
Ratgeber Metallzäune
Zäune grenzen das eigene Grundstück ab und schützen es vor dem unerwünschten Betreten durch Unbekannte. Des Weiteren haben sie häufig eine dekorative Funktion. Modelle aus Metall sind besonders stabil und langlebig. Welcher Metallzaun sich am besten eignet und wie er sicher montiert wird, erfährst du im folgenden Ratgeber.
1. Metallzäune
Stabile Metallzäune frieden Garten, Baustelle oder Wiese ein und sorgen so für eine höhere Sicherheit. Außerdem haben sie weitere Funktionen:
- Symbolische Abgrenzung vom Nachbargrundstück
- Sichtschutz (wenn bepflanzt oder mit Sichtschutzmatten versehen)
- Schutz vor dem Zutritt von Tieren (beispielsweise in der Landwirtschaft)
- Erhöhung des subjektiven Sicherheitsempfindens
- Kindersicherung (für Teich, Regentonne oder Pool)
1.1 Metallzaun Varianten
Die meisten Metallzäune bestehen aus einzelnen Gittermatten, die mithilfe von Metallschellen miteinander verbunden werden. Im Folgenden stellen wir dir die unterschiedlichen Metallzaun-Modelle vor:
Teichschutzzaun (Steckzaun)
- Flexible Einsatzmöglichkeiten
- Kann jederzeit erweitert, versetzt oder entfernt werden
- Verbindungsstäbe werden in den Boden geschlagen ⇒ kein Fundament und kein Spezialwerkzeug für den Aufbau notwendig
- Einfache und effiziente Kinder- und Haustiersicherung für Teich oder Pool
Doppelstabmattenzaun
- Zwei parallel verlaufende Horizontaldrähte, die fest miteinander verschweißt sind ⇒ verleiht der Konstruktion Stabilität
- Muss einbetoniert werden
- Hauptsächlich Einsatz auf Freizeitanlagen wie Sportplätzen aber auch im privaten Bereich verwendet
- In der Regel ab einer Höhe von 50 cm bis 2,5 m erhältlich
- Senkrechte Stäbe ragen etwas heraus ⇒ erhöht die Sicherheit
- In verschiedenen Stärken erhältlich: Breite der Stäbe 6 oder 8 mm
Einfacher Gitterzaun (Einstabmattenzaun)
- Preiswerte Alternative zu Doppelstabmattenzäunen
- Normalerweise: geschlossener Rahmen aus vier verstärkten Außenstäben ⇒ hohe Stabilität
- Stäbe sind miteinander punktverschweißt
- Befestigung am Zaunpfahl mit Universalschellen
Eine sichere und stabile Alternative zu Einfach- und Doppelstabmattenzäunen sind Gabionen.
1.2 Rechtslage
In den meisten Bundesländern sind Einfriedungen von Grundstücken gesetzlich vorgeschrieben. Handelt es sich hierbei um eine Abgrenzung zum direkten Nachbarn, müssen sich beide Parteien an den Kosten gleichermaßen beteiligen, selbst wenn der Metallzaun nur von einer Seite gewünscht ist. Bezüglich des Erscheinungsbildes des Zaunes gibt es bundesweit keine einheitlichen Gesetze. Viele Kommunen haben jedoch Vorschriften, die ein einheitliches Ort- und Straßenbild vorgeben. Deswegen gelten häufig Richtlinien bezüglich der Bauart und Höhe der Einfriedung. Des Weiteren kann die Baubehörde die Gestaltung des Gartenzaunes einschränken. Zwar sind in der Regel Zäune bis zu einer Höhe von 1,8 Meter genehmigungsfrei, vielerorts gelten jedoch auch hier Sonderregelungen. Auf Nummer sicher gehst du, wenn du dich bei der Grundstücksbegrenzung am Erscheinungsbild deines Wohngebiets orientierst.
