[Quelle Headerbild: iStock.com/Jacob Wackerhausen]
Wissenswertes zu Schwimmflossen
1. Aufbau und Flossenarten
Wenn Sie im Wasser hohe Geschwindigkeiten erreichen wollen, sind Schwimm- und Tauchflossen hierfür bestens geeignet: Flossen, die aus einem Fußteil und dem sogenannten Flossenblatt bestehen, sorgen dafür, dass beim Beinschlag eine höhere Vortriebskraft entsteht. Das Resultat ist ein wesentlich schnelleres Vorwärtskommen als ohne Flossen. Die Wahl der Taucherflossen sollte sich nach dem Einsatzzweck und dem Schwimmstil richten. Die gängigsten Varianten mit ihren entscheidenden Eigenschaften haben wir in der folgenden Übersicht für Sie zusammengefasst:
Kurzflossen (Trainingsflossen):
Kurzflossen werden vorrangig von Sportschwimmern eingesetzt und können dazu beitragen, die Bein- und Rumpfmuskulatur während des Schwimmens zu stärken. Charakteristisch bei diesen Modellen ist das verhältnismäßig kurze Flossenblatt.
Geräteflossen:
Geräteflossen gehören zu den offenen Flossen, bei denen der hintere Fußbereich nicht vollständig umschlossen wird, sondern lediglich ein Fersenband für die Arretierung sorgt. Für das Tauchen in tiefen und kalten Gewässern werden diese Flossen in der Regel mit geschlossenen Füßlingen und einem Neoprenanzug kombiniert.
Splint Fins:
Bei diesen Modellen weist das Flossenblatt auf der Längsseite einen mittigen Spalt auf. Vorteil ist der geringere Kraftaufwand, der bei der Benutzung erforderlich ist, was jedoch mit einem geringeren Tempo als mit normalen Flossen einhergeht.
Monoflossen:
Monoflossen bestehen aus einer einzigen großen Flosse, in der beide Füße Platz finden. Diese Varianten werden vor allem von Tiefseetauchern (sogenannten Apnoetauchern) aber beispielsweise auch von Schwimmern genutzt, die vorwiegend im Schmetterlingsstil schwimmen.
Ein ausgeprägtes Profil auf der Sohlenseite der Flossen sorgt für sicheren Halt, wenn Sie beispielsweise an Steinstränden ins Wasser gehen wollen. Strömungskanäle und Öffnungen auf dem Flossenblatt erhöhen die Manövrierfähigkeit der Flossen und begünstigen somit die Steuermöglichkeiten während des Schwimmens oder Tauchens.
Trainingsflossen weisen ein vergleichsweise kurzes Flossenblatt auf.
Beachten Sie, dass Flossen sich nicht für alle Schwimmstile eignen. Hierbei kommt es auf den Beinschlag an: So bewegen sich die Beine beim Brustschwimmen nicht vertikal, sondern horizontal, sodass Schwimmflossen dabei eher hinderlich sind.
2. Material von Schwimmflossen
Die meisten Flossen bestehen in der Regel aus Silikon, Kunststoff, Gummi oder aus Kombinationen dieser Stoffe. Professionelle Flossen für Sport- und Berufstaucher sind oft mit hochwertigeren Materialien wie Kohlenstoff- und Glasfasern versetzt, um der regelmäßigen und verhältnismäßig hohen Beanspruchung möglichst lange standzuhalten.
Achten Sie bei der Materialzusammensetzung darauf, dass bei der Fertigung ausschließlich hautverträgliche und schadstofffreie Materialien verarbeitet wurden.
3. Größe
Flossen werden so hergestellt, dass Sie an Füßen von Schwimmern und Tauchern Halt finden, die sich um bis zu fünf Größen voneinander unterscheiden. Wichtig ist, dass die Flossen fest am Fuß sitzen, ohne, dass Sie dabei die Blutzufuhr beeinträchtigen. Zu locker sitzende Schwimmflossen können hingegen zu Hautabschürfungen oder gar Blasenbildung führen und darüber hinaus im Wasser schnell verlorengehen.
Größenverstellbare Flosse mit profilierter Sohle.






















