
Werden Backwaren nicht richtig gelagert, verlieren sie bereits nach wenigen Tagen ihre Haltbarkeit. Um diese zu verlängern, bietet sich die Aufbewahrung in Brotkästen an.
1. Der Brotkasten
Brotkästen werden für die Aufbewahrung von unverpackten oder verpackten Brotlaiben oder Brötchen genutzt. Sie verhindern, dass die Backwaren pappig schmecken oder anfangen zu schimmeln. Zudem sind Brotkisten ein Hingucker in jeder Küche und das Brot ist hygienisch verstaut. Dennoch sollte auch in einem Brotkasten das Brot nur wenige Tage aufbewahrt werden.
In einem Brotkasten bleiben Backwaren lange frisch und lecker.
Damit das Brot möglichst lange frisch bleibt, muss die Luftfeuchtigkeit im Kasten gleichmäßig verteilt sein:
- Starke Belüftung und Luftzirkulation führen zu einer geringen Feuchtigkeit innerhalb des Aufbewahrungsgefäßes und sorgen dafür, dass das Brot nicht schimmelt.
- Keine Belüftung und wenig Luftzirkulation sorgen für ein feuchtes Klima im Brotkasten und fördern die Schimmelbildung.
Achten Sie deswegen darauf, dass der Brotkasten nicht luftdicht verschlossen ist und über Luftlöcher verfügt.
Neben Retro-Brotkästen und schlicht gestalteten Ausführungen, beispielsweise aus Bambus, erhalten Sie auch bunte Modelle in knalligen Farben oder modernen Pastelltönen. Beliebt sind etwa die Brotkästen von Wesco , die gemeinsam mit einem Mülleimer derselben Farbe zu einem echten Hingucker in der Küche werden.
Brotkästen sind so bemessen, dass darin mindestens ein bis zwei Laibe Brot mit einem Gewicht von etwa einem Kilogramm aufbewahrt werden können. Wer mehr Brote unterbringen möchte, sollte nach einer XXL-Ausführung Ausschau halten.
2. Aus welchem Material sollte ein Brotkasten sein?
Hinsichtlich des Materials haben Sie bei einem Brotkasten viele Auswahlmöglichkeiten.
- Holz: Solche Modelle sind sehr atmungsfähig und verhindern, dass die Backwaren schimmeln. Allerdings gelangt auch viel Luft ins Innere, sodass das Brot schneller hart wird. Des Weiteren darf Holz nicht zu nass gewischt werden, was die Reinigung erschwert. Wer sein Brot in einem Holzkasten aufbewahrt, sollte es innerhalb von drei bis vier Tagen verzehren. Häufig verwendete Hölzer sind Bambus und Buche.
- Kunststoff: In Brotkästen aus Kunststoff herrscht kein gutes Mikroklima, weswegen das Brot schnell schimmelt. Außerdem kann es passieren, dass die Backwaren beim Kontakt mit dem Kunststoff einen leicht künstlichen Geschmack annehmen. Wer sich für ein Modell aus Kunststoff entscheidet, muss somit darauf achten, dass ausreichend Luftlöcher eingearbeitet sind. Häufig bestehen Kunststoff-Brotkästen aus Melamin, einem Material, welches optisch stark an Emaille erinnert. . Bei der Reinigung dürfen Sie nur lauwarmes Wasser verwenden, da ansonsten das Plastik schnell stumpf wird.
Alternativ können Sie zu Brotkästen greifen, die nur zu einem Teil aus Kunststoff bestehen und ein integriertes Schneidebrett aus Holz haben. - Keramik: Brotkästen aus Keramik eignen sich sehr gut für die längere Aufbewahrung von Backwaren. Das Material nimmt die Luftfeuchtigkeit auf und gibt sie bei Bedarf an das Brot zurück. Bei diesen Modellen darf jedoch der Kasten nicht komplett glasiert sein.
- Metall: Wer sich für einen Brotkasten aus Metall entscheidet, sollte darauf achten, dass dieser nicht vollständig verschlossen ist oder zumindest über ausreichend Luftlöcher verfügt. Ansonsten staut sich die Feuchtigkeit im Inneren des Kastens und das Brot beginnt zu schimmeln. Solche Modelle sind außerdem sehr hygienisch und lassen sich gut reinigen.
- Emaille: Brotkästen aus Emaille sind nur noch selten im Handel zu bekommen. Meistens verfügen solche Modelle über Luftlöcher, da das Material selbst keine Feuchtigkeit aufnehmen kann.
- Ton: Die ursprünglichste Art der Aufbewahrung ist auch heute noch der Brottopf. Ein runder oder ovaler Römertopf aus Terrakotta eignet sich nicht nur zum Backen von Brot, sondern auch zur Aufbewahrung. Das Material ist atmungsaktiv, Löcher im Deckel sorgen zudem für eine gute Luftzirkulation.
Die wichtigsten Aspekte in der Übersicht:
| Klima | Haltbarkeit | Preis | Reinigung | |
|---|---|---|---|---|
| Holz | + | 3-4 Tage | + | -- |
| Kunststoff | -- | 1-3 Tage | ++ | - |
| Keramik/ Ton | ++ | 4-7 Tage | + | + |
| Metall | - | 2-3 Tage | - | ++ |
| Emaille | - | 3-5 Tage | - | + |

Deckel des Brotkastens
Die meisten Brotkästen besitzen einen Klappdeckel, der nach oben geöffnet wird. Weit verbreitet sind auch Rollbrotkästen: Die Rollklappe ermöglicht ein einfaches Öffnen und Schließen des Brotkastens mit nur einer Hand. Praktisch sind Modelle mit integriertem Sichtfenster, sodass der Zustand der Backwaren mit nur einen Blick überprüft werden kann. Großer Beliebtheit erfreuen sich zudem Brotkästen mit einem Bambusdeckel: Dieser ist vollständig abnehmbar und kann so als Schneidebrett verwendet werden.
