Alles über Yoga und Yogazubehör [Quelle Headerbild: iStock.com/Jacob Wackerhausen]

Alles über Yoga und Yogazubehör

1. Für Körper und Geist: Yoga

Unter Yoga wird hierzulande in erster Linie eine Sportart verstanden, die für mehr Beweglichkeit und Kraft sorgen soll. Tatsächlich ist Yoga jedoch eine philosophische Lehre, die vor mehreren tausend Jahren in Indien entstanden ist und ihre Wurzeln sowohl im Hinduismus als auch Buddhismus hat. Sie beschäftigt sich mit der Ganzheit des Menschen, der durch die Übungen zur Erleuchtung kommen soll. Der rein sportliche Aspekt des Yoga ist mit Hatha Yoga gleichzusetzen.

Yoga bedeutet übersetzt Vereinigung. Damit ist der Einklang von Körper, Geist und Seele gemeint, der bei den verschiedenen Techniken geübt wird.

Yoga Erleuchtung Ziel der Yoga-Philosophie ist die Erleuchtung.

1.1 Yoga-Arten

Yoga lässt sich aufgrund seiner langen Geschichte nicht auf einen Stil festlegen. Es gibt verschiedene Yoga-Arten, die einen unterschiedlichen Fokus legen und auch im Schweregrad sowie der Ausführung variieren. Bevor Sie mit Yoga beginnen, sollten Sie herausfinden, welche Methode am besten zu Ihnen passt. Wir stellen Ihnen die beliebtesten Stilrichtungen des Yoga vor:

Hatha Yoga:

Diese Stilrichtung ist in westlichen Ländern am meisten verbreitet. Hier stehen der Körper sowie die dazugehörenden Übungen, die Asanas, im Mittelpunkt. Dabei werden vor allem die Kraft und Beweglichkeit des Körpers trainiert, doch auch Entspannungstechniken sowie Meditation sind Teil des Hatha Yoga. Die Übungsabläufe nennen sich Flows, da sie ohne eine Pause durchgeführt werden.

Ashtanga / Power Yoga:

Die Yoga-Art Ashtanga wird auch Power Yoga genannt, da sie die dynamischste alle Yogastilrichtungen ist. Dabei werden Bewegungen in einer festgelegten Reihenfolge absolviert, die die Yogis verinnerlichen sollen. So kann der Flow ohne Nachdenken meditativ ausgeführt werden. Beim Ashtanga Yoga werden alle Körperregionen gleichmäßig trainiert.

Bikram Yoga:

Bikram Yoga zählt streng genommen zum Hatha Yoga, da sich die Abläufe und Übungen sehr ähneln. Einziger Unterschied: Der Raum wird beim Bikram Yoga auf bis zu 40 Grad Celsius erwärmt, sodass die Muskeln beim Trainieren gelockert werden und der Körper durch das Schwitzen entgiften kann.

Vinyasa Yoga:

Auch hier steht das Körperliche im Fokus, da die Meditation sich auf die Zeit während der ausgeführten Körperübungen (Asanas) beschränkt. Dabei ist der Unterricht auf einen Yogapfad ausgerichtet, der aus acht Teilen besteht. Vinyasa Yoga soll die Kondition des Körpers stärken.

1.2 Einsteigertipps und Yogaübungen

Dreieckpose Yoga Die Asanas sind die Körperübungen des Yoga.

Eine Yogastunde setzt sich in der Regel aus diesen Hauptbestandteilen zusammen:

  • Meditation
  • Asanas (Körperübungen)
  • Pranayamas (Atemübungen)
  • Mantra („Om“-Singen)
  • Savasana (Tiefenentspannung)

Viele Yogastudios bieten ergänzend zum Yogaunterricht auch eine Ernährungsberatung, Reinigungstechniken und das Lernen von Entspannungsübungen für den Alltag an.

Unsere Tipps für Yoga-Anfänger:

  • Tragen Sie enganliegende, bequeme Kleidung. Es empfehlen sich Leggings und Sporttops, die aus atmungsaktiven Materialien gefertigt sind und einen hohen Stretch-Anteil aufweisen. Die Übungen lassen sich in der Regel am besten barfuß ausführen.
  • Zum Einstieg empfehlen sich zwei Yogastunden pro Woche, die je 60 bis 90 Minuten dauern.
  • Bringen Sie am besten Ihre eigene Yogamatte und ein Handtuch mit zur Yogastunde.
  • Es empfiehlt sich, ein bis zwei Stunden vor dem Yogaunterricht nichts mehr zu essen.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Yogamatte in jedem Fall rutschfest ist.
  • Achten Sie auf Ihre Atmung. Die meisten Yogaübungen erfüllen nur dann ihren Zweck, wenn die dazugehörenden Atmungsanweisungen korrekt ausgeführt werden.

Eine Yogastunde besteht in der Regel aus einer Vielzahl an Übungen und Stellungen. Bei vielen Stilrichtungen werden die Bewegungen in einem Fluss (Flow) ausgeführt. Ein bekanntes Beispiel ist hierfür der Sonnengruß.

Wir stellen Ihnen drei beliebte Asanas vor:

Utkatasana (Stuhlpose): Für eine kraftvolle Haltung.

