
Extensions
Weltweit sind Extensions eine beliebte Methode, um das eigene Haar zu verlängern und zu verdichten. Dabei haben Sie die Wahl zwischen permanenten Verlängerungen und solchen, die sich mit wenigen Handgriffen wieder aus dem eigenen Haar lösen lassen. In folgendem Ratgeber erfahren Sie alles über Material, Einarbeitungsmethoden sowie Pflege von Extensions.
1. Langes und volles Haar dank Extensions
Egal, ob zu besonderen Anlässen, beim Binden eines Zopfes oder für aufwendige Hochsteckfrisuren: Viele Frauen haben sich schon einmal volleres oder längeres Haar gewünscht. Mit Extensions aus Kunst- oder Echthaar ist das kein Problem – die Verlängerungen lassen sich auf unterschiedliche Weise mit dem eigenen Haar verbinden und sorgen so für dauerhafte oder kurzweilige neue Looks. Vor dem Kauf sollten Sie jedoch zwei wichtige Fragen klären:
Klassische Clip-In Extensions
- Wofür wollen Sie die Extensions verwenden?
Obwohl hochwertige Verlängerungen durch Bondings oder Microrings besonders natürlich aussehen, sind sie für Experimentierfreudige nur bedingt geeignet. Wenn Sie Ihren Look häufig ändern, sollten Sie auf Extensions mit Clip oder Tape setzen, die sich schnell wieder herausnehmen lassen. - Welchen Farbton benötigen Sie?
Wer Haarteile im Internet bestellt, hat im Vorfeld verschiedene Möglichkeiten, den passenden Farbton zu finden. Besonders nützlich sind neben aussagekräftigen Produktfotos auch Tragebilder von Kunden. Sollten Ihre Extensions dennoch von Ihrer Haarfarbe abweichen, lassen sich die meisten Echthaar-Extensions auch nachfärben.
2. Methoden
Je nach Einsatz, Budget und Zeitaufwand kommen unterschiedliche Techniken zur Einarbeitung in Betracht. Wir stellen Ihnen die gängigsten Varianten vor:
Bondings
Bei Bondings handelt es sich um die älteste und beliebteste Methode, Haarverlängerungen in das eigene Haar einzuarbeiten . Hierbei werden sehr feine Einzelsträhnen über kleine Wachsplatten aus thermoplastischem Kunststoff mit dem Kopfhaar verbunden. Der Friseur verwendet dafür entweder eine Wärmezange oder ein Ultraschallgerät. Bonding Extensions können bis zu fünf Monate im Haar bleiben, halten sicher und geben ein angenehmes Tragegefühl.
Langlebig, robust Teuer, zeitaufwendig
Clip-In Extensions sind in der Regel die günstigste Variante, um das eigene Haar zu verlängern. Diese Haarteile sind nur für temporäre Zwecke geeignet. Die Ansätze sind mit gewöhnlichen Haarspangen versehen, die in das antoupierte Kopfhaar geklickt werden. Im Gegensatz zu aufwendigeren Verfahren handelt es sich bei Clip-In Extensions meist um Sets mit bis zu fünf breiten Haarteilen.
Günstig, für schnelle Looks Kein sicherer Halt, empfindlich gegen äußere Einflüsse
Flip-Ins
Noch schneller als mit Clip-In Extensions sind Sie mit der sogenannten Flip-In Variante. Hier sind die Haare auf einem Silikon- oder Nylonband angebracht, das wie ein gewöhnliches Haarband auf den Kopf gezogen wird. Das Band verdecken Sie im Anschluss durch Ihr eigenes Haar.
Günstig, für schnelle Looks Kein sicherer Halt, unnatürliche Optik
Tape
Bei der Tape Methode befinden sich die Haare auf einem Kunststoffband mit selbsthaftendem Klebestreifen. So werden die Tressen einfach aufs eigene Haar geklebt und mit einem speziellen Remover wieder entfernt. Da diese Verlängerungen besonders flach am Kopf anliegen, eignen sie sich auch für feines Haar.
Unauffällig auch bei dünnem Haar Nur ca. 10 Wochen haltbar, keine Hochsteckfrisuren möglich
Microrings
Microring Extensions werden ohne Hitze im Haar angebracht, sodass dieses geschont wird. Am Ansatz der Haarverlängerung befinden sich kleine Ringe, die durch eine Strähne des Eigenhaars gezogen werden und so für dauerhaften Halt sorgen.
Entfernung ohne Rückstände, haarschonend Nur bedingt haltbar, unbequem
Weave
Dieses Verfahren ist vor allem in den USA und Afrika verbreitet: Die Haartressen werden beim Weaving in das eigene Haar eingenäht. Dieses wird dazu vorher am Hinterkopf zu einem festen, waagerecht verlaufenden Zopf geflochten.
