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Wissenswertes über Obstbäume
1. Vor- und Nachteile von Obstbäumen
Obstbäume sehen mit ihrer Blütenpracht und den bunten Früchten nicht nur schön aus, sondern haben auch noch praktischen Nutzen: Sie dienen als Nahrungslieferant und sorgen so für den Erhalt der Artenvielfalt. Du kannst sie gut im heimischen Garten anpflanzen, aber auch für Wohnungen mit oder ohne Balkon gibt es kleinere Obstbäume in Töpfen zu kaufen. Du solltest dir jedoch bewusst sein, dass die Pflege eines Obstbaumes oft einiges an Arbeit mit sich bringt. Bei richtiger Fürsorge kannst du dich jedoch viele Jahre an den Bäumen mit all ihren Vorzügen erfreuen. In der folgenden Übersicht siehst du die wichtigsten Vor- und Nachteile der Anschaffung von Obstbäumen, welche du vor der generellen Kaufentscheidung in Erwägung ziehen solltest.
Die Vor- und Nachteile von eigenen Obstbäumen im Überblick:
Vorteile
- schöne, dekorative Bepflanzung für den Garten
- eigenes Obst zur Ernte und Verarbeitung ohne Pestizide und lange Transportwege
- Schattenspender für den Sommer
- Zuhause und Nahrungsquelle für Vögel, Insekten und andere Arten
Nachteile
- zum Teil höherer Pflegebedarf als andere Pflanzen
- zusätzliche Arbeit durch herabfallende Früchte und Blätter
- Gefahr für Allergiker durch Pollen oder angelockte Insekten
Obstbäume wie zum Beispiel Apfelbäume sind dekorativ und praktisch. [Quelle: Xalanx - stock.adobe.com]
2. Kaufkriterien
Bei der Wahl einer Obstbaumart und der passenden Sorte spielen viele Faktoren wie den äußeren Gegebenheiten und deinen eigenen Vorlieben eine Rolle. In diesem Abschnitt erläutern wir dir einige wichtige Punkte, über die du dir Gedanken machen solltest.
Klimatische Bedingungen: Ob ein Baum gut wächst und Früchte trägt, hängt zu einem großen Teil davon ab, ob er dem richtigen Klima ausgesetzt ist und genügend Sonne sowie Wasser erhält. Am einfachsten tust du dich mit in deiner Region beheimateten Obstsorten. Anderenfalls kannst du die Bäume in einem Gewächshaus oder im Topf in der Wohnung behalten.
Bodenzusammensetzung: Ein weiterer wichtiger Aspekt für das Gedeihen der Bäume ist die Zusammensetzung des Bodens. Bringe in Erfahrung, ob die Böden in deinem Garten lehmig oder sandig sind, wie hoch die Humus- und Kalkanteile sind und welche pH-Werte sie haben. Für Bäume im Topf gibt es spezielle Pflanzenerde zu kaufen.
Platzbedarf: Überlege dir, wie viel Platz dein Baum einnehmen kann. Je nach Höhe und Entfaltung der Wurzeln und Krone eignen sich manche Bäume eher für Streuobstwiesen mit viel Platz, während andere in den heimischen Garten passen oder auch im Topf bleiben können.
Befruchtung: Manche Bäume sind Selbstbestäuber, sodass du auf nichts weiter achten musst. Bei anderen findet die Bestäubung durch den Pollenflug von Befruchterbäumen statt. In diesem Fall sollten solche Bäume in der Nähe stehen. Dabei reicht auch ein benachbartes Grundstück. Welche Bäume sich jeweils als Befruchter eignen, kannst du schnell recherchieren.
Erntezeit: Überlege dir, wann du die Früchte ernten möchtest. Bei den meisten Obstarten gibt es verschiedene Sorten, die zu unterschiedlichen Zeiten vom Frühjahr bis in den späten Herbst reif werden.
Pflegeaufwand: Sei dir bewusst, dass du manche Obstbäume zuschneiden und düngen musst. Dabei gilt, dass Bäume, die ursprünglich nicht in der Region beheimatet sind, am meisten Aufwand bedeuten.
Geschmack und Aussehen: Innerhalb der Obstarten gibt es viele verschiedene Ausführungen mit unterschiedlichen Geschmacksnoten, Farbgebungen und Fruchtgrößen. Informiere dich darüber und wähle eine Sorte, die deinem Geschmack entspricht. Besonders praktisch sind Bäume, die so gezüchtet wurden, dass daran mehrere verschiedene Sorten wachsen.
