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Laser-Haarentferner – dauerhaft glatte Haut
Mit Laser-Haarentfernen lassen sich Haare zeitsparend und schmerzfrei zuhause epilieren. Erfahre in diesem Ratgeber, was du bei der Wahl eines IPL-Geräts beachten solltest.
1. Laser-Haarentferner: Epilation mit Licht
Der Wunsch nach einer dauerhaft glatten Haut ist hinsichtlich der Strapazen einer Rasur – etwa gereizte Haut oder eingewachsene Haare – verständlich. Bei der Epilation durch Laser wird das Haar mitsamt den Haarwurzeln dauerhaft entfernt.
Von Epilation spricht man, wenn das Haar zusammen mit der Haarwurzel entfernt wird. Es gibt zwei Methoden der Epilation.
- Bei dem dauerhaften Verfahren durch Laser werden die Haarwurzeln erhitzt und verödet, was die Regeneration dieser komplett stoppt oder stark verlangsamt.
- Dagegen werden die Haare bei der nicht-dauerhaften Variante durch Epilierer oder Wachs inklusive ihrer Wurzel ausgerissen. Die Haarwurzeln wachsen schneller wieder nach als bei der Lasermethode.
Bei der Depilation hingegen wird nur der oberflächliche Teil der Haare entfernt, was mithilfe von Rasierern oder Enthaarungscremes geschieht.
Dank der Laser-Haarentfernung ist es tatsächlich möglich, den Haarwuchs zu stoppen. Lediglich bei hormonellen Veränderungen – etwa einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren – kann es vorkommen, dass einzelne Haare nachwachsen. Hier muss außerdem klar differenziert werden: IPL-Geräte für den Gebrauch zuhause nutzen deutlich weniger Energie, sodass sich die Haarwurzeln nach gewisser Zeit regenerieren.
2. Arten und Einsatz von Laser-Haarentfernern
Es existieren zwei Varianten der permanenten Haarentfernung: Die Laser- und die Intense-Pulsed-Light-Technologie, zu Deutsch „Intensiv-Pulslicht“. Letztere ist unter der Abkürzung IPL bekannt. Die Begriffe Laser und IPL werden oft synonym verwendet, was per se auch richtig ist. An dieser Stelle lässt sich dennoch festhalten, dass es sich bei IPL nicht um Laser im eigentlichen Verständnis handelt: IPL-Geräte senden kurze Lichtblitze aus, während Lasergeräte Laserstrahlen verwenden.
Der wesentliche Unterschied liegt somit in der Wellenlänge des Lichts.
- Laser – gebündelte Strahlung der Lichtquelle
- IPL– breitbandig gepulste Lichtquelle
IPL-Lichtquelle (links) und Laser-Lichtquelle (rechts) [Quelle: logo3in1 – stock.adobe.com]
Die Funktionsweise beider Technologien erklären wir im zweiten Kapitel dieses Ratgebers genauer.
Darüber hinaus bestehen weitere Unterschiede und individuelle Vorteile.
| Laser | IPL | |
|---|---|---|
| Behandlungsort | Behandlung nur beim Dermatologen oder im Kosmetiksalon | Behandlung von zuhause aus, beim Dermatologen oder im Kosmetiksalon |
| Schmerzempfinden | Kann, je nach Person, als schmerzhaft empfunden werden | Schmerzfreie Behandlung, frei wählbare Intensität |
| Eignung | Für alle Hauttypen, Haar- und Hautfarben geeignet | Wahl des Geräts muss auf Hauttyp abgestimmt werden; Behandlung einiger Haar- und Hautfarben nicht möglich |
| Behandlungsplan | Sechs bis acht Behandlungen für ein dauerhaftes Ergebnis | Anfangs wöchentliche bzw. zweiwöchentliche Behandlungen, später alle paar Monate |
| Behandlungsdauer | Behandlungsdauer 10 Minuten bis zu 3 Stunden | Behandlungsdauer 5 bis 10 Minuten |
| Kosten | Relativ kostspielig | Relativ kostengünstig |
Mit einem IPL-Gerät lässt sich die Haarentfernung zuhause durchführen. [Quelle: New Africa – stock.adobe.com]
Haarentfernungsmethoden im Vergleich
Im Gegensatz zu anderen Haarentfernungsmethoden hält ein IPL-Gerät für den Heimgebrauch die Haare am längsten vom Nachwachsen ab.
- Rasieren: 1–3 Tage
- Enthaarungscreme: 1 Woche
- Halawa: 3 Wochen
- Wachs: 4 Wochen
- Epilation mit Epilierer: 4 Wochen
- Epilation mit IPL-Gerät zuhause: 6 Wochen bis 8 Monate
- Medizinische Epilation mit IPL oder Laser: dauerhaft
Grundsätzlich kann jede Hautpartie, die zuvor rasiert wurde, mit der Laser- beziehungsweise IPL-Technologie enthaart werden. Dazu zählen etwa
- Gesicht,
- Arme,
- Beine,
- Bikinizone sowie
- Bauch und
- Brust.
