
Ratgeber Solarduschen
Egal ob beim Camping oder im Garten: Eine Solardusche sorgt für Abkühlung in der heißen Jahreszeit. Wir verraten dir, wie eine solche Gartendusche funktioniert.
1. Funktionsweise und Vorteile einer Solar-Gartendusche
Eine Gartendusche ist in vielerlei Hinsicht praktisch: Sie kann den Körper nach schweißtreibender Gartenarbeit säubern oder vor dem Einstieg in den Swimmingpool genutzt werden. So wird dieser nicht so schnell verschmutzt und muss seltener gereinigt werden. Vor allem an heißen Tagen bietet sie zudem eine willkommene Erfrischung zwischendurch.
Solardusche am heimischen Pool: Der Tank verbirgt sich in der Duschsäule.
Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen sind Solar-Gartenduschen nicht an die Warmwasserleitung des Hauses angeschlossen, sondern produzieren das warme Wasser selbstständig. Sie besitzen einen Tank, in dem es durch die Wärme der Sonnenstrahlen innerhalb einer halben Stunde auf bis zu 60 Grad Celsius erhitzt wird. Das Wasser heizt sich dabei entweder durch Solarpanele oder durch eine UV-beständige Ummantelung des Wassertankes sowie eine vergrößerte Oberfläche auf.
Zusätzlich werden die meisten Modelle an einen herkömmlichen Gartenschlauch angeschlossen, der die Gartendusche bei Bedarf mit kaltem Frischwasser versorgt. Außerdem kann das heiße Wasser vermischt und auf eine angenehme Temperatur gebracht werden.
Solarduschen gelten als sehr umweltfreundlich, da sie lediglich auf eine andauernde Sonneneinstrahlung angewiesen sind und somit keinen Strom benötigen. Dadurch spart das Duschen unter freiem Himmel Energiekosten und ist theoretisch an jedem beliebigen Standort möglich.
1.1 Tankgröße
Da Solar-Gartenduschen nicht an die Warmwasserleitung des Hauses angeschlossen werden, ist ein großes Fassungsvolumen des integrierten Tankes besonders wichtig. Je nach Ausführung fasst dieser eine unterschiedliche Anzahl an Litern, wobei sich der Tank in den meisten Fällen in der Duschsäule verbirgt. Generell gilt: Je größer der Tank, desto mehr heißes Wasser steht zur Verfügung, aber desto länger benötigt es auch, sich aufzuheizen.
Die durchschnittliche Tankgröße liegt zwischen 35 und 40 Litern. Bei Campingduschen, die statt über eine Säule über einen schwarzen UV-Beutel verfügen, liegt das Fassungsvolumen bei etwa 20 Litern Wasser.
1.2 Mischbatterie
Wenn du bei deiner bevorzugten Temperatur duschen möchtest, solltest du darauf achten, dass die Solardusche mit einer Mischbatterie ausgestattet ist. Diese gewährleistet, dass die Wassertemperatur individuell vom Nutzer auf einen bestimmten Wert eingestellt werden kann. Das erhitzte Wasser wird dabei mit dem Frischwasser aus dem Gartenschlauch vermischt.

Bei den meisten Modellen handelt es sich um eine Einhebelmischbatterie, mit der die Duschtemperatur stufenlos regulierbar ist.
2. Verschiedene Modelle
Wir stellen dir verschiedene Solarduschen für den Garten oder für unterwegs vor:
Mobile Solardusche
Mobile Varianten bestehen in der Regel aus einer Gestellkonstruktion, die an einen Wasserschlauch angeschlossen wird. Der Tank für das erhitzte Wasser befindet sich dabei im Fuß der Gartendusche. Das Fassungsvolumen einer mobilen Solardusche liegt bei etwa 20 bis 30 Litern. Durch die Flexibilität lassen sich die Duschen an beliebiger Stelle im Garten platzieren und können im Winter im Trockenen verstaut werden.

Campingdusche
Die Campingdusche ist die einfachste Form der Solardusche. Sie besitzt einen Wassertank in Form eines schwarzen Kunststoff-Beutels mit einem Fassungsvolumen von bis zu 20 Litern. Der Anschluss eines Wasserschlauches ist bei solchen Modellen nicht möglich, sodass die Duschtemperatur nicht reguliert werden kann. Aufgrund des geringen Fassungsvolumens heizt sich das Wasser bei einer solchen Solardusche sehr schnell auf.

Festinstallierte Solar-Gartendusche
Im Gegensatz zu einer mobilen Dusche wird die festinstallierte Duschsäule im Boden – beispielsweise am Pool – verbaut. Die Besonderheit dabei: Der Tank ist in der breiten Duschsäule verbaut und fasst dabei bis zu 40 Liter. Erhitzt wird das Wasser dank der großen Oberfläche der Säule innerhalb von etwa einer halben Stunde. Manche Modelle besitzen hingegen Solarpanele, die für die Erwärmung des Wassers in der Säule sorgen.

3. FAQ
Wie funktioniert eine Gartendusche mit Solar?
Die Funktionsweise einer Solar-Gartendusche ist denkbar einfach: Die Modelle besitzen einen Tank, der mit Wasser gefüllt wird. Im diesem erhitzt sich das Wasser durch die Wärme der Sonnenstrahlen auf bis zu 60 Grad Celsius. Zudem sind die meisten Solarduschen mit einer Mischbatterie ausgestattet, sodass die Duschtemperatur individuell reguliert werden kann: Das heiße Wasser aus dem Tank mischt sich dann mit kaltem Frischwasser, welches über einen herkömmlichen Gartenschlauch in die Apparatur geleitet wird.
Wie lange reicht das warme Wasser in einer Solar-Gartendusche?
Für wie viele Duschgänge das warme Wasser im Tank reicht, ist abhängig von Faktoren wie Temperatur, Konstruktion des Duschkopfes und Nutzungsdauer. Wenn du sparsam duschst, benötigst du dazu etwa sieben Liter pro Minute. Eine Solardusche besitzt in der Regel einen Tank, der bis zu 40 Liter Wasser speichert und auf bis zu 60 Grad Celsius aufwärmt. Durch die Vermengung mit kaltem Frischwasser sind etwa zwei bis drei Duschgänge mit einer Dauer von fünf Minuten problemlos möglich.
Wie ist eine Solardusche aufgebaut?
Eine Solardusche besteht aus einem Wassertank, einer Mischbatterie, einem Duschkopf sowie einem Anschluss für einen Wasserschlauch. In dem Tank wird das Wasser auf bis zu 60 Grad Celsius erhitzt. Wenn du mit einer bestimmten Temperatur duschen willst, kannst du dank der Mischbatterie diese stufenlos regulieren, da die Mischbatterie dafür sorgt, dass kaltes Frischwasser und erhitztes Tankwasser vermischt werden.




































