
Wissenswertes über Teichpumpen
Mit einem Teich setzen Sie in jedem Garten ein optisches Highlight, das Sie nach Belieben gestalten können – zum Beispiel als Lebensraum für Fische, eingesäumt von Steinen und Pflanzen oder mit einem Wasserspiel versehen. Damit Sie langfristig Freude an Ihrem Gartenteich haben, benötigen Sie eine Teichpumpe. Die wichtigsten Funktionen und Arten stellen wir Ihnen im folgenden Ratgeber vor.
1. Verschiedene Aufgaben von Teichpumpen
Teichpumpen übernehmen je nach Art und Ausstattung verschiedene Funktionen. Ihre Kernaufgabe besteht darin, regelmäßig das Wasser im Teich umzuwälzen und somit den Sauerstoffgehalt im Wasser zu regulieren. Daher heißen Sie auch Umwälzpumpen.
Zudem wird das Wasser durch die Zirkulation zum Teichfilter transportiert, sofern er nicht Bestandteil der Pumpe ist. Einige Pumpen (= Filterpumpen) verfügen selbst über einen Filterschwamm, wodurch ein Teichfilter als externes Gerät nicht mehr benötigt wird.
Für die Haltung von Fischen wird eine hohe Wasserqualität benötigt – mit einer Filterpumpe können Sie diese problemlos gewährleisten.
Multifunktionspumpen eignen sich zur Umwälzung und Filterung von Wasser sowie für kleine Fontänen.
Wasserspieldüsen fungieren bei vielen Pumpen als Aufsätze, um einen Springbrunnen zu bilden. Mit ihnen lassen sich verschiedenartige Fontänen aus dem Wasser herausschießen. Spezialpumpen, die allein dem Betrieb von Wasserspielen dienen, benötigen relativ wenig Strom und sind oft mit Solartechnik ausgestattet. Zwar erhöhen sie den Sauerstoffgehalt ein wenig, für einen Fischteich ist die Umwälzleistung jedoch nicht ausreichend.
Viele Geräte, die ohne weitere Differenzierung als Teichpumpen bezeichnet werden, bieten die drei oben beschriebenen Funktionen, während sogenannte Multifunktionspumpen zusätzliche Features wie den Bachlauf aufweisen können.
Bachlaufpumpen erzeugen einen künstlichen Bachlauf: Hierfür sollten Sie in Ihrem Gartenteich entsprechende Stufen angebracht haben, über die das Wasser nach unten in den Teich zurückfließen kann. Aus diesem wird das benötigte Wasser entnommen und von der Pumpe zur künstlichen Mündung des Bachs transportiert. Da Bachlaufpumpen einen Filter aufweisen, ist ihre Reinigungskraft äußerst hoch.
Autarke Springbrunnen werden mit Solarstrom betrieben, der selbst im Garten gewonnen wird.
Die meisten Typen von Pumpen werden auch als Solar-Teichpumpen gefertigt. Sie werden über ein Solarpanel mit Energie versorgt, das Sie am Rand des Teichs auf einem Erdspieß befestigen. Der Akku befindet sich dabei in der Regel in einem Kunststoffgehäuse, das ebenfalls außerhalb des Wassers aufzustellen ist.
Zum Teil eignen sich solarbetriebene Teichpumpen nur für Spezialfunktionen wie das Erzeugen verschiedener Fontänen oder anderer Wasserspiele. Für den dauerhaften Einsatz als Umwälz- oder Filterpumpe reicht die Stromversorgung zumindest bei Schwimmpumpen nicht aus.
2. Wichtige Kaufaspekte
Tipp: Teichpumpen sind in der Regel Dauerläufer, daher sollten Sie leisen und stromsparenden Pumpen immer den Vorzug geben.
Welche Teichpumpe für Sie die richtige ist, hängt von den gewünschten Funktionen und der Größe Ihres Teichs ab. Dennoch gibt es einige Aspekte, die Sie beim Kauf einer Teichpumpe berücksichtigen sollten:
- Förderleistung/-menge der Pumpe (angegeben in Litern pro Stunde)
- Förderhöhe (gemessen in Metern)
- Förderleistung im Verhältnis zum Energieverbrauch
- Unterscheidung der Modelle nach ihrem Aufstellungsort
Die Förderleistung gibt an, wieviel Wasser pro Stunde umgewälzt oder gefiltert wird.Ihr idealer Wert ist abhängig von der Teichgröße beziehungsweise der vorhandenen Wassermenge. Ziel ist es, dass das gesamte Teichwasser alle zwei Stunden komplett bewegt wird. Wählen Sie daher eine Pumpe mit einer Fördermenge, die etwa die halbe Wassermenge Ihres Teichs beträgt.
Falls in Ihrem Garten bereits eine Filteranlage installiert ist, sollten Sie vor dem Kauf der Teichpumpe die Kompatibilität zwischen den Geräten prüfen. Fragen Sie im Zweifelsfall beim jeweiligen Hersteller nach.
3. Aufstellung einer Teichpumpe
Tauchpumpen
Meistens wird die Teichpumpe unter Wasser (= Tauchpumpe) und relativ mittig im Teich aufgestellt. Platzieren Sie das Gerät jedoch nicht direkt auf dem Grund, da sich hier zu viel Schlamm sammeln könnte, der unter Umständen die Funktion beeinträchtigt.