Drei Apfelsorten an einem Baum
3. Obstbaumarten
Wenn du dir sicher bist, dass du dir einen Obstbaum oder auch mehrere Bäume zulegen willst, steht als Nächstes die Frage im Raum, welche Arten für dich infrage kommen. Dies hängt von deinen persönlichen Vorlieben und den Voraussetzungen in deinem Garten oder deiner Wohnung ab. In diesem Kapitel stellen wir dir einige typische Obstbaumsorten vor. Die genaueren Informationen zu einem bestimmten Baum solltest du vor dem Kauf jeweils aus der Produktbeschreibung entnehmen.
- sind der Klassiker unter den Obstbaumsorten in Europa und eignen sich gut für zentral- und nordeuropäisches Klima.
- bieten viele Sorten mit verschiedenem Aussehen und unterschiedlichen Erträgen und Geschmacksnoten – süße Äpfel sind zum Beispiel Gala oder Elstar, saure Sorten sind Granny Smith oder Discovery.
- haben ihre Erntezeit je nach Sorte von Frühjahr bis Herbst.
- benötigen einen Befruchterbaum in der Nähe.
- wachsen am besten auf humusreichem Lehmboden.
Birnbäume
- stellen eine süßere Alternative zu Äpfeln dar und eignen sich für ähnliche klimatische Bedingungen.
- existieren ebenfalls in vielen Sorten mit unterschiedlichen Geschmacksnoten und Erntezeiten erwerblich.
- brauchen ebenso einen Befruchterbaum in der Umgebung.
- mögen kalkarme und humusreiche Böden.
Kirschbäume
- haben eine besonders schöne Blütenpracht.
- eignen sich für mitteleuropäisches Klima und haben ihre Erntezeit im Sommer.
- gibt es in Sorten, die geschmacklich von sauer bis sehr süß reichen.
- haben unterschiedliche Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit. Sauerkirschen benötigen einen humusreichen und lehmigen Sandboden, Süßkirschen leicht kalkhaltige und luftige Böden.
- benötigen Befruchter.
Pflaumen- und Mirabellenbäume
- haben wenig spezielle Ansprüche an Klima und Böden
- gibt es in vielen verschiedenen Sorten mit unterschiedlichem Aussehen, Geschmacksnoten von sauer bis sehr süß und Erntezeiten von Sommer bis Herbst.
- sind zum Teil Selbstbestäuber, benötigen bei manchen Sorten aber auch Befruchter.
Zitrusbäume
- wie Zitronen, Orangen oder Limetten überleben keine Minustemperaturen und müssen im Winter ins Gewächshaus oder im Topf in die Wohnung.
- sollten am besten in spezieller Erde für Zitrusbäume angepflanzt werden.
- bedürfen recht intensiver Pflege.
- sind Selbstbestäuber und benötigen keinen Befruchter.
Zitrusbäume wie Zitronen gedeihen gut im Topf.
Andere Obstbäume
Es gibt noch viele weitere Obstsorten, die du selbst anpflanzen kannst. Einige Beispiele: Quitten, Nektarinen, Pfirsiche, Kiwis oder Persimonen. Da viele davon nicht von Natur aus in Zentraleuropa beheimatet sind, kannst du davon ausgehen, dass ein etwas höherer Pflegebedarf anfällt. Informiere dich also vorher gut über die jeweiligen Anforderungen der Pflanzen.
4. FAQ
Was für Obstbäume gibt es?
Es gibt unzählige Arten von Obstbäumen mit ihren verschiedenen Unterarten oder Sorten. Klassische Obstbaumvarianten in Europa sind Apfelbäume, Birnenbäume, Kirschbäume und Pflaumenbäume. Dazu gibt es viele exotische Bäume, die aus anderen Teilen der Welt importiert wurden.
Welche Obstbäume sind pflegeleicht?
Obstbäume bringen immer etwas an Arbeit mit sich. Den geringsten Aufwand hast du allerdings mit Arten, die in deiner Region beheimatet sind, da du in diesen Fällen weniger düngen und auf das Klima achten musst.
Welche Obstbäume passen zusammen?
Wenn du Obstbäume pflanzt, solltest du dich vorab informieren, welche davon gut nebeneinanderstehen können und sich nicht gegenseitig die Nährstoffe entziehen oder den Platz wegnehmen. In manchen Fällen ist es besser, verschiedene Arten zu kombinieren, in anderen bewährt sich eine Monokultur. Apfelbäume sind beispielsweise schlechte Nachbarn für weitere Apfelbäume, während Pflaumenbäume gut nebeneinanderstehen können.



































