
Alles über Gartenbrunnen
Der Garten ist für viele Menschen ein Rückzugsort, der dazu einlädt, den stressigen Alltag hinter sich zu lassen und zu entspannen. Damit sich der Mensch in seiner Grünanlage uneingeschränkt wohlfühlt, ist ein stimmiges Gesamtbild von großer Bedeutung. Neben den richtigen Gartenmöbeln ist das wichtigste Element für diesen Zweck die passende Gartendekoration. Diese darf nicht stören und sollte nicht reizüberflutend wirken, sondern sich perfekt in das Erscheinungsbild des Gartens einfügen. Eine gute Möglichkeit, optische Reize mit akustischen elegant zu kombinieren, ist die Verwendung von Wind- oder Wasserspielen. Besonders gut gelingt diese Kombination mit dekorativen Gartenbrunnen: Diese stellen nicht nur ein optisches Highlight für den Garten dar, sondern sorgen durch sanfte Wassergeräusche auch für eine beruhigende und harmonische Atmosphäre. Bei uns finden Sie zahlreiche Modelle und erfahren in diesem Ratgeber, was es vor dem Kauf zu beachten gilt.
1. Pumpsystem
In einem dekorativen Gartenbrunnen entsteht ein Wasserkreislauf. Dabei befindet sich im unteren Teil des Brunnens meist ein Tank, in den Sie Wasser geben. Von dort aus befördert eine elektrische Pumpe das Wasser nach oben, wo es auf unterschiedliche Art und Weise wieder abfließen kann, bevor es wieder im Wassertank landet. Dadurch muss weitaus weniger Wasser nachgefüllt werden – lediglich das während des Betriebs verdunstete Wasser muss ersetzt werden. Beim Antrieb der Pumpe haben Sie zwei Möglichkeiten:
Stromkabel
- Antrieb wird über ein Stromkabel gewährleistet
- Außensteckdose von Vorteil
- Auf passende Kabellänge achten
- Vorteil: Wetterunabhängiger Betrieb
- Hinweis: Schutzklasse beachten (siehe Abschnitt „Sicherheit“)
Solarenergie
- Antrieb über Solarzellen
- Solarzellen entweder im oberen Bereich des Brunnens integriert oder durch ein Kabel mit der Pumpe verbunden
- Zweite Variante ermöglicht es, den Brunnen auch im Schatten aufzustellen, während sich die Zellen an einer sonnigen Stelle befinden
- Vorteile: a) Saubere Energie, b) flexibler Aufstellort, c) unabhängig von Kabellänge und Außensteckdose
Neben klassischen Teichbrunnen gibt es auch große Brunnen aus massivem Bruchstein oder kleine Brunnen aus wetterfestem Gips.
Manche Brunnen sind mit einer verstellbaren Pumpe ausgestattet. Mit dieser haben Sie die Möglichkeit, die Fließgeschwindigkeit des Wassers nach Belieben zu regulieren und damit beispielsweise die Lautstärke zu steuern.> Hier alle Pumpen ansehen
2. Sicherheit
Da ein Gartenbrunnen mit einer elektrischen Pumpe betrieben wird und ständig Witterungsverhältnissen wie Kälte und Nässe ausgesetzt ist, sollten im Umgang mit den Geräten immer gewisse Sicherheitsaspekte beachtet werden. Besonderes Augenmerk muss dabei auf das verwendete Kabel gelegt werden: Hierbei spielt die sogenannte Schutzklasse eine große Rolle.
Die Schutzklasse wird mit den „International Protection Codes“ angegeben – diese bestehen aus der Abkürzung „IP“ sowie zwei Kennziffern und geben Auskunft darüber, wie gut elektronische Bestandteile vor äußeren Einflüssen geschützt sind. Dabei gilt:
1. Ziffer = Schutz gegen Fremdkörper und gegen Berührung
2. Ziffer = Schutz gegen Wasser
Je höher die Ziffern sind, desto effektiver ist der Schutz. Für die elektronischen Elemente eines Gartenbrunnens sollten Sie mindestens auf eine Schutzklasse von IP44 zurückgreifen. Bei einem Stromkabel im Garten ist vor allem der Schutz vor Feuchtigkeit wichtig. Die 4 steht dabei für den Schutz vor Spritzwasser von allen Seiten.
