
Ratgeber Fahrradrucksäcke
Fahrradrucksäcke bieten aufgrund ihrer kompakten Maße und ihres geringen Gewichts die ideale Lösung für alle, die auf Radtouren nur das Nötigste mit sich führen wollen. Darüber hinaus verfügen die Taschen über ein ausgeklügeltes Trinksystem oder bieten die Möglichkeit, dieses zu integrieren. Worauf Sie bei der Wahl eines geeigneten Fahrradrucksacks achten sollten, haben wir in diesem Ratgeber für Sie zusammengefasst.
1. Fahrradrucksack-Modelle
Fahrradrucksäcke sind speziell zum Radfahren konzipiert, eignen sich jedoch auch für viele andere Sportarten ideal. Sie sind auf das Wesentliche reduziert und bieten zumeist nur wenig Stauraum für Gepäck. Dafür verfügen die speziellen Trinkrucksäcke lediglich über ein geringes Eigengewicht und bieten ein besonderes Trinksystem, das bei vielen Modellen bereits integriert ist. Fahrradrucksäcke, die ohne Trinksystem angeboten werden, bieten jedoch die nötigen Vorrichtungen, um dieses nachzurüsten.
Diese Trinkblase lässt sich dank der großen Öffnung einfach befüllen und reinigen.
Die unterschiedlichen Varianten reichen von Größen mit etwa vier Litern Gesamtvolumen bis hin zu 30 Litern. Die kompaktesten Fahrradrucksäcke bieten dabei lediglich Platz für die notwendigsten Utensilien wie Schlüssel oder ein Portemonnaie. Allerdings können je nach Ausführung Trinkblasen mit bis zu drei Litern Inhalt in ihnen mitgeführt werden. Wie genau das Trinksystem aufgebaut ist und funktioniert, erfahren Sie im zweiten Kapitel dieses Ratgebers.
Worauf Sie bei der Wahl eines geeigneten Modells achten sollten, haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.
1.1 Die richtige Größe
Ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des richtigen Trinkrucksacks ist die Größe. Dabei gilt:
- So groß wie nötig, so klein wie möglich.
Daher sollten Sie sich bereits im Vorfeld Gedanken darüber machen, wie lang Ihre Radtouren ausfallen werden. Benötigen Sie beispielsweise zusätzliche Verpflegung oder gar Ersatzkleidung, sollten Sie sich für ein Modell entscheiden, das entsprechend viel Stauraum aufweist. Wenn Sie jedoch nur einen Windbreaker oder eine Regenjacke mitnehmen möchten, können Sie auf einen entsprechend kleineren Fahrradrucksack zurückgreifen.
Einige Varianten bieten die Möglichkeit, das Volumen mithilfe von Reißverschlüssen oder Zugbändern zu regulieren. So können Sie die Größe stets an die geplante Radtour anpassen.
Neben der Größe sollten Sie zudem das Gewicht beachten. Die besonders leicht gestalteten Rucksäcke verfügen häufig über nur wenige hundert Gramm Eigengewicht, was zu ihrem hohen Komfort beiträgt.
Diese Abbildung zeigt verschiedene Fahrradrucksäcke. Das linke Modell bietet zusätzlichen Stauraum, während die Variante in der Mitte hauptsächlich zum Tragen der Trinkblase dient. Die rechte Seite zeigt eine besondere Form des Trinkrucksacks: die sogenannte Trinkweste.
1.2 Der perfekte Sitz
Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Wahl Ihres neuen Fahrradrucksacks ist der Sitz. Daher sollten Sie die folgenden Punkte berücksichtigen:
- Der Rucksack sollte möglichst eng und fest am Rücken anliegen.
- Zusätzliche Gurte (insbesondere Brust- und Bauch- bzw. Hüftgurt) sorgen für einen besseren Sitz, da diese ein Verrutschen verhindern.
- Die Gurte sollten für eine ideale Anpassung verstellbar sein.
- Eine gute Polsterung des Rückenbereichs sowie der Schultergurte garantieren höchsten Tragekomfort.
Dank der unterschiedlichen verstellbaren Gurtsysteme liegt dieser Fahrradrucksack stets perfekt an.
Achten Sie zudem auf die verschiedenen Fächer beziehungsweise die Innenaufteilung des Trinkrucksacks. Diese ermöglichen es aufgrund der guten Organisation, Pausenzeiten möglichst kurz zu halten.
2. Das Trinksystem
Das Trinksystem ist das wichtigste Element eines Fahrradrucksacks und besteht aus drei Hauptkomponenten:
- Trinkblase/Trinkbeutel
- Schlauch
- Mundstück/Ventil
Ein Magnetclip ermöglicht die Befestigung des Trinkschlauchs am Schultergurt.
Wie genau das Trinksystem eingesetzt wird, erfahren Sie im folgenden Abschnitt.
2.1 Funktionsweise
Die Trinkblase wird mit Wasser oder einem anderen Getränk befüllt und anschließend im dafür vorgesehenen Fach im Rucksack verstaut. Einige Trinkrucksäcke bieten anstelle eines speziellen Fachs andere Befestigungsmöglichkeiten, die einen rutschfreien Sitz der Trinkblase garantieren.
