
Wissenswertes über FRITZ!Boxen
Der Name FRITZ!Box als Markenbezeichnung für Router und DSL-Modems von AVM steht für Zuverlässigkeit und Benutzerfreundlichkeit. In diesem Ratgeber erfährst du alles Wichtige über die Geräte.
1. Besonderheiten der FRITZ!Boxen
Der Berliner Hersteller AVM entwickelt und vertreibt seit 2004 seine Router und DSL-Modem Kombinationen unter dem Namen FRITZ!Box. Die Geräte haben sich seitdem weit verbreitet und sind in vielen Haushalten zu finden. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass sie sich unter anderem durch ihre Benutzerfreundlichkeit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit auszeichnen.
1.1 Funktionen
Die Boxen wurden seit dem ersten Modell immer wieder weiterentwickelt und sind mittlerweile wahre Multitalente, die viele verschiedene Funktionen vereinen. Dazu gehören zum Beispiel:
DSL-, Glasfaser- oder Kabelmodem: FRITZ!Boxen können entweder über einen DSL-, einen Glasfaser- oder einen Kabelanschluss Breitband-Internetzugänge herstellen. Einige Modelle sind auch mit den schnelleren DSL-Standards VDSL oder VDSL-Supervectoring 35b kompatibel.
Leistungsstarke WLAN-Router: Die Router sind für ihre gute WLAN-Leistung und Reichweite bekannt. Zudem unterstützen sie verschiedene WLAN-Standards und -Frequenzbänder.
DECT-Unterstützung: Dank DECT-Basisstation können über die meisten FRITZ!Boxen schnurlose Festnetztelefone betrieben werden.
VoIP: Auch Internettelefonie mittels Voice-over-IP ist mit den Geräten möglich.
Netzwerkspeicher (NAS): Eine Besonderheit der FRITZ!Boxen ist, dass sie über einen sogenannten Network Attached Storage (NAS) verfügen und damit zum Mediaserver werden. Das bedeutet, dass du Dateien wie Bilder, Videos oder Musik auf einem Netzwerkserver speichern und von verschiedenen Geräten aus abrufen kannst.
Smarthome-Zentrale: Wenn du zusätzlich zu deiner FRITZ!Box FRITZ!DECT-Smarthome-Accessoires von AVM kaufst, können diese ganz einfach per Knopfdruck am Router in das Netzwerk eingebunden und über verschiedene Geräte gesteuert werden.
FRITZ!Boxen vereinen viele Funktionen in einem Gerät.
1.2 Weitere Merkmale
Neben ihrer vielseitigen Verwendbarkeit punkten die FRITZ!Boxen außerdem noch mit einigen weiteren Aspekten:
Sicherheit: AVM legt großen Wert auf Sicherheit, weshalb die FRITZ!Boxen mit einer eigenen Firewall, der Möglichkeit zur VPN-Nutzung, Kindersicherungen und weiteren Sicherheitsfeatures ausgestattet sind. Zudem erhält die vorinstallierte Firmware FRITZ!OS regelmäßig Updates, die eventuelle Sicherheitslücken schließen. Auch die Möglichkeit, Gastnetzwerke für Besucher einzurichten, schafft Sicherheit für das Heimnetzwerk.
Benutzerfreundlichkeit: FRITZ!Boxen sind für ihre besonders bedienerfreundliche Benutzeroberfläche bekannt, welche leicht und intuitiv verständlich ist. So kannst du auch ohne viel technisches Verständnis alle nötigen Einstellungen vornehmen.
Kompatibilität und Offenheit: Die Router sind mit den meisten DSL-Anbietern und Internetdiensten kompatibel. Zudem unterstützen sie in allen Bereichen, wie etwa DSL, WLAN, VoIP oder VPN, eine große Bandbreite an Standards und Protokollen.
2. Typen und Modelle
Über die Jahre hat AVM ein breites Sortiment an FRITZ!Boxen entwickelt. Das wichtigste Kriterium bei der Auswahl ist dabei zunächst die Art des Internetanschlusses, der dir zur Verfügung steht. In den folgenden Abschnitten erfährst du mehr über die verschiedenen Typen von FRITZ!Boxen nach Anschlussmöglichkeit und welche aktuellen Modelle es gibt.
