
Laufschuhe für Frauen
Joggen hat viele Vorteile und lässt sich in jeden Alltag integrieren. Alles, was Sie brauchen, sind die geeigneten Schuhe. Mit unserer Hilfe finden Anfängerinnen und Profis den perfekten Laufschuh.
1. So finden Frauen ihren perfekten Laufschuh
Wer regelmäßig joggt, bleibt fit, ist flexibel sowie unabhängig vom Fitnessstudio und bewegt sich an der frischen Luft. Im Vergleich zu anderen Sportarten müssen Sie sich keine teure Ausrüstung anschaffen: T-Shirt, Sporthose und die richtige Damen-Laufschuhe – und schon kann es losgehen. Doch gerade für die Auswahl der Schuhe sollten Sie sich ein wenig Zeit nehmen. Die richtigen Laufschuhe sind das A und O beim Joggen, da sie den Fuß stützen, Unebenheiten im Untergrund abdämpfen und die Gelenke schonen.
Bei der Wahl des geeigneten Laufschuhs sollten sich Joggerinnen Zeit nehmen.
Wichtige Aspekte bei der Auswahl des Damen-Laufschuhs sind deswegen Flexibilität, Komfort und Design.
Vor der Auswahl des Schuhes müssen Sie sich die folgenden Fragen beantworten:
Auf welchem Untergrund laufen Sie?
Je nachdem ob Sie im Wald, auf Kies oder auf Asphalt laufen, sind unterschiedliche Damen-Laufschuhe geeignet. Da beispielsweise harte Untergründe im Gegensatz zum Waldboden nicht nachgeben, muss hier auf eine entsprechende Dämpfung der Sohle geachtet werden.
Welche Fußform haben Sie?
Egal ob Normal-, Spreiz- oder Plattfuß: Für jede Fußform gibt es den passenden Schuh. Ein wichtiges Stichwort ist hier die Pronation, also die Abrollbewegung des Fußes. Zur Unterscheidung werden Sportschuhe deswegen in Laufschuhklassen eingeteilt. Mehr darüber erfahren Sie im zweiten Kapitel.
Wie häufig laufen Sie?
Wer mehr als zwei bis dreimal die Woche läuft, sollte sich zwei Paar Schuhe anschaffen, um eine starke Abnutzung zu verhindert. Im Idealfall weisen diese Schuhe unterschiedliche Bauweisen auf, damit der Fuß bestmöglich trainiert wird.
Wie schnell laufen Sie?
Wer besonders schnell laufen möchte, sollte sich für ein leichtes Schuhmodell entscheiden. Für solche Läuferinnen könnten auch spezielle Wettkampfschuhe eine gute Wahl sein.
Wie viel wiegen Sie?
Wer Übergewicht hat, sollte darauf achten, dass die Damen-Laufschuhe eine gute Dämpfung aufweisen. Je höher das Körpergewicht, desto stärker wird der Fuß beim Laufen belastet.

2. Pronation: Fußfehlstellungen ausgleichen
Pronation ist der Fachbegriff für das Abrollverhalten des Fußes und eine natürliche Bewegung beim Gehen und Laufen.
In der Regel werden drei unterschiedliche Arten der Pronationsbewegungen unterschieden:
- Normales Abrollverhalten
- Überpronation
- Unterpronation (Supination)
Bei einer normalen Pronation landet der Fuß beim Laufen auf der Ferse und rollt sich dann nach leicht innen, sodass Stoßkräfte aufgefangen werden. Bei dieser Abrollbewegung wird das Körpergewicht gleichmäßig auf dem Fuß verteilt, Verletzungen sind selten. Bei Über- und Unterpronation liegt hingegen eine Fehlbelastung vor: Der Fuß rollt entweder stark nach innen, sodass das Gewicht auf die Innenkante gelenkt wird (Überpronation), oder rollt kaum ab, wodurch Aufprallkräfte nach außen getragen werden (Unterpronation). Mit den richtigen Laufschuhen können Läuferinnen jedoch Fehlstellungen ausgleichen.