Die Anwendung im Intimbereich sollte ausgelassen werden, da die Haut dort in der Regel dunkler und die Behaarung dichter ist. Es könnte zu Hautirritationen kommen.
3. Funktionsweise von Laser-Haarentfernern
Wie funktioniert die Haarentfernung durch IPL oder Laser im Detail? Beiden Methoden gemein ist, dass sie auf den Farbstoff Melanin in den Haarfollikeln abzielen. Die Follikel bilden die Haare, umgeben die Haarwurzel und verankern die Haare in der Haut. Die ausgestrahlte Lichtenergie wandelt sich in Wärme um und erwärmt das Melanin auf bis zu 70 Grad Celsius. Dadurch werden die Haarfollikel sowie die Haarwurzeln geschädigt oder dauerhaft zerstört und das Nachwachsen der Haare verhindert – für immer oder mehrere Monate.

3.1 IPL-Technologie
IPL-Geräte gibt es nicht nur für den Heimgebrauch, auch in Dermatologie-Praxen und Kosmetikstudios mit geschultem Personal erfüllen sie ihren Zweck. Der breitflächige Lichtimpuls bei der IPL-Behandlung ermöglicht eine sichere Behandlung von größeren Hautarealen. Einmal wöchentlich beziehungsweise alle zwei Wochen angewendet, werden die Haare dünner und fallen aus. Die Behandlung kann alle paar Monate wiederholt werden, um eine dauerhaft glatte Haut aufrecht zu erhalten. Am besten funktioniert die Technologie, wenn ein großer Kontrast zwischen Haut- und Haarfarbe besteht – also bei heller Haut und dunklen Haaren.
Auf einen Blick
- Wellenlängen von ca. 250 bis 950 Nanometern für den Heimgebrauch
- Wellenlängen von bis zu 1.400 Nanometern in Kosmetikstudios oder beim Dermatologen
- Dringt weniger tief in die Haut ein
- Weniger starke Impulskraft und Streuverlust bei Geräten für den Heimgebrauch
3.2 Laser-Technologie
Im Gegensatz zur IPL-Methode ist es mit der Laser-Technologie möglich, Haare auch auf dunkler Haut zu entfernen. Das gebündelte Licht der Laser-Behandlung ermöglicht ein zielgenaues Vorgehen, bei dem die Haut um das Haar herum unberührt bleibt. Kleinere, aber auch größere Flächen können so behandelt werden. In der Regel ist man nach sechs bis acht Behandlungen dauerhaft haarlos. Unter bestimmten Umständen kann es nötig sein, das Lasern einmal pro Jahr zu wiederholen.
Auf einen Blick
- Wellenlängen von 755 bis 1.064 Nanometern
- Dringt deutlich tiefer in die Haut ein
- Bei unsachgemäßer Bedienung kann es zu Hautverbrennungen kommen
4. Für wen eignet sich die Haarentfernung mit IPL-Geräten zuhause?
Für die meisten Menschen kommt eine Laserbehandlung beim Dermatologen oder im Kosmetikstudio in Frage. Bei IPL-Geräten für zuhause bestehen je nach Haut- und Haarfarbe Ausnahmen. Auch wenn es um den Hautzustand geht, gibt es einige Punkte zu beachten.
Während einer Schwangerschaft oder der Stillzeit sollte die lichtbasierte Haarentfernung nicht durchgeführt werden, da die Haut durch die Hormonumstellung besonders empfindlich sein könnte.
4.1 Hautzustand
Ob Mischhaut, trockene oder fettige Haut – die Laser-Haarentfernung eignet sich für alle Hauttypen. Nicht anwenden solltest du die Laser-Geräte auf Haut, die
- tätowiert oder
- vernarbt ist,
- bei Sonnenbrand,
- Ausschlag,
- Herpes,
- Hautkrebs oder
- Pigmentanomalien.
Im Zweifelsfall solltest du eine Laseranwendung mit deinem Hautarzt absprechen. Das gilt auch, wenn du bestimmte Medikamente wie Antibiotika einnimmst. Deine Haare solltest du mindestens zwei Wochen vor dem Lasern nicht zupfen, wachsen oder mit dem Epilierer behandeln, lediglich einen Tag vor der Behandlung rasieren. Bei empfindlicher Haut kannst du die Behandlung vorher an einer ausgewählten Stelle testen.
4.2 Haut- und Haarfarben
Wie bereits erwähnt, wirkt die Laser-Behandlung auf das Melanin in den Haarfollikeln und somit besonders gut bei dunklen Haaren und heller Haut. Bei Menschen mit dunkler Haut ist die Melanin-Konzentration in Haut und Haaren sehr ähnlich und ein IPL-Gerät kann nicht zielbringend eingesetzt werden. Als Alternative kommt eine Laser-Behandlung mit der Wellenlänge von 1.064 Nanometern im Kosmetikstudio oder beim Dermatologen in Frage.