2.1 DSL und VDSL
DSL ist nach wie vor die am meisten verbreitete Netzwerkanschlussmöglichkeit, weshalb sich auch die FRITZ!Boxen für DSL oder den schnelleren VDSL-Standard großer Beliebtheit erfreuen. Die einzelnen Modelle unterscheiden sich vor allem in ihrer Größe und der möglichen WLAN-Geschwindigkeit. Die mit AX beschrifteten Modelle sowie die FRITZ!Box 7510 unterstützen dabei den modernen Wi-Fi-6-Standard. In der folgenden Übersicht siehst du die Geschwindigkeiten der aktuellen DSL-FRITZ!Boxen im Vergleich:
| FRITZ!Box 7590 AX | FRITZ!Box 7590 | FRITZ!Box 7530 AX | FRITZ!Box 7530 | FRITZ!Box 7510 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Max. MBit/s 5-GHz-Band | 2.400 | 1.733 | 1.800 | 866 | - |
| Max. MBit/s 2,4-GHz-Band | 1.200 | 800 | 600 | 400 | 600 |
Neben der höheren Geschwindigkeit zeichnen sich die 7590-Modelle durch einen internen Speicher und einen analogen Festnetz-Anschluss aus.
Ein Router kann auf verschiedenen Frequenzen funken, um Daten zu übertragen. Als Standards für WLAN wurden hier 2,4 Gigahertz und 5 Gigaherzt festgelegt. Auf der niedrigeren Frequenz können weniger Daten, allerdings mit mehr Reichweite übertragen werden. Wenn in deiner Umgebung viele Geräte, zum Beispiel die der Nachbarn, dieselbe Frequenz nutzen, kann das die WLAN-Leistung einschränken. Deshalb ist es nützlich, wenn ein Router auf beiden Frequenzbändern funken kann. Bei manchen Geräten werden dabei zwei verschiedene Netzwerke erstellt, mit denen du dich jeweils manuell verbinden kannst, andere wechseln automatisch je nachdem, welche Frequenz gerade weniger ausgelastet ist. Beim neuen Wi-Fi 6 Standard können beide Bänder simultan genutzt werden.
2.2 Glasfaser
Glasfaseranschlüsse schaffen noch schnellere Verbindungen und sollen DSL auf Dauer ersetzen. Wenn dein Haus bereits an das Glasfasernetz angeschlossen ist, brauchst du einen dafür geeigneten Router. Derzeit gibt es zwei FRITZ!Boxen, die speziell auf Glasfaser ausgelegt sind: die FRITZ!Box 5590 Fiber und die FRITZ!Box 5530 Fiber. Beide unterstützen Wi-Fi 6 und erreichen bis zu 2.400 Megabit pro Sekunde auf dem 5-Gigahertz-Band. Auf dem 2,4-Gigahertz-Band sind die Höchstgeschwindigkeiten 1.200 Megabit pro Sekunde für die 5590 und 600 Megabit pro Sekunde für die 5530.
2.3 Kabel
Auch wenn du dein Haus über einen TV-Kabel-Anschluss an das Internet anschließen möchtest, stellt AVM passende FRITZ!Boxen zur Verfügung. In der Tabelle siehst du die wichtigsten Unterschiede zwischen den drei Modellen im Vergleich:
| FRITZ!Box 6690 Cable | FRITZ!Box 6591 Cable | FRITZ!Box 6660 Cable | |
|---|---|---|---|
| WLAN-Standard | Wi-Fi 6 | AC (Wi-Fi 5) | Wi-Fi 6 |
| Max. MBit/s 5-GHz-Band | 4.800 | 1.733 | 2.400 |
| Max. MBit/s 2,4-GHz-Band | 1.200 | 800 | 600 |
2.4 Mobilfunk
Wenn du dich an einem Ort befindest, an dem es keinen festen Internetanschluss gibt, kannst du auf das Mobilfunknetz ausweichen. Dafür gibt es spezielle Router, die mittels eines Internetsticks oder einer SIM-Karte auf das Internet zugreifen und ein WLAN-Netzwerk aufbauen. Zum Teil sind diese auch mit einem Akku oder Batterien ausgestattet und können somit auf Reisen mitgenommen werden. AVM hat vier aktuelle FRITZ!Boxen für die Nutzung mit Mobilfunk im Angebot:
FRITZ!Box 6890 LTE: Dieses Modell unterstützt den LTE- oder 4G-Mobilfunkstandard und kann gleichzeitig an das VDSL-Netz angeschlossen werden, sodass das Mobilfunknetz etwa als Backup dafür dienen kann. Es erreicht maximal 1.733 Megabit pro Sekunde auf dem 5-Gigahertz-Band und 800 auf dem 2,4-Gigahertz-Band. Dies ist der einzige unter den Mobilfunkroutern von AVM, der außerdem mit dem analogen Festnetz funktioniert und WLAN-fähig ist. Er verwendet den AC-WLAN-Standard.