Stuhlpose

  1. Stellen Sie sich gerade auf das vordere Ende Ihrer Matte. Die Füße berühren sich oder weisen nur einen kleinen Abstand zueinander auf. Diese Pose nennt sich Tadasana oder Berghaltung.
  2. Atmen Sie tief ein und beugen Sie Ihre Knie.
  3. Halten Sie den Rücken gerade.
  4. Die Arme können Sie beim Beugen der Beine nach vorne oder nach oben strecken.
  5. Halten Sie die Pose fünf Atemzüge lang.
  6. Atmen Sie aus und kommen Sie wieder in die Ausgangspose zurück.

Adho Mukha Shvanasana (Herabschauender Hund): Für eine starke Körpermitte.

Herabschauender Hund

  1. Beginnen Sie im Vierfüßlerstand. Dabei sind Knie und Hände parallel zueinander auf der Matte ausgerichtet. Der Rücken ist gerade, die Hände sind direkt unter den Schultern. Die Füße befinden sich in einer Linie mit den Knien.
  2. Drücken Sie nun Ihr Gesäß nach oben und strecken Sie die Beine. Der Rücken bleibt gerade.
  3. Lassen Sie die Oberarme leicht nach außen gedreht, der Kopf bleibt in Verlängerung mit der Wirbelsäule.
  4. Drücken Sie die Fersen in die Matte, damit die Beine gestreckt werden.
  5. Beugen Sie die Beine wieder und begeben Sie sich in die Kindspose.

Bhujangasana (Kobrapose): Für einen gedehnten Brustbereich.

Kobrapose

  1. Legen Sie sich mit dem Bauch flach auf die Matte. Die Füße sind lang, die Arme befinden sich seitlich neben der Brust und die Stirn ruht auf der Matte.
  2. Heben Sie nun durch Aktvierung der Rückenmuskulatur und durch eine Gewichtsverlagerung auf die Hände den Oberkörper an. Die Arme strecken sich.
  3. Strecken Sie sich nur so weit nach oben, wie Sie können. Atmen Sie einen Moment ein und begeben Sie sich wieder in die Ausgangsposition zurück.

2. Yogazubehör

Zwar stehen Körper und Geist im Mittelpunkt einer Yogastunde, dennoch bedarf es auch an Zubehör, um die Asanas korrekt ausführen zu können. Wir stellen Ihnen einige Utensilien vor.

Das Must-have: Die Yogamatte

Eine Yogamatte ist für die Ausführung der meisten Übungen essenziell, da viele Asanas auf dem Boden liegend oder sitzend praktiziert werden. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Matte maximal fünf Millimeter dick ist, da Sie so mehr Bodenhaftung haben. Außerdem sollte das Material rutschfest sein und eine raue Oberfläche aufweisen. Sie erhalten Yogamatten aus Kunststoff, Latex sowie Schurwolle.

Yogamatte

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Für unterwegs: Die Yogatasche

Viele Yogis bevorzugen es, ihre eigene Matte zur Yogastunde mitzubringen. Damit sie dabei leicht zu transportieren ist, wird sie in der Regel aufgerollt und in einer entsprechenden Yogatasche mit Mattenhalter verstaut. Viel Yogataschen bieten zudem Platz für weitere Utensilien, Sportbekleidung und eine Trinkflasche. Sie erhalten die praktischen Taschen aus vielen unterschiedlichen Materialien sowie auf Wunsch mit Muster oder unifarben.

Yogatasche

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Praktische Hilfsmittel: Yogablöcke

Ein Yogablock hilft Ihnen bei der Ausführung verschiedener Asanas. Er kann Abstände verändern und so zum Beispiel die Dehnung bei einer Übung intensivieren. Die Blöcke sind in der Regel aus leichten Materialien wie Kunststoff, Bambus oder Kork gefertigt, sollten aber dennoch stabil und griffig sein.

Yogablöcke

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Zur Entspannung: Yogabolster und -kissen

Ein Yogabolster ist ein längliches Kissen, das Ihnen sowohl bei der Ausführung verschiedener Asanas als Stütze dient als auch bei der Tiefenentspannung am Ende einer Yogastunde eingesetzt wird. Yogakissen sind hingegen rundlich und unterstützen Sie in erster Linie beim Meditationssitz. Sie sind in der Regel aus Baumwolle gefertigt und entweder mit Schaumstoff oder natürlichen Materialien wie Kirschkernen gefüllt.

Yogabolster

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Mehr Beweglichkeit: Yogagurte

Ein Yogagurt wird auch Mathadi genannt und dient ebenfalls dazu, die Dehnung bei Asanas zu intensivieren oder Einsteigern beim Ausführen einzelner Übungen zu helfen. Er kann unterschiedlich eingestellt werden und weist stabile Verschlüsse auf. Yogagurte sind in der Regel aus reißfestem Polyester gefertigt.

Yogagurte

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Redakteurin Elena
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Seit 2017 profitieren unsere Kunden von Elenas breit gestreuter Expertise, die sie in der Produktberatung kompetent einsetzt. In ihrer Freizeit entspannt die modebegeisterte Veganerin am liebsten beim Yoga.