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Sandkästen: Spielspaß für jedes Alter
In unserem Ratgeber zeigen wir dir, worauf du beim Kauf eines Sandkastens achten musst, damit er für ungetrübten und sicheren Spielspaß bei deinen Kindern sorgt.
1. Gründe für einen Sandkasten
Neben der Tatsache, dass sich die Kinder während des Spielens an der frischen Luft aufhalten, bietet ein Sandkasten weit mehr Vorteile: So fördert er mitunter die körperliche und geistige Entwicklung deines Nachwuchses.
Erfahre im Folgenden weitere positive Eigenschaften von Sandkästen:
- Die Fantasie und Kreativität der Kleinen wird angeregt. Durch Rollenspiele ahmen sie Personen und Handlungen nach und erlernen dabei wichtige soziale Fähigkeiten.
- Ein Sandkasten lädt zum Spielen mit anderen Kindern ein. Dadurch können die Kleinen schnell Kontakte mit Gleichaltrigen knüpfen.
- Das Graben im Sand und der Umgang mit Sandspielzeug fördern die Motorik deines Nachwuchses.
- Ein Sandkasten sorgt für Abwechslung. Kinder spielen beispielsweise gerne Bagger, Kochen, bauen Türme oder bilden mit entsprechenden Sandformen Tiere nach. Aufgrund der zahlreichen Spielmöglichkeiten bleibt der Sandkasten über lange Zeit hinweg interessant: Er zählt bei Kindern zwischen einem und acht Jahren zu den Lieblingsorten im Garten.
- Kinder verletzen sich in einem Sandkasten nur selten, da der weiche Sand eventuelle Stürze ideal abfedert.
2. Die unterschiedlichen Sandkästen
Da ein Sandkasten im Regelfall über mehrere Jahre hinweg genutzt werden soll, musst du bei der Wahl eines Modells Aspekte wie das verwendete Material, die Größe und eventuelle Extras wie beispielsweise Abdeckungen berücksichtigen.
Zunächst solltest du entscheiden, welche Maße der Sandkasten aufweisen soll. Dies hängt vorrangig vom zur Verfügung stehenden Platz in deinem Garten ab – beachte auch, dass zu allen Seiten hin ein Sicherheitsabstand von etwa zwei Metern eingehalten werden sollte. Besonders bequem sitzt man in einem Sandkasten mit Sitzbank. Was die Form des Sandkastens angeht, kannst du zwischen quadratischen und rechteckigen Ausführungen wählen. Doch auch außergewöhnliche Modelle, zum Beispiel als Schildkröte oder Piratenschiff, in Schmetterlings-Form oder Sandkasten Muscheln, gehören bei uns zum umfangreichen Sortiment. Kunststoff und Holz gehören zu den vorrangig eingesetzten Materialien für die Herstellung von Sandkästen. Welche Vor- und Nachteile die beiden Materialien haben, erfährst du im Folgenden:
Holz
Vorteile
- fügt sich aufgrund der natürlichen Optik gut in den Garten ein
- meist größer im Vergleich zu Kunststoff-Sandkästen
- umweltfreundlich
Nachteile
- unter Umständen Bildung von Rissen und Splittern
- Verletzungsgefahr (auf glatt gehobeltes Holz achten)
- witterungsanfällig
Kunststoff
Vorteile
- witterungsbeständig
- pflegeleicht
- geringes Gewicht vereinfacht Umplatzierung
Nachteile
- nicht biologisch abbaubar
- Regenwasser kann nur schwer ablaufen
Sandkästen mit Deckel garantieren Schutz vor Schmutz, Blättern und Insekten. Alternativ dazu kannst du Abdeckungen/Schutzplanen erwerben, die über den Sandkasten gespannt werden und ebenso gut vor Witterungseinflüssen und Tieren schützen.
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3. Der richtige Spielsand für den Sandkasten
Die Haut der Kleinen kommt während des Spielens ständig in Kontakt mit Spielsand: Gerade deshalb solltest du darauf achten, dass dieser 100% schadstofffrei ist. Das TÜV- und GS-Siegel gewährleisten, dass es sich um Spielsand mit einwandfreier Qualität handelt. Außerdem solltest du folgende Aspekte beachten:
- Der Sand darf weder zu fein noch zu grob sein. In beiden Fällen ist es für Kinder schwierig, ihn zu formen. Dies führt schnell zu Frustration während des Spielens und unter Umständen auch dazu, dass dein Nachwuchs den Sandkasten in Zukunft meidet. Die ideale Körnung von Spielsand beträgt zwischen ein und zwei Millimetern.
- Auch die Farbe des Sands ist entscheidend: Er sollte möglichst hell sein – Sand in einer kräftigen gelben Farbe (meist bei Sand mit Lehm- und Tonanteilen) kann schnell zu Flecken auf der Kleidung führen, die sich schwer oder gar nicht mehr entfernen lassen.
- Um den Transport des Spielsands so einfach wie möglich zu gestalten, solltest du zu 25 Kilogramm Säcken greifen. Diese kannst du problemlos selbstständig in den Sandkasten füllen. Im Folgenden zeigen wir dir, wie du die Sandmenge herausfindest, die du für deinen Sandkasten benötigst: Bei eckiger Form: Innenlänge x Innenbreite x Höhe in cm : 1000 Bei sechseckiger und runder Form: (Innendurchmesser in cm : 2)^ 2 x gewünschte Füllhöhe in cm x 3,14 x 1,6 : 1000
Eine praktische Verpackung und ein maximales Füllgewicht von etwa 25 Kilogramm vereinfachen den Transport ungemein.