2. Verschiedene Metalle
Der Vorteil von Metall als Material gegenüber Holz liegt vor allem in der Langlebigkeit. Des Weiteren sind Metallzäune wesentlich stabiler, da Holz eher zum Brechen oder Splittern neigt und so zu Verletzungen führen kann. Im Folgenden stellen wir dir die verschiedenen Metallvarianten vor:
Edelstahl
- Lebensdauer: >30 Jahre
- Schlichte Eleganz und edles Design ⇒ hoher ästhetischer Wert
- Extrem widerstandsfähig
- Unanfällig für Korrosion durch Wasser oder aggressive Stoffe
(Feuer)verzinkter Stahl
- Lebensdauer: >30 Jahre
- Häufige Farben: Weiß, Anthrazit oder Grün
- Weitgehend rostfrei
- Zusätzliche Pulver- und Zinkbeschichtung verlängern die Lebensdauer des Metallzaunes
Beschichtetes Metall
- Lebensdauer: >10-15 Jahre
- Entweder Kunststoff- oder Pulverbeschichtung
- Recht preiswert
- Viele verschiedene Farben denkbar, in der Regel: Grüne Metallzäune
Alternativ zu den dargestellten beschichteten Metallen kannst du auch zu einer unbehandelten Variante greifen. Solche Metallzäune entwickeln im Laufe der Zeit eine Rost-Patina, die vor allem bei Gärten im Vintage-Stil hervorragend zur Geltung kommt.
Um die Lebensdauer zu verlängern, sollte ein Gartenzaun etwa alle zwei Jahre mit klarem Wasser gereinigt werden. Dadurch wird verhindert, dass sich Moos und Algen ansetzen, die durch Regenwasser und Staub gebildet werden.
3. Montageanleitung
Damit der Metallzaun nicht direkt beim ersten Windstoß umfällt, sollte er sachgemäß angebracht werden. Während Teichschutz- oder Einsteckzäune lediglich mit Erdspießen befestigt sind, musst du Metallzäune aus Gittermatten in der Regel einbetonieren. Wie das geht, erfährst du in der folgenden Anleitung:
Material: Doppel- oder Einstabmatten, Zaunpfosten, Werkzeug (Richtschnur, Metallpflöcke, Hammer, Spaten, Zollstock, Wasserwaage), Beton, Kies, Holzleisten
- Bestimme zunächst den geplanten Verlauf des Metallzaunes. Hierbei wird die Richtschnur an den Metallpflöcken befestigt. Die Metallpflöcke musst du anschließend in den Boden schlagen.
- Setz nun den ersten Pfosten ein. Grab hierfür ein Loch mit einer Tiefe von etwa 80 cm aus. Die Löcher für die anderen Pfosten sollten jeweils im Abstand der Gittermattenbreite gegraben werden.
- Füll anschließend ca. 10 cm Kies in die Grablöcher. Dieser schützt das Betonfundament vor Frostschäden.
- Rühr den Beton nach Anweisung des Herstellers an und füll diesen in die vorbereiteten Löcher. Lass zwischen Fundament und Erdoberfläche 10 cm Platz.
- Stell die Pfosten in den Beton. Stell mit dem Zollstock sicher, dass alle Zaunpfähle gleich hoch sind. Mit der Wasserwaage kannst du den Pfosten im Lot ausrichten.
- Sobald der Beton ausgehärtet ist, kannst du die Gittermatten befestigen. Die Anbringung der Zaunelemente erfolgt hierbei je nach Hersteller unterschiedlich.
- Deck die Umrandung der einbetonierten Pfosten mit Erde ab. Nach einiger Zeit wird die Stelle durch pflanzlichen Bewuchs verdeckt.
Alternative: Statt alle Pfosten auf einmal zu betonieren, kannst du auch in Einzelschritten (abwechselnd Zaunpfahl/Gittermatte) vorgehen. Hierbei solltest du jedoch schnell aushärtenden Beton wählen und die einzelnen Elemente mit Holzleisten abstützen.
Falls deine Zaunanlage ein Gartentor beinhaltet, solltest du dieses zuerst gemäß den Angaben des Herstellers befestigen, bevor du die Gittermatten anbringst.









