Schonend, für alle Haartypen geeignet Unbequem
3. Material
Extensions werden sowohl aus Kunsthaar als auch aus Echthaar gefertigt. Vor dem Kauf sollten Sie darauf achten, dass Ihre Extensions eine hohe Qualität aufweisen:
Europäisches Echthaar
Das europäische Echthaar ist selten und teuer: Die Schuppenschicht dieser Haare ist vollständig intakt (keine Färbung oder Blondierung) und somit besonders hochwertig. So sind zwar theoretisch besonders natürliche Looks möglich, jedoch müssen die Extensions hierfür exakt mit der eigenen Haarfarbe übereinstimmen.
Asiatisches/chinesisches Echthaar
Damit das dicke, asiatische Echthaar für Europäerinnen „tragbar“ ist, muss dessen Struktur stark behandelt werden. Es wird dafür einem chemischen Prozess unterzogen, der die Haare ausdünnt.
Tempelhaar
Tempelhaar stammt aus Indien und ähnelt dem europäischen Haar am meisten. Im Gegensatz zum asiatischen Haar muss es nicht geschält und ausgedünnt werden, um für den europäischen Markt in Frage zu kommen. Es wird stattdessen nur aufgehellt und mit einer Silikonschicht versehen.
Kunsthaar
Synthetisch hergestelltes Haar wird in der Regel aus Acrylfasern gewonnen und ist optisch kaum von Echthaar zu unterscheiden. Es ist zudem leichter und farbecht. Anders als echtes Haar können Extensions aus Kunsthaar jedoch nicht geglättet oder gelockt werden.
Im Zusammenhang mit Echthaar-Extensions fällt häufig der Begriff Remy. Dieser steht für besonders hochwertige Extensions, da hier die einzelnen Haare in einer Richtung liegen. So wird verhindert, dass sich die Haarstrukturen aneinander aufreiben und verfilzen.
4. Die richtige Pflege von Extension
Damit Sie Ihre neue Haarpracht möglichst lange genießen können, ist die richtige Pflege essentiell. Für permanente Extensions haben wir Ihnen einige Tipps zusammengestellt:
- Vor dem Waschen: Waschen Sie Ihr Haar nicht zu häufig und nicht über Kopf, da beides die Klebestellen der Extensions stark strapaziert.
- Während des Waschens: Setzen Sie auf ein spezielles Shampoo ohne Silikone, Öl oder Alkohol, um Ihre Extensions zu schonen.
- Nach dem Waschen: Um Ihre Haare nach dem Waschen zu trocknen, sollten Sie auf das Rubbeln mit dem Handtuch verzichten. Diese Bewegung reibt die Haarstruktur auf und lockert unter Umständen die Verbindungsstellen. Diese sollten Sie außerdem immer anföhnen, auch, wenn Sie den Rest Ihrer Haare an der Luft trocknen lassen möchten.
Praktische Flip-In Extensions für eine beeindruckende Haarpracht
Eine Haarbürste mit weichen Borsten schont zusätzlich. Des Weiteren ist es sinnvoll, das Haar nachts zu einem Zopf zusammenzubinden. So wird die Reibung mit dem Kopfkissen verringert.
Doch auch temporäre Extensions wie Clip- oder Flip-In Varianten sollten regelmäßig gepflegt werden. Hier ist darauf zu achten, dass die Tressen nicht nass werden, da sich der Kleber andernfalls vom Band/den Clips löst. Verwenden Sie zur Säuberung ein mildes Shampoo, das Sie vorsichtig vom Ansatz bis in die Spitzen geben. Verknotungen und Verfilzungen sollten zudem vor dem Waschen durch vorsichtiges Bürsten entfernt werden – kämmen Sie die Haare niemals im nassen Zustand!
5. FAQ
Wann darf man Extensions nach dem Einarbeiten das erste Mal waschen?
Damit der Klebstoff gut aushärten kann, ist es wichtig, mit dem Waschen einige Stunden zu warten. 24 bis 48 Stunden Wartezeit reichen aus.
Schädigen Extensions das Eigenhaar?
Es kommt auf Ihre Haarstruktur an. Generell gelten Verfahren, bei denen das Kunsthaar an das eigene angeklebt wird, im Vergleich zu Clip-In oder Weave-In Extensions als strapazierender.
Wie lang kann man Clip-In Extensions benutzen?
Wenn Sie Ihre Extensions gut pflegen, können diese bis zu einem Jahr halten. Danach verlieren die Haarteile in der Regel ihren Glanz oder verfilzen.
Kann man Extensions färben?
Extensions können meist gefärbt werden, wenn es sich um Echthaar handelt. Günstiges, asiatisches Haar sollten Sie jedoch nicht behandeln, da die Struktur durch das Ausdünnen und Färben in der Regel schon stark angegriffen ist. Hochwertige Extensions lassen sich jedoch problemlos stylen und färben.





































