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Infrarotheizungen: effizient, platzsparend und schnell installiert
1. Funktionsweise und Vorteile von Infrarotheizungen
Bei Infrarotheizungen handelt es sich um Heizsysteme, die mithilfe von Infrarotstrahlen Wärme erzeugen. Im Gegensatz zu Öl- oder Gasheizungen, die primär die Raumluft heizen, geben Infrarotheizungen die Wärme direkt auf die umliegenden Objekte wie Gegenstände oder Menschen ab. Dadurch speichert sich die Wärme beispielsweise auch in den Wänden, die diese langsam weiter verteilt, wodurch die erzeugte Energie effizient und nachhaltig genutzt wird.
Dieses System kommt auch Allergikern und Asthmatikern zugute, da Infrarotheizungen keinen Staub aufwirbeln oder trockene Luft verursachen. Darüber hinaus sind Hauswände aufgrund der Wärmespeicherung durch Infrarottechnik in der Regel weniger anfällig für Feuchtigkeit und Schimmelbildung, was wiederum positive Effekte auf die Bausubstanz haben kann.
Infrarot-Paneele dienen als vollwertige Heizungen und können als dekoratives Wandelement eingesetzt werden.
Während es Modelle von Infrarotheizungen gibt, die mit Gas oder Öl betrieben werden, funktionieren die meisten Infrarotheizungen mit Strom. Ein großer Vorteil von Infrarotheizungen ist dabei, dass sie schnell und unkompliziert installiert werden können, da sie lediglich eine Stromquelle benötigen. So kannst du deine Infrarotheizung ohne Techniker oder Fachmann ganz einfach in die Steckdose stecken und sparst dir viel Geld und Zeit für eine aufwendige Installation wie bei einer Gasheizung oder anderen Heizsystemen.
Betreibst du deine Infrarotheizung mit Ökostrom oder einer Photovoltaikanlage, läuft diese weitestgehend emissionsfrei und CO2-neutral.
Darüber hinaus können Infrarotheizungen quasi überall installiert werden, da du sie mit einer Halterung beispielsweise an verschiedenen Wandarten oder sogar an der Decke anbringen kannst. Das macht sie im Gegensatz zu starren Heizkörpern sehr flexibel und vielseitig einsetzbar. Wenn deine Heizung mit Infrarottechnik über einen wasserfesten Spritzschutz verfügt, kannst du diese sogar im Badezimmer installieren, wo sie die Wärme optimal abgibt und gleichzeitig noch überaus platzsparend ist.
Infrarotheizungen können wunderbar mit anderen Heizsystemen kombiniert und als ergänzende Wärmequelle genutzt werden.
Neben ihrer hohen Funktionalität überzeugen Infrarotheizungen auch mit vielfältigen Designs: Ob als praktischer Spiegel über dem Waschbecken, als schickes Glaselement im Flur oder in Form eines schönen Wandbildes im Wohnzimmer – Infrarotheizungen haben unterschiedliche Ästhetiken und können teilweise sogar individuell personalisiert werden.
Vor- und Nachteile von Infrarotheizungen
Vorteile
- geringe Anschaffungskosten
- leichte Installation
- direkte und gleichmäßige Wärmeabgabe statt Luftbeheizung
- hohe Energieeffizienz
- keine Wartung nötig
- trockene Wände, weniger Schimmelbildung
- keine trockene Luft, kein Aufwirbeln von Staubpartikeln
- sehr schnelles Aufheizen
- überaus platzsparend dank flacher Heizpaneele
- vielfältige Designs wie Spiegel, Glas oder Bilder möglich
- kann an Wand und Decke montiert oder mit Füßen als Standgerät genutzt werden
Nachteile
- höherer Stromverbrauch
- nur Infrarotheizungen mit Stein geben in der Regel auch nach Abschaltung weiter Wärme ab
2. Tipps zum Kauf von Infrarotheizungen
Möchtest du eine Infrarotheizung für deine Wohnung oder dein Haus kaufen, solltest du einige wichtige Punkte wie die Heizleistung, den Stromverbrauch sowie das Material und Design beachten. Auch die Maße deiner Infrarotheizung sind entscheidend bei der Wahl des richtigen Modells, da diese stark variieren können: Neben kleinen Paneelen mit einer Höhe und Breite von 50 x 38 Zentimetern gibt es auch größere Modelle mit einer Abmessung von 120 x 100 Zentimetern. Je nachdem, wie groß deine Infrarotheizung ist, bringt sie auch mehr Gewicht auf die Waage, sodass kleine Paneele bis circa drei Kilogramm und große Ausführungen auch knapp zehn Kilogramm wiegen können.
2.1 Heizleistung
Da Infrarot-Heizkörper in den meisten Fällen mit Strom statt mit Öl oder Gas betrieben werden, solltest du dich darüber informieren, welche Heizleistung du bei deiner Infrarotheizung benötigst. Diese kann je nach Bausubstanz, Raumgröße oder Zahl deiner Außenwände bestimmt werden.
| Anzahl an Außenwänden | Mittlere Dämmung |
|---|---|
| Eine Außenwand | ca. 70 Watt / m² |
| Zwei Außenwände | ca. 80 Watt / m² |
| Drei Außenwände | ca. 90 Watt / m² |
| Vier Außenwände | ca. 100 Watt / m² |
Weist dein Raum eine schlechte oder keine Dämmung auf, solltest du eine Infrarotheizung mit höherer Leistung wählen und circa 20 Watt mehr pro Quadratmeter aufrechnen. Ist dein Haus sehr gut gedämmt, kannst du auf eine Infrarotheizung mit niedrigerer Leistung setzen und diese wiederum um circa 20 Watt pro Quadratmeter reduzieren.
