
Unterwegs alles dabei: Fahrradtaschen
Fahrradtaschen sind ideal, um Gepäck auf Radtouren zu transportieren. Je nach Länge der Reise können Sie dabei zwischen unterschiedlich großen Formaten wählen. Welche Punkte Sie bei der Anschaffung beachten sollten und welche Fahrradtaschen sich für den jeweiligen Zweck am besten eignen, erfahren Sie in unserem Ratgeber.
1. Einsatz und Vorteile von Fahrradtaschen
Gepäcktaschen für Fahrräder eignen sich für den Alltagseinsatz – unter anderem beim Transport von Einkäufen – sowie für Reisen. Sie werden je nach Modell an verschiedenen Rahmenteilen des Fahrrads befestigt und verfügen über unterschiedlich viel Stauraum. Gegenüber Rucksäcken bieten sie einen entscheidenden Vorteil: Der Rücken wird während der Fahrt nicht durch das zusätzliche Gewicht belastet. Darüber hinaus behält Ihr Oberkörper seine maximale Bewegungsfreiheit. So werden Hautreizungen vermieden, die durch das Scheuern des Rucksacks am Rücken oder im Bereich der Träger auftreten können.
2. Unterschiedliche Formen
Die meisten Fahrradtaschen werden am Hinterrad beziehungsweise dem Gepäckträger installiert. Einige Modelle eignen sich hingegen für andere Fahrradteile. Im Folgenden stellen wir Ihnen die unterschiedlichen Ausführungen im Detail vor.
2.1 Für den Hinterreifen
Wenn Sie sich für eine Fahrradtasche zur Anbringung am Gepäckträger oder der hinteren Gabel entscheiden, können Sie zwischen zwei Varianten wählen: einzelne Taschen für eine Seite oder Doppelpacktaschen. Letztere bestehen aus zwei miteinander verbundenen Elementen, die über den Gepäckträger gehängt und zusätzlich seitlich fixiert werden. Besonders großzügige Doppelpacktaschen verfügen über eine dritte Einheit, die quer über die Seitentaschen und den Gepäckträger gelegt wird.
Einige Fahrradtaschen lassen sich zum Rucksack umfunktionieren und auch zu Fuß mitnehmen. Bei dem abgebildeten Modell kann das obere Element der Doppelpacktasche auf dem Rücken getragen werden.
Bei der Befestigung kommt häufig ein sogenannter Lowrider zum Einsatz:

Ein Lowrider ist eine spezielle Halterung für Gepäcktaschen, die es sowohl für das Hinter- als auch für das Vorderrad gibt. Er ist mit einem Fixierungssystem ausgestattet, das zu der jeweiligen Tasche passt, sodass diese mit wenigen Handgriffen ein- beziehungsweise ausgehängt werden kann.
Der Lowrider wird an der Gabel fixiert. Auf diese Weise erreicht er einen niedrigen Schwerpunkt und die Radtaschen beeinträchtigen die Lenkung des Fahrrads nur minimal.
2.2 Besondere Ausführungen
Neben konventionellen Fahrradtaschen, die Sie am Gepäckträger oder oberhalb des Vorderrads montieren können, werden weitere Modelle produziert, die für unterschiedliche Zwecke konzipiert sind.
Fahrradkoffer

Fahrradkoffer, die auch als Fahrradboxen oder Hardcases bezeichnet werden, befestigen Sie auf beziehungsweise am Gepäckträger Ihres Fahrrads. Sie bestehen aus einem stoßfesten Korpus aus Kunststoff und weisen zudem ein Schloss auf. Somit bietet diese Variante hohe Sicherheit und einen sehr guten Schutz vor Regen. Je nach Größe erlauben Ihnen die Boxen beispielsweise, Ihren Helm direkt am Fahrrad aufzubewahren.
Lenkertaschen

Wenn Sie sich für eine Lenkertasche entscheiden, sollten Sie bedenken, dass diese nicht zu schwer beladen werden darf. Andernfalls kann die Steuerung des Fahrrads beeinträchtigt beziehungsweise erschwert werden. Achten Sie zudem auf eine oben angebrachte Kartenhülle: Diese besteht aus transparentem Kunststoff und erlaubt es Ihnen, während der Fahrt die Route zu überprüfen. Neben Taschen erhalten Sie auch Körbe für die Lenkerstange.
Rahmentaschen

Eine Rahmentasche ist zumeist dreieckig geformt und gibt Ihnen die Möglichkeit, eine Mini-Luftpumpe, Trinkflasche oder andere Kleinigkeiten mit sich zu führen. Bei der Befestigung kommen in der Regel Klettbänder zum Einsatz, die Sie am Rahmen (Oberrohr und Sitzrohr) festziehen. Zwar bieten Rahmentaschen nur wenig Volumen, verursachen jedoch aufgrund ihrer geringen Maße und der Anbringung am Rahmen keinen zusätzlichen Luftwiderstand. Daher eignen sie sich perfekt für ambitionierte Sportler.
Sattelstützentaschen