Rote, hellblonde oder weiße Haare haben kaum Farbstoff und können daher nicht mit dem Laser epiliert werden. Die gute Nachricht: An entsprechenden Technologien wird bereits gearbeitet.

5. Wichtige Kaufaspekte
Eine hohe Anzahl unterschiedlicher IPL-Geräte für den Heimgebrauch existiert heute auf dem Markt. Um dir einen Überblick zu geben, gehen wir auf die wichtigsten Kriterien ein.
Lichtimpulse
IPL-Geräte unterscheiden sich in der Anzahl der Lichtimpulse. Je mehr davon ein Gerät besitzt, desto länger ist es benutzbar. Eine Ganzkörperanwendung verbraucht beispielsweise circa 1.000 Lichtimpulse. Ein Gerät, das beispielsweise über 100.000 Lichtimpulse verfügt, hält somit circa acht Jahre, wenn es alle vier Wochen angewendet wird.
Aufsätze
Für die Anwendung im Gesicht, in der Bikinizone oder den Achselhöhlen verfügen einige Geräte über bestimmte Präzisionsaufsätze. Oft sind ein separater Körperaufsatz sowie ein Gesichtsaufsatz vorhanden.
Hauttonsensor
Einige IPL-Geräte sind mit einem Hautsensor ausgestattet. Dieser analysiert während der Anwendung den Hautton und stellt automatisch die benötigte Intensitätsstufe des Lichts ein. Manche Modelle verfügen über bis zu zehn Intensitätsstufen.
Hautkontaktsensor
Der Hautkontaktsensor stellt sicher, dass das Gerät die Lichtimpulse nur aussendet, wenn dieses vollständig auf der Haut aufliegt.
Gleit- und Impulsmodus
Der Gleitmodus ermöglicht, das Gerät ohne Absetzen über die Haut zu führen und größere Körperbereiche in kurzer Zeit zu epilieren. Im Impulsmodus gibst du per Knopfdruck den Befehl für den Lichtblitz und kannst so kleinere Hautareale gezielter behandeln.
App
Einige Geräte lassen sich mit Smartphone-Apps verbinden. Dort finden sich unter anderem Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Anwendung sowie Behandlungspläne.
Betriebsart
Du hast die Wahl zwischen Geräten mit Netzkabel oder Akku. Ersteres verlangt die Nähe zu einer Steckdose. Zweiteres das Aufladen des Akkus, damit das Gerät einsatzbereit ist, verspricht aber auch mehr Flexibilität und Mobilität.
Schutzbrille
Eine Schutzbrille, wie sie bei Laserbehandlungen im Kosmetikstudio verwendet wird, braucht man für die Heimanwendung nicht zwingend. Es reicht aus, während dem Abgeben der Lichtblitze die Augen zu schließen – vor allem wenn das Gerät über einen Hautkontaktsensor verfügt. Das Licht ist nicht gefährlich für die Augen, kann aber auf Dauer als störend empfunden werden. Eine Schutzbrille ermöglicht volle Konzentration auf die Behandlung.
Für eine optimale Nachsorge nach dem Lasern solltest du deine Haut mit einer geeigneten Sonnencreme vor UV-Strahlung schützen und beruhigende Cremes oder kühlende Feuchtigkeitsgels, etwa auf Aloe-Vera-Basis, nutzen.
6. FAQ
Ist die Haarentfernung mittels Laser dauerhaft?
Leistungsstarke Laser in entsprechenden Studios oder Hautarztpraxen veröden die Haarwurzeln und verhindern das Nachwachsen der Haare. Lediglich bei hormonellen Veränderungen – etwa einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren – ist es möglich, dass einzelne Haare nachwachsen. IPL-Geräte für den Gebrauch zuhause nutzen deutlich weniger Energie, sodass die Haarwurzeln sich nach gewisser Zeit regenerieren.
Eignet sich IPL für den Intimbereich?
Eine IPL-Anwendung eignet sich nicht für den Intimbereich. Dort ist die Haut in der Regel dunkler und die Behaarung dichter – mehr Lichtenergie würde absorbiert werden. Es könnte zu Irritationen der empfindlichen Haut sowie Schmerzen kommen.
Welches Verfahren ist besser – Laser oder IPL?
IPL-Geräte können flexibel zuhause verwendet werden, sind zeitsparend und die Anwendung schmerzlos. Allerdings muss die Methode für ein dauerhaft glattes Hautbild alle paar Monate wiederholt werden. Die IPL-Technologie eignet sich nicht für alle Haar- und Hautfarben. Eine Laser-Anwendung im Studio oder beim Dermatologen, der mit größeren Lichtspektren arbeitet, verödet die Haarwurzeln endgültig. Sie ist im Vergleich zu einem IPL-Gerät allerdings teurer und kann gegebenenfalls als schmerzhaft empfunden werden.









































