
Récamieren – Elegante Sitz- und Liegemöbel
Récamieren zählen zu den Polstermöbeln und eignen sich aufgrund ihrer Konstruktionsweise ideal als Sitzgelegenheit sowie zum Schlafen. Durch ihr spezielles Design wirken sie besonders edel und elegant und heben sich somit von konventionellen Sofas ab. Was zeichnet eine Récamiere aus? Wie unterscheidet sie sich von einer Chaiselongue oder einer Ottomane? Welche Punkte sollten Sie beim Kauf beachten? Unser Ratgeber erklärt Ihnen alles, was Sie über diese speziellen Sitzmöbel wissen sollten.
1. Was ist eine Récamiere?
Récamieren waren ursprünglich Sofas mit zwei geschwungenen Armlehnen und ohne Rückenlehne. Moderne Varianten zeichnen sich hingegen durch diese beiden Merkmale aus:
- Armlehne an nur einer Seite
- Keine oder keine vollständige Rückenlehne
Zur Beschreibung solcher Sitzmöbel werden die Begriffe Chaiselongue und Ottomane meist synonym verwendet. Informationen über deren Unterschiede zu Récamieren haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengefasst.
Das typische Aussehen einer Récamiere: Der Stoffbezug verfügt über einen floralen Print und die Armlehne befindet sich wahlweise rechts oder links.
Durch das Fehlen einer Armlehne sowie die nur teilweise vorhandene Rückenlehne wirkt die Sofakonstruktion kleiner und eleganter, wodurch sie sich perfekt für Zimmer mit einem geringen Platzangebot eignet. Je nach Modell ist die Armlehne relativ flach gehalten. Somit können Sie sich bequem hinlegen um beispielsweise zu lesen oder zu schlafen. Als Sitzmöbel für mehrere Personen sind Récamieren auf Dauer jedoch weniger gut geeignet: Durch die fehlende oder nur angedeutete Rückenlehne mangelt es ihnen teilweise ein wenig an dem benötigten Komfort.
Damit sich Ihre neue Récamiere perfekt in Ihr Interieur einpasst, können sie bei den meisten Modellen frei wählen, auf welcher Seite sich die Armlehne befinden soll.
Dieses Récamieren-Modell setzt mit seiner Farbe ein optisches Highlight. Darüber hinaus bietet es dank der umklappbaren Armlehne eine bequeme Schlaffläche.
2. Material und Design
Der Korpus von Récamieren, Chaiselongues und Ottomanen wird zumeist aus Massivholz oder Spanplatten gefertigt und anschließend mit einer Polsterung sowie einem Bezug versehen.
Bei der Polsterung kommen vorwiegend drei unterschiedliche Materialien beziehungsweise Systeme zum Einsatz:
- Wellenunterfederung
- Schaumpolster
- Federkern
Die Wahl eines Federkern-Systems empfiehlt sich insbesondere dann, wenn Sie planen, Ihre neue Chaiselongue häufig als Gästebett zu nutzen.
Als Bezug werden je nach Design unterschiedliche Stoffe eingesetzt. Dabei werden zumeist
- Baumwolle,
- Microfaser,
- Kunstleder sowie
- echtes Leder verwendet.
Design-Beispiele: oben skandinavischer Stil, unten Chesterfield-Look
Bei der Wahl eines passenden Designs sollten Sie sich an den bereits vorhandenen Möbeln sowie der Wandfarbe oder Ihren Vorhängen orientieren. Zu dunklen Holztönen passen zum Beispiel klassische Designs mit floralem oder Streifenmuster.
Einen modernen Look bieten Ihnen Ottomanen im skandinavischen Stil. Dieser zeichnet sich durch gerade Linien und schlichte Eleganz aus. Solche Varianten werden meist mit unifarbenen Bezügen angeboten und ermöglichen es Ihnen, beispielsweise einen farbigen Akzent in Ihrem Wohnzimmer zu setzen.
Eine besonders hochwertige Verarbeitung weisen Möbel im Chesterfield-Stil auf. Sie sind mit dunkelbraunem Leder bezogen, das in Karoform mit einer Knopfheftung befestigt wird. Bedenken Sie bei Ihrer Wahl, dass Chesterfield-Récamieren einen Raum durch die dunkle Farbe des Leders sowie ihren pompösen Stil schnell überladen können.
Darüber hinaus werden Ihnen spezielle Modelle für den Einsatz im Garten, auf dem Balkon, der Terrasse oder im Wintergarten angeboten. Diese werden in der Regel aus Polyrattan hergestellt, da das Material als besonders witterungsbeständig gilt. Darüber hinaus sind die Polster beziehungsweise Auflagen bei Garten-Récamieren abnehmbar, sodass sie abends oder bei schlechtem Wetter in einer Gartenbox verstaut werden können.
Récamieren sind eine besonders elegante Alternative zu herkömmlichen Gartenliegen.
3. Besondere Funktionen
Einige Récamieren bieten Ihnen Möglichkeiten der Modifikation. Diese stellen wir Ihnen im Folgenden vor:
- Modelle, bei denen Arm- und/oder Rückenlehne umgeklappt werden können, bieten aufgrund der vergrößerten Liegefläche besonders hohen Schlafkomfort.
- Bei einigen Varianten kann die Sitzfläche ausgezogen werden, um die Schlaffläche zu verbreitern.
- Darüber hinaus sind einige Récamieren hochklappbar und verfügen über einen integrierten Bettkasten.
In einer Récamiere mit Bettkasten können Sie beispielsweise Dekokissen oder Bettzeug für Übernachtungsgäste unterbringen.
In unserem Sortiment finden Sie Modelle unterschiedlicher Marken. Schauen Sie sich beispielsweise das Angebot dieses namhaften Herstellers an:
4. FAQ
Was ist eine Récamiere?
Eine Récamiere ähnelt im Aufbau einem Sofa. Allerdings verfügt sie nur an einer Seite über eine Armlehne, weswegen sie sich besonders gut zum Hinlegen beziehungsweise darauf Schlafen eignen. Darüber hinaus sind Rückenlehnen bei Récamieren entweder gar nicht vorhanden oder verlaufen nicht über die gesamte Breite.
Was bedeutet Récamiere links oder rechts?
Bei einer „Récamiere links“ handelt es sich um ein Modell, an dem die Armlehne links angebracht ist, wohingegen sie sich bei einer „Récamiere rechts“ auf der anderen Seite befindet.
Worin unterscheiden sich Récamiere, Chaiselongue und Ottomane?
Ursprünglich beschreiben diese drei Begriffe unterschiedliche Sitz- und Liegemöbel: Eine Récamiere verfügte über zwei Armlehnen, wies jedoch keine Rückenlehne auf. Im Gegensatz dazu hatte eine Chaiselongue nur eine seitliche Lehne, auf die man sich mit dem Oberkörper legen konnte. Eine Ottomane ähnelte hingegen einem Sofa und bot neben einer Rücken- auch halbrunde Armlehnen. Heute werden Récamiere, Chaiselongue und Ottomane synonym gebraucht und bezeichnen sofaähnliche Möbel mit einer seitlichen Lehne, die über keine (vollständige) Rückenlehne verfügen.




































