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Bauchnabelpiercings
1. Was ist ein Bauchnabelpiercing?
Bauchnabelpiercings sind gerade bei Frauen ein beliebtes Schmuckstück, um den Bauchnabel zu verschönern und besonders in Szene zu setzen. Von schlicht bis verspielt werden unterschiedliche Varianten angeboten, auch lässt sich die Erscheinung des Piercings über die Wahl der Einstichstelle variieren. Meistens wird die Hautfalte oberhalb des Nabels vertikal durchstochen, es ist aber möglich, von allen Seiten um den Nabel herum einzustechen.
Ein typisches Nabelpiercing: Von oberhalb des Bauchnabels durchstochen.
2. Nabelpiercing-Modelle: Form und Materialien
Bauchnabelpiercings sind gleich aufgebaut: An einem Stab ist oben und unten jeweils ein Element befestigt – die obere Kugel kann abgeschraubt werden, um das Piercing einzusetzen und unten befindet sich das Schmuckstück. Die Standardlänge des Stabs beträgt zehn Millimeter, die Stärke 1,6 Millimeter. Der Piercingstab ist dabei vom Körper weg gebogen (Banabells).
Die zahlreichen Modelle lassen sich in drei Gruppen einteilen:
Zwei schlichte Kugeln
Schmucksteine in den Kugeln
Besondere Dekoration am unteren Element
Die Varianten können aus verschiedenen Werkstoffen gefertigt sein, die unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Wie bei allen Schmuckstücken hängt auch der Preis vom Material ab: Schmuck aus Edelmetallen mit echten Edelsteinen ist teurer als Modeschmuck. Wichtig ist vor allem das Material der Stäbe, da diese ständig in direktem Kontakt mit der Haut stehen. Wir stellen Ihnen die gängigen Materialien vor:
Titan
- Überwiegend allergenfreies Metall
- Wird meistens für Erstpiercings verwendet
- Reagiert nicht mit Körperflüssigkeiten u.Ä. (oxidiert und korrodiert nicht)

Chirurgenstahl
- Metall aus Chromnickel-Legierung
- Beliebtestes Material für Piercings
- Wegen Nickelallergien erst nach dem vollständigen Abheilen verwenden

Gold oder Vergoldung
- Hochwertiges und edles Metall
- Reinheit sollte nicht unter 18 Karat liegen, um den Nickelanteil (Allergene) gering zu halten
- Nicht kratzfest

3. So wird das Piercing gestochen
Jedes Piercing sollte unbedingt von einem professionellen Piercer gestochen werden. Nur so wird sichergestellt, dass der Eingriff unter hygienischen Bedingungen stattfindet, sicher ist und zu einem ansehnlichen Ergebnis führt. Richtig durchgeführt ist ein Nabelpiercing nur wenig schmerzhaft und unkompliziert zu stechen.
Piercingzange
So wird der Bauchnabel gepierct:
- Die Haut um den Bauchnabel wird desinfiziert.
- Die zu durchstechende Hautfalte wird mit einer speziellen Piercingzange (zwei ringförmige Klemmen) fixiert.
- Mit einer Nadel wird die Haut durch die Ringe der Klemmen durchstochen.
- Das Erstpiercing, meist aus Titan, wird eingesetzt.
- Mit einem Pflaster oder Verband wird die Wunde abgedeckt.
Planen Sie das Piercen sorgfältig: Da es zu Komplikationen kommen kann, sollten Sie mit einem frisch gestochenen Piercing beispielsweise nicht in den Urlaub fahren.
Die Haut um den Bauchnabel ist ständigen Bewegungen ausgesetzt, sodass es zwischen drei Monaten und einem Jahr dauert, bis die Einstichstelle vollständig abgeheilt ist.
4. Hygiene und Pflege des Nabelschmucks
Besonders mit einem frisch gestochenen Piercing müssen Sie in den ersten Wochen einiges beachten, damit die Haut verheilen kann und sich die Einstichstelle nicht entzündet:
- Das Piercing beim Duschen abspülen, um es zu reinigen.
- Den Stab regelmäßig drehen, um ein Festwachsen zu verhindern.
- Keine engen Oberteile tragen, die am Nabelschmuck scheuern oder drücken.
- Nicht ins Schwimmbad oder Solarium gehen, um die Haut nicht zu reizen.
- Auf Sport verzichten, da starke Bewegung und Schweiß die anfängliche Heilung beeinträchtigen können.
Nachdem das Piercing komplett verheilt ist, gestaltet sich die Pflege unkompliziert. Jetzt können Sie das Erstpiercing durch ein neues Schmuckstück Ihrer Wahl austauschen. Um es zu pflegen, können Sie es herausnehmen und je nach Material auch durch Abwischen oder Abbürsten reinigen. Spülen Sie den Schmuck vor dem Einsetzen gründlich mit Wasser ab.
Da die Einstichstelle gerade am Anfang sehr schnell wieder zuwächst, sollten Sie das Piercing nicht länger als ein paar Stunden herausnehmen.
5. FAQ
Wie weh tut ein Bauchnabelpiercing?
Sie sollten einen erfahrenen Piercer auswählen, um Schmerzen beim Stechen gering zu halten. Wird der Eingriff professionell ausgeführt, wird das Schmerzempfinden als „unangenehmer Stich“ beschrieben, während die Hautfalte oberhalb des Nabels durchstochen wird. Nach dem Stechen sollten Sie auf ausreichende Hygiene und Pflege der Einstichstelle achten, um Entzündungen und Folgeschmerzen im Heilungsprozess zu vermeiden.
Wer sollte das Bauchnabelpiercing stechen?
Um die Schmerzen gering zu halten und um ein ansehnliches Ergebnis zu erzielen, sollten Sie sich an ein erfahrenes und professionelles Piercingstudio wenden. Nur dort können Sie sich auf optimale Hygiene und sicher gestochene Piercings verlassen. Auch sollten Sie keinen Arzt aufsuchen, um das Piercing stechen zu lassen. Obwohl manche Praxen diesen Service inzwischen anbieten, sind Ärzte im Piercen meist unerfahren. Lesen Sie in diesem Kapitel, wie ein Bauchnabelpiercing gestochen wird.
Wie lange dauert es, bis ein Bauchnabelpiercing verheilt ist?
Bis das Nabelpiercing abgeheilt ist, die Einstichstelle also komplett von neuem Gewebe umschlossen wurde, kann es lange dauern. Zwischen drei Monaten und einem Jahr ist dabei die Regelzeit. Gerade in den ersten Wochen müssen Sie auf alles verzichten, was die Einstichstelle verunreinigen kann oder den Heilungsprozess stört: Schwimmbad, Solarium, Sport und enge Kleidung. Erfahren Sie in diesem Kapitel, wie Sie Ihr Piercing und die Einstichstelle optimal pflegen.
Was ist beim Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft zu beachten?
Während einer Schwangerschaft wird die Haut am Bauch gedehnt und ist um den Bauchnabel permanent gestrafft. Dadurch kann das Nabelpiercing unangenehm drücken oder herauswachsen. Um dem entgegenzuwirken, kann ein spezielles Piercing mit flexiblem Stab aus Kunststoff eingesetzt werden. Bei unangenehmen Spannungen oder anderen Problemen sollte das Schmuckstück bis nach der Geburt entnommen und dann gegebenenfalls erneut gestochen werden. Erfahren Sie in diesem Kapitel, was die Vorteile der unterschiedlichen Materialien sind.





