Um sicherzugehen, dass bei der Herstellung des Gartenbrunnens alle Sicherheitsstandards eingehalten wurden, achten Sie zudem auf entsprechende TÜV GS-Kennzeichen und/oder CE-Siegel.
3. Pflege & Reinigung
Damit der Gartenbrunnen möglichst lange erhalten bleibt, darf eine angemessene Pflege nicht vernachlässigt werden. Diese besteht beim Brunnen hauptsächlich aus den folgenden Schritten:
- Reinigung der Oberflächen
- Wechsel des Wassers
Wer das Gerät lange Zeit nicht säubert, geht das Risiko ein, dass die Wasserpumpe durch Ablagerungen beschädigt und unbrauchbar wird.
3.1 Reinigung der Oberflächen
Trifft Wasser auf eine feste Oberfläche, entsteht nach einigen Tagen ein fühlbarer Schmierfilm. Dieses Phänomen ist ganz natürlich und tritt auf, weil das Wasser Staub und andere Partikel aus der Luft filtert, die sich auf den Oberflächen ablagern. Das Wasser kann jedoch auch gesundheitsschädliche Bakterien und Kalk enthalten – letzterer kann die Pumpe beschädigen. Aus diesem Grund wird empfohlen, kleinere Modelle wöchentlich zu reinigen, bei größeren Geräten reicht ein Säubern ein- bis zweimal im Monat.
Verwenden Sie für die Reinigung der Oberflächen am besten einen Schwamm und handelsübliches Putzmittel. Zweimal im Jahr sollten Sie sich auch der Reinigung und Entkalkung der Wasserpumpe widmen.
Es gibt spezielle Pflegeprodukte, die dem Wasser zugegeben werden können und die Bildung unerwünschter Ablagerungen verlangsamen. Dadurch ist eine Reinigung des Gartenbrunnens seltener notwendig.
3.2 Wasserwechsel
Ist der Brunnen längere Zeit nicht in Betrieb, obwohl er mit Wasser befüllt ist, kann das Wasser verschmutzen und es bilden sich
- Algen
- Moose
- Bakterien u.a.
Das Wasser sollte spätestens dann ausgetauscht werden, wenn es verschmutzt bzw. trüb aussieht oder anfängt, übel zu riechen.
Die Notwendigkeit eines regelmäßigen Wasserwechsels sinkt mit der Größe des Gartenteichs/Brunnenbeckens. Je größer das Becken und stärker die Umwälzung, umso seltener ist ein Wasserwechsel erforderlich.
Wenn Sie den Wasserwechsel auf ein Minimum reduzieren oder gar vermeiden möchten, ist das wirkungsvollste Mittel dagegen der dauerhafte Betrieb des Brunnens. Das fließende Wasser verdunstet meist schneller als es verschmutzen kann. Lediglich bei längeren Standzeiten, in denen das Gerät nicht verwendet wird, sollte auf einen regelmäßigen Wasserwechsel geachtet werden. Besser noch ist es, das Wasser vollständig zu entfernen, wenn das Gerät längere Zeit nicht betrieben wird.
Hinweis zur Lagerung eines Gartenbrunnens im Winter: Wir empfehlen Ihnen, Ihren Gartenbrunnen im Winter in einem geschlossenen und trockenen Raum zu lagern. Viele Materialien sind anfällig gegenüber Frost und können durch die kalten Temperaturen Schaden nehmen. Sorgen Sie bei der Lagerung auch dafür, dass der Wassertank vor der Überwinterung vollständig geleert ist, da sonst die oben genannten Folgen entstehen können.


