Tipp: Wenn Sie nach dem Befüllen die restliche Luft aus der Trinkblase herausdrücken, vermeiden Sie störende „Gluckergeräusche“.
Über eine dafür vorgesehene Öffnung wird der Schlauch aus dem Rucksack herausgeführt. Um zu trinken, müssen Sie mit den Zähnen leichten Druck auf das Mundstück ausüben. Dadurch wird das Ventil, das vor dem Auslaufen der Flüssigkeit schützt, geöffnet. Während Sie das Ventil so geöffnet halten, können Sie die Flüssigkeit aus dem Trinkbeutel wie mit einem Strohhalm heraussaugen. Auf diese Weise ist es nicht nötig, vom Rad abzusteigen beziehungsweise eine Pause einzulegen.
Da Sie mithilfe dieses Systems trinken können ohne eine Pause zu machen, eignen sich Trinkrucksäcke auch ideal für Langstrecken- oder Marathonläufer.
Achten Sie bei Ihrer Wahl auf das Material der Trinkblase. Es sollte frei von Weichmachern und BPA (Bisphenol A) sein, da diese Stoffe als gesundheitlich bedenklich gelten.
2.2 Reinigung
Es empfiehlt sich, das komplette Trinksystem nach jedem Einsatz zu reinigen, damit Sie Verschmutzungen oder gar Schimmelbildung vorbeugen. Achten Sie für eine möglichst komfortable Säuberung darauf, einen Trinkbeutel mit einer großen Öffnung zu wählen. Darüber hinaus sind spezielle Reinigungssets besonders gut geeignet, um das Trinksystem sauber zu halten. Reinigen Sie neben der Trinkblase auch stets den Schlauch sowie das Mundstück und lassen Sie die einzelnen Teile immer gut trocknen.
3. Ausstattung und Zubehör
Für die ideale Ausstattung bei jeder Radtour und jedem Wetter empfehlen wir Ihnen, auf weitere Kriterien zu achten oder sich Zubehör anzuschaffen. Dazu haben wir Ihnen eine Liste zusammengestellt:
Regenschutz: Schützt Ihren Rucksack vor Wasser. So ist beispielsweise Ihr Handy perfekt vor Regenschäden geschützt.
Belüftung: Um ein übermäßiges Schwitzen am Rücken zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, dass der Rückenbereich mit einem Belüftungssystem ausgestattet beziehungsweise atmungsaktiv gefertigt ist.
Reflektoren: Diese helfen anderen Verkehrsteilnehmern, Sie besser zu sehen, was insbesondere in der Dämmerung und bei Dunkelheit stark zu Ihrer Sicherheit beiträgt.
Helmhalterung: Eine solche Vorrichtung ermöglicht es Ihnen, Ihren Helm während der Rast am Rucksack zu befestigen. So können Sie ihn einfach abnehmen und müssen ihn nicht auf den Boden legen.
Isolierungen: Sowohl für den Trinkbeutel als auch den Schlauch gibt es spezielle Isolierungen. Diese sorgen dafür, dass Ihr Getränk im Sommer nicht zu sehr erhitzt oder im Winter zu kalt wird.
Ersatz-Mundstück: Mit einem Ersatzmundstück können Sie ein verschlissenes oder verschmutztes Ventil einfach und kostengünstig austauschen.
Diese Abbildung zeigt wichtige Zubehörteile: einen Regenschutz, einen Isolierschlauch sowie ein Ersatz-Mundstück.
4. FAQ
Was ist ein Fahrradrucksack?
Bei Fahrradrucksäcken handelt es sich um eine spezielle Form des Rucksacks: Sie sind in besonders kompakter Form verfügbar und bieten zudem ein spezielles Trinksystem. Dieses ermöglicht es dem Fahrer zu trinken, ohne extra eine Pause einlegen beziehungsweise vom Fahrrad absteigen zu müssen.
Welche Größe sollte ein Fahrradrucksack haben?
Die Größe ist abhängig von den geplanten Touren: Für kurze Ausflüge eignen sich kleine Modelle, die nur wenig Stauraum bieten. Für mehrtägige Fahrten empfehlen sich hingegen Varianten, die über genügend Platz für Ersatzkleidung verfügen. Besonders praktisch sind zudem Trinkrucksäcke, bei denen sich die Größe mithilfe von Reißverschlüssen oder Zugbändern variieren lässt.
Was ist der Unterschied zwischen Fahrrad- und Trinkrucksack?
Die beiden Begriffe werden synonym verwendet. Während das Wort Fahrradrucksack den Einsatz beim Fahrradfahren betont, legt die Bezeichnung Trinkrucksack den Fokus auf die eigentliche Funktion. Da sich Fahrradrucksäcke auch zum Laufen und Wandern eignen, ist die Bezeichnung Trinkrucksack weniger irreführend.





































