
Ratgeber Dreiräder
Kinderfahrzeuge wie Rutschautos, Laufräder und auch Dreiräder sind bei Kleinkindern sehr beliebt und sorgen dafür, dass sie sich ausreichend bewegen. Wir stellen Ihnen unterschiedliche Dreiräder vor.
1. Das Dreirad
Dreiräder für Kleinkinder
Ab einem Alter von zwei Jahren sind Kinder normalerweise in der Lage, sich selbstständig mit einem Dreirad fortzubewegen. Ein Dreirad bereitet außerdem optimal auf das Fahrradfahren vor. Experten empfehlen bei der Anschaffung von Kinderfahrzeugen folgende Reihenfolge:
Rutschauto > Dreirad > Laufrad/Roller > Fahrrad (ohne Stützräder)
Viele Dreiräder sind mitwachsend: Sessel und Lenker sind höhenverstellbar und können der Körpergröße Ihres Kindes angepasst werden. Für die Anfangszeit empfiehlt sich die Montage einer Schubstange.
Für kleine Kinder, die noch nicht gut laufen können, sind Dreiräder eine gute Investition. Zwar können sie das Dreirad anfangs noch nicht eigenständig bewegen, da das Treten der Pedale mit großer Kraftanstrengung verbunden ist, sie können sich jedoch ähnlich wie mit einem Buggy schieben lassen und ihre ersten Tretversuche machen.
1.1 Vorteile
Bewegung ist besonders für Kinder enorm wichtig. Kinderfahrzeuge machen Spaß und schulen den Gleichgewichtssinn, die Konzentration und das Selbstbewusstsein. Auf spielerische Weise lernen so schon die Kleinsten beispielsweise durch die aufmerksame Betrachtung der Umgebung und das Ausweichen von Hindernissen ihre motorischen Fähigkeiten zu verbessern. Auch Kraft und Reaktionsgeschwindigkeit werden durch das Fahren mit Spielzeuggeräten besonders gestärkt.
Im Vergleich zu anderen Kinderfahrzeugen weisen Dreiräder darüber hinaus weitere Vorteile auf:
- Förderung der Arm- und Beinkoordination: Während die Hände lenken, müssen die Beine gleichzeitig treten.
- Sehr kippsicher: Im Gegensatz zu einem Roller kann ein Dreirad nicht umkippen.
- Langsame Fahrgeschwindigkeit: Eltern haben das Kind besser unter Kontrolle als bei Benutzung eines Laufrades.
1.2 Sicherheit
Damit die Sicherheit Ihres Kindes gegeben ist, sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass das Dreirad mit einem TÜV- oder GS-Siegel (Geprüfte Sicherheit) gekennzeichnet ist. Um Ihr Kind darüber hinaus zu schützen, sind folgende Eigenschaften für ein Dreirad empfehlenswert.
- Tiefer Schwerpunkt und breite Hinterachse erschweren Umkippen des Dreirads und erleichtern das Aufsteigen.
- Sicherheitsbügel, der ein Herausfallen des Kindes verhindert. Alternativ dazu kann auch ein Dreieckgurt verwendet werden.
- Schalensitz sorgt für sicheren Halt beim Fahren des Dreirads.
- Rutschfeste Pedale und mit gummiüberzogene Griffe verhindern Abrutschen der Hände oder Füße.
- Breite Reifen sorgen für sicheren Stand des Dreirads.
- Bremse, die auf beide Hinterreifen wirkt, erhöht Sicherheit.
- Freilaufautomatik verhindert, dass sich Pedalen weiterdrehen, falls das Kind mit dem Treten aufhört.
- Feststellbares Vorderrad und Lenker, sodass das Kind beim Schieben nicht gegenlenken kann (Lenkereinschlagsbegrenzung).
Darüber hinaus kann Zubehör wie eine abnehmbare Rückenstütze die Sicherheit Ihrer Kinder erhöhen.
1.3 Komfort
Neben Ausstattung, die in erster Linie der Sicherheit dient, verfügen manche Modelle über zusätzliche Extras wie beispielsweise Gummireifen mit Luftbefüllung, welche den Fahrkomfort des Dreirads erhöhen:
| Luftbereifung | Luftreifen sind besonders weich und wesentlich geräuschärmer als Hartgummireifen. Zudem haben Sie ein geringes Gewicht und sind leichtgängig, was die Steuerung des Dreirads bei unebenem Boden erleichtert. | ||
|---|---|---|---|
| Ergonomischer Sitz | Schalensitze dienen nicht nur der Sicherheit, sie sind darüber hinaus bequem und rückenschonend. Manche sind zusätzlich mit einer Rückenlehne ausgestattet. | ||
| Größenverstellbarer Rahmen und höhenverstellbarer Sitz und Lenker | Sind Sitz, Lenker und Rahmen verstellbar, kann das Dreirad der Größe Ihres Kindes angepasst werden und so über viele Jahre im Gebrauch bleiben. | ||
| Fußablage | Fußstützen sind dann praktisch, wenn Sie das Dreirad steuern. Ihr Kind kann seine Füße auf diesen Stützen bequem ablegen. | ||
| Sonnendach | Um den Nachwuchs im Sommer vor UV-Strahlung zu schützen, ist ein am Fahrzeug angebrachtes Sonnensegel sinnvoll. |
Hinweis: Vor allem wenn das Dreirad auch in Innenräumen genutzt werden soll, ist es ratsam auf eine Luftbereifung zu achten. Harte Bodenbeläge wie Parkett oder Fliesen übertragen Rollgeräusche besonders laut, weswegen Sie anstelle von Hartgummireifen auf die geräuschärmere Alternative setzen sollten.
