
Buddha-Figuren
Buddha-Figuren sind nicht nur ein religiöses Symbol für gläubige Buddhisten, sondern auch beliebte Einrichtungsgegenstände und Dekoobjekte. Wir stellen Ihnen die Bildnisse vor.
1. Buddha-Figuren
Buddha bedeutet „der Erwachte“ und hat in der gleichnamigen Religion eine entscheidende Bedeutung. Namensgebend gilt der als Siddhartha Gautama geborene Buddha Shakayamuni, der mit seinen Lehren in die historische Geschichte des Buddhismus einging.
1.1 Die Bedeutung der Buddha-Statue
Statuen, die einen Buddha abbilden, sind in ganz Asien weit verbreitet. Dabei sind die Figuren nicht nur ein religiöses Symbol für gläubige Buddhisten, sondern erfreuen sich auch in westlichen Kulturen als Dekorationsgegenstand großer Beliebtheit. Das kann jedoch von streng gläubigen Buddhisten als respektlos aufgefasst werden.
Ideal für jeden Asienliebhaber: Figuren des buddhistischen Glaubens
Buddha-Figuren erfüllen nicht nur dekorative Zwecke, sondern sollen auch zur geistigen Erleuchtung beitragen oder die Wohnräume spirituell reinigen:
- Häufig betend dargestellt: religiöser, beruhigender Geist
- Lächelnde Figur sorgt für eine harmonische Stimmung und freundliche Atmosphäre
- Verleiht Räumen eine spirituelle Note und zeigt Weltoffenheit
1.2 Verschiedene Meditationshaltungen
In fast jedem asiatischen Land wird der Buddha auf unterschiedliche Art und Weise dargestellt. Gemeinsamkeiten der meisten Ikonographien sind jedoch die spezielle Bedeutung der Handhaltung, das einer Toga ähnliche Gewand sowie die halbgeöffneten Augen als Zeichen der „Weltentrücktheit“.
Mudras
Die Bedeutung der Handgeste wird auch als Mudras bezeichnet und ist oftmals ausschlaggebend für die Bedeutung der Figur als Ganzes. Dabei deutet die Handbewegung der Buddha-Statue die Tätigkeit an, mit der die Figur beschäftigt ist. Zu den bekanntesten Mudras gehört die abhayamudra, bei der die rechte Hand als schützende Geste nach vorne zeigend aufrecht gehalten wird, sowie die dharmachakra, eine Geste der Erleuchtung. Mudras spielen nicht nur bei Buddha-Figuren eine Rolle, sondern haben auch beim Yoga oder Ausdruckstanz eine Bedeutung.
Der Hintergrund der Buddha-Statue kann nicht nur anhand der Mudras entschlüsselt werden, sondern ist auch abhängig von der körperlichen Konstitution sowie dem Geschlecht der dargestellten asiatischen Figur.
Unterschiedliche Buddha-Darstellungen (Auswahl)
Buddha Hotai (Glücksbuddha)
- Dicke Mönchsfigur, die häufig lacht
- Auch als „lachender Buddha“ bezeichnet
- Bildnis vermutlich chinesischen Ursprungs
- Bedeutung: Das Streicheln über den Bauch der Buddha Figur soll Glück bringen
- Verkörpert chinesische Lebensideale: Reichtum (dicker Bauch), Gelassenheit (lockere Sitzhaltung) und Glück (lachendes Gesicht)

Buddha Amitabha
- Meditierender Buddha, der im sino-japanischen und ostasiatischen Raum verbreitet ist
- Buddha der umfassenden Liebe
- Symbolisiert Ruhe, Gelassenheit und Erleuchtung (Transzendenz)

Kwan-Yin / Guan Yin
- Bildet nicht Buddha, sondern eine weibliche Form dessen ab
- Vergleichbar mit der Jungfrau Maria im westlichen Kulturkreis
- Wird als Göttin verehrt
- Steht in erster Linie für Erleuchtung und Mitgefühl

Buddha Shakyamuni
- Schlichte Darstellung des Buddhas
- Buddha im Meditationssitz (gekreuzte Beine mit den Füßen auf den Waden, sichtbare Fußsohlen)
- Almosenschale in der linken Hand, während die rechte Hand die Erde berührt
- Haarknoten als Zeichen der Erleuchtung

Buddha Maitreya
- Europäische Sitzhaltung: Füße auf dem Boden
- Wird als Buddha der Zukunft interpretiert („der kommende Buddha“), da er durch den Sitz schnell aufstehen kann

Buddha Dharmachakra
- Lebensrad als eines der wichtigsten Symbole des Buddhas
- Geste: Zeigefinger und Daumen bilden einen mystischen Kreis nahe des Herzens
- Figur symbolisiert die Lehre und die Weisheit

