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Wie oft Bettwäsche wechseln? So sorgst du für hygienischen Schlafkomfort [Quelle Headerbild: iStock.com/franz12]

Wie oft Bettwäsche wechseln? So sorgst du für hygienischen Schlafkomfort

Sauberes Bettzeug gilt als Basis für ein gesundes Schlafklima und eine erholsame Nachtruhe. Wir verraten dir, wie häufig du deine Bettwäsche wechseln und waschen solltest.


1. Wie oft sollte Bettwäsche gewechselt werden?

Beim Schlafen verlieren wir Hautschuppen und Haare, außerdem geben wir durchschnittlich pro Nacht bis zu einen halben Liter Schweiß ab. Diese Umgebung bietet Bakterien, Pilzen, Milben und allergieauslösenden Substanzen einen idealen Nährboden, daher ist es essenziell, das Bettzeug oft genug zu waschen beziehungsweise auszutauschen.

Wie oft sollte man Bettwäsche wechseln?

Faustregel: Für einen hygienischen Schlaf solltest du deine Bettwäsche mindestens alle zwei Wochen wechseln und bei ausreichend hohen Temperaturen von mindestens 60 Grad Celsius waschen.

Verschiedene Faktoren beeinflussen jedoch, wie oft das Bettzeug idealerweise ausgetauscht wird – in einigen Fällen ist es ratsam, die Häufigkeit zu erhöhen:

  • In den heißen Sommermonaten empfiehlt es sich, den Bezug des Kopfkissens und der Bettdecke sowie das Laken einmal pro Woche zu waschen. Bei einer sehr hohen Raumtemperatur ist eine höhere Frequenz sinnvoll.
  • Ein einwöchentlicher Rhythmus ist außerdem wichtig für Menschen, die nackt schlafen oder vermehrt zu Hautunreinheiten neigen – im zweiten Fall spielt vor allem der häufige Wechsel des Kissenbezugs eine Rolle.
  • Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte die Bettwäsche ebenfalls alle sieben Tage ausgetauscht werden.
  • Gleiches gilt für Menschen mit Allergien oder Asthma.
  • Wenn Haustiere wie Katzen oder Hunde mit im Bett schlafen, ist es ratsam, das Bettzeug mindestens einmal pro Woche, idealerweise jedoch nach drei bis vier Tagen zu wechseln.
  • Wer generell stark schwitzt oder nächtliche Hitzewallungen hat, sollte eine Frequenz von drei bis vier Tagen anpeilen.
  • Bei einer ansteckenden Erkrankung wie der Grippe kann die Bettwäsche auch täglich gewechselt werden, spätestens nach dem Abklingen der Symptome ist der Austausch jedoch angeraten.
  • Bei einem Schädlingsbefall, beispielsweise durch Läuse, solltest du die Bezüge täglich wechseln und bei sehr hohen Temperaturen waschen.

2. Warum ist das regelmäßige Waschen und Wechseln der Bezüge so wichtig?

Wird die Bettwäsche zu selten ausgetauscht, können sich dadurch gesundheitliche Probleme ergeben oder verstärken. Denn Schweiß, Hautschüppchen und Haare bieten einen idealen Nährboden für Mikroorganismen wie Bakterien, Keime und Pilze. Auch Hausstaubmilben finden in dieser Umgebung optimale Bedingungen vor und stellen vor allem für Allergiker und Asthmatiker ein Problem dar.

Überblick: Unerwünschte Mitbewohner im Bettzeug und ihre Auswirkungen

  • Hausstaubmilben ernähren sich von Hautschuppen. Ihre Ausscheidungen werden beim Schlafen eingeatmet, belasten das Immunsystem und können Allergien beziehungsweise allergische Reaktionen und Asthma auslösen.
  • Bakterien vermehren sich bei feuchtwarmen Bedingungen und führen unter Umständen zu Hautunreinheiten, Ausschlägen, Dermatitis (entzündliche Reaktion der Haut) und zu Akne.
  • Pilze gedeihen ebenfalls sehr gut in der feuchten Umgebung und können gerade im Kissenbezug ein Problem für Menschen mit Atembeschwerden oder Erkrankungen wie Asthma und Nebenhöhlenentzündungen darstellen.
  • Neben den Exkrementen von Milben können sich auch andere Allergene wie Pollen in der Bettwäsche sammeln und für gesundheitliche Beschwerden sorgen.

