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Wasserkocher entkalken: Tipps & 4 Hausmittel für die Reinigung des Wasserkochers
In vielen Haushalten ist der Wasserkocher täglich in Gebrauch. Um die Funktionsfähigkeit des Gerätes zu erhalten, sollte der Wasserkocher regelmäßig entkalkt werden. Wie das gelingt, erfährst du hier.
1. Deshalb sollte man Wasserkocher regelmäßig entkalken
So kannst du einen Wasserkocher mit Essigessenz entkalken
- Befülle den Wasserkocher mit ca. 500 ml Wasser und gib 2 EL Essigessenz hinzu.
- Lasse das Gemisch einmal aufkochen und gieße es anschließend ab. Achte hierbei darauf, nicht in direkten Kontakt mit dem Dampf zu kommen, da dieser die Schleimhäute reizen kann.
- Sind die Kalkablagerungen besonders hartnäckig, kannst du das Essig-Wasser-Gemisch nach dem Aufkochen längere Zeit einwirken lassen.
- Schütte das Essig-Wasser-Gemisch aus und koche anschließend noch einmal Wasser auf. Gieße das Wasser ab und lasse den Wasserkocher anschließend mit offenem Deckel trocknen.
Mit einem Wasserkocher kannst du Leitungswasser schnell und energieeffizient erhitzen. Da das Wasser aus der Leitung eine gewisse Menge Kalk enthält, bilden sich mit der Zeit im Innern von Wasserkochern weiße Kalkablagerungen. Zwar ist dieser Kalkfilm in aller Regel gesundheitlich unbedenklich, er kann auf Dauer jedoch die Funktionstüchtigkeit des Elektrogerätes beeinträchtigen. Deshalb solltest du Wasserkocher regelmäßig entkalken.
Gründe, den Wasserkocher regelmäßig zu reinigen:
- Kalkablagerungen haben zur Folge, dass der Wasserkocher langsamer arbeitet und dadurch mehr Energie für das Aufkochen des Wassers benötigt.
- Dicke Verkrustungen können zu Schäden am Gerät führen.
- Ist der Wasserkocher verkalkt, gelangen häufig Kalkflocken in den aufgebrühten Tee oder Kaffee, was zwar gesundheitlich in der Regel unbedenklich ist, jedoch unappetitlich aussieht.
- Wasser aus einem sauberen Wasserkocher bietet in der Regel ein besseres Aroma, da Kalk einen gewissen Eigengeschmack aufweist.
Ein sauberer Wasserkocher punktet nicht nur mit einer guten Funktionalität, sondern macht auch optisch einen ansprechenden, gepflegten Eindruck. [Quelle: Pixel-Shot – stock.adobe.com]
Info: Kalkablagerungen entstehen besonders schnell an Oberflächen, die Wasserdampf ausgesetzt sind. Beim Verdunsten bleiben die Kalkbestandteile als fester Film zurück. Dem Verkalken des Wasserkochers lässt sich daher kaum vorbeugen. Indem du den Wasserkocher nach der Benutzung ganz ausleerst und ihn mit offenem Deckel auskühlen lässt, kannst du den Ablagerungsprozess jedoch verlangsamen. Auch die Nutzung eines Wasserfilters wirkt Verkalkungen entgegen. Mit diesen Maßnahmen lässt sich die regelmäßige Reinigung des Wasserkochers jedoch dennoch nicht umgehen.
2. Wasserkocher reinigen: Die 4 besten Hausmittel
Um einen Wasserkocher zu reinigen, kannst du auf handelsübliche chemische Entkalker zurückgreifen, die als Tabs oder in flüssiger Form erhältlich sind. Diese sind einfach anzuwenden und enthalten zudem eine Dosierungsanleitung, wodurch Fehler beim Einsatz unwahrscheinlich sind. In der Regel ist die Anschaffung eines speziellen Reinigungsmittels jedoch nicht erforderlich, da Kalkablagerungen auch sehr wirkungsvoll mit gängigen Hausmitteln entfernt werden können, die in vielen Haushalten bereits vorhanden sind.
Welche vier Hausmittel sich gut für die Entkalkung von Wasserkochern eignen, erfährst du im Folgenden.
Wie oft sollte man einen Wasserkocher entkalken? Wie häufig ein Wasserkocher gereinigt werden sollte, hängt von einer Reihe von Faktoren ab: So spielt es etwa eine Rolle, wie häufig das Gerät benutzt wird und wie kalkhaltig das Leitungswasser ist. Allgemein empfiehlt es sich, Wasserkocher frühzeitig zu entkalken, bevor sich dicke Kalkkrusten bilden. Dies erleichtert nicht nur die Reinigung, sondern verhindert auch, dass die Funktionstüchtigkeit des Gerätes beeinträchtigt wird.
2.1 Essig
Essig wird für die Reinigung von Wasserkochern besonders häufig verwendet. Die in der Flüssigkeit enthaltene Säure zersetzt den Kalk und lässt den Wasserkocher sauber zurück. Essig ist in vielen Haushalten auf Vorrat vorhanden, kostengünstig und ökologisch unbedenklich.
Für die Entkalkung von Wasserkochern kann jeder weiße Essig verwendet werden. Aufgrund ihres hohen Säuregehaltes ist Essigessenz jedoch besonders wirkungsvoll. [Quelle: FotoHelin – stock.adobe.com]
So reinigst du einen Wasserkocher mit Essig:
- Befülle den Wasserkocher mit 500 ml Wasser.