Um festzustellen, welche Pronationsbewegung Ihr Fuß ausführt, reicht es oftmals, sich bereits seit längerer Zeit getragene Schuhe anzusehen: So zeigen sich bei einer Unterpronation starke Abnutzungen an der Außenseite des Schuhes, während sich bei einer Überpronation Schäden am großen Zehn und an der Innenkante der Ferse zeigen. Ist der Schuh hingegen gleichmäßig abgenutzt, weist Ihr Fuß keine Fehlbelastung auf.
Wir stellen Ihnen unterschiedliche Laufschuhtypen (die 5 Laufschuhklassen) vor.
2.1 Neutrallaufschuhe
Neutralschuhe gelten als klassische Laufschuhe und sind für alle Joggerinnen geeignet, die keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Fuß-Fehlstellungen haben.
Eigenschaften eines Neutrallaufschuhes für Frauen:
- Echte Allrounder, die sich für den täglichen Einsatz eignen
- Geringes Gewicht
- Perfekt für Asphalt und Parkwege geeignet
- Leicht gedämpfte Sohle, aber keine Stützung
- Für Neutralfußläufer und ggf. auch für Joggerinnen mit leichter Über- oder Unterpronation geeignet
- Leicht gebogene Schuhleiste
- Bei Unebenheiten des Untergrundes: grobes Profil der Neutralschuh-Sohle
Geeignete Fußform: Normalfuß (gesunde Fußform, Fußlängs- und Quergewölbe sind intakt, natürliche Pronationsbewegung)

2.2 Lightweightmodelle
Besonders leichte Neutrallaufschuhe werden auch als Natural- und Lightweightmodelle bezeichnet. Sie sind sehr leicht und flach, nicht oder nur wenig gedämpft und dabei nicht gestützt. Zudem verfügen sie über eine flache Sprengung. Stattdessen muss der Fuß in solchen Joggingschuhen „arbeiten“, sodass die natürliche Fußmuskulatur gekräftigt wird – Sie laufen automatisch auf dem Mittel- oder Vorderfuß. Deswegen werden solche Schuhe auch als Natural Running Schuhe, Minimalschuhe oder Fußtrainer bezeichnet. Der bekannteste Sportartikelhersteller für diese Laufschuhklasse ist vermutlich Nike mit seinen Free Modellen.
Die meisten Läuferinnen nutzen diese Art Laufschuh nicht regelmäßig, sondern nur als Ergänzung zu ihren herkömmlichen Schuhen. Ähnlich wie bei Barfußschuhen ist das Laufen in solchen Modellen sehr anstrengend für den Fuß.
Geeignete Fußform: Normalfuß (gesunde Fußform, Fußlängs- und Quergewölbe sind intakt, natürliche Pronationsbewegung)
2.3 Dämpfungs-Laufschuhe
Wer leichte Pronationsprobleme hat, sollte sich extra-gedämpfte Laufschuhe zulegen: Das ist insbesondere dann der Fall, wenn Ihr Fuß beim Laufen nach außen knickt – dann ist von der sogenannten Unterpronation die Rede.
Geeignete Fußform: Hohlfuß, durch den das Gewicht auf den Außenrist lastet

2.4 Stabilitätsschuhe
Sogenannte Stabilschuhe eignen sich für Läuferinnen, deren Abrollbewegung sich durch Überpronation auszeichnet – der Fuß knickt stark nach innen ein. Stabilitätsschuhe sind stark gedämpft und leicht gestützt, sodass das normale Abrollen gefördert und die Verletzungsgefahr minimiert wird. Vor allem der Mittelfußbereich wird so gestützt.