Oft genug die Bettwäsche zu wechseln und zu waschen, ist daher nicht nur eine Frage des Wohlfühlens und der Vermeidung unangenehmer Gerüche, sondern von großer Bedeutung für die Hygiene und deine Gesundheit.

3. So reinigst du dein Bettzeug

Wie beschrieben, hängt die optimale Wechselfrequenz deiner Bettwaren von verschiedenen persönlichen wie äußeren Faktoren ab. Generell solltest du die Bezüge für das Kopfkissen und deine Bettdecke sowie das Laken jedoch mindestens alle 14 Tage säubern.

Damit du unerwünschte Mitbewohner wie Milben, Bakterien und Pilze tatsächlich entfernst, musst du die Textilien bei mindestens 60 Grad Celsius waschen. Wer sämtliche Keime sowie Krankheitsüberträger unschädlich machen will, nutzt am besten den Kochwaschgang bei 95 Grad Celsius. Prüfe jedoch vorab, ob dein Bettzeug dieser Behandlung standhält: Ein Blick auf das Waschetikett versorgt dich mit allen relevanten Informationen zur Materialzusammensetzung und der geeigneten Waschtemperatur.

Empfindliche Materialien, zum Beispiel Wolle, Leinen oder Seersucker, vertragen keine hohen Temperaturen. Allergiker, Asthmatiker und Menschen, die empfindlich auf die oben genannten Mikroorganismen oder deren Ausscheidungen reagieren, sollten daher auf Bettwäsche aus Baumwolle, Biber, Frottee oder Polyester setzen.

Bettwäsche waschen: Die optimale Temperatur
  • für hygienische Reinigung: mindestens 60 Grad Celsius
  • empfindliche Materialien: nur bei 40 Grad Celsius waschen – für Allergiker und Asthmatiker daher ungeeignet
  • nach Krankheiten wie der Grippe oder bei starker Verschmutzung: Kochwaschgang bei 90 bis 95 Grad Celsius
Bettwäsche waschen: Das ideale Waschmittel und sinnvolle Zusätze
  • Vollwaschmittel für weiße Wäsche
  • Colorwaschmittel für bunte Bezüge
  • Hygienespüler bei niedriger Waschtemperatur
  • Bleichmittel nur bei weißer Wäsche

Ausführliche Informationen zu den empfohlenen Waschmitteln, Programmen und Temperaturen für das Waschen von Bettbezügen findest du hier.

Waschetikett eines Bettbezugs als Anleitung zum Bettwäsche waschenBei welcher Temperatur dein Bettzeug gereinigt werden sollte, verrät dir ein Blick auf das Waschetikett – 60 Grad Celsius reichen in der Regel aus. Unabhängig davon ist es essenziell, die Bettwäsche oft genug zu wechseln.

4. Weitere Tipps für hygienische Bettwäsche

Die Bettwäsche oft zu wechseln und waschen, ist die Grundlage für ein keimfreies und behagliches Schlaferlebnis. Mit den folgenden Ratschlägen kannst du darüber hinaus für eine ideale Umgebung statt für unerwünschte Mitbewohner in Kissen- und Deckenbezügen sorgen:

