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Holzbriketts: kompakt, effizient und nachhaltig
Holzbriketts sind eine platzsparende und ökologischere Alternative zu klassischem Brennholz. Welche Arten von Briketts es gibt und was du bei Kauf und Lagerung beachten solltest, erfährst du hier.
1. Was zeichnet Holzbriketts aus?
Mit der kalten Jahreszeit kommt in vielen Haushalten mit Kaminen und Öfen auch die Frage nach der optimalen Wärmeversorgung auf. Neben der klassischen Feuerung mit Holzscheiten setzen immer mehr Menschen auf alternative Brennstoffe wie Holzpellets oder -briketts.
Die Unterschiede zwischen Holzbriketts und herkömmlichem Brennholz liegen in ihrer Form, Herstellungsweise und den damit verbundenen Eigenschaften. Während Brennholz aus gesägten oder gespaltenen Holzstücken besteht, werden Holzbriketts durch die Verpressung von Holzabfällen, wie Sägespänen und Hobelresten, hergestellt.
Dieser Prozess erfolgt unter extremem Druck und ohne die Zugabe von Bindemitteln. Das Ergebnis sind ökologisch unbedenkliche, feste Briketts mit einer hohen Energiedichte (Wärmeenergie pro Brikett), die in verschiedenen Formen erhältlich sind:
| Quaderförmig („RUF-Briketts“) | Achteckig | Rund mit Loch („Pini-Kay-Briketts“) | Rund ohne Loch |
|---|---|---|---|
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Für welche Form du dich entscheidest, ist letztendlich Geschmackssache. Einen Unterschied gibt es jedoch zwischen Briketts mit und ohne Loch: Erstere Variante entflammt durch die erhöhte Sauerstoffzufuhr deutlich schneller und stärker, während Briketts ohne Loch meist mehr Glut ausbilden und diese länger halten.
Welche Vorteile bieten Holzbriketts?
Holzbriketts haben durch ihre sehr geringe Restfeuchte einen hohen Heizwert. Aufgrund ihrer kompakten Form lassen sie sich optimal dosieren und ermöglichen eine gleichmäßige und langanhaltende Verbrennung, was den Bedarf an Brennstoff reduziert. Zudem sind sie auch für kleine Öfen gut geeignet.
Holzbriketts werden ausschließlich aus natürlichen Holzabfällen hergestellt, was zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen und der Reduzierung von Abfall in der Holzindustrie beiträgt. Die Verbrennung erzeugt kaum Schadstoffe und hinterlässt zudem nur geringe Ascherückstände.
Die handliche Form der Briketts ermöglicht eine platzsparende Aufbewahrung, während die stapelbare Struktur den Transport erleichtert. Zudem sind Holzbriketts frei von Schädlingen und hinterlassen im Vergleich zu herkömmlichem Brennholz nur wenig Schmutz. Auch Holzsplitter stellen bei Briketts keine Gefahr dar.
Die bei der Verbrennung von Holzbriketts entstehende Asche ist kein Abfall, sondern lässt sich ideal als Mineraldünger für Pflanzen und Co. verwenden.
2. Arten von Holzbriketts
Wer Holzbriketts kaufen möchte, der hat die Wahl zwischen verschiedenen Holzarten mit individuellen Eigenschaften. Wichtig: Prüfe vor dem Kauf unbedingt, ob dein Ofen oder Kamin für das Heizen mit Briketts geeignet ist.
| Hartholzbriketts | Weichholzbriketts | Mischholzbriketts | Rindenbriketts |
|---|---|---|---|
| werden aus Laubhölzern wie Eiche oder Buche hergestellt | werden aus Nadelhölzern wie Fichte oder Tanne hergestellt | werden aus einer Mischung verschiedener Holzarten hergestellt | werden aus Baumrinde hergestellt |
| hohe Energiedichte und lange Brenndauer | höherer Heizwert als Hartholzbriketts, aber geringere Brenndauer | können eine optimale Wärmeabgabe und Glutbildung erreichen | hoher Heizwert und sehr hohe Brenn- und Glutdauer mit bis zu 12 Stunden |
| müssen nicht oft nachgelegt werden | optimal für schnelles Anheizen | eignen sich gut für verschiedene Arten von Öfen, Kaminen und Heizsystemen | optimal für eine längere Wärmehaltung, z. B. über Nacht |
| ideal als Kaminbriketts oder für Festbrennstoffherde geeignet | besonders gut für Kachel- und Speicheröfen geeignet | werden auch als Glut- oder Nachtbriketts bezeichnet | |
| etwas teurer als Weich- und Mischholzbriketts | relativ hohe Emissionswerte während der Verbrennung |
Braunkohle- und Torfbriketts sind ebenfalls beliebte Brennstoffarten, da sie die Wärme besonders lange halten und ein intensives Flammenbild erzeugen.