Achte bei der Wahl deiner Infrarotheizung immer auf die genauen Herstellerempfehlungen zur Benutzung und Heizleistung, denn diese kann je nach Modell variieren. Eine Infrarotheizung mit 1.200 Watt kann so beispielsweise schon für Räume zwischen 18 und 29 Quadratmetern eingesetzt werden.
2.2 Stromverbrauch
Da eine Infrarotheizung mit Strom betrieben wird, solltest du dir einen groben Fahrplan zur Nutzung erstellen, um später hohe Kosten zu vermeiden. Frage dich, wie viele Stunden du den Raum am Tag heizen möchtest und ob ein Wechsel des Stromanbieters Sinn macht.
Um deinen ungefähren Verbrauch zu berechnen, hilft dir folgende Rechnung:
Bei einem Zimmer mit 20 Quadratmetern und einem Verbrauch von 70 Watt pro Quadratmeter kommst du auf eine benötigte Leistung von 1.400 Watt: 70 Watt / m² * 20 m² = 1.400 Watt
Bei einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde zahlst du pro Stunde 0,42 Euro: 30 Cent/kWh * 1,4 = 42 Cent
Bei 6 Stunden täglicher Heizdauer kommen so 2,52 Euro am Tag zusammen: 0,42 Euro * 6 = 2,25 Euro
Mit einem Regler wie einem Steckdosenthermostat, einer Fernbedienung oder der Steuerung über eine App kannst du die Raumtemperatur und damit auch den Stromverbrauch der Infrarotheizung anpassen. Dank programmierfähiger Einstellungen lassen sich dabei sogar spezielle Uhrzeiten festlegen, zu denen dein Zimmer geheizt werden soll.
Darüber hinaus verfügen viele Infrarotheizungen über eine Erkennungsfunktion bei offenem Fenster, wodurch automatisch die Leistung verringert wird. Das spart Geld und schont Ressourcen. Ein zusätzlicher Überhitzungsschutz und eine Abschaltautomatik sorgen zudem für Sicherheit.
2.3 Material und Design
Die Verkleidung von Infrarot-Heizkörper besteht meist aus Naturstein, Keramik oder Glas, hinter der sich Heizelemente befinden. Während viele Platten in schlichtem Weiß gehalten sind, gibt es auch Infrarotheizungen in Spiegel- oder Wandbild-Optik.
Glas-Infrarotheizungen fahren mit einem edlen Design auf, sollten jedoch unbedingt aus schlag- sowie kratzfestem Sicherheitsglas bestehen, um Beschädigungen, Unfällen und schließlich Verletzungen vorzubeugen.
Als Spiegel fügt sich deine Infrarotheizung auf natürliche Weise in die Umgebung ein.
Möchtest du eine Infrarotheizung mit Spiegeloptik, gibt es beispielsweise rahmenlose Modelle oder welche mit Metallrahmen. Darüber hinaus sind manche Spiegel-Heizungen mit LED-Leuchtelementen ausgestattet, sodass sie wie ein vollwertiger Badspiegel benutzt werden können.
Achte bei der Wahl deiner Infrarotheizung immer auf die IP-Schutzklasse, wenn du diese im Badezimmer aufhängen möchtest. Ist das Gerät beispielsweise mit IP44 ausgezeichnet, verfügt die Heizung in der Regel über Spritzwasserschutz und im Falle einer Heizung mit Spiegeloptik über eine Oberfläche, die nicht beschlägt, wodurch sie meist geeignet für die Anbringung über dem Waschbecken ist. Beachte hierzu immer die genauen Herstellerangaben.
3. FAQ
Wie groß muss der Abstand einer Infrarotheizung zu einer Badewanne sein?
Wenn du deine Infrarotheizung im Badezimmer installieren möchtest, solltest du einen Mindestabstand von 60 Zentimetern zwischen der Elektroheizung und der Wasserquelle einhalten. Wichtig hierbei ist auch zu prüfen, ob dein Gerät für die Installation in Badezimmern geeignet ist und über den nötigen Spritzschutz verfügt.
Ist eine Infrarotheizung an der Decke oder Wand besser?
Grundsätzlich geben Infrarotheizungen ihre Wärme gezielt an die Objekte in ihrer Umgebung ab und heizen diese sozusagen von innen. Wenn du einen Fußbodenheizungseffekt genießen möchtest, kannst du deine Infrarotheizung an der Decke montieren, da Infrarotheizungen immer die Wärme auf die gegenüberliegenden Flächen zentrieren. So wird dein Fußboden aufgewärmt und gibt die Wärme zurück in den Raum, wodurch dieser warm bleibt und deine Füße ebenfalls.
Welche Hersteller von Infrarotheizungen sind empfehlenswert?
Es gibt zahlreiche Hersteller, die qualitativ hochwertige Infrarotheizungen anbieten, darunter beispielsweise Firmen wie Vasner, Könighaus, Klarstein, Trotec oder Heidenfeld.






