  • Nach dem Aufstehen solltest du Kopfkissen und Bettdecke kräftig aufschlagen beziehungsweise ausschütteln – am besten über dem offenen Fenster.
  • Lüfte sowohl das Bettzeug als auch den Raum, in dem du schläfst, gut aus. Wenn es dir wichtig ist, das Bett zu machen, wartest du damit am besten, bis sämtliche Feuchtigkeit aus der Wäsche entweichen konnte.
  • Ein warm-feuchtes Klima ist ideal für Milben, daher sollte die Raumtemperatur in deinem Schlafzimmer nicht mehr als 18 Grad Celsius betragen.
  • Kontrolliere und reguliere außerdem die Luftfeuchtigkeit des Raums: Mit einem Hygrometer kannst du den Wert messen – optimalerweise liegt er unter 60 Prozent.
  • Sauge deine Matratze regelmäßig ab und wende sie. Ein abnehmbarer Matratzenbezug sollte alle 6 bis 12 Monate bei 60 Grad Celsius gewaschen werden. Hier erhältst du weitere Informationen rund um die Reinigung von Matratzen.
  • Für Hausstauballergiker bietet es sich an, ein Encasing zu nutzen: Dabei handelt es sich um eine Art Zwischenbezug, der das Bettzeug und die Matratze milbenallergendicht verschließt.
  • Wenn du dein Bettzeug vorsichtig abziehst, verhinderst du, dass Hautschüppchen und Mikroorganismen sich dabei verteilen. Kopfkissen, Bettdecke und Matratze solltest du danach ausreichend auslüften lassen, bevor du sie neu beziehst.
  • Reinige dein Kopfkissen und die Bettdecke mindestens zweimal pro Jahr in der Waschmaschine – am besten bei einer Temperatur von mindestens 60 Grad Celsius.
  • Die optimale Bettwäsche für die jeweilige Jahreszeit beziehungsweise Temperatur hilft ebenfalls: Mit dem richtigen Material vermeidest du im Sommer unnötiges Schwitzen.

Wohlfühlen in sauberer Bettdecke durch regelmäßiges Wechseln und WaschenNicht nur für die Bezüge, sondern auch für Kissen und Bettdecke ist ein regelmäßiger Waschrhythmus entscheidend, um hygienischen Schlafkomfort sicherzustellen. [Quelle: New Africa – stock.adobe.com]

5. FAQ

  • Was passiert, wenn man die Bettwäsche zu lang nicht wechselt?

    Wenn das Bettzeug zu selten gewechselt wird, verursacht das oft gesundheitliche Probleme: Die ungehinderte Vermehrung von Keimen, Bakterien, Milben und Pilzen kann Hauterkrankungen, Entzündungen, Atemwegsbeschwerden sowie Allergien und Asthma auslösen. Daher solltest du die Bezüge von Kopfkissen und Bettdecke sowie dein Bettlaken mindestens alle zwei Wochen wechseln.

  • Warum sollte man die Bettwäsche alle zwei Wochen wechseln?

    Innerhalb dieses Zeitraums haben sich in der Regel so viele Hautschuppen, Mikroorganismen und Schweiß im Bettzeug angesammelt, dass aus hygienischer Sicht ein Wechsel notwendig ist. Im Sommer, bei bestimmten Vorerkrankungen oder wenn Haustiere mit im Bett schlafen, sollte die Häufigkeit des Wäschewechsels zudem erhöht werden.

  • Wie oft sollte man das Bettzeug frisch beziehen?

    Als Faustregel gilt, dass Kopfkissen- und Bettdeckenbezug sowie Bettlaken mindestens alle vierzehn Tage gewechselt werden sollte. Verschiedene äußere und persönliche Faktoren wie die Temperatur, Krankheiten oder Allergien beeinflussen überdies die empfohlene Frequenz:

    • Ein bis zwei Mal pro Woche sollte die Bettwäsche gewechselt werden, wenn es im Schlafzimmer sehr warm ist oder du generell viel schwitzt. Gleiches gilt, wenn du unter Asthma oder Allergien leidest oder deine Haustiere mit im Bett schlafen.
    • Der tägliche Austausch des Bettzeugs ist während einer ansteckenden Erkrankung sinnvoll, ebenso wie bei einem Schädlingsbefall, etwa durch Läuse. In diesen Fällen ist es besonders wichtig, die Textilien bei hohen Temperaturen von 90 bis 95 Grad Celsius zu waschen.
Quellenhinweise
  • https://edfa.eu/de/verbrauchertipps/
  • https://www.sleepfoundation.org/best-sheets/how-often-should-you-wash-your-sheets
  • https://www.aok.de/pk/magazin/nachhaltigkeit/gesundes-wohnen/wann-und-wie-oft-die-bettwaesche-waschen/
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