- Gib 2 EL Essig hinzu.
- Koche das Essig-Wasser-Gemisch einmal auf und gieße es anschließend ab. Bei starken Verschmutzungen kannst du es nach dem Aufkochen auch für mindestens 30 Minuten einwirken lassen.
- Befülle den Wasserkocher anschließend mit Wasser und koche dieses einmal auf.
Achtung: Schütte das Wasser nach dem Abkochen weg. Es kann Essigreste enthalten und ist daher nicht für den Verzehr geeignet.
2.2 Zitronensäure
Auch Zitronensäure gilt als wirkungsvolles Mittel gegen Kalkablagerungen. Zitrone hat zudem den Vorteil, dass sie einen angenehmen Duft hinterlässt, weshalb sie auch zur Bekämpfung von Gerüchen eingesetzt werden kann. Du kannst hierzu entweder eine frische Zitrone auspressen und den Saft verwenden oder auf handelsübliche Produkte in Pulverform zurückgreifen.
Aromatisch duftend und leistungsstark – Zitronensäure ist ein beliebtes Hausmittel zum Entkalken von Haushaltsgeräten. [Quelle: Albert – stock.adobe.com]
So nutzt du Zitronensäure zum Entkalken:
- Mische den frischen Zitronensaft in einem Verhältnis von 1 zu 3 mit Wasser. Rühre das Zitronensäurepulver entsprechend den Angaben auf der Produktverpackung an.
- Fülle das Wasser-Zitronen-Gemisch in den Wasserkocher, sodass alle Kalkstellen bedeckt sind. Lasse das Gemisch so lange im Wasserkocher, bis sich alle Ablagerungen aufgelöst haben. Wichtig: Koche die Flüssigkeit nicht auf, die Säure ist nicht ausreichend hitzebeständig und zudem können sich die Kalkablagerungen durch das Erhitzen zu Calciumcitrat umwandeln, welches kaum noch zu entfernen ist.
- Leere den Wasserkocher und spüle das Gerät ein- bis zweimal mit klarem Wasser aus.
Achtung: Zitronensäure sollte nicht zum Entkalken von Kaffeemaschinen verwendet werden.
2.3 Natron und Backpulver
Natron und Backpulver gelten als echte Küchenallrounder, denn sie können sowohl zum Backen als auch zum Entfernen von Flecken genutzt werden. Auch Kalkablagerungen in Wasserkochern kannst du mit diesen Produkten entfernen.
Das ist der Unterschied zwischen Natron und Backpulver: Natron (Natriumhydrogencarbonat) ist als Bestandteil in vielen herkömmlichen Backpulvern enthalten. Es gibt jedoch auch natronfreies Backpulver, welches Weinstein enthält.
So verwendest du Backpulver und Natron zum Entkalken von Wasserkochern:
- Gib ein Tütchen des Backtriebmittels in den Wasserkocher und befülle ihn zu zwei Dritteln mit Wasser. Achtung: Da es zur Bildung von Schaum kommen kann, solltest du den Wasserkocher nicht bis oben füllen.
- Koche die Lösung auf und lasse sie anschließend für mindestens 30 Minuten einwirken.
- Leere den Wasserkocher und koche anschließend noch einmal klares Wasser auf, um alle Rückstände zu entfernen.
2.4 Gebissreiniger
Gebissreiniger entfernt nicht nur Schmutz und Ablagerungen von Gebissen, sondern kann auch zum Entkalken von Wasserkochern verwendet werden. Die Produkte enthalten Zitronensäure und weitere reinigende Inhaltsstoffe, die Kalk zersetzen. Ähnlich wie bei Zitronensäure sollte das Gemisch jedoch nicht erhitzt werden.
So gehst du vor, wenn du Gebissreiniger zum Entkalken von Wasserkochern nutzen möchtest:
- Gib eine Tablette des Gebissreinigers in den Wasserkocher und fülle ihn mit Wasser auf, bis alle Ablagerungen bedeckt sind.
- Lass die Mischung nun über Nacht einwirken. Häufig sind anschließend alle Kalkablagerungen verschwunden.
- Kippe die Flüssigkeit aus und spüle ein- bis zweimal mit klarem Wasser nach.
3. FAQ
Wie entkalke ich einen Wasserkocher richtig?
Um einen Wasserkocher zu entkalken, kannst du auf chemische Entkalker zurückgreifen. Diese enthalten eine Dosierungsanleitung und sind einfach anzuwenden. Ein beliebtes Hausmittel für die Reinigung von Wasserkochern ist Essig. Gib hierzu einfach zwei Esslöffel Essig in das Gerät und fülle 500 Milliliter Wasser auf. Koche das Gemisch auf und lasse es bei Bedarf noch etwas einwirken. Sobald alle Ablagerungen verschwunden sind, kannst du den Wasserkocher leeren und noch einmal frisches Wasser aufkochen, um alle Reste zu entfernen. Das Wasser solltest du anschließend jedoch nicht verzehren, sondern wegschütten.
Welche Hausmittel kann man zum Reinigen von Wasserkochern verwenden?
Neben Essig kannst du auch Zitronensäure, Backpulver beziehungsweise Natron und sogar Gebissreiniger verwenden, um Wasserkocher zu entkalken.