
Vordächer Ratgeber
Ein Vordach schützt Sie und Ihren Hauseingang vor der Regen und Schnee. Welche Vordächer-Arten es gibt und was Sie bei der Auswahl beachten sollten, lesen Sie in diesem Ratgeber.
1. Vordächer und ihr Anwendungsbereich
Vordächer werden üblicherweise an der Außenwand eines Gebäudes und über einem Durchgang angebracht, etwa der Haus- oder Terrassentür. Unabhängig von ihrer individuellen Konstruktion erfüllen sie dabei mehrere Zwecke:
- Aufwertung der Optik: Ein Vordach kann den Anblick Ihres Hauses verschönern und einen Durchgang hervorheben.
- Schutz vor Niederschlägen: Durch die Überdachung sind Sie zum Beispiel während des Aufschließens der Haustüre vor Regen und Schnee geschützt. Auch die Tür selbst wird geschont.
- Schutz vor Schneelawinen: Löst sich auf dem Dach über dem Eingang im Winter eine Schneelawine, kann dies eine Gefahr für Personen darstellen, die sich vor der Tür aufhalten. Vordächer können davor schützen.
- Schutz vor Glätte: Im Winter kann ein Vordach verhindern, dass sich Wasser im Eingangsbereich eines Hauses ansammelt, das gefrieren und somit eine Gefahr für Sie darstellen kann.
Die gebräuchliche Montageart für Vordächer sind Schrauben, die fest in der Außenwand verankert werden. Vordächer sollten breiter als der darunter befindliche Durchgang sein, damit der gesamte Türbereich überdeckt ist.
2. Konstruktion
Die Konstruktion des Vordaches wirkt sich nicht allein auf die äußere Erscheinung aus, sondern nimmt auch Einfluss auf die funktionalen Eigenschaften. Die folgenden Varianten sind unter Vordächern geläufig:
Pultvordach
Einteiliges Dach, das eine Neigung nach unten aufweist, damit Regenwasser ablaufen kann und sich kein Schnee ansammelt.

Rundbogenvordach
Gewölbtes Dach, dessen höchster Punkt sich mittig über der Tür befindet. Regen und Schnee werden seitlich abgeleitet.

Sattelvordach (Giebelvordach)
Bestehend aus zwei Dachflächen, die nach oben mittig zusammenlaufen. Regenwasser fließt an den Seiten ab.

Flachdach
Flaches und waagerecht angebrachtes Dach, das keinen Neigungswinkel aufweist. Optisch unaufdringlich, muss solch ein Vordach unter Umständen jedoch regelmäßig gereinigt und von Laub sowie anderen Fremdkörpern befreit werden.

Je nachdem, wo Sie das Vordach anbringen möchten, kann ein Modell mit integrierter Regenrinne sinnvoll sein, damit Regenwasser effektiv aufgefangen und abgeleitet wird.
3. Material
Vordächer setzen sich zusammen aus dem an der Wand angebrachten Gebälk beziehungsweise den Streben sowie dem eigentlichen Dach oder der Dachplatte. Manchmal sind beide Elemente aus demselben Material hergestellt, häufig jedoch aus zwei verschiedenen.
Materialien, die vorwiegend als Streben, teils aber auch für das Dach verwendet werden, sind:
Ein Vordach aus Aluminium lässt sich oft leicht zusammenbauen.
Aluminium
- Stabiler Werkstoff
- Langlebig, oft pulverbeschichtet
- Geringes Gewicht
Edelstahl
- Langlebig
- Sehr robust
- Hochwertig
Holz
- Natürlicher und hochwertiger Look
- Prägt die Optik des Hauses deutlich
- Meist pflegeintensiver als andere Materialien
- Hohes Gewicht
Kunststoff
- Sehr wetterfest
- Geringes Gewicht
- Kostengünstig
Materialien, die hauptsächlich als Dach(platte) verarbeitet werden, sind:
Acryl bietet eine gute Lichtdurchlässigkeit.
Acrylglas (Kunstglas)
- Gute Durchsicht und Lichtdurchlässigkeit
- Wetterfest und UV-beständig
- Robust
- Relativ leicht
Polycarbonat (Kunstglas)
- Sehr widerstandsfähig
- Witterungsbeständig
VSG (Verbundsicherheitsglas, Echtglas)
- Splittert nicht bei Bruch, daher besonders sicher
- Kratzfest
- Verhältnismäßig schwer
- Sehr lichtdurchlässig
Im Allgemeinen können Sie Vordächer aus Aluminium (und einer Dachplatte) relativ leicht via Steckmechanismus zusammenbauen und anschließend an der Wand montieren. Varianten aus Holz erfordern häufig mehr Arbeit, sind dafür aber optisch ein Highlight und in der Regel massiv gebaut.
4. FAQ
Müssen Vordächer aus Holz regelmäßig gestrichen werden?
In der Regel sind Vordächer aus Holz pflegeintensiver als Modelle aus Aluminium oder Kunststoff. Besonders bei unbehandelten Holzvordächern kann es notwendig sein, dass Sie sie in gleichmäßigen Abständen lackieren müssen, um sie vor der Witterung zu schützen.
Wie breit sollte ein Vordach sein?
Ein Vordach sollte breiter sein als der darunter befindliche Durchgang, andernfalls kann es seinen Zweck nicht voll erfüllen. Vordächer sind in unterschiedlichen Breiten erhältlich, sodass Sie das Modell den baulichen Bedingungen an Ihrem Haus entsprechend auswählen können.
Auf welcher Höhe sollten Vordächer montiert werden?
Vordächer sollten grundsätzlich nicht mit zu großem Abstand über einer Tür angebracht werden, da der Schutz vor Regen und Schnee andernfalls nicht mehr so effektiv ist.



































