
Wissenswertes über Laminiergeräte
Egal ob Sie wichtige Dokumente vor Flecken und Wasser schützen wollen, Ihr ausgedrucktes Rezept vor Fettspritzern bewahren oder Fotos veredeln möchten: Eine Laminierung des Dokuments ist hier in jedem Fall sinnvoll. Am einfachsten und sichersten können Sie dies mit einem Laminiergerät bewerkstelligen. Es zieht eine Folie über das Papier, ganz ohne dabei Blasen oder Falten zu schlagen. Wir stellen Ihnen die Technik des Laminierens sowie einige Modelle vor.
1. Laminieren: Nutzen und Dokumenttypen
Beim Prozess des Laminierens wird ein Dokument mit einer Folie überzogen beziehungsweise verschmolzen. Diese schützt das Papier vor Feuchtigkeit, Hitze und Schmutz. Zudem wird das Dokument abwaschbar und vor Knicken geschützt, was bei häufig benutzten Unterlagen wie Speisekarten oder Rezepten sehr nützlich sein kann.
Dokumente, die Sie laminieren können:
- Wichtige Unterlagen (Achtung: Einige Unterlagen, wie Zeugnisse dürfen nicht laminiert werden, da sie sonst ihre Gültigkeit verlieren)
- Fotos
- Visitenkarten
- Kinderzeichnungen
- Geschenkgutscheine
- Etiketten
- Namensschilder
- Stundenpläne
- Speisekarten
- Aushänge
- Rezepte
Beim Laminieren sind Sie meist nicht an ein bestimmtes Dateiformat gebunden. Der Großteil der Geräte ist auf Dokumente mit DIN A4 als maximale Größe ausgelegt, doch auch die Laminierung von Unterlagen in kleineren Formaten ist damit in der Regel möglich. Mit Geräten, die für den professionellen Gebrauch gedacht sind, lassen sich auch Broschüren und Poster im DIN A3- und A2-Format laminieren.
Die gängigsten Dateiformate zum Laminieren auf einen Blick.
Einige Laminiergeräte haben zugleich auch einen integrierten Rollenschneider, mit welchem Sie die Dokumente sauber zuschneiden können. So können auch Dokumente, die kein gängiges DIN-Format haben, laminiert und auf die jeweilige Größe angepasst werden. Dies ermöglicht Ihnen das Laminieren außergewöhnlicher Dokumente, wie beispielsweise einer ausgeschnittenen Blume.
2. Die Technik des Laminierens
Laminieren ist praktisch, einfach und sicher in der Anwendung. Wir stellen Ihnen die Laminiermethoden vor.
2.1 Laminierarten
Beim Laminieren wird zwischen zwei Techniken unterschieden: Heißlaminieren sowie Kaltlaminieren.
- Heißlaminieren ist die gängigere Technik bei Laminiergeräten. Hier wird mittels Hitzezufuhr die Folie mit dem Dokument verschmolzen. Die Oberfläche der Folie ist mit einem speziellen Klebstoff versehen, der bei circa 60 bis 80 Grad Celsius weich wird und so bewirkt, dass das Papier an dem Kunststoff festhaftet. Eine Walze im Laminiergerät sorgt für die Hitzezufuhr, eine weitere sorgt für die gleichmäßige Verteilung der Folie auf dem Dokument.
- Beim Kaltlaminieren werden Papier und Folie mit einem gängigen Klebstoff verbunden, was in der Regel manuell vorgenommen wird. Diese Laminierungsart eignet sich besonders für hitzeempfindliche Materialien.
2.2 Laminierfolien
Die meisten Folien sind sogenannte Laminierfolientaschen oder -beutel. Sie sind so gefalzt, dass das Dokument zwischen zwei miteinander verbundene Folienstücke gelegt werden kann. Diese werden dann im Laminiergerät miteinander verklebt und umschließen das Papier.
Zum Laminieren werden meist Folientaschen verwendet.
Die Folien werden üblicherweise im DIN A4-Format angeboten, sind aber auch in größeren und kleineren Größen erhältlich.
Die meisten Folientaschen bestehen aus PET oder PVC und haben eine Klebeschicht, die bei Wärmezufuhr schmilzt. Das Material gibt es in glänzend, matt und ultramatt. Des Weiteren wird die Folie in verschiedenen Stärken angeboten, die in der Einheit Mikron (ein Mikron entspricht 0,001 Millimetern) angegeben werden.
3. Verschiedene Laminiergeräte
Hier sehen Sie eine Auswahl verschiednere Laminiergerät-Typen sowie ein passendes Modellbeispiel.
Heißlaminiergerät
Modellbeispiel: OLYMPIA 296 Starter
- Formate: DIN A4, A5, A6, Business Karten
- Passende Folienstärken: 75, 125 und 175 Mikron
- Entriegelungstaste im Fall von Papierstau
- Aufwärmzeit: 3-5 Minuten
- Automatische Abschaltung bei Überhitzung
Sinnvoll für: Büros mit niedrigem Laminiervolumen, Privatgebrauch, Gastronomie, Gesundheitswesen

