
Wissenswertes über Ecksofas
Bei Ecksofas treffen zwei Liegeflächen quer aufeinander, wodurch die Form des Buchstaben L entsteht. Während sie ursprünglich vor allem in kleinen Zimmern genutzt wurden, um möglichst wenig Raum ungenutzt zu lassen, finden sich Varianten in der U-Form inzwischen auch in großen Wohnzimmern. Wie Ecksofas aufgebaut sind und welchen Funktionsumfang sie haben, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
1. Bestandteile und Aufbau von Ecksofas
Wie andere Coucharten bestehen Ecksofas aus Korpus, Polsterung und Bezug. Klassische Modelle werden von relativ unauffälligen, kurzen Füßen getragen, wohingegen moderne Designs oft auf lange Beine setzen. Letztere werden gerne mit Materialien wie Leder oder Kunstleder kombiniert. Eine kleine Materialkunde und entsprechende Pflegetipps können Sie diesem Ratgeber entnehmen.
Die Besonderheit der Ecksofas liegt in der Kombination einer gewöhnlichen Couch mit einer Ottomane, die links oder rechts davon angebracht wird, wodurch sich die namensgebende Ecke herausbildet. Im heutigen Sprachgebrauch wird Ottomane oft gleichbedeutend mit Récamiere verwendet und bezeichnet eine Liege ohne Arm- und Rückenlehne beziehungsweise mit nur einer Armlehne und einer verkürzten Rückenlehne. Die jeweilige Ausstattung des Möbels hängt nicht nur von ihrem Aufbau ab, sondern auch von speziellen Funktionen, die es erfüllen kann.
L-Form
Hierbei verlaufen zwei – oft fest verbundene – Sitzflächen quer zueinander und bilden eine Ecke. Dabei besteht einer der Bereiche in der Regel aus einer Ottomane, der entweder ohne oder mit einer verkürzten Rückenlehne gefertigt wird. Das Fußende weist keine Armlehne auf, weshalb Sie sich problemlos ausstrecken können. Diese Variante wird als L-Form bezeichnet, da die Liegeflächen zumeist unterschiedlich lang sind, und passt sowohl in kleine als auch große Räume.

Kleine L-förmige Ecksofas fügen sich ideal in Nischen oder unter Dachschrägen ein, was ein behagliches Ambiente schafft. Größere Modelle eignen sich hingegen hervorragend als Raumteiler.
U-Form
Die U-Form benötigt deutlich mehr Platz zum Aufstellen und wirkt schnell zu wuchtig, wenn dieser nicht zur Verfügung steht. Meist wird nur eine Ottomane verwendet, die jedoch kürzer als die Sitzfläche auf der anderen Seite ist. In der Regel finden Sie bei der Ottomane weder Arm- noch Rückenlehne, während der zweite Couchschenkel bei einigen Modellen wie das Mittelteil aufgebaut ist.
Bei einer Aufstellung mitten im Raum teilt diese Variante ausgedehnte Wohnbereiche in gemütliche Einheiten auf. Mit farblich passenden Paravents oder Raumteilerregalen, die in ausreichendem Abstand hinter der Rückenlehne aufgestellt werden, können sie den Eindruck von separaten Zimmern verstärken. Die Sitzfläche bietet zahlreichen Personen Platz und auch die Liegefläche ermöglicht es mehreren Personen, auf dem Ecksofa zu schlafen, insofern es mit einer Bettfunktion ausgerüstet ist.

Modulare Elemente
Bei beiden Aufstellmöglichkeiten kann ein passender Hocker an das Möbel gestellt werden, wodurch eine größere Liegefläche entsteht. Als dauerhafte Schlafmöglichkeit eignet sich die Kombination von Couch und Hocker jedoch nicht, da ein Verrutschen möglich ist und die unterbrochene Polsterung zu einer schlechten Schlafhaltung und damit Verspannungen führen kann.
Während die meisten Ecksofas aus einem Stück oder mehreren miteinander befestigten Teilen bestehen, gibt es seltener Modelle, die aus einzelnen Modulen bestehen. Sie können frei kombiniert werden, sodass Sie die Sitz- und Liegefläche sowie die Position der Ecke immer dem tatsächlichen Platzbedarf anpassen können. Diesen Typus finden Sie besonders häufig bei Lounge- und Gartenmöbeln.

2. Verschiedene Funktionen
Ecksofas mit Bettfunktion
Viele Ecksofas mit Bettfunktion verfügen über einen Lattenrost und Federkern- beziehungsweise Schaumstoffpolsterung. Meist lässt sich die kürzere Sitzfläche ausziehen, wodurch eine bequeme Liegefläche entsteht. Auch mit Bettkästen, in denen zum Beispiel Bettwäsche oder Matratzentopper vor Staub geschützt aufbewahrt werden können, sind solche Schlafcouches häufig ausgestattet.
Dank der Bettfunktion können Sie Ihre Couch im Handumdrehen in ein Bett verwandeln.
Ecksofas als Lounge-Möbel
Eine Sonderform stellen Ecksofas als sogenannte Lounge-Möbel dar: Sie bestehen aus nässe- und wetterbeständigen Kunststoffen wie Polyrattan und sind damit für den Einsatz auf der Terrasse oder einem großen Balkon ausgelegt. Lediglich die Polster sollten Sie nach der Benutzung vor Wettereinflüssen geschützt verstauen. Einige Garnituren werden mit passendem Tisch geliefert, in dem sich ein Fach zur Aufbewahrung der Polster befindet.
Modulare Lounge-Möbel können mit oder ohne Ecke aufgestellt werden.
Aufblasbare Ecksofas
Außerdem gibt es Ecksofas als aufblasbare Möbel, die meist aus robustem Vinyl und einer beflockten Oberfläche bestehen. Sie sind besonders praktisch, wenn Sie zu wenig Platz zur Verfügung haben, um eine Couch aufzustellen und dennoch nicht auf Besuch verzichten möchten. Sollten Ihre Gäste regelmäßig über Nacht bleiben, lohnt sich die Anschaffung eines Luftbetts.
Bei Nichtgebrauch können Sie Ecksofas mit Luftbefüllung platzsparend verstauen.
3. FAQ
Aus welchem Material sollte mein neues Ecksofa bestehen?
Die Wahl des Materials sollten Sie nicht allein von Ihrem Geschmack abhängig machen, sondern auch von Einsatzzweck und Umgebung der Couch. So können Sie Schmutz von Leder- und Kunstlederbezügen zwar leicht abwischen, Haustierkrallen können jedoch permanenten Schaden anrichten. Soll das Sofa als Schlafstätte eingesetzt werden, empfiehlt sich eine atmungsaktive textile Oberfläche. Spezielle Möbel für den Einsatz auf Terrasse und Balkon bestehen aus Kunststoffen wie Polyrattan, wodurch sie vor Nässe und anderen Wettereinflüssen geschützt sind.
Kann man auf Ecksofas schlafen?
Wenn die Ottomane eines Ecksofas genügend Liegefläche bietet, können Sie in Ausnahmefällen darauf schlafen. Für häufige Übernachtungen ist die Anschaffung eines Modells mit Schlaffunktion ratsam. Diese verfügen über eine entsprechende Federung, einer hautfreundlichen Oberfläche beziehungsweise einem Topper und haben im Idealfall einen Bettkasten, in dem sich Ihre Bettwaren bei Nichtgebrauch verwahren lassen.










