2. Zubehör
Neben der Grundausstattung bieten einige Hersteller wie beispielsweise PUKY oder Kettler eine große Auswahl an Zubehör, die den Fahrspaß erhöht und für noch mehr Sicherheit sorgt.
Ein Fahradwimpel erhöht die Sicherheit Ihres Kindes.
Folgendes Dreirad-Zubehör finden Sie bei uns:
- Lenkstange: Solche Schiebestangen sind in der Regel höhenverstellbar sowie demontierbar und ermöglichen das Anschieben des Dreirads. Kommt die Stange zum Einsatz, sollte das Kinderfahrzeug darüber hinaus mit einer Lenkradsperre ausgestattet sein.
- Sicherheitsgurt: Der Gurt ermöglicht, dass sich selbst sehr kleine Kinder mit Hilfe der Eltern auf dem Dreirad sicher fortbewegen können.
- Dreiradklingel: Fahrradklingeln gibt es in vielen bunten Designs und können in der Regel auch an Dreirädern befestigt werden.
- Sicherheitswimpel : Wie beim Fahrrad erhöht auch beim Dreirad ein Fähnchen die Sicherheit Ihres Kindes und verhindert, dass es beispielweise von Autofahrern beim Einparken übersehen wird.
- Helm : Dieser Schutz für den Kopf minimiert die Verletzungsgefahr bei Unfällen.
3. Altersgerechte Modelle
Bei uns finden Sie eine Vielzahl an Dreirädern in bunten Designs, die mit unterschiedlichen Extras ausgestattet sind. Wichtiger als die Optik ist jedoch, dass das Dreirad dem Alter Ihres Kindes angemessen ist. Da gleichaltrige Kinder jedoch unterschiedlich weit entwickelt sind, ist es unmöglich eine allgemeingeltende Regel bezüglich der Größe und Art des Dreirades festzulegen.
Wer sich unsicher ist, was die die motorischen Fähigkeiten des Kindes betrifft, sollte zu einem höhen- und größenverstellbaren Dreirad mit demontierbarer Lenkstange greifen. Diese Modelle sind der Größe des Kindes anpassbar, sodass Sie das Dreirad den Fähigkeiten entsprechend umrüsten können.
Hinweis: Achten Sie ebenfalls auf die Größenangaben des Herstellers.
4. FAQ
Ab welchem Alter kann mein Kind Dreirad fahren?
In der Regel sind Kinder unter zwei Jahren nicht in der Lage, die Arm- und Beinbewegungen, die zum Dreiradfahren nötig sind, zu kombinieren. Darüber hinaus können sie auch nicht die benötigte Kraft aufbringen. Dennoch können Sie Ihrem Kind bereits in diesem Alter ein Dreirad mit Lenkstange und/oder Sitzgurt kaufen und es auf dem Dreirad ähnlich wie mit einem Buggy schieben.
Mit der Zeit wird Ihr Kind beginnen, selbstständig die Pedale zu treten. Besonders praktisch sind darüber hinaus größenverstellbare Dreiräder, die der Größe Ihres Nachwuchses angepasst werden können.
Welche Reifen sollte ein Dreirad haben?
Dreiräder sind entweder mit Hartgummi- oder Luftreifen ausgestattet. Letztere haben den Vorteil, dass sie wesentlich leichtgängiger und geräuschärmer sind. So können Sie das Dreirad auch innerhalb der Wohnung ohne Lärmbelästigung von Ihrem Kind fahren lassen.
Dreirad oder Laufrad – was ist besser?
Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Beide Fahrzeuge schulen die Koordination des Kindes und bereiten es auf das Fahrradfahren vor. Während Dreiräder über Pedale und drei Räder verfügen, haben Laufräder lediglich zwei und werden ohne Pedale angetrieben.
Mit einem Laufrad wird in erster Linie der Gleichgewichtssinn geschult und es ist wesentlich schneller als ein Dreirad. Deswegen eignet es sich erst für Kinder ab drei Jahren. Im Idealfall sollte Ihr Kind zuerst mit einem Dreirad und etwa ein bis zwei Jahre später mit einem Laufrad fahren.




































