
Kletterspaß im Garten: Spieltürme
Klettertürme sind der Mittelpunkt vieler Spielplätze und bieten zahlreiche Optionen für Kinder. Doch nicht nur auf öffentlichen Flächen, auch im heimischen Garten können die vielseitigen Spielgeräte genutzt werden. Wir zeigen Ihnen verschiedene Modelle, worauf Sie bei Standortwahl und Montage achten müssen und wie Sie lange Freude an Ihrem Exemplar haben.
1. Was ist ein Spielturm?
Ein Kletter- oder Spielturm hält eine Reihe von Spielmöglichkeiten für Kinder bereit.
1.1 Bestandteile und Materialien
Der Begriff bezeichnet in der Regel einen turmartigen Bau mit Dach. Er wird im Freien installiert und verfügt je nach Modell über Seitenwände. Der Einstieg in den oberen Bereich kann durch Sprossen, eine Leiter oder eine Kletterwand möglich sein. Eine Rutsche oder Rutschstange bilden kreative Ausstiege aus dem Spielhaus. Unter dem Turm ist zudem Platz für einen Sandkasten. Ist das Unterteil ebenfalls durch Seitenwände geschlossen, können Ihre Kinder sich hier ihr eigenes Reich aufbauen oder Gartenspielzeuge verstaut werden.
Ein klassischer Spielturm mit Dach und zahlreichen Möglichkeiten des Auf- und Abstiegs.
Häufig sind die Stelzenhäuser mit zahlreichen anderen Spielgeräten verbunden. Dabei sind die Modelle unterschiedlich ausgestattet. Möglich sind neben Schaukelgestellen zum Beispiel ein Turnreck oder die Verbindung zu einem zweiten Spielturm mittels Elementen wie einer Hängebrücke.
In der Regel sind die Elemente der Klettergerüste austauschbar. So können Sie sich statt für eine Plastikschaukel für Modelle aus Holz , eine sogenannte Nestschaukel oder eine Babyschaukel entscheiden. Auch der Ausbau zu einer Doppelschaukel , die Anbringung einer anspruchsvolleren Kletterwand oder einer Wellenrutsche sind möglich.

Die Klettergerüste sind klassischerweise aus Massivholz und kesseldruckimprägniert*. Sie lassen sich durch zahlreiche Bauteile erweitern und umgestalten. So regen Steuerrad oder Glocke jedes Mal zu neuen Spielideen an.
Die Modelle unterscheiden sich unter anderem durch die Podesthöhe. Hier können Sie frei entscheiden: Ein niedriges Gestell bedeutet geringere Verletzungsgefahr bei Stürzen, eine höhere Ausführung ist jedoch auch noch mit steigendem Alter spannend.
*Was bedeutet kesseldruckimprägniert?
Dieses Verfahren dient dem Schutz vom Holz im Außenbereich indem es den natürlichen Abbauprozess verhindert: Das Material wird in einer speziellen Anlage einem Vakuum ausgesetzt, das dem Holz die Feuchtigkeit entzieht. Anschließend wird durch den Unterdruck ein Schutzsalz eingepresst, das es gegen Fäule, Insekten oder Pilzen schützt.
1.2 Vorteile für Sie und Ihr Kind
Ein Kletterturm im heimischen Garten hat gleich mehrere Pluspunkte:
- Das Klettergerüst bietet abwechslungsreichen Spielspaß durch eine freie Kombination verschiedener Geräte.
- Die Module können altersgerecht angepasst werden: So können Sie die Anforderungen in Bezug auf Kraft und motorische Fähigkeiten steigern, je älter Ihr Kind wird.
- Der Spielaufbau bietet vielfältige Bewegungsmöglichkeiten im Freien und fördert somit die Entwicklung und Sportlichkeit Ihres Kindes.
- Während Ihr Kind spielt, können Sie die Zeit in Haus sowie Garten nutzen und es dennoch beaufsichtigen.
Der vielseitige Spielturm macht Kindern unterschiedlicher Altersstufen großen Spaß.
2. Aufbau und Wartung
Sie können den Aufbau entweder Profis überlassen oder selbst übernehmen.
2.1 Hinweise zu Stellplatz und Montage
Kernüberlegung bei Aufbau und Montage muss immer die größtmögliche Sicherheit der spielenden Kinder sein.
Folgende Punkte sollten Sie bei der Wahl und Einrichtung des Stellplatzes bedenken:
- Wählen Sie eine ebene Standfläche mit ausreichend Platz um den Kletterturm herum. Dies bedeutet, dass der Aufbau etwa zwei Meter Abstand zu Ästen, Sträuchern oder Ähnlichem aufweisen sollte.
