
Ratgeber Standlautsprecher
Standlautsprecher bieten im Gegensatz zu anderen Varianten häufig einen besseren Klang und ermöglichen höhere Lautstärken. Zudem können sie frei im Raum aufgestellt werden und benötigen somit keinen Platz im Regal oder auf dem TV-Board. In unserem Ratgeber erklären wir Ihnen die Funktionsweise der Boxen und zeigen Ihnen, welche Punkte Sie beim Kauf beachten sollten.
1. Funktionsweise und Vorteile von Standlautsprechern
Die eleganten Designs von Standlautsprechern passen zu verschiedenen Einrichtungsstilen.
Die Hauptelemente von Standlautsprechern sind
- die Membranen,
- Antriebseinheiten sowie
- Verbindungselemente.
Als Antriebseinheit kommt in der Regel ein Elektromagnet zum Einsatz. Dieser wandelt das meist elektronische Signal in Spannung um, welche die Membran in Schwingungen versetzt und somit zur Schallerzeugung führt.
Wenn sich die Schwingungen auf das Gehäuse der Lautsprecher übertragen, kann es zu einer zusätzlichen Geräuschentwicklung kommen, die das gesamte Klangbild stört. Daher ist es ratsam, auf massive Gehäuse zu setzen. Varianten aus Holz oder mitteldichten Faserplatten (MDF) sind besonders empfehlenswert, wohingegen Kunststoff und andere Materialien häufig zu Tonverzerrungen führen.
Der Effekt des Mitschwingens lässt sich nicht gänzlich ausschließen und kann bei allen Lautsprechervarianten auftreten.
Die besonderen Vorteile von Standlautsprechern sind durch deren Größe bedingt:
- Der Resonanzkörper ermöglicht klare Töne und hohe Lautstärken.
- Es ist genügend Platz für mehrere Chassis (die eigentlichen Lautsprecher, bestehend aus Membran und Antrieb) vorhanden.
- Direktes Aufstellen auf den Boden bringt besseren Klang und vermeidet Schwingungsgeräusche von Möbeln, auf oder in denen andere Lautsprecher aufgestellt werden.
- Relativ tiefe Basswiedergabe möglich.
2. Lautsprechersystem: aktiv versus passiv
Einzelnes Lautsprecher-Chassis
Standlautsprecher werden als aktive und passive Systeme angeboten. Aktive Modelle verfügen über einen internen Verstärker, wodurch sie direkt an Klangquellen wie beispielsweise CD- oder Blu-ray-Player angeschlossen werden können. Bei passiven Varianten muss hingegen ein Verstärker oder ein AV-Receiver zwischengeschaltet sein. Dies bedeutet zwar zusätzliche Anschaffungskosten, allerdings erzielen passive Lautsprechersysteme in Kombination mit einem vollwertigen Verstärker auch deutlich bessere Klangwiedergaben.
Tipp: Für tiefe Bässe und ein noch größeres Klangspektrum können Sie zusätzlich einen externen Subwoofer verwenden.
3. Technische Eigenschaften
Damit Sie mit Ihren neuen Standlautsprechern die gewünschten Ergebnisse erzielen, sollten Sie beim Kauf die folgenden Punkte beachten:
Wege
Die Anzahl der Wege beschreibt, welche Arten von Chassis in dem Lautsprecher verbaut sind. Ein 2-Wege-System bietet Hoch- und Tieftöner, wohingegen bei einem 3-Wege-System zusätzlich Mitteltöner verwendet werden. Aufgrund der besseren Frequenzübergänge sind 3-Wege-Systeme deutlich zu bevorzugen.
Achtung: Die reine Anzahl der Chassis ist nicht aussagekräftig. So kann ein Lautsprecher mit drei Chassis auch ein 2-Wege-System darstellen und beispielsweise zwei Hoch- und einen Tieftöner aufweisen. Achten Sie daher auf die genaue Bezeichnung. Generell sind jedoch Lautsprecher mit mehreren Chassis zu bevorzugen, da diese nahtlose Übergänge ermöglichen.
Membran
Die Membranen können aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sein, die alle verschiedene Vor- und Nachteile bei der Tonwiedergabe zeigen. Papier liefert dabei in der Regel die besten Ergebnisse.
Leistung
Die Angabe der Leistung erfolgt in Watt (W) und sollte mit den Angaben des Verstärkers übereinstimmen, damit die Standlautsprecher beim Gebrauch nicht beschädigt werden.
Wirkungsgrad/Schalldruck
Dieser Wert, der in Dezibel (dB) abgebildet wird, gibt an, welche Lautstärke Ihre Speaker erreichen können.
Belastbarkeit
Die Belastbarkeit gibt Aufschluss darüber, welche Leistung Ihre Standlautsprecher über kurze Zeit (Maximalbelastbarkeit, Musikleistung, Spitzenbelastbarkeit) beziehungsweise dauerhaft (Nennbelastbarkeit, Sinus-Leistung) erbringen können, ohne beschädigt zu werden.
Widerstand/Impedanz
Dieser Wert sollte wie die Leistung bei Lautsprecher und Verstärker übereinstimmen.
Noch mehr Informationen zu diesen Punkten erhalten Sie in unseren Ratgebern zu den folgenden Themen:
4. Standlautsprecher richtig aufstellen
Viele Standlautsprecher bieten Abdeckungen (links), welche die empfindlichen Membranen schützen.
Neben den technischen Spezifikationen ist auch die korrekte Anordnung Ihrer Standlautsprecher für das Klangerlebnis verantwortlich. Beachten Sie daher die folgenden Punkte:
- Standlautsprecher eignen sich für Räume ab circa 20 Quadratmetern Grundfläche.
- Stellen Sie die Boxen mit mindestens 50 Zentimetern Abstand zu Wänden und Möbeln auf.
- Die Distanz zwischen den Lautsprechern sollte zwei bis vier Meter betragen.
- Richten Sie die Vorderseiten auf Ihren Sitzplatz hin aus.
5. FAQ
Ab welcher Raumgröße sind Standlautsprecher sinnvoll?
Aufgrund ihres hohen Wirkungsgrads eignen sich Standlautsprecher eher für größere Räume: In kleinen Zimmern können die Schallwellen von Wänden reflektiert werden, was den Klang negativ beeinflusst. Daher sind Räume ab circa 20 Quadratmetern für Standlautsprecher geeignet. Bei einer Grundfläche ab etwa 30 Quadratmetern sind diese Boxen sehr zu empfehlen, weil kleinere Varianten häufig nicht genügend Schalldruck erzeugen und das Zimmer nicht mit einem satten Sound ausfüllen können.
Warum sind Standlautsprecher empfehlenswert?
Der besondere Vorteil von Standlautsprechern liegt in ihrer Größe: Aufgrund der Maße bietet das Gehäuse einen Resonanzkörper, der sowohl klare Töne als auch hohe Lautstärken ermöglicht.
Wie weit sollen Standlautsprecher von der Wand entfernt stehen?
Es ist wichtig, dass Sie Ihre Standlautsprecher korrekt aufstellen, damit Sie den bestmöglichen Klangeffekt erzielen. Zwischen Lautsprechern, Wänden und Möbeln sollten Sie einen Abstand von mindestens 50 Zentimetern einplanen. Außerdem sollten die einzelnen Boxen idealerweise zwei bis vier Meter entfernt voneinander stehen.















