Satteltaschen gehören neben Rahmentaschen zu den kleinsten Ausführungen. Sie werden direkt unterhalb des Fahrradsattels angebracht und bieten Platz für kleine Zubehörteile wie beispielsweise Flicken, Werkzeug, einen Ersatzschlauch oder Fahrradlampen.
3. Wichtige Kaufaspekte
Um sicherzustellen, dass sich Ihre neue Fahrradtasche für die von Ihnen geplanten Einsätze eignet, sollten Sie die folgenden Kriterien bei Ihrer Wahl berücksichtigen:
Das Volumen wird durch die Größe bestimmt und in Litern angegeben. Für kurze Tagestrips reichen in der Regel fünf bis zehn Liter aus. Bei mehrtägigen Radtouren oder für den Einkauf empfehlen sich hingegen größere Taschen oder Gepäcksysteme, die bis zu 40 Liter Platz bieten.
Um auch bei Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen für Sicherheit zu sorgen, sind viele Varianten mit lichtreflektierenden Elementen ausgestattet. Diese sind insbesondere dann wichtig, wenn die Tasche beispielsweise einen Teil der Räder und dementsprechend die Speichenreflektoren verdeckt.
Die Art der Montage ist entscheidend für den Komfort: Besonders empfehlenswert sind Klicksysteme, mit denen die Taschen einfach eingehängt und auf Knopfdruck oder über das Ziehen einer Lasche abgenommen werden können. So können Sie die Mitnahme je nach Bedarf variieren.
Achten Sie auf das eingesetzte Material, da es sowohl die Stabilität und Haltbarkeit als auch die Wasserdichtigkeit beeinflusst. Um sicherzustellen, dass Ihr Gepäck auch vor intensiven Regenfällen geschützt ist, sollten Sie zudem auf abgedichtete Nähte und Reißverschlüsse setzen. Alternativ können Sie die Tasche mit einem speziellen Regenüberzug nachrüsten. Viele Fahrradtaschen sind zudem mit Bügeln verstärkt, die aus Kunststoff oder Metall gefertigt sind. Dabei ist Metall aufgrund der höheren Stabilität in der Regel zu bevorzugen.
4. Tipp: Fahrradtaschen richtig befestigen und befüllen
Beim Einsatz Ihrer neuen Transportmöglichkeit sollten Sie die folgenden Punkte beachten:
- Montieren Sie die Tasche ordnungsgemäß. Achten Sie dabei auf einen festen Halt und sichern Sie den Stoff gegebenenfalls zusätzlich gegen seitliche Bewegungen ab.
- Überprüfen Sie, ob der Gepäckträger beziehungsweise Lowrider sowie die Tasche selbst für die gewählte Beladung und das entsprechende Gewicht ausgelegt sind.
- Insbesondere beim Befüllen am Fahrrad gilt: schwere Gegenstände zuerst. Dies verhindert wie bei Reisekoffern, dass empfindliches Gepäck beschädigt wird, bietet zudem jedoch noch einen zweiten Vorteil: Der Schwerpunkt wird möglichst weit unten gehalten, was sich positiv auf die Lenkeigenschaften des Rads auswirkt.
- Verteilen Sie das Gewicht gleichmäßig auf beide Seiten, um ein Ungleichgewicht des Fahrrads zu vermeiden.
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5. FAQ
Was sollte ich beim Kauf einer neuen Fahrradtasche beachten?
Die zentralen Kriterien bei der Wahl einer geeigneten Transportmöglichkeit sind die Größe, Wasserdichte sowie die Befestigungsart. Mehr Informationen zu diesem Thema haben wir hier für Sie zusammengetragen.
Welche Größen gibt es bei Fahrradtaschen?
Das Volumen variiert je nach Ausführung: Kleine Satteltaschen sowie Rahmentaschen bieten Platz für Wertsachen wie Portemonnaie, Schlüssel und Smartphone oder Werkzeug und Flicken für den Schlauch. Große Taschen bieten Ihnen hingegen häufig 40 Liter Stauraum. Somit eignen sich diese auch für viel Gepäck und lange Reisen mit dem Fahrrad.
Wie werden Fahrradtaschen befestigt?
Die Anbringung kann sich je nach Modell und Größe unterscheiden. In der Regel kommen dabei Klettbänder sowie spezielle Klicksysteme zum Einsatz. Letztere werden beispielsweise in den Gepäckträger eingehängt und arretiert. Achten Sie immer darauf, dass die Taschen fest sitzen und sich vor allem nicht seitlich bewegen können. Dies sorgt für hohe Sicherheit im Straßenverkehr.
Wie packt man Fahrradtaschen?
Der wichtigste Aspekt beim Beladen des Fahrrads ist eine gleichmäßige Gewichtsverteilung. Versuchen Sie daher die Last möglichst genau zu trennen und jeweils die Hälfte auf der linken beziehungsweise rechten Radseite zu verstauen. Geben Sie dabei schwere Gegenstände zuerst in die Tasche. Dies sorgt für eine bessere Verlagerung des Schwerpunkts und macht das Fahren auch mit viel Gepäck komfortabel.











