3. Tipps zur Aufbewahrung von Backwaren
Mit einigen Tricks können Sie die Haltbarkeit Ihres Brotes um einige Tage verlängern:
- Bewahren Sie sowohl verpacktes als auch unverpacktes Brot in einem sauberen und trockenen Behältnis wie beispielsweise einem Brottopf oder -kasten auf.
- Ein Brotkasten darf nicht luftdicht verschlossen sein, sodass die Luft gut zirkulieren kann. Deswegen besitzen die meisten Brotbehälter integrierte Luftlöcher.
- Der Behälter zur Aufbewahrung sollte jede Woche mit einem ökologischen Reiniger wie beispielsweise Essig gesäubert werden. Auch Krümel und Körner müssen regelmäßig entfernt werden. Bei Schimmelbefall muss der Kasten direkt gesäubert werden, um alle Schimmelsporen zu entfernen.
- Lagern Sie das Brot immer bei Raumtemperatur. Im Kühlschrank verliert es schnell an Feuchtigkeit und Geschmack.
- Legen Sie angeschnittenes Brot mit der Schnittfläche nach unten in den Brotkasten, sodass weniger Feuchtigkeit entzogen wird.
- Ein Teil des Brotes kann auf Vorrat auch ohne Probleme eingefroren und bei Bedarf aufgetaut werden.
Weißbrot wird aufgrund seiner Zutaten schneller trocken als Graubrot.
Damit bei eingefrorendem Brot kein Gefrierbrand entsteht, muss der Gefrierbeutel immer luftdicht geschlossen sein.
So lange bleibt Ihr Brot in der Regel frisch:
| Weißbrot | bis zu 2 Tage |
|---|---|
| Weizenmischbrote | 2 bis 4 Tage |
| Roggenmischbrote | 3 bis 5 Tage |
| Roggenbrote | 4 bis 6 Tage |
| Sauerteigbrote | 7 bis 9 Tage |
Wenn Sie den Eindruck haben, dass das Brot trotz des richtigen Brotkastens zu trocken ist, können Sie ein Stück Apfel dazulegen. Dieser enthält Feuchtigkeit, die er an die Backwaren abgibt.
4. FAQ
Brauche ich einen Brotkasten?
Damit ein Brot länger frisch bleibt, muss es richtig gelagert werden. Ein Brotkasten verhindert, dass die Backwaren durch zu viel Feuchtigkeit pappig schmecken oder anfangen zu schimmeln. Außerdem schützt er im Gegensatz zur Lagerung im Schrank oder Brotkorb vor dem Austrocknen, weswegen das Brot meistens länger haltbar ist.
In welchem Brotkasten bleibt das Brot am längsten frisch?
Im Prinzip eignen sich alle Materialien für die Aufbewahrung von Brot – vorausgesetzt, sie weisen Luftlöcher und damit eine gute Luftzirkulation aus. Manche Materialien sind jedoch von Natur aus atmungsaktiv. Vor allem Tontöpfe und Ausführungen aus Holz verfügen über eine gute Luftzirkulation und eignen sich gut für die Aufbewahrung von Backwaren.
Warum sollte man Brot im Brotkasten aufbewahren?
Die Aufbewahrung von Backwaren verlängert die Haltbarkeit des Brotes. Es trocknet nicht aus und kann dank der in den meisten Brottrommeln integrieren Luftzirkulation nicht schimmeln. Zudem schützt ein Brotkasten vor Ungeziefer und Insekten.
Wie lange kann ich Brot in einem Brotkasten aufbewahren?
Wie lange ein Brot frisch und knusprig bleibt, ist abhängig von der jeweiligen Sorte. Während Weißbrot bereits nach zwei Tagen im Brotkasten alt wird, halten sich Roggen- und Sauerteigbrote bis zu einer Woche.
Brot im Brotkasten richtig lagern - wie geht das?
Auch bei der Aufbewahrung von Brot in einer Brotbox gibt es einige Aspekte zu beachten. Der Kasten sollte möglichst kühl stehen – ideal sind hier Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad Celsius. Platzieren Sie den Brotkasten deswegen nicht in der Nähe des Herdes, des Küchenfensters oder der Heizung. Um keine Bakterienherde zu schaffen, sollten Sie den Brotkasten wöchentlich mit Essigwasser auswischen.
Warum schimmelt das Brot in meinem Brotkasten?
Brot beginnt dann zu schimmeln, wenn die Luftfeuchtigkeit innerhalb des Kastens zu hoch ist. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn dieser über keine ausreichende Luftzufuhr beispielsweise durch Luftlöcher verfügt. In manchen Kunststoffbehältern gibt es keine Luftzirkulation, wodurch ein feuchtes Klima innerhalb des Kastens entsteht. Wenig bis gar nicht schimmelt Ihr Brot in unglasierten Keramikbrotkästen.





































