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Gouache
1. Eigenschaften von Gouachefarben
Gouache ist eine spezielle Künstlerfarbe, die auch als Plakatfarbe bezeichnet wird. Der Name leitet sich vom italienischen Wort „guatti“ ab, was wiederum Lache oder Pfütze bedeutet: Es handelt sich hierbei um Wasserfarben, die sich entsprechend vermischen lassen und zudem löslich sind.
Gouache ist in vielen verschiedenen Farben erhältlich.
Darüber hinaus weist Gouachefarbe die folgenden Eigenschaften auf:
- Besteht aus kräftigen und hochwertigen Farbpigmenten, Kreide und einem Bindemittel (in der Regel Gummi Arabicum)
- Deckend und damit für das Malen von Volltonflächen geeignet
- Verhältnismäßig grobe Farbpigmente
- Matter Farbton und damit weniger glänzend beziehungsweise leuchtend als Aquarell- oder Acrylfarben
- Hellt nach dem Trocknen nicht auf, echte Gouachefarben haben lichtechte Pigmente
- Im Gegensatz zu Aquarellfarben: Weiß als Farbe
- Kann pastos vermalt (also dick aufgetragen) werden, sodass ähnlich wie bei der Ölmalerei Furchen entstehen
Nicht nur die Farbe selbst wird als Gouache bezeichnet: Unter die Begrifflichkeit fallen auch die Technik beziehungsweise ein besonderer Zeichenstil (Abkürzung für Gouachemalerei) sowie das entstandene Bild.
Gouachefarben können pastos vermalt werden.
Die Gouachemalerei ist auch in der Kunstgeschichte sehr bekannt, so malten beispielsweise Marc Chagall und Raffael teilweise mit dieser Technik.
Im Vergleich zur Ölmalerei hinterlässt Gouache eine glanzlose Optik. Dadurch lässt sich das Bild betrachten, ohne dass einfallendes Licht blendet.
2. Tipps zum Malen mit Gouache
Generell sind Gouachefarben in ihren Eigenschaften den Acrylfarben sehr ähnlich. Gouache eignet sich vor allem für deckende und lasierende Maltechniken, wie beispielsweise:
- Alla-Prima-Technik
- Nass-in-Nass-Technik
- Spachteltechnik
- Collagieren
Gouachemalerei von Marc Chagall
Dabei ist Gouache meistens in kleinen Tuben und seltener in Farbtöpfchen erhältlich.
Wir geben Ihnen Tipps für das Malen mit Gouachefarbe:
- Da sich Gouache sehr gut mischen lässt, benötigen Sie nur wenige Farben. Für den Anfang gilt ein Set mit zwölf bis 18 Tuben als ausreichend.
- Gouachefarbe eignet sich vor allem für Untergründe aus dickem Papier und Pappe, kann aber auch auf Leinwand gemalt werden. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass der Untergrund saugfähig ist.
- Wer in einer Gegend mit kalkhaltigem Wasser wohnt, sollte beim Malen statt Leitungswasser destilliertes Wasser verwenden.
- Durch die hohe Deckkraft von Gouachefarbe sind Skizzen mit Bleistift nach dem Malen nicht mehr sichtbar.
- Deckende Farbflächen werden immer von dunkel nach hell gemalt.
- Wer Firnis (durchsichtiger Schutzanstrich) verwendet, sollte dabei sehr vorsichtig vorgehen, da die Feuchtigkeit die Gouachefarben verlaufen lässt. In der Kunstsprache wird das als Reaktivierung der Farbe bezeichnet. Oftmals kann dieser Effekt auch gewollt sein.
Ist die Gouache auf der Farbpalette eingetrocknet, kann sie mit Wasser vermischt und dann wieder neu verwendet werden.






