Darüber hinaus sind auch liegende Buddha-Statuen erhältlich. Eine weitere beliebte Figur als Wohnaccessoire ist die Abbildung des Gottes Shiva aus dem Hinduismus. Er steht für die Trinität des Lebens (Schöpfung, Erhalt, Zerstörung).
Häufig finden Fans asiatischer Kunst nicht nur Statuen, sondern auch Buddhaköpfe. Diese sind jedoch ursprünglich nicht für Gläubige angefertigt worden. Stattdessen handelt es sich um eine falsche Interpretation, da es sich bei den entdeckten Buddhaköpfen um Überreste ganzer Figuren handelte.
2. Figuren für Haus und Garten
Buddha-Figuren sind ein schickes Accessoire für die Wohnung oder den Garten. Dabei werden sie aus unterschiedlichen Materialien wie Bronze, Naturstein, Kunststoff oder Holz gefertigt.
Buddha-Figuren im Garten
Statuen, die den Buddha abbilden, werten vor allem asiatisch angehauchte Gärten auf. So findet sich in japanischen Gärten häufig ein kleiner Schrein mit Buddha-Bildnis. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch sogenannte Kare-san-sui-Gärten – in Deutschland auch als Zen-Garten bezeichnet. Sie bestehen zum größten Teil aus Steinen, Trockenpflanzen sowie Moos und gelten als meditativer Ort. Wer sich dazu entscheidet, seinen Garten nach Art eines japanischen Gartens anzulegen, sollte in diesem ebenfalls eine Buddha-Statue platzieren.
Modelle, die für den Garten vorgesehen sind, bestehen in der Regel aus witterungsbeständigen Materialien, wie beispielsweise Naturstein . Hochwertige Ausführungen werden von Steinmetzen in Handarbeit gefertigt.
Buddha-Figuren im Garten
Eine Buddha-Figur im Garten sollte immer überdacht stehen. Dieses schützt nicht nur vor Witterung, sondern gilt auch als respektvoll.
Buddha-Figuren im Haus
In der Wohnung harmonieren Buddha-Statuen vor allem mit einem asiatischen Einrichtungsstil. Dieser zeichnet sich durch Natürlichkeit und Schlichtheit aus. Klassische Farben des fernöstlichen Wohnstils sind Rot, Weiß und Schwarz. Buddha-Figuren für den Indoor-Bereich bestehen häufig aus Holz oder Kunststoff. Modelle aus Bronze sind hingegen besonders schwer und machen einen hochwertigen Eindruck, kosten jedoch auch entsprechend mehr.
Großer Beliebtheit unter Liebhabern asiatischer Kunst erfreuen sich auch Leinwandbilder, die einen Buddha abbilden.
3. FAQ
Der richtige Platz: Wo sollte die Buddha-Figur stehen?
Im Sinne des Feng Shui und aus Gründen des Respektes gibt es einige Dinge, die Sie bei der Platzierung einer Buddha-Statue beachten sollten:
- Der Buddha sollte einen geschützten Rücken haben und somit nicht vor einem Fenster platziert werden.
- Zudem darf eine Buddha-Figur nicht auf dem Boden, sondern sollte auf einem erhöhten Platz stehen. Auf die Statue darf nicht herabgeblickt werden.
- Idealer Ort: das Wohnzimmer, wo er für Ruhe und Ordnung sorgt.
- Wer den Buddha im Freien platziert, sollte auf eine Abdeckung achten, damit die Figur nicht nass wird.
- Die Platzierung im Badezimmer wird nicht empfohlen, da dies als respektlos empfunden werden kann.
Buddha-Figur – Darf ich sie in meine Wohnung stellen?
Auch wer kein gläubiger Buddhist ist, stellt sich häufig eine Abbildung des Buddhas in seine Wohnung. Neben seiner religiösen Bedeutung steht die Figur für Toleranz, Ruhe, Meditation, Respekt und Friedlichkeit. Allerdings kann die Platzierung einer Buddha-Statue als reines Dekoobjekt von streng gläubigen Buddhisten als respektlos empfunden werden.
Warum gibt es dicke und dünne Buddha-Statuen?
Da der historische Buddha sich zu seinen Lebzeiten jegliche Abbildung verbot, entstanden die ersten Nachbildnisse erst etwa 300 Jahre nach seinem Ableben. Es gab keine Zeugnisse darüber, wie er ausgesehen hatte, sodass jeder Künstler den Buddha nach seinen eigenen Vorstellungen darstellte. Zudem handelt es sich nicht immer um die Darstellung des historischen Buddhas Siddhartha, sondern auch viele weitere Buddha-Figuren wie der Maitreya, Amitabha oder eben auch der dicke Buddha, der wahrscheinlich auf einen chinesischen Mönch im zehnten Jahrhundert zurückgeht.



