FRITZ!Box 6850 LTE: Der reine LTE-Mobilfunk-Router erreicht maximale Geschwindigkeiten von 866 Megabit pro Sekunde auf dem 5-Gigahertz-Band und 400 Megabit pro Sekunde auf dem 2,4-Gigahertz-Band. Er unterstützt Wi-Fi 5.
FRITZ!Box 6850 5G: Diese Version gleicht der LTE-Variante in allen wichtigen Punkten, unterstützt allerdings den moderneren Mobilfunkstandard 5G.
FRITZ!Box 6820 LTE: Hierbei handelt es sich um die kompakteste Variante, welche sich ideal für den Gebrauch auf Reisen eignet. Diese FRITZ!Box besitzt lediglich einen Gigabit-LAN-Anschluss und erreicht auf dem alleinigen 2,4-Gigahertz-Band Geschwindigkeiten von maximal 450 Megabit pro Sekunde.
Die kompakte, transportable FRITZ!Box 6820 eignet sich ideal für Reisen
2.5 Andere Modelle
Neben den bisher genannten Modellen stellt AVM noch andere FRITZ!Boxen her, die sich nicht in die obigen Kategorien einordnen lassen. Dazu gehören aktuell:
FRITZ!Box 4060: Das Besondere an diesem Gerät ist, dass es sich um einen Triband-Router handelt. Das bedeutet, dass es neben dem 2,4-Gigahertz-Band (max. 1200 MBit/s) zusätzlich auf zwei 5-Gigahertz-Bändern (jeweils max. 2.400 MBit/s) funkt, wodurch problemlos viele hochperformante WLAN-Verbindungen gleichzeitig hergestellt werden können. Die FRITZ!Box verfügt über verschiedene Anschlussmöglichkeiten für DSL-, Glasfaser- und Kabelanschlüsse sowie eine vollständige DECT-Telefonanlage. Sie arbeiten mit dem Wi-Fi-6-Standard.
FRITZ!Box 4040: Dieser reine WLAN-Router hat kein integriertes Modem und kann deshalb mit einem vorhandenen DSL-, Kabel- oder Glasfasermodem kombiniert werden und so etwa ein bestehendes Netzwerk erweitern. Er verwendet den AC-WLAN-Standard und erreicht Geschwindigkeiten von 866 Megabit pro Sekunde oder 400 Megabit pro Sekunde.
3. FAQ
Warum sollte ich eine FRITZ!Box kaufen?
FRITZ!Boxen sind im Allgemeinen dafür bekannt, dass sie zuverlässig funktionieren, langlebig sind und eine sehr bedienerfreundliche Benutzeroberfläche haben. Zudem vereinen sie meist viele verschiedene Funktionen wie unter anderem die eines Breitbandmodems, eines WLAN-Routers und einer Telefonie-Basisstation in einem. Insofern sind die Geräte von AVM eine gute Wahl, wenn du dir einen langlebigen neuen Router mit vielen Funktionen anschaffen möchtest.
Ist die FRITZ!Box ein DSL-Router?
Die Bezeichnung FRITZ!Box benutzt AVM für das ganze Spektrum seiner Router. Dabei gibt es mehrere Modelle, die mit einem DSL-Netzwerkanschluss kompatibel sind. Dazu gehören zum Beispiel die FRITZ!Box 7590 und die FRITZ!Box 7530.
Welche FRITZ!Box eignet sich für Glasfaser?
Speziell für moderne Glasfaseranschlüsse hat AVM derzeit zwei FRITZ!Box-Modelle im Angebot: die FRITZ!Box 5590 Fiber und die FRITZ!Box 5530 Fiber. Auch der Triband-Router FRITZ!Box 4060 kann an das Glasfasernetz angeschlossen werden.






