Wichtig: Das Ergebnis wird in Kilogramm angegeben und entspricht der Menge, die nötig ist, um den Sandkasten vollständig zu füllen. Aus diesem Grund solltest du bei der Berechnung direkt die Höhe wählen, die der Sand im Sandkasten erreichen soll.
4. Hygiene und Pflege
Vor allem wenn der Spielsand über die Wintermonate im Freien gewesen ist, sollte er vor der neuen Saison unbedingt ausgetauscht werden. Oftmals herrscht allerdings Unklarheit darüber, auf welche Weise der Sand entsorgt werden darf. Die wichtigsten Informationen erhältst du im Folgenden:
- Wo entsorge ich Sandkastensand? Lade deinen gebrauchten Sand niemals in einem Wald oder auf öffentlichen Plätzen ab. Andernfalls musst du mit Bußgeldern rechnen.
- Verwende ihn lieber für deinen Rasen: Hierfür musst du den Sand nach und nach auf deiner Grünfläche verteilen. Dieses Vorgehen dient der Bodenlockerung und gewährleistet, dass der Boden wasserdurchlässig bleibt.
- Alternativ dazu kannst du den Sand mit Blumenerde mischen und für deine Beete benutzen.
- Falls du keine Verwendung für den Spielsand hast, fragst du am besten in der Nachbarschaft herum. Sofern auch dort niemand deinen Sand benötigt, lohnt sich ein Besuch bei der Stadt- oder Gemeindeverwaltung. Diese klärt dich ausführlich über die Möglichkeiten der Entsorgung auf.
Abgesehen vom Übergang zur nächsten Saison solltest du den Sand jedoch auch mehrmals während der Sommermonate auf Verunreinigungen prüfen. Neben Kot von Wildtieren kann es auch zu einem Befall von Insekten kommen – der Sand muss demnach gegebenenfalls öfter als einmal im Jahr ausgetauscht werden. Um den Sand vor Verunreinigungen zu schützen, kannst du auch einen Sandkasten mit Dach oder einen Sandkasten mit einem Deckel in Erwägung ziehen.
Bei Sandkästen aus Holz ist darüber hinaus eine Behandlung mit Holzpflegemitteln empfehlenswert: Wende diese ein- bis zweimal jährlich an, um das Material vor Witterungseinflüssen zu schützen.
5. Sandspielzeug
Sandspielzeug macht die Spielwelt der Kleinen noch lebendiger: Schaufeln, Eimer und Sandformen sind nur einige Zubehörartikel, über die sich dein Nachwuchs garantiert freut. Im Folgenden haben wir eine kleine Auswahl an Sandspielzeug für dich zusammengestellt:
- Sieb
- Rechen
- Gießkanne
- Bagger, Radlader,...
- Sandmühle
- Spielzeugbackofen
- Sandkuchenformen
Ein Eimer, eine Schaufel und ein paar Sandformen bilden eine gute Basis für das Spielen im Sandkasten.
Bei der Entscheidung für ein Sandspielzeug solltest du stets auf die Altersangaben achten. Darüber hinaus stehen Prüfsiegel wie das GS-Zeichen („Geprüfte Sicherheit“), TÜV- und „Spielzeug Meldung“-Siegel für hochwertige Qualität und schadstofffreie Zusammensetzung. Artikel, die mit diesen Prüfsiegeln zertifiziert sind, beinhalten keine schädlichen Weichmacher. Außerdem sollte das Spielzeug aus Kunststoff anstatt aus Metall bestehen, um das Verletzungsrisiko weitestgehend einzuschränken.
6. FAQ
Ab welchem Alter ist ein Sandkasten sinnvoll?
Ab dem ersten Lebensjahr kannst du deinen Nachwuchs getrost in den Sandkasten setzen. Die Kleinen freuen sich dabei besonders darauf, die Eigenschaften des Sands kennenzulernen. Doch auch für jüngere Kinder ist das Spielen im Sandkasten nicht ausgeschlossen – dabei ist allerdings verstärkte Aufsicht geboten. Die Kleinen nehmen besonders in jungem Alter den Sand oft in den Mund. Eine geringe Menge ist dabei nicht schädlich, selbstverständlich solltest du jedoch versuchen, den Verzehr möglichst einzuschränken.
Wie schütze ich meinen Sandkasten vor Katzen und Wildtieren?
Kot von Katzen und Wildtieren im Sandkasten kannst du mit einfachen Methoden vermeiden: Eine Möglichkeit ist ein Gerät, das Ultraschallwellen aussendet. Die Tiere schrecken davor zurück und werden die entsprechende Fläche in Zukunft nicht mehr aufsuchen. Auch eine Abdeckung bietet sicheren Schutz.
Welche Unterlage benötige ich für meinen Sandkasten?
Wenn du den Sand ohne Unterlage direkt auf den Rasen kippst, dauert es nicht lange, bis das Gras hindurchwächst. Aufgrund dessen und für eine einfachere Entsorgung ist der richtige Untergrund von großer Bedeutung: Dabei kommen Vlies, Folien aber auch feste Basen, zum Beispiel aus Edelsplitt und Betonplatten, zum Einsatz.


