Kaltlaminiergerät
Modellbeispiel: LEITZ Kalt-Laminiergerät CS9
- Formate: DIN A4, A5, A6, Business Karten
- Laminieren ohne Stromzufuhr möglich
- Passende Folienstärken: bis zu 100 Mikron
- Herausnehmbares Schneidgerät
- Kindersicher
Sinnvoll für: Privatgebrauch, Schulen, Kindergärten, Büros mit niedrigem Laminiervolumen

Laminier- und Schneidegerät
Modellbeispiel: OLYMPIA 240 Combo
- 3-in-1-Modell: Heißlaminieren, Kaltlaminieren, Schneiden und Abrunden von Ecken
- Formate: DIN A4, A5, A6, Business Karten
- Automatische Abschaltung bei Überhitzung
- Drei Schnittarten (gerade, wellig und perforiert)
- Passende Folienstärke: bis zu 125 Mikron
- Entriegelungstaste im Fall von Papierstau
Sinnvoll für: Büros, Schulen, Privatgebrauch, Gesundheitswesen, Gastronomie

Laminiergerät für professionellen Einsatz
Modellbeispiel: GBC HeatSeal ProSeries 4500LM
- Formate: DIN A2, A3, A4, A5, A6, Business Karten
- Neun verschiedene Geschwindigkeitsstufen
- Einstellung verschiedener Dokument- und Folienstärken möglich
- Passend für alle Folienstärken
- Verschiedene Temperatureinstellungen
- Aufwärmzeit: 4-8 Minuten
Sinnvoll für: Büros mit hohem Laminiervolumen, Einsatz im Copy Shop

4. FAQ
Was ist der Grund für Wellen in der Folie nach dem Laminiervorgang?
Wellen treten dann auf, wenn der Druck der Walze innerhalb des Laminiergeräts entweder zu stark oder zu schwach ist. Dies kann passieren, wenn Sie Folien oder Papier mit einer anderen Stärke verwenden. Oft können Sie dies dank verschiedener Einstellungsfunktionen am Gerät vermeiden.
Was ist der Unterschied zwischen Heiß- und Kaltlaminieren?
Beim Heißlaminieren wird der Kleber der Folie mittels Hitzezufuhr mit dem Dokument verschmolzen. Die Hitze wird von einer Walze im Laminiergerät abgegeben. Kaltlaminieren wird meist von Hand praktiziert. Hier wird das Dokument in die Folientasche gelegt und mit einem herkömmlichen Kleber verschlossen. In einem Kaltlaminiergerät werden die Seiten mit einer Walze gegeneinander gepresst. Während Heißlaminieren oft eine geringere Fehlerquote aufweist und aufgrund des Laminiergeräts schnell und einfach funktioniert, eignet sich Kaltlaminieren besonders für hitzeempfindliche Materialien.






































