
Lavalampen: Dekoleuchten mit Retro-Charme
1. Eigenschaften einer Lavalampe
Lavalampen waren besonders in den siebziger Jahren modern, erfreuen sich aber aufgrund des Retro-Charmes und des stimmungsvollen Lichtes auch heute noch großer Beliebtheit. Sie verbreiten ein gedämpftes, sanftes Licht und eignen sich wie Dekoleuchten deswegen vor allem zur atmosphärischen Beleuchtung von Wohnräumen. Die Besonderheit: Im Inneren der Lampe befindet sich ein Stoff, der sich beim Betrieb der Lampe verflüssigt und dann langsam auf- und absteigt. Aufgrund dieses Effektes werden sie auch als Magmalampe bezeichnet.
Auch farblich vermitteln Lavalampen einen atmosphärischen Retro-Look, beispielsweise für den Partykeller: Typische Farbkombinationen sind Rot-Orange, Blau-Grün oder Blau-Silber.
Eigenschaften einer Lavalampe:
- besonders dekoratives Licht
- wird häufig als Tischleuchte verwendet
- Mathmos: Erfinder der Lavalampe und heute bekanntester Hersteller
- ca. 30 bis 40 cm hoch, auch XXL-Varianten mit bis zu 1 m Höhe erhältlich
- mit LED- oder Halogen-Glühbirne betrieben (20 bis 100 Watt)
- bis 180 cm langes Kabel mit Kippschalter ermöglicht variable Positionierung
Farbenfrohe Leuchtakzente für jeden Wohnstil: Lavalampen in typischen Farben.
Eine Lavaleuchte eignet sich nur für den Innenbereich und darf nicht draußen verwendet werden. Die Schutzklasse liegt nur bei IP20, was bedeutet, dass die Dekoleuchte nur minimal spritz- und staubwassergeschützt ist.
Sicherheit
Die Flüssigkeiten im Inneren der Lavalampe können gesundheitsschädlich sein. Damit die Lampen von Kindern nicht ohne Weiteres geöffnet werden können, sind sie mit einem speziellen Schraubmechanismus verschlossen.
2. Funktionsweise
Eine Lavalampe besteht aus einem Metallgestell, auf das ein Glaskolben aufgesetzt wird. Das Leuchtmittel befindet sich unterhalb des Glases, sodass die Lampe von unten beleuchtet wird.
Im Inneren des Glaskolbens befinden sich zwei unterschiedliche Stoffe: Diese sind nicht-löslich und bei Betriebstemperatur flüssig, haben jedoch verschiedene Wärmeausdehnungskoeffizenten, sodass sie sich nicht vollständig vermischen. Hierbei kommen vor allem eingefärbtes Wachs und ein Öl-Alkohol-Gemisch zum Einsatz.
Die Funktionsweise einer Lavalampe gründet dabei auf einfachen physikalischen Grundsätzen: Wird die Lavaleuchte eingeschaltet, passiert Folgendes:
- Die Glühbirne gibt nicht nur Licht, sondern auch thermische Energie ab, also Wärme.
- Durch die Wärme wird das Wachs zähflüssig und verringert seine Dichte.
- Jetzt ist das Wachs leichter als die umgebende Flüssigkeit und steigt in Blasen nach oben auf.
- Gelangt die Wachsblase an das obere Ende des Glaskolbens, kühlt sie wieder ab, da dort die Wärme der Leuchte nicht hinreicht.
- Dadurch sinkt das Wachs nach unten, weil die Dichte wieder zu nimmt und der Kreislauf beginnt von Neuem.
Je nach Modell muss die Lavaleuchte zwischen 30 Minuten und einer Stunde aufheizen, bevor das Wachs so erwärmt ist, dass es nach oben aufsteigt.
3. FAQ
Wie funktioniert eine Lavalampe?
Eine Lavalampe besteht aus einem Metallgestell, in das eine Lampe eingedreht und auf das ein Glaskolben, häufig in Raketenform, gesetzt wird. Im Inneren des Glaskolbens befinden sich zwei getrennte Stoffe, meistens Wachs und ein Öl-Alkohol-Gemisch. Wird die Lampe nun eingeschaltet, erwärmt sich das Wachs, wodurch es nach oben steigt. Dort kühlt es nach einiger Zeit wieder ab und sinkt dann nach unten, wo es wiederum von Neuem erwärmt wird. Aufgrund dieses physikalischen Effektes wird eine Lavalampe auch als Magmaleuchte bezeichnet.
Wie viel Watt hat eine Lavalampe?
Eine Lavalampe wird mit Glühbirnen zwischen 20 und 100 Watt betrieben. Generell gilt: Je höher die Wattleistung, desto wärmer wird auch die Leuchte, sodass sich das Wachs im Inneren des Glaskolbens schneller erhitzen kann. Glühleuchten mit einer geringen Wattzahl erzeugen unter Umständen zu wenig Wärme, sodass der Magmaeffekt reduzierter ausfallen kann.
Wie viel Strom verbraucht eine Lavalampe?
Da auch Lavalampen mittlerweile mit der stromsparenden LED-Technik betrieben werden, fällt der Stromverbrauch bei gelegentlichem Betrieb gering aus. Wer die Lampe mit 20-Watt-Glühbirne in etwa eine Stunde am Tag in Betrieb hat, sollte mit wenigen Euro im Jahr rechnen. Etwas anders sieht es bei XXL-Lavalampen mit 100-Watt-Leistung aus. Hier kann der Stromverbrauch schnell einen zweistelligen Betrag ausmachen.






