Stabillaufschuhe eignen sich nicht nur für Joggerinnen mit Fehlstellungen, sondern auch für Übergewichtige und Einsteiger, deren Muskelapparat noch schwach ist. Auch wenn sie ein höheres Gewicht aufweisen als andere Modelle, sind diese Unterschiede jedoch so marginal, dass sie beim normalen Laufen kaum auffallen.
Geeignete Fußform: Senkfuß (Absenkung des Längsgewölbes)
2.5 Laufschuhe mit Pronationsstütze
Ähnlich konstruiert aber noch stärker gestützt als Stabilschuhe sind Laufschuhe mit Pronationsstütze. Diese eignen sich vor allem bei einer stark ausgeprägten Fußfehlstellung, werden jedoch auch als Trailschuhe auf unwegsamem Gelände eingesetzt. Die eingearbeitete Pronationsstütze besteht aus einem festen Schaumkern, der in der Zwischensohle eingearbeitet ist, und verhindert, dass der Fuß zu stark nach innen knickt.
Geeignete Fußform: Spreizfuß
3. Tipps für Laufanfängerinnen
Der falsche Laufschuh ist einer der häufigsten Ursachen für Verletzungen und Fehler beim Joggen – insbesondere bei Anfängerinnen. Joggen belastet den Fuß und den gesamten Bewegungsapparat stark. Insbesondere Bänder und Sehnen brauchen ein wenig Zeit, bis sie sich an die neuen Bewegungsabläufe gewöhnt haben.
Beachten Sie deswegen unsere Einsteiger-Tipps für Läuferinnen:
- Entscheiden Sie sich unbedingt für richtige Laufschuhe. Tennis- und Hallenschuhe sind für das Jogging denkbar ungeeignet.
- Frauen- und Männerfüße weisen spezifische Unterschiede auf. Entscheiden Sie sich deswegen für spezielle Damenschuhe.
- Greifen Sie nicht zu dem billigsten Modell, sondern sehen Sie die Anschaffung als Investition in Ihre sportliche Zukunft. Unbequeme Schuhe können schnell dazu führen, dass Sie das neue Hobby nach kurzer Zeit aufgeben.
- Setzen Sie sich Trainingsziele mit gewünschten Laufergebnissen. Bei zunehmendem Trainingserfolg können Sie die Art des Laufschuhs gegebenenfalls anpassen.

4. Spezielle Laufschuhe für Wettkampf und Trailrunning
Passionierte Läuferinnen, die bereits seit vielen Jahren trainieren, an Wettkämpfen teilnehmen oder regelmäßig Marathons sowie andere anspruchsvollen Tempoläufe absolvieren, brauchen spezielle Laufschuhe.
Sogenannte Wettkampfschuhe für das Marathonlaufen sind vor allem auf ein hohes Tempo ausgelegt. Sie zeichnen sich durch besondere Eigenschaften aus wie:
- Extraleichte Bauweise: spezielle Konstruktion
- Gewicht zwischen 150 und 250 Gramm
- Stark gebogene Leisten, sodass die Abrollbewegung unterstützt wird
- Wenig Dämpfung und dünne Sohle
Durch die fehlende Dämpfung ist ein Wettkampfschuh für Läuferinnen mit orthopädischen Problemen wie einer Fußfehlstellung eher ungeeignet. Der Bewegungsapparat wird bei einem solchen Modell stark belastet. Ein Kompromiss könnten hier leicht gedämpfte Lightweightschuhe sein.
