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Tomatenhäuser
1. Tomatenhäuser – Gewächshäuser für Tomaten
Tomaten gelten bei Hobbygärtnern als beliebte Nutzpflanzen und lassen sich sogar in Töpfen auf der Terrasse anbauen. Unter guten Bedingungen sind die Pflanzen pflegeleicht, können somit auch von Anfänger kultiviert werden und sind ertragreich. Ein Tomatenhaus sorgt dabei für ideale Bedingungen bei der Aufzucht der Pflanzen.
Tomatenhäuser im Garten
Die wichtigsten Voraussetzungen für eine reiche Tomatenernte sind die folgenden Kriterien:
- Tomaten haben einen hohen Licht- und Wärmebedarf -> Sonniger Standort
- Die Blätter von Tomaten dürfen nicht nass werden, da sich sonst die Pflanzenkrankheit Kraut- und Braunfäule ausbreiten kann -> Schutz vor hoher Luftfeuchtigkeit und Regen
- Durchzug, damit die Blüten von Insekten befruchtet werden können -> Offene Unterbringung
- Schutz vor Sturm, da die Pflanzen instabil sind -> Befestigung an Rankhilfen oder Ähnlichem erforderlich
Vor allem der trockene Standort ist bei Tomatenpflanzen besonders wichtig. Ein Foliengewächshaus sorgt dabei für den notwendigen Schutz vor Regen und garantiert aufgrund seiner Bauweise gleichzeitig eine gute Durchlüftung. Außerdem speichert es Wärme, wodurch vor allem in den ersten Foliengewächshaus das Wachstum der Jungpflanzen angeregt wird. Tomatenhäuser sind deswegen nicht nur in kälteren Regionen Pflicht, sondern auch in wärmeren Lagen empfehlenswert.
Kraut- und Braunfäule
Tomatenpflanzen sind anfällig für Krankheiten wie die Kraut- und Braunfäule. Die Pflanzenkrankheit wird durch Feuchtigkeit, insbesondere Regen ausgelöst, befällt zuerst die Blätter und wenig später dann die reifenden Früchte.Die Erreger der Kraut- und Braunfäule gedeihen am besten bei Luftfeuchtigkeit und auf nassen Blättern. Hohe Temperaturen unterstützen die Ausbreitung auf den Tomatenpflanzen, weswegen es sich nicht empfiehlt, diese in einem geschlossenen Gewächshaus unterzubringen.
Tomatenpflanzen wachsen besser, wenn die Wurzeln zusätzlich warmgehalten werden. Tomatenvlies hilft dabei, indem es auf die Erde gelegt wird und nächtliche Temperaturschwankungen sowie kurzzeitige Kälteeinbrüche überbrückt.
2. Materialien und Aufbau
Tomatenhäuser sind Foliengewächshäuser: Klassischerweise besteht ein Tomatenhaus aus einem Gerüst aus Stahlrohen, über das eine PE-Gitterfolie gespannt wird. Solche Folien speichern weniger Wärme als geschlossene Gewächshäuser aus Hohlkammerstegplatten, sodass auch im Hochsommer die Temperatur nicht über 35 Grad Celsius steigt. Außerdem kann durch die Konstruktionsweise ausreichend Luft in das Tomaten-Gewächshaus gelangen, was der Ausbreitung der Kraut- und Braunfäule entgegensetzt. Zudem besitzen solche Pflanzhäuser ein Schrägdach, sodass Wasser ablaufen kann.
Damit die Kunststoff-Konstruktion im Garten unscheinbar bleibt, sind die meisten PE-Gitterfolien grünlich eingefärbt.Hier alle grünen Gewächshäuser ansehen.
Manche Modelle sind sogar begehbar und besitzen seitliche Ablagen. Solche Tomatenhäuser bieten zwar Platz für viele kleine Pflanzen, sind für große Exemplare allerdings nicht geeignet. Aufgrund des geringen Höhenabstandes zwischen den Regalbrettern, sollten hier lediglich Strauch-, Busch- und ähnlich kompakte Tomatengewächse gepflegt werden. Begehbare Tomatenzelte mit den Abmessungen eines klassischen Gewächshausen lassen sich beispielsweise für die Anzucht von Jungpflanzen in den ersten Frühjahrsmonaten verwenden.
Tomatenhäuser sind in verschiedenen Größen erhältlich
Im Gegensatz zu klassischen Gewächshäusern werden Tomaten-Pflanzhäuser nicht auf einem Fundament befestigt, sondern mit Erdheringen im Erdboden verankert. Dadurch kann der Standort frei gewählt werden.



