Tipp: Stellen Sie Ihre Tauchpumpe auf einen flachen Stein, um das Ansaugen von Ablagerungen zu verhindern. Am besten eignet sich die Flachwasserzone als Standort, die 15 bis 50 Zentimeter unter der Wasseroberfläche liegt.
Tauchpumpen in einer Tiefe von bis zu 80 Zentimetern sollten Sie während des Winters nur außerhalb des Teichs lagern, da sie durch das Einfrieren beschädigt werden können. Nach einer gründlichen Reinigung des Geräts sollten Sie es bis zum Frühling in einem Wassereimer aufbewahren.
Teichpumpen mit Trockenaufstellung
Diese Pumpen werden außerhalb des Teichs und damit im Trockenen aufgestellt. Zum Teil werden solche Ausführungen als Belüftungspumpe oder Teichbelüfter bezeichnet, da sie den Teich durch einen Schlauch mit Sauerstoff versorgen, ohne selbst im Wasser zu stehen.
Sie sind kostengünstiger als Tauchpumpen, jedoch auch lauter und stören unter Umständen das harmonische Gesamtbild des Teichs. Reparaturen können allerdings wesentlich einfacher vorgenommen werden, da die Pumpe immer zugänglich ist. Bei den meisten Solar-Teichpumpen befinden sich das Solarpanel und der jeweilige Akku am Teichrand.
Bei der trockenen Aufstellung können Sie jederzeit auf das Gerät zugreifen.
Universalpumpen
Universalpumpen können entweder wie eine Tauchpumpe versenkt oder wie eine Pumpe mit Trockenaufstellung am Rand des Teichs platziert werden. Besonders vorteilhaft ist die Anschaffung einer Universalpumpe, wenn Sie noch unentschlossen sind, welche Aufstellung Ihnen besser zusagt.
So können Sie zum Beispiel ein paar Tage lang ausprobieren, ob Sie das Geräusch oder der Anblick der Pumpe stören, wenn diese am Rand des Teichs platziert wird. Ist das der Fall, lässt sich die Universalpumpe entsprechend versenken.
Schwimmpumpen
Schwimmpumpen oder schwimmende Teichpumpen werden auf der Wasseroberfläche platziert und erfüllen vor allem dekorative Zwecke: Sie ermöglichen Fontänen oder andere Wasserspiele und werden häufig mit zusätzlicher LED-Beleuchtung und gegebenenfalls einer Fernbedienung zur Steuerung der Lichteffekte geliefert.
Häufig finden Sie in dem Segment solarbetriebene Teichpumpen, die umweltschonend und leicht zu installieren sind. Einen Sonderfall stellen schwimmende Solar-Teichbelüfter dar: Sie werden ebenfalls auf die Wasseroberfläche gelegt und setzen dem Wasser Sauerstoff zu. Für Teiche, die nur selten eine künstliche Belüftung benötigen, ist diese Variante ideal.
Äußerst beliebt sind Modelle in Form von Seerosen und Fröschen.
Weiteres Zubehör für Ihren Gartenteich beziehungsweise für den Bau eines Teichs finden Sie hier:
4. FAQ
Kann ich die Teichpumpe nachts abschalten?
Die meisten Teichpumpen sind als Dauerläufer konzipiert, das heißt, sie sind auf den ständigen Einsatz tagsüber und nachts ausgelegt. Um Strom zu sparen, kann auf den nächtlichen Betrieb zwar verzichtet werden, allerdings sollten Sie das nur bei Teichen ohne Fische in Erwägung ziehen. Steigt die Temperatur des Wassers im Sommer an, sinkt der Sauerstoffgehalt und muss durch die Teichpumpe erhöht werden. Fällt die Anreicherung mit Sauerstoff aus, können die Fische gesundheitliche Probleme davontragen.
Verbleibt die Teichpumpe während des Winters im Wasser?
Wenn Ihre Teichpumpe in einem Bereich von bis zu 80 Zentimetern unter der Wasseroberfläche aufgestellt wurde, müssen Sie diese im Winter entfernen. Andernfalls könnte es sein, dass sie einfriert und dabei beschädigt wird. Reinigen Sie das Gerät gründlich, bevor Sie es in einem Eimer mit Wasser verwahren. Falls Sie einen separaten Filter verwenden, sollte er ebenfalls außerhalb des Teichs überwintern.
Wie hoch sollte die Fördermenge meiner neuen Pumpe sein?
Als Fördermenge oder Förderleistung wird die stündliche Durchsatzrate bezeichnet, also die Menge an Wasser, die pro Stunde durch die Teichpumpe umgewälzt beziehungsweise gefiltert wird. Optimal ist es, wenn das gesamte Teichwasser innerhalb von zwei Stunden bearbeitet wird. Daher sollten Sie zu einer Pumpe greifen, deren Fördermenge die Hälfte des Wasservolumens Ihres Teichs beträgt.










