- Ein Platz im Halbschatten schützt die Kinder im Hochsommer vor Sonnenbrand und sorgt für Spielspaß trotz Sonne.
- Möchten Sie den Turm unter einen Baum montieren, sollten Sie darauf achten, dass dieser keine großen Mengen von Baumharz oder Blütensekret absondert.
- Besonders beim Klettern können die Kleinen auch mal vom Gerüst fallen. Sorgen Sie für diese Fälle vor und statten Sie Bereiche wie Leitern, Rutschen oder Schaukeln mit einem weichen Untergrund aus. Fallschutzmatten, Sand oder Rindenmulch federn Stürze effektiv ab, während Grasflächen dafür weniger geeignet sind.
- Wählen Sie einen möglichst ebenen Untergrund, in dem sich die Bodenanker sicher befestigen lassen.
- Die Fläche um den Spielbereich herum sollte Regenwasser zügig abfließen lassen oder aufnehmen. So verhindern Sie Staunässe an den Pfosten und ein Aufweichen des Bodens.
- Wählen Sie einen Ort, an dem Sie Ihre Kinder stets im Blick haben. So können Sie in Gefahrensituationen zügig eingreifen.
Montage
Eine richtige Montage ist essenziell für die Sicherheit aller Beteiligten. In der Regel gibt es zwei Arten der Befestigung: Zum einen die Installation von Bodenankern zum Eindrehen in das Erdreich, zum anderen Anker zum Einbetonieren. Die Ausstattung mit Griffen an kritischen Punkten ermöglicht, dass Ihr Kind sich jederzeit festhalten kann. Verbergen Sie herausragende Metallelemente wie Schrauben und spitze Kanten mit speziellen Abdeckungen.
Vor dem Aufbau kann es sinnvoll sein, das Holz zu behandeln. Zwar sind Aufstellung und langjährige Nutzung des Turmes auch ohne eine solche Maßnahme möglich, der Einsatz von Lasur und Farbe hat jedoch mehrere Vorteile: So wird das Holz vor Vergrauen geschützt und die Lebensdauer des Spielgeräts erhöht. Jedoch müssen Anstrich und das Lasieren regelmäßig wiederholt werden. Von der Behandlung des Holzes mit Lack sollten Sie Abstand nehmen. Lackierte Flächen werden bei Nässe schnell rutschig und haben somit ein erhöhtes Unfallrisiko zur Folge.
Sorgen für Halt und Spielen ohne Verletzungen: Griffe, Schrauben- sowie Pfostenabdeckungen
2.2 Instandhaltung
Für ein sicheres und langanhaltendes Spielvergnügen sind einige Maßnahmen zu beachten:
- Prüfen Sie regelmäßig die Standfestigkeit sowie die Verschraubungen
- Führen Sie in Abständen eine Sichtprüfung des Holzes auf Löcher, Risse oder andere Veränderungen durch
- Vermeiden Sie Staunässe, insbesondere im Bereich der Pfosten
- Im Herbst sollte das Holzgerüst von Laub befreit und im Winter abgedeckt werden
- Vergessen Sie nicht das Ölen des Materials
Bei Schnee und Eis besteht erhöhtes Verletzungsrisiko durch Glätte auf dem Kletterturm. Kontrollieren Sie das Spielgerät daher vor dem Einsatz.
3. FAQ
Ab welchem Alter ist ein Spielturm für Kinder geeignet?
Von Herstellern finden Sie in der Regel den Hinweis, dass Spieltürme für Kinder unter drei Jahren nicht geeignet sind. Es kommt jedoch auch auf den Entwicklungstand der körperlichen und motorischen Fähigkeiten Ihres Kindes an. Je nachdem kann der Einsatz eines Spielturmes früher oder später sinnvoll sein. Die Klettergerüste sind für Kinder bis 14 Jahren und einem Körpergewicht bis 50 Kilogramm gedacht. Zudem müssen sie zwei Erwachsene gleichzeitig tragen können.
Welcher Kletterturm ist der beste?
Der beste Spielturm ist derjenige, der die Spielbedürfnisse Ihres Kindes am effektivsten abdeckt. Daher sollten Sie das Klettergerüst und seine Bestandteile so auswählen, dass es möglichst viele Komponenten erhält, die Ihr Kind interessiert. Buddelt es gern im Sand, sollte ein Sandkasten dazugehören, ist es ein Meister im klettern, sind Hinderniswand sowie Seile und Stangen ideal.






































