht, sollte einige Dinge beachten:
- Wenn die Brille auch im Freibad oder im Meer genutzt wird, sollten die Gläser mit einem UV-Schutz ausgestattet sein.
- Ein sicherer Halt ist bei Kinderbrillen besonders wichtig.
- Quick-Release-System: Damit lässt sich die Brille mit einem Klick an- und ausziehen. Solche Brillen sind vor allem bei Kindern mit langen Haaren empfehlenswert, da sich der Verschluss nicht in den Haaren verhaken kann.
- Splitterfreie Gläser für eine hohe Sicherheit: Die Gläser zerbrechen auch dann nicht, wenn das Kind hinfällt.
- Weiche Silikonbänder schützen vor Druckstellen/Abdrücken.
- Die Gläser der Kinder-Schwimmbrille dürfen nicht beschlagen (Anti-Fog-Beschichtung), da das Kind diese sonst ausziehen möchte.
- Durch eine austauschbare Nasenbrücke kann die Brille mitwachsen und lässt sich optimal an das Gesicht des Kindes anpassen.
Gerade kleine Kinder haben eine natürliche Abneigung gegen Schwimmbrillen, da sie sich in ihrer Sicht eingeschränkt fühlen. Damit Ihr Kind die Brille gerne trägt, sollten Sie zu bunten und knalligen Exemplaren greifen. Manche Kinder-Schwimmbrillen haben zudem einen kindgerechten Brillenrahmen mit aufgesetzten Tieren oder Meeresbewohnern.
Geschützte Augen dank Kinder-Schwimmbrillen
Dass eine Kinder-Schwimmbrille passt, erkennen Sie daran, dass diese auch ohne Kopfband festsitzt, sobald Sie die Brillengläser an die Augen drücken.
2.4 Besonderheit: optische Schwimmbrillen
Schwimmbrillen mit Sehstärke werden auch als optische Brillen bezeichnet. Genauso wie klassische Sehbrillen besitzen solche Schwimmbrillen Dioptrien und eignen sich demnach für Brillen- und Kontaktlinsenträger. Dabei können optische Brillen sowohl Weit- als auch Kurzsichtigkeit korrigieren. Die Dioptrien-Werte reichen je nach Hersteller von minus acht bis hin zu plus acht. Hornhautverkrümmungen und andere Deformationen des Auges können jedoch nur von den wenigsten Schwimmbrillen ausgeglichen werden.
Der Hersteller SWANS hat für seine optischen Schwimmbrillen ein besonderes System entwickelt: Anstatt einheitlicher Dioptrien kann die Linse pro Auge separat ausgewählt werden. Die Komponenten (Gläser, Band) werden deshalb einzeln erworben und nach der Anschaffung zu einer vollständigen Schwimmbrille zusammengesetzt.
3. Reinigung
Die einzelnen Elemente der Brillen wie die Gläser und Bänder können durch Chlor und andere Stoffe im Wasser angegriffen werden, weswegen wir Ihnen eine regelmäßige Reinigung empfehlen. Dazu sollten Sie Ihre Schwimmbrille nach jedem Einsatz mit klarem Leitungswasser gut abspülen. Anschließend lassen Sie die Brille einfach an der Luft trocknen. Verwenden Sie keine Tücher, um die Brillengläser trockenzureiben, da feine Partikel zu Kratzern führen können. Dies gilt insbesondere, wenn Ihre Schwimmbrille mit Anti-Fog-Gläsern ausgestattet ist, da die spezielle Beschichtung ebenfalls beschädigt werden kann.
Anti-Fog-Spray kann beschädigte Beschichtungen erneuern oder für Brillen ohne Beschlagschutz verwendet werden.
Tipp: Generell sollten Sie es vermeiden, die Gläser von Schwimmbrillen an der Innenseite zu berühren.
4. FAQ
Wann sitzt eine Schwimmbrille richtig?
Die richtige Passform ist bei Schwimmbrillen essenziell: Sitzt die Brille zu eng, kann dies zu Schmerzen oder Verletzungen an den Augen führen. Bei zu großen Varianten ist hingegen keine einhundertprozentige Wasserdichtigkeit gegeben, wodurch die Sicht und das Schwimmerlebnis beeinträchtigt werden können. Um zu testen, ob die Schwimmbrille richtig sitzt, gehen Sie wie folgt vor: Drücken Sie die Gläser mit sanftem Druck auf Ihre Augenpartie. Wenn sich die Brille leicht ansaugt und auch ohne Verwendung des Kopfbandes einige Sekunden hält, können Sie in der Regel davon ausgehen, dass sie sich für Ihre Kopf- und Gesichtsform eignet.
Warum gibt es getönte und verspiegelte Brillengläser?
Die Farbe der Gläser erfüllt stets einen speziellen Zweck: Helle Gläser eignen sich insbesondere für den Einsatz in Hallenbädern, die gut ausgeleuchtet sind. Orangefarbene Modelle verstärken den Kontrast und sind für dunklere Bäder oder bei Bewölkung im Freien zu wählen. Dunkle und verspiegelte Varianten sind hingegen perfekt bei intensiver Sonneneinstrahlung geeignet, da sie einen Großteil des Lichts filtern beziehungsweise reflektieren.
Wieso soll man mit Schwimmbrillen nicht tauchen?
Aufgrund ihrer Konstruktionsweise sind Schwimmbrillen sowie Schwimmmasken nicht zum Tauchen geeignet: Taucherbrillen umschließen die Nase, wodurch ein Druckausgleich unterhalb der Brille möglich ist. Da Schwimmbrillen die Nase hingegen frei lassen, können Sie keinen Druckausgleich durchführen, wodurch die Augen geschädigt werden können.






