Das Heizen mit Braunkohle ist jedoch sehr umstritten, da der Braunkohletagebau einen massiven Eingriff in die Natur bedeutet. Zudem haben Braunkohlebriketts einen hohen CO2-Ausstoß bei der Verbrennung und sollten daher nur mit anderen Brennstoffen gemischt werden.
3. Tipps zu Kauf und Lagerung
Holzbriketts sind sowohl auf Paletten als auch in kleineren Mengen erhältlich. Handliche Brikettverpackungen wiegen meist zwischen 5 und 25 Kilogramm und bieten sich bei seltener Benutzung oder begrenztem Lagerplatz an.
In der Regel werden Holzbriketts zu je 10 Kilogramm in Folienbeutel verpackt und auf 960-Kilogramm-Paletten angeboten. Alternativ gibt es auch Halbpaletten ab 300 Kilogramm. So lässt sich bereits mit einer Lieferung ein umfangreicher Vorrat an Briketts anlegen, der im Vergleich nur halb so viel Patz benötigt wie Brennholz.
Die Standardverkaufseinheit für Holzbriketts sind Paletten mit 960 Kilogramm.
Wenn du sichergehen möchtest, dass Holzbriketts über eine hohe Qualität verfügen, solltest du auf Zertifizierungen wie DIN EN ISO 17255-3 und DINplus achten. Diese Normen regulieren unter anderem den Heizwert, Asche- und Wassergehalt und die Partikeldichte.
Wie werden Holzbriketts richtig gelagert?
Die Art der Lagerung ist entscheidend, um die Qualität und Heizeffizienz von Holzbriketts zu erhalten. Folgende Aspekte solltest du daher berücksichtigen:
- Wähle einen trockenen Lagerort, wie zum Beispiel Schuppen oder Garage. Feuchte Briketts verbrennen weniger effizient und können schlimmstenfalls aufquellen und zerfallen.
- Lagere Holzbriketts am besten auf Paletten oder Regalen, um einen ausreichenden Abstand zu Boden und Wand einzuhalten und so eine optimale Luftzirkulation zu gewährleisten.
- Behalte die Briketts in ihrer Originalverpackung oder verwende luftdichte Behälter, um sie vor Feuchtigkeit und Schmutz zu schützen. Offene Verpackungen sollten gut verschlossen und abgedeckt werden.
- Stapele die Briketts ordentlich – gemäß ihrer Form –, um Platz zu sparen und eine sichere Lagerung zu gewährleisten.
- Achte auf gleichmäßige Temperaturen in der Umgebung und vermeide direkte Sonneneinstrahlung. Extreme Hitze oder Kälte kann die Qualität der Briketts beeinträchtigen.
4. FAQ
Wie lange brennen Holzbriketts?
Die Brenndauer von Holzbriketts hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Holzart, des Feuchtigkeitsgehalts und der Art des Ofens. Im Allgemeinen können Holzbriketts mit einem hohen Hartholzanteil eine Brenndauer von bis zu 5 Stunden bieten. Rindenbriketts halten mit durchschnittlich 10 Stunden die Glut am längsten.
Wie werden Holzbriketts hergestellt?
Holzbriketts werden durch das Verpressen von Holzspänen, Sägemehl oder anderen Holzabfällen unter hohem Druck hergestellt. Dieser Prozess erzeugt kompakte, handliche Briketts. Die Holzabfälle werden dabei ohne Zugabe von Bindemitteln gepresst, wodurch ein möglichst umweltfreundlicher Brennstoff entsteht.
Was ist der Unterschied zwischen Hartholz- und Weichholzbriketts?
Hartholzbriketts werden aus dichten Hölzern wie Buche oder Eiche hergestellt und zeichnen sich durch eine höhere Energiedichte aus. Weichholzbriketts, hergestellt aus Hölzern wie Fichte oder Kiefer, haben eine schnellere Anzündzeit, aber eine geringere Brenndauer im Vergleich zu Hartholzbriketts.









































