[Quelle: iStock.com/Jacob Wackerhausen]
Wissenswertes zu Softboxen
1. Mit Softboxen perfekte Lichtsituationen herstellen
Für Video- und Fotografen gehören Softboxen zur Standardausrüstung. Es handelt sich um mit Stoff verkleidete Drahtgestelle, welche innen mit einer reflektierenden Schicht versehen sind. In Kombination mit einer Lampe und einem Stativ lassen sich besonders weiche Beleuchtungseffekte schaffen. So lässt sich die Licht- und Schattensituation kontrolliert steuern oder eine vollständige Ausleuchtung des Motivs gewährleisten.
Das nützliche Lichtequipment eignet sich dank einfachem Auf- und Abbausystem sowohl für das Fotostudio als auch für unterwegs. Für spontane Fotoprojekte, bei denen es noch schneller gehen muss, gibt es außerdem handliche Softboxen, die direkt am Aufsteckblitz der Kamera montiert werden können.
2. Aufbau und Varianten
Eine Softbox besteht zum einen aus mehreren Einzelteilen, zum anderen gibt es verschiedene Formen der Lichtboxen mit unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten. Hier erhältst du eine Übersicht über den Aufbau und die verschiedenen Varianten:
Softbox-Sets
Wenn umgangssprachlich von einer Softbox die Rede ist, ist oft das ganze Softbox-Set gemeint. Ein solches Set besteht aus drei Teilen:
- Lampenstativ für die Positionierung
- Lampe als Lichtquelle
- Reflektor-Zelt (Softbox)

Der Reflektor ist die eigentliche Softbox. Er wird vorne mit einem weißen, dünnen Stoff bespannt, welcher das Licht streut und damit für eine besonders weiche Lichtwirkung sorgt. Innen ist der Diffusor mit einer reflektierenden Schicht verkleidet. Schwarze Kunststofffolie dient als Außenmaterial, um unerwünschte Reflexionen durch Lichteinflüsse aus der Umwelt zu vermeiden. Bei einigen Softboxen sind Wabenaufsätze im Lieferumfang enthalten. Diese Gitter werden anstelle der weißen Stoffschicht eingesetzt und erzeugen gebündeltes, härteres Licht, welches direkt auf das Motiv trifft.

Die Boxen gibt es in verschiedenen Formen von achteckig über kreisförmig bis quadratisch. Mehr dazu, welche Softbox sich für welchen Anwendungsfall eignet, erfährst du im nächsten Kapitel dieses Ratgebers.
Lichtzelte
Ein Lichtzelt ist eine spezielle Form der Softbox. Es findet hauptsächlich in der Produktfotografie Anwendung. Dabei wird das zu fotografierende Objekt innerhalb des Zeltes aufgestellt. Die Lichtquelle befindet sich oftmals oben im Zelt. So wird das Motiv effektiv ausgeleuchtet.

Diffusoren für Aufsteckblitze
Diese Softboxen haben ein handliches Format und passen in jede Tasche. Daher eignet sie sich am besten für Fotoshootings außerhalb des Studios wie beispielsweise bei Outdoor-Fotografie. Die Installation ist einfach: Du stülpst den Reflektor über den Aufsteckblitz deiner Kamera und kannst sofort mit den Aufnahmen beginnen.

Informiere dich in den Produktinformationen, ob der jeweilige Diffusor zu deinem Aufsteckblitz passt. Beachte außerdem, dass die ausleuchtbare Fläche mit einer solchen Softbox nicht so groß ist, wie mit einem separaten Lichtaufbau.
3. Verschiedene Anwendungsmöglichkeiten
Softboxen sind bei jedem Fotoshooting ein nützlicher Begleiter. In der Portraitfotografie betonen sie die Augen des Models und sorgen auch an Regentagen für ausreichende Beleuchtung. Bei der Produktfotografie lässt sich eine künstliche Lichtsituation erzeugen, die das Produkt besonders in Szene setzt.
Portraitfotografie
Softboxen werden in der Portraitfotografie häufig verwendet, da sich so das beliebte „Catchlight“ in den Augen erzeugen lässt.
Beim Ablichten eines Models im Fotostudio mithilfe von Softboxen entsteht eine Lichtreflexion in den Augen. Diese wird als Catchlight bezeichnet. Je nach Form der Softbox verändert sich auch die Form des Lichtes im Auge.
Softboxen eignen sich besonders bei der Portraitfotografie, um Lichtreflexionen in den Augen zu erzeugen [Quelle: Philip Date – stock.adobe.com]
Bei Foto-Sessions im Studio kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen: Du bestimmst, welches und wie viel Licht auf das Motiv fällt. Auch mit einer geringen Belichtung lassen sich großartige Ergebnisse erzielen.
Mithilfe der Softbox als externe Lichtquelle lässt sich bei einem Outdoor-Fotoshooting an grauen Tagen nachhelfen.
Produktfotografie
In der Produktfotografie sorgt eine Softbox für eine gleichmäßige Ausleuchtung, damit das Produkt perfekt beleuchtet wird. Auch Hintergründe im Fotostudio lassen sich so flächendeckend aufhellen.
Wenn es um sehr simple Fotos mit weißem Hintergrund geht, ist es empfehlenswert, das Produkt in einem Lichtzelt zu positionieren.
4. FAQ
Welchen Nutzen hat eine Softbox?
Eine Softbox beeinflusst die Ausleuchtung des fotografierten Motivs. Sie sorgt für weiche Übergänge zwischen Licht und Schatten. Wenn mehrere Boxen zum Einsatz kommen, kann die Schattenbildung fast vollständig verhindert werden.
Brauche ich unterschiedliche Softboxen?
Die Art der Softbox beeinflusst das „Catchlight“, also die Form der Lichtreflexion auf dem Motiv. Möchtest du beispielsweise ein rundes Licht im Auge deines Models oder auf einem reflektierenden Objekt erzeugen, verwende eine kreisförmige Box. Soll der Lichtreflex im Auge an ein Fenster erinnern, ist eine rechteckige Variante sinnvoll.
Wie groß muss eine Softbox sein?
Das kommt ganz darauf an, wofür du deine Softbox verwenden möchtest. Je größer die auszuleuchtende Fläche ist, desto größer sollte die Box sein. Eine Länge von 60 Zentimetern und eine Höhe von 40 Zentimetern ist für die Hobbyfotografie meist ausreichend.
Wie viel Watt braucht eine Softbox?
Die Wattzahl der Lichtquelle bestimmt bei einem Softbox-Set die Reichweite des Lichtes. Bei der Produktfotografie werden meist mehrere Boxen sehr nah am Motiv platziert, daher ist keine hohe Lichtstärke notwendig. Willst du große Räume flächendeckend ausleuchten, brauchst du eine stärkere Beleuchtung von ab 500 Watt aufwärts.









































