
Edle Schönheit: Perlenohrringe
Sie sind der Inbegriff zurückhaltender Eleganz: Perlenohrringe. Bereits im Altertum ein beliebter Bestandteil hochwertigen Schmucks, sind mit Perlen besetzte Ohrstecker und -hänger sowohl für den Alltag als auch bei festlichen Veranstaltungen geschätzt. Doch welche Perlensorten gibt es? Wie unterscheidet man eine echte von einer künstlichen Perle und wie sollten Sie Ihr Schmuckstück aufbewahren? Dies und mehr erfahren Sie in unserem Ratgeber.
1. Varianten von Perlenohrringen
Neben Halsketten und weiterem Perlenschmuck sind Ohrringe mit verarbeiteten Perlen ein zeitloser Klassiker, der zu jeder Gelegenheit passt. Unterschiedliche Perlensorten wie die Akoya- oder die Südsee-Zuchtperle sowie variationsreiche Designs sind erhältlich.
1.1 Perlenarten
Grundsätzlich kann zwischen natürlichen und künstlichen Perlen unterschieden werden. Während unechte Perlen in der Regel aus Glas oder Plastik hergestellt werden, sind echte Varianten ein Naturprodukt, das entweder in Zuchtprogrammen gewonnen oder in der freien Wildnis gesammelt wird. Weitaus häufiger werden Zuchtperlen verarbeitet, die preiswerter ausfallen.
Unterschiedliche Muscheln produzieren verschiedenartige Perlen bezüglich Farbe, Form, Glanz sowie Qualität. Die Exemplare können aus Süß- oder Salzwasserzucht stammen.
Perlen entstehen im Inneren verschiedener Muschel- oder auch Schneckensorten: Ein Fremdkörper, der in das Innere eingedrungen ist, wird dabei über einen langen Zeitraum hinweg mit Schichten von Perlmutt überzogen. Das Endprodukt ist die Perle.
Folgende Perlenarten werden unterschieden:
| Perlenart | Herkunft und Merkmale |
|---|---|
| Akoya-Zuchtperle | Herkunft: Mittel- und Südjapan, China; Farbspektrum: Zartcreme, Weißrosé, Champagner, Silbergrau; Besonderheiten: Herausragender Glanz und perfekte Rundung |
| Südsee-Zuchtperle | Herkunft: Australien, Indonesien, Philippinen; Farbspektrum: Silberweiß, Champagner, Goldtöne; Besonderheiten: Äußerst kostbar, da lange Wachstumszeit und hohe Perfektion des Endproduktes; „Königin der Perlen“ |
| Tahiti-Zuchtperle | Herkunft: Französisch-Polynesien, Cook Islands; Farbspektrum: Dunkelgrau, Grüngrau, Aubergine, Braun |
| Mabe-Zuchtperle | Herkunft: Südjapan; Besonderheit: halbrunde Form |
| Süßwasser-Zuchtperle | Herkunft: China, Japan; Farbspektrum: Weißtöne, Brauntöne, Lilatöne |
| Keshi-Zuchtperle | Farbspektrum: Zahlreiche Farben, äußerst starker Glanz; Besonderheit: Muschel hat die Perle abgestoßen, bevor der Bildungsprozess vollständig abgeschlossen war; Form der Perlen variiert dadurch stark |
Beachten Sie: Perlen sind ein Naturprodukt, daher unterscheiden sie sich in Form und Farbgebung auch innerhalb einer Sorte. Eine perfekt runde Form ist äußerst selten. Leichte Abweichungen sind kein Makel, sondern ein Zeichen dafür, dass es sich um eine echte Perle handelt.
1.2 Verschiedene Designs
Ohrringe mit Perlen lassen sich in drei Arten unterscheiden:
- Ohrstecker
- Ohrhänger
- Ohrclips
Neben den klassischen Ohrsteckern, in die eine dezente Perle eingearbeitete wurde, werden die kostbaren Naturprodukte unter anderem mit Schmucksteinen oder Edelmetall-Elementen kombiniert. Die gemeinsame Verarbeitung mit Edelsteinen und Halbedelsteinen ist ebenfalls beliebt. Insbesondere Ohrhänger weisen verschieden gestaltete Elemente auf, die dem Ohrring eine moderne, schlichte oder auffällige Gesamterscheinung verleihen können.
Darüber hinaus verleihen die zahlreichen möglichen Form- und Farbausprägungen der Perle dem Look eine besondere Note.
Hier sehen Sie einige Beispiele unterschiedlicher Varianten von Perlenohrringen in Gold und Silber:
Ohrstecker, Ohrhänger sowie Ohrclip
Verschiedenfarbige Varianten von echten Perlen
Schlicht, verspielt oder opulent: Die Auswahl ist groß.
2. Reinigung und Aufbewahrung
Perlen sind empfindliche Naturprodukte, die Sie pfleglich behandeln sollten, um lange Freude an ihnen zu haben.
Reinigung
- Putzen Sie Ihre Perlen nie mit chemischen Produkten oder Spülmitteln. Eine sanfte Reinigung mit klarem Wasser reicht vollkommen.
- Polieren Sie Ihr Schmuckstück nach jedem Tragen mit einem weichen Tuch.
Pflege und Aufbewahrung
- Bewahren Sie Ihre Perlenohrringe getrennt von anderem Schmuck in einem Samttuch oder einer Schatulle auf. So vermeiden Sie eventuelle Kratzer. Achten Sie darauf, dass Sie die Schmuckstücke nicht in der Nähe einer Heizung oder einer anderen Hitzequelle lagern, da diese die Perle austrocknen.
- Perlen können durch chemische Substanzen, Fett, Säuren sowie Bleichmittel Beschädigungen erleiden. In folgenden Situationen sollten Sie Ihre Perlohrringe daher ablegen und erst nach Beendigung der Tätigkeit wieder anlegen:
- Schwimmen im Pool oder Meer
- Sport
- Duschen und Baden
- Schminken und Stylen
- Um den Glanz der Naturprodukte zu erhalten, können Sie alle zwei bis drei Jahre eine Schicht Olivenöl mit einem weichen Tuch auf der Oberfläche sanft einreiben.
3. FAQ
Woher weiß ich, ob eine Perle echt ist?
Eine künstlich hergestellte Perle unterscheidet sich in erster Linie in ihrer Oberflächenbeschaffung sowie der Form von einer natürlichen Variante. Da echte Perlen Naturprodukte sind, ist ihre Oberfläche in der Regel leicht rau und die Form nicht perfekt rund, während unechte Perlen über völlig glatte Oberflächen und eine vollkommen runde Form verfügen. Um die Beschaffenheit zu testen, können Sie die Perlen leicht an den Schneidezähnen oder zwei Perlen aneinander reiben. Dabei lassen sich kleine Unebenheiten effektiv erfühlen. Alternativ können Sie das Exemplar mit einem Vergrößerungsglas untersuchen.
Auch echte Perlen können durch spezielle Verfahren wie das Polieren eine glatte Oberfläche sowie die perfekte runde Form erhalten. Im Zweifelsfall sollten Sie daher einen vertrauenswürdigen Experten zu Rate ziehen.Wem stehen Perlenohrringe?
Perlenohrringe sind nicht nur zeitlos, sie können von jungen Damen und Frauen jeden Alters getragen werden, da sie klassische, zurückhaltende Eleganz versprechen. Für junge Mädchen sind Ohrringe mit bunten Schmucksteinen hingegen besser geeignet.






