Trailrunningschuhe werden auch als Geländelaufschuhe bezeichnet und bieten bei weichem Boden besonders guten Grip. Im Gegensatz zum klassischen Laufschuh ist ein solches Modell wesentlich robuster, besteht aus langlebigen Materialien und besitzt stabilisierende Elemente, die für sicheren Halt auf jedem Boden sorgen. Trailrunningschuhe weisen zudem Besonderheiten auf wie:
- Verstärkter Zehenbereich: Schutz vor Wurzeln oder Steinen
- Wasserfest dank Gore-Tex-Membran oder anderer Technologien
- Ideale Joggingschuhe für den Winter und bei Regen
- Integrierte Rock Plates schützten vor spitzen Steinen
- Höheres Gewicht als andere Damen-Laufschuhe
- Ausgeprägtes Profil
5. Adé Schweißfüße: Pflege des Damen-Laufschuhs
Damit Ihre Trainingsschuhe Sie viele Läufe begleiten können, sollten Sie sie regelmäßig pflegen. Eine gute Pflege verhindert zudem, dass die Schuhe im Laufe der Zeit einen unangenehmen Geruch annehmen. Beachten Sie die folgenden Tipps:
- Entfernen Sie sichtbare Verschmutzungen nach jedem Lauf mit einem weichen Tuch. Grober Dreck lässt sich besser abwischen oder mit einer Bürste entfernen, wenn Sie ihn eintrocknen lassen.
- Verzichten Sie auf aggressive Reiniger, da diese das Material spröde werden lassen.
- Feuchte Schuhe sollten Sie erst trocknen lassen, bevor Sie sie in den Schrank stellen. Hierbei hat sich Zeitungspapier bewährt, welches Sie in den Schuh stopfen können.
- Stellen Sie nasse Damen-Laufschuhe nicht unter eine Heizung, da das Obermaterial keiner starken Hitze ausgesetzt werden sollte.
- Bei Fußgeruch und starker Schweißbildung können antibakterielle Fußsprays und Deos helfen.
Hier alle Herren-Laufschuhe ansehen
Hier alle Kinder-Laufschuhe ansehen
6. FAQ
Damen-Laufschuhe oder Herren-Laufschuhe: Was ist der Unterschied?
Die Füße von Männern und Frauen sind insbesondere in Bezug auf die Breite meistens unterschiedlich gebaut, sodass sich Laufschuhe nicht nur in den zur Verfügung stehenden Größen differenzieren. Damen-Modelle sind im Bereich der Ferse schmaler geschnitten als Ausführungen für Herren, fallen allerdings im Vorderfußbereich etwas großzügiger aus. Hier alle Damen-Laufschuhe ansehen!
Wie finde ich die richtigen Damen-Schuhe zum Joggen?
Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl eines Joggingschuhes ist Ihre Fußform und die damit verbundene Pronation (Abrollbewegung): Läuferinnen mit einem Senkfuß brauchen ein anderes Modell als Frauen mit normal geformten Füßen. Wie Sie herausfinden, welche Fußform Sie haben und welcher Laufschuh demnach der richtige ist, haben wir im 2. Kapitel für Sie zusammengefasst.. Das Design des Schuhes sollte bei der Auswahl nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Gibt es spezielle Laufschuhe für übergewichtige Läuferinnen?
Bei Übergewicht müssen die Füße beim Joggen einer hohen Belastung standhalten. Deswegen sollten solche Läuferinnen zu Schuhen mit einer speziellen Dämpfung greifen, wie beispielsweise zu Stabilschuhen.
Tipps für Anfänger: Welche Damen-Laufschuhe sind die richtigen?
Wer mit dem Joggen beginnen möchte, sollte sich für die Auswahl der richtigen Schuhe Zeit nehmen. Probieren Sie verschiedene Modelle an – für ein gutes Laufgefühl darf der optimale Damen-Laufschuh an keiner Stelle drücken oder einschneiden. Wichtig ist es, hierbei seine eigene Fußform zu kennen. Alle Tipps für Anfänger finden Sie im 3. Kapitel..
Welche Laufschuhe sind für schwere Läufer mit breiten Füßen geeignet?
Manche Hersteller bieten ihre Laufschuhe in unterschiedlichen Breiten von 2A (schmal) bis 2E (breit) an. Wer somit breite Füße besitzt, sollte darauf achten, dass die Damenschuhe die Bezeichnung 2D oder 2E tragen.






































