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Was ist eigentlich Downcycling?

Was Recycling bedeutet, weiß wahrscheinlich jeder und Upcycling avanciert zum Nachhaltigkeitstrend. Doch wissen Sie, was sich hinter dem Begriff Downcycling verbirgt? Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen.

1. Definition von Downcycling

Mit dem Begriff Recycling kann in der Regel jeder etwas anfangen: Abfallprodukte werden wiederaufbereitet und in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt. Downcycling ist ebenfalls eine Form der Wiederverwertung von Müll, mit der Spezifizierung, dass die betroffenen Materialien durch den Weiterverarbeitungsprozess an Qualität verlieren und ein weniger wertiges Endprodukt dabei entsteht. Downcycling ist also eine Form des Recyclings, ebenso wie der Gegenpart, das sogenannte Upcycling, bei dem aus Abfall hochwertigere Endprodukte hergestellt werden.

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Mit fortschreitender Anzahl an Verarbeitungsstufen vermindert sich beim Downcycling die Qualität des Endprodukts immer stärker. Diesen Prozess bezeichnet man als Kaskadenprinzip. Dem sogenannten Rezyklat müssen in der Regel Primärrohstoffe zugefügt werden, um ein neues Produkt herzustellen. Da mit jeder Wiederaufbereitung die Qualität sinkt, können die Stoffe nur begrenzt wiederverwertet werden. Der Kreislauf endet, wenn der Energieaufwand zur Wiederaufbereitung des Materials zu hoch ist, um diese zu rechtfertigen.

2. Beispiele für Downcycling

Obwohl der Begriff weniger geläufig ist, findet Downcycling bei vielen allgemein bekannten Müllverwertungsprozessen seine Anwendung:

  • In der Papierindustrie: Bei der Verwertung von Altpapier verringert sich die Qualität des Materials, da die Papierfasern kürzer und brüchiger werden. Auch die Farbe von Recyclingpapier lässt erkennen, dass aufgrund von Druckrückständen nicht die gleiche Qualität wie vor der Verwertung erreicht wird.

  • Ein weiteres Beispiel sind Altkleider, die nicht mehr tragbar sind und daher zu Putzlappen verarbeitet werden oder in geschredderter Form als Dämmmaterial zum Einsatz kommen, zum Beispiel in der Automobilindustrie.

  • Auch der Recyclingprozess von Plastik beziehungsweise Kunststoff ist genau genommen Downcycling, da bei der Weiterverarbeitung die Kunststoffmoleküle brüchig werden. Plastikflaschen können zwar zu neuen Plastikflaschen wiederverarbeitet werden, jedoch wird dabei nur ein kleiner Anteil des ursprünglichen Produkts genutzt. Der restliche Teil wird zu Granulat downgecycelt, was beispielsweise in der Herstellung von Spielzeug verwendet wird.

Glas kann beliebig oft ohne Qualitätsverlust recycelt werden – allerdings nur solange Sortenreinheit gewährleistet ist. Das bedeutet: Aus Glasflaschen werden neue Glasflaschen hergestellt, sie können allerdings nicht für Fensterglas genutzt werden. Dieses hingegen kann zu Glasflaschen downgecycelt werden.

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Downcycling spielt bei vielen Arten der Müllverwertung eine Rolle.

3. Warum ist Downcycling sinnvoll?

Was auf den ersten Blick vielleicht nicht nach der besten Art von Abfallverwertung klingt, ist dennoch ein wichtiger Teil eben dieser. Denn auch wenn die entstehenden Endprodukte eine geringere Qualität aufweisen, unterstützt der Prozess die Wiederverwertung von Rohstoffen, wodurch schließlich Ressourcen geschont werden. Ohne Downcycling könnten Stoffe wie Papier oder Plastik nicht wiederverwertet werden.

Die Relevanz wird vor allem in Hinblick auf die Entsorgung von Plastik deutlich: Plastik ist ein enormes Problem für unsere Umwelt, da es mehrere Hundert Jahre dauern kann, bis es sich zersetzt und auch dann bleibt es als Mikroplastik in Gewässern und Böden erhalten. Daher sollte die Produktion und Verwendung von Kunststoff nach Möglichkeit reduziert werden und dort wo es verwendet wird, solange wie möglich wiederaufbereitet werden.

