
Ratgeber Stereoanlagen
1. Komponenten
Bei einer Stereoanlage werden die Quellen-, Verstärker- und Lautsprecherkomponenten zu einem einzigen Gerät kombiniert. Um Musik abspielen zu können, besitzt es zwei Kanäle, die mehrere Audiosignale gleichzeitig aussenden und damit akustisch einen räumlichen Eindruck bilden. Ab den 1960er Jahren wurden mit der DIN 45500 bestimmte Anforderungen festgelegt, die ein Gerät erfüllen musste, um als High Fidelity ausgezeichnet zu werden. Da jedoch heutzutage fast alle qualitativ hochwertigen Elektronik-Geräte diese Kriterien erfüllen, wird heute nur noch selten auf den Qualitätshinweis geachtet.
Allerdings gibt es seit einigen Jahren verschiedene Arten von Stereoanlagen, die für verschiedene Ansprüche geeignet sind:
Hi-Fi-Turm
- Alle Stand-Alone-Geräte übereinander gesetzt
- Geräte sind meist in einem Regal aufgestellt
- Lautsprecher werden in einigem Abstand aufgestellt
- Plattenspieler auf oberster Ebene
- Meist aus Holz oder Metall
- Geräte verschiedener Hersteller kombinierbar
- Schubladen für CDs und anderes Zubehör
Kompaktanlage
- Alle Apparate in einem Gehäuse
- Frontlader (optisch wie Hi-Fi-Turm)
- Toplader (flacher als Frontlader, von oben zu bedienen)
- Alles in einem Gerät
- Neuere Modelle haben klangstarke Boxen
Microanlage
- Gibt Musik aus unterschiedlichen Quellen wieder
- Oft dient Computer als Hauptquelle
- Eventuell ist ein Digital/Analog-Wandler angeschlossen
- Fortschrittlichste Entwicklung
- MP3-Player und Smartphone können angeschlossen werden
2. Anschlussmöglichkeiten
Mit dem Cinch, einem Steckverbinder, kann die Stereoanlage an Geräte wie den Fernseher, den Verstärker oder den Computer angeschlossen werden. Dabei sind mehrere Stecker zusammengebunden, die jeweils eine separate Funktion innehaben. Meist finden sich hier drei Kabel:
- Weiß – Übertragung und Wiedergabe des Tons
- Rot - Übertragung und Wiedergabe des Tons
- Gelb – Wiedergabe des Videos
Um eine Stereoanlage an oben genannte Geräte anzuschließen, sind meist jedoch nur die ersten beiden Kabel nötig.
Line-Out am PC
Der grün markierte Line-Out ist ein Audio-Ausgang. Üblicherweise befindet sich der Line-Out am PC und bietet die Möglichkeit, eine Stereoanlage, Kopfhörer oder Lautsprecher anzuschließen. Um die genannten Geräte verbinden zu können, muss der Line-Out über ein Kabel – bei Stereoanlagen ist es meist der Cinch-Stecker – mit dem Line-In verbunden werden.
Dockingstation und Schnittstellen
Über eine Dockingstation lassen sich Elektrogeräte wie etwa MP3-Player an die Stereoanlage anschließen. Diese Ports zielen vor allem auf Komfort ab, da das Gerät aufgeladen wird und gleichzeitig Musik an die Stereoanlage überträgt. So kann der MP3-Player sozusagen als Hi-Fi-Anlage genutzt werden.
Zusätzlich sind zahlreiche Schnittstellen wie etwa der SD-Kartenleser oder der USB-Port zu finden. So kann die Stereoanlage Musikdateien abspielen, ohne dass diese vorher auf eine CD gebrannt werden müssen. Allerdings besitzt längst nicht jedes Hi-Fi-Gerät solche Schnittstellen – schauen Sie also vorher im Datenblatt der zu erwerbenden Anlage nach, welche Möglichkeiten sich hier bieten.
3. Klangqualität
Ein dröhnender Bass oder zischelnde Lautsprecher - das sind Eigenschaften, die eine Stereoanlage nicht haben sollte. Oft ist es nicht die Hi-Fi-Anlage, sondern nur die Summe von Kleinigkeiten, die einem guten Sound im Weg stehen. Je nach Wahl der Stereoanlage sind die Möglichkeiten, den optimalen Klang aus der Anlage herauszuholen, begrenzt. Das beste Klangerlebnis liefert ein Hi-Fi-Turm. Hierbei können die einzelnen Satellitenlautsprecher optimal im Raum verteilt und ausgerichtet werden, sodass im Idealfall ein „Sweet Spot“ entsteht. Kompakt- und Minianlagen kommen dabei an ihre Grenzen, da die Lautsprecher nicht optimal positioniert werden können.
Die Positionierung der Lautsprecher beeinflusst das Klangerlebnis maßgeblich.
Klangverbesserung in Räumen
- Reflexionen vermeiden, dabei sollte der Raum nicht zu leer sein
- Schallschluckende Elemente geschickt im Raum verteilen
Positionierung der Lautsprecher
- Üblich: ausreichender Abstand zu Rück- und Seitenwand, da die tiefen Frequenzen sonst ein Dröhnen bilden
- Boxen mit schwachem Bass sollten nah an der Wand stehen, um die tieffrequenten Schallwellen zu verstärken
- Hörer sollten sich im Sweet Spot – dem idealen Bereich – befinden, das ist genau die Mitte zwischen den beiden Lautsprechern
Smart Surround
- Audio-Einstellungen werden automatisch an das Ausgabegerät angepasst
- Klangeinstellungen für den TV werden so beispielsweise sofort eingestellt, sobald dieser angeschlossen ist
4. FAQ
Meine Stereoanlage brummt, was kann ich tun?
Das tiefe Brummen wird in vielen Fällen von Netzsteckdosen verursacht. Werden Fernseher und Stereoanlage verbunden, hört man ein tiefes Brummen aus den Lautsprechern. Die Lösung ist ein Mantelstromfilter der zwischen der Antennendose und dem Fernseher montiert wird.
Wie kann ich den Klang meiner Stereoanlage verbessern?
Erwerben Sie passende Standfüße oder Gummidämpfer für Ihre Boxen. Dadurch sind diese stabiler und kippsicher. Außerdem werden die Vibrationen nicht mehr auf den Standort der Boxen – wie etwa ein Holzboden oder Regal – übertragen, wodurch der Bass weniger dröhnt.
Wie reinige ich meine Anlage schonend?
- Hochglänzende Lautsprecher lassen sich ganz einfach mit einem Microfasertuch und Glasreiniger säubern. Besitzen Sie Boxen aus Holz, feuchten Sie das Tuch nur leicht an und fahren Sie damit über die Lautsprecher.
- Das Gehäuse der Stereoanlage kann mit einem Tuch abgewischt werden, das leicht mit Wasser angefeuchtet wurde.
- Auch die eventuell vorhandenen Kasettenlaufwerke sollten regelmäßig gereinigt werden. Lesen Sie hierfür die Gebrauchsanleitung Ihres Gerätes, denn jede Anlage ist anders konzipiert.
- Alle paar Jahre sollte die Linse bzw. der Laser der Stereoanlage gereinigt werden. So verhindern Sie, dass sich dort Staub oder andere Verschmutzungen festsetzen und das Gerät CDs nicht mehr lesen kann. Am sinnvollsten ist es, den Reinigungsvorgang von einem Experten durchführen zu lassen. Möchten Sie die Reinigung selber durchführen, beschädigen Sie eventuell das Gerät und setzen sich selbst der Gefahr eines Stromschlags aus.
















































