[Quelle Headerbild: iStock.com/Jakob Wackerhausen]
Lötstationen
1. Lötstationen
Lötstationen in der Elektrotechnik
Lötgeräte werden hauptsächlich in der Elektrotechnik verwendet, beispielsweise für das Löten von Platinen. Sie weisen eine Metallspitze auf, die durch Strom oder Gas erhitzt wird und mithilfe eines Löts zwei Metalle miteinander verbindet. Die Lötstation ist eine besondere Form des elektrischen Lötkolbens, die aus einer Lötspitze, Netzgerät und einer Ablage besteht.
Die Stromversorgung des Lötkolbens erfolgt über das Netzgerät der Lötstation, wobei ein elektronisch gesteuertes Heizelement verhindert, dass der Lötkolben zu heiß wird. Die Temperatur des Kolbens kann dabei mit einem Drehknopf stufenlos reguliert oder über ein Display eingestellt werden.
Die angebotenen Modelle unterscheiden sich in ihrer Leistung und der erreichten Maximal-Temperatur. Mehr Informationen über die Funktionsweise eines Lötkolbens erhalten Sie in unserem Ratgeber.
1.1 Vorteile gegenüber dem Lötkolben
Die Bauteile, die beim Löten miteinander verbunden werden sollen, sind in der Regel sehr empfindlich. Lötstationen bieten gegenüber einem Lötkolben den Vorteil der genauen Hitzeregulation während des Lötens, da die Temperatur gut sichtbar auf dem Display angezeigt wird. Weitere Vorteile sind die umfangreichen Funktionen wie Ablagefläche und Reinigungsstation, die für mehr Komfort beim Löten sorgen.
Heißluft-Lötstationen verfügen über einen Radiallüfter im Lötkolben oder eine Membranpumpe an der Basisstation. Das Löten mit heißem Luftstrom empfiehlt sich für empfindliche Bauteile wie Platinen und PC-Hardwarekomponenten.
1.2 Technische Merkmale
Lötstationen eignen sich für den Langzeitgebrauch unter vielen Einsatzbedingungen. Dabei wird in erster Linie zwischen analogen und digitalen Lötstationen unterschieden:
- Analoge Lötstationen weisen ein stufenloses Temperaturregler-Drehrad aus.
- Digitale Lötstationen sind mit einem digitalen Display, auf dem die aktuelle Temperatur angezeigt wird.
Bei der Wahl einer Lötstation spielt vor allem die Leistung eine wichtige Rolle. Sie hat Einfluss auf die Aufheizzeit der Lötstation und auf die maximale Höhe der Temperatur.
Anheizzeit
Die Anheizzeit – also wie lange es dauert, bis die Lötstation die gewünschte Temperatur erreicht hat – wird in Sekunden angegeben. Lötstationen mit kurzen Anheizzeiten sind dann empfehlenswert, wenn die Station häufig, aber nicht durchgängig genutzt wird und schnell zur Verfügung stehen muss.
Temperatur
Der mögliche Arbeitsbereich einer Lötstation liegt zwischen 150 und 480 Grad Celsius. Bei der Frage nach der Löttemperatur muss zudem beachtet werden, dass die Lötspitze bei Kontakt mit dem Lötgut sofort abkühlt. Die Temperatur sollte also hoch genug sein, um das Absinken kompensieren zu können. Bei Standardarbeiten mit Bleilöt hat sich eine Temperatur von 350 Grad Celsius bewährt. Speziallöte erfordern eine höhere Temperatur.
Stand-by-Funktion
Bei einer eingebauten Stand-by-Automatik kühlt die Lötspitze bei Nichtgebrauch auf 100 bis 150 Grad Celsius herunter. Das schont die Lötspitze und minimiert den Verschleiß.
Abschaltautomatik
Mit der Abschaltautomatik wird bei längerer Nichtverwendung die Stromzufuhr zur Sicherheit unterbrochen. So werden Brände und Verbrennungen vermieden.
Passwortschutz
Mit einem Passwortschutz werden die letzten Einstellungen automatisch aufgerufen. Er dient zudem zum Schutz vor unbefugter Benutzung.
2. Verschiedene Lötstationen
Der Markenname Weller steht seit 1945 für hochwertige Lötstationen und Lötkolben. Auch Ersa Lötstationen zeichnen sich durch eine hervorragende Verarbeitung im praktischen Einsatz aus.

Weller WHS40 D
- Leistung: 40 W
- Temperaturspanne: 150-450 °C
- 60 Sekunden Anheizzeit (auf 350 °C)
- Exakte Temperaturregelung dank Digitalanzeige

Ersa RDS 80
- Leistung: 80 W
- Temperaturspanne: 150-450 °C
- 40 Sekunden Anheizzeit (auf 280 °C)
- Stand-by und Auto-Power-off-Funktion







