Mehr Fakten über Plastik und Informationen dazu, wie es unsere Umwelt belastet, finden Sie in unserem Beitrag über Plastik-Fakten. In unserem Artikel zum Thema „Plastikfrei leben“ geben wir Ihnen außerdem Tipps, wie Sie in Ihrem Alltag Kunststoff vermeiden können.

4. 5 Tipps, die jeder umsetzen kann

Downcycling kann anders als Upcycling nicht so leicht als Privatperson im Alltag angewandt werden, sondern findet eher in der Industrie statt. Als Konsument können Sie dennoch mit kleinen Dingen Ihren Beitrag dazu leisten.

Hier finden Sie die wichtigsten Tipps:

  1. Verwenden Sie Papier doppelseitig.
  2. Wählen Sie wo möglich recycelte Varianten, beispielsweise bei Papier, Toiletten- und Küchenpapier.
  3. Geben Sie Kleidung, die Sie nicht mehr tragen, in die Altkleidersammlung oder zu sozialen Kaufhäusern. Alte T-Shirts können Sie außerdem als Putzlappen weiterverwenden.
  4. Verzichten Sie auf Plastikprodukte. Falls Sie doch beispielsweise Plastikflaschen nutzen, können Sie diese mehrfach verwenden.
  5. Achten Sie auf korrekte Mülltrennung, damit Ihr Abfall richtig recycelt werden kann.

Upcycling statt Downcycling: Werten Sie vermeintlichen Müll auf, indem Sie daraus etwas Neues kreieren. Wie Ihnen das gelingt und was genau hinter dem Begriff Upcycling steckt, erfahren Sie in unserem Artikel.

5. Das Ctradle-to-Cradle-Konzept

Beim Downcycling können Produkte nur begrenzt oft wiederaufbereitet werden – der Kreislauf muss irgendwann enden. Dies zu vermeiden ist das Kernprinzip des Cradle-to-Cradle-Konzepts. Übersetzt bedeutet das so viel wie „Von der Wiege zur Wiege“. Die Idee bezeichnet den Ansatz, einen geschlossenen Kreislauf stattfinden zu lassen, in dem Produkte immer weiterverwertet werden können, als ein neues hochwertiges Produkt oder brauchbares Material. Was nicht wiederverwendet werden kann, soll kompostierbar oder essbar sein.

Ein solcher geschlossener Wiederverwertungskreislauf würde eine abfallfreie Wirtschaft ermöglichen. Entwickelt haben das Konzept der deutsche Verfahrenstechniker Michael Braungart und der US-Architekt William McDonough. Von ihrer visionären Idee sind aktuelle Recycling-Maßnahmen jedoch noch weit entfernt.

FAQ

  • Was heißt Downcycling?

    Downcycling bezeichnet die Wiederaufbereitung von Materialien, wobei jedoch nicht die ursprüngliche Qualität erhalten bleibt – stattdessen findet eine Abwertung statt. Der Begriff leitet sich von dem geläufigen Wort Recycling ab, was so viel bedeutet wie Wiederaufbereitung. Die veränderte Vorsilbe „down“ ist das englische Wort für „herab“ oder „nach unten“ und bezeichnet damit das Spezielle an dieser Form der Wiederverwertung.

  • Wie funktioniert Downcycling?

    Altpapier, Altkleider und auch Plastik: Viele Müllverwertungsprozesse sind im Grunde Downcycling. So werden bei der Wiederaufbereitung von Kunststoff die Moleküle brüchig und bei Papier die Fasern kürzer, sodass die Qualität des Materials nicht erhalten bleibt. Um ein neues hochwertiges Produkt herzustellen, werden daher dem downgecycelten Material neue Primärrohstoffe zugefügt.

  • Was kann ich zu Downcycling beitragen?

    Downcycling wird vor allem in der industriellen Müllverwertung angewandt. Wenn Sie dennoch im Alltag etwas dazu beitragen möchten, können Sie beispielsweise Papier doppelseitig verwenden oder alte Kleidungsstücke als Putzlappen benutzen. Weitere Tipps für Downcycling im Alltag finden Sie hier.

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Redakteurin Lara

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