
Ratgeber Motorräder
Motorräder bieten hohen Fahrspaß und sind sowohl für Urlaube als auch kleine Trips und die Fahrt zur Arbeit beliebt. Worauf Sie bei der Wahl achten sollten, erfahren Sie im Folgenden.
1. Motorrad-Typen und Einsatzgebiet
Anders als Pkws sind Motorräder stark auf unterschiedliche Einsatzgebiete spezialisiert. Daher weichen neben der Bauweise beispielsweise die Reifen und deren Profil voneinander ab. Dementsprechend sollten Sie sich vor dem Kauf überlegen, wo und wozu Sie Ihr neues Zweirad überwiegend nutzen werden.
Für den Straßenverkehr eignen sich insbesondere:
- Chopper
- Superbikes
Motorrad für den Straßenverkehr in sportlichem Design
Bedenken Sie bei Ihrer Wahl zudem, dass die Fahrt auf öffentlichen Straßen eine Straßenzulassung für die Maschine voraussetzt.
Wenn Sie hingegen in freiem Gelände fahren möchten, empfehlen sich eher:
- Enduros
- Motocross-Maschinen
- Speedways
Jugend-Motorrad für Geländefahrten mit Viertaktmotor
Zudem sollten Sie überlegen, ob Sie stets allein unterwegs sein oder gegebenenfalls eine weitere Person mitnehmen wollen. Auch hierbei ist eine entsprechende Zulassung Pflicht.
2. Kaufkriterien
Wenn Sie sich für einen Motorrad-Typ entschieden haben, sollten Sie weitere Aspekte in Ihre Überlegungen einbeziehen, die Sie beim Kauf des Kraftrads beachten müssen. Diese stellen wir Ihnen im Folgenden vor.
2.1 Technische Spezifikation
Je nachdem, welche Strecken Sie fahren und wie schnell Sie unterwegs sein wollen, gilt es, die Größe des Hubraums und die Motorleistung zu bedenken.
Hubraum
Die Angabe zum Hubraum von Motorrädern erfolgt in Kubikzentimetern (ccm). Insbesondere für Anfänger sollte dieser nicht zu groß ausfallen. Als empfehlenswert gelten Maschinen mit etwa 250 bis 600 Kubikzentimetern. Der Hubraum hat direkten Einfluss auf die Leistung des Motors. Dabei gilt, dass mehr Hubraum für mehr Leistung sorgt.
Motorleistung
Die Motorleistung selbst wird hingegen in PS (Pferdestärken) beziehungsweise kW (Kilowatt) angegeben. Wenn Sie sich Ihr erstes Motorrad zulegen, sollten Sie zunächst eine verhältnismäßig geringe Leistung wählen. Hierbei gelten rund 50 PS als Richtwert. Allerdings sollten Sie sich bei der Leistung auch an der Größe beziehungsweise dem Gewicht des Motorrads orientieren. Die Leistung bestimmt die maximale Fahrgeschwindigkeit.
Hierbei spielt auch die zugrundeliegende Fahrerlaubnis eine wichtige Rolle, da je nach Hubraum und Motorleistung unterschiedliche Klassen Voraussetzung für die Fahrt mit einem Motorrad sind.
2.2 Korpus und Aufbau
Neben technischen Aspekten spielen auch der Korpus des Motorrads sowie seine Ausstattungsmerkmale eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung:
- ABS: Ein Antiblockiersystem bietet in gefährlichen Situationen zusätzliche Sicherheit.
- Gewicht: Leichte Motorräder bieten den Vorteil eines einfacheren Handlings.
- Lenker: Sie müssen in der Lage sein, beide Lenkerenden gleichzeitig sicher festzuhalten – auch wenn der Lenker komplett eingeschlagen ist.
- Schwerpunkt: Dieser sollte insbesondere bei Fahranfängern möglichst niedrig liegen. So verzeiht die Maschine kleine Fahrfehler.
- Sitzhöhe: Im Stand müssen beide Füße inklusive Fersen den Boden berühren können. Die Sitzhöhe lässt sich anders als bei einem Pkw nicht ohne Weiteres anpassen.
- Sitzposition: Ein aufrechter Sitz muss gewährleistet sein.
Generell gilt: Das gewählte Motorrad sollte auf Ihre Statur (Größe, Gewicht, Kraft) ausgelegt sein, damit Sie es problemlos fahren können.
3. FAQ
Ab wann sind Motorräder Oldtimer?
Generell muss ein Motorrad 30 Jahre alt sein, um als Oldtimer zu gelten. Hierbei ist das Datum der Erstzulassung ausschlaggebend. Damit Sie ein sogenanntes H-Kennzeichen für Ihr Motorrad erhalten, müssen jedoch weitere Kriterien wie beispielsweise ein guter Pflegezustand nachgewiesen werden. Über die Vergabe des Kennzeichens entscheidet der Gutachter bei der Hauptuntersuchung (HU, „TÜV“).
Ab wann müssen Motorräder ABS haben?
In der EU gilt seit 2016 ein Gesetz zur ABS-Pflicht für die Neuzulassung von Motorrädern mit mehr als 125 Kubikzentimetern Hubraum.
Ab wann müssen Motorräder zur AU?
Die Abgasuntersuchung Kraftrad (AUK) ist Teil der Hauptuntersuchung (HU, „TÜV“). Für Motorräder gilt hierbei ein Intervall von 24 Monaten. Beachten Sie, dass dieses Intervall bereits ab der Erstzulassung eintritt – anders als bei Autos, bei denen die Erstprüfung nach 36 Monaten erfolgt und erst danach alle zwei Jahre eine erneute Prüfung vorgenommen wird.





































