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Bett quietscht – was tun? [Quelle Headerbild: iStock.com/yacobchuk]

Bett quietscht – was tun?

Dein Bett quietscht oder der Lattenrost knarrt? Wir verraten dir, wie du gegen die störende Geräuschkulisse vorgehen und nachts wieder ruhig schlafen kannst.


1. Quietschendes Bett: Schnelle Ursachenforschung und Hilfe

Wenn dich ein knarzendes oder quietschendes Bett wachhält, lohnt es sich, der Ursache auf den Grund zu gehen. Denn die Geräusche mindern deine Schlafqualität und häufig reichen schon wenige Handgriffe, um die wohlverdiente Nachtruhe wiederherzustellen.

Zunächst gilt es herauszufinden, welcher Teil deines Betts für die Störungen verantwortlich ist: Stelle sicher, dass dein Bett gerade steht und alle Standfüße gänzlich den Boden berühren. Danach solltest du die einzelnen Elemente von oben nach unten überprüfen – du beginnst mit der Matratze und endest beim Rahmen.

Bett quietscht? So löst du das Problem!

Ein quietschendes oder knarrendes Bett kann verschiedene Ursachen haben, daher prüfst du als erstes die einzelnen Bauteile auf eine mögliche Geräuschentwicklung. Sobald du den Grund für das Quietschen gefunden hast, kannst du das Problem – oft mit einfachen Mitteln – beheben:

  • Lattenrost: Behandlung spröder Gummikappen mit Babypuder, Nachjustieren/Fixieren von Kunststoffschiebern, Ölen von etwaigen Metallstreben und Scharnieren
  • Bettgestell: Nachziehen von Schrauben, Fixieren von Holzdübeln, Ölen von Verbindungsstücken
  • Kombination aus Lattenrost und Bettgestell: ausrangierte Textilien schließen Lücken zwischen Bettrahmen und Lattenrost
  • Bettfüße: Nachziehen von Schrauben, Ausgleich von Unebenheiten im Boden, Ölen von Verbindungsstücken
  • Matratze: bei alten Bonell-Federkernmatratzen meist Austausch nötig; moderne Matratzen in der Regel ohne Geräuschentwicklung

Wichtig ist, die einzelnen Elemente sowohl separat als auch in Kombination miteinander zu testen: Wenn etwa der Lattenrost ungünstig auf dem Bettgestell aufliegt, sorgt er bei jeder Bewegung für ein Knarren, Knarzen oder Quietschen. Wir zeigen dir im Folgenden detailliert, wie du die jeweilige Ursache für die störenden Geräusche ausmachen und beseitigen kannst.

2. Anleitung: So findest du den Grund für die Geräuschentwicklung

Grundsätzlich kommt jedes Element deines Betts als Übeltäter für die nächtlichen Störungen infrage. Einzelteile wie die Matratze oder die Standfüße des Betts sorgen eher selten für das Quietschen oder Knarren, dennoch solltest du bei der Ursachenforschung systematisch vorgehen und alle Elemente deines Möbelstücks prüfen:

Die Standfüße
  • Wenn das Bett auf einem unebenen Untergrund steht, fehlt möglicherweise der vollständige Bodenkontakt eines Standbeins. Dadurch wackelt die gesamte Kostruktion, was zu der lästigen Geräuschentwicklung führen kann.
  • Lockere Holzverbinder und Schrauben oder zu viel Hohlraum in den Öffnungen für Holzdübel können ebenfalls ein Knarren oder Quietschen auslösen.
Die Matratze

Matratzen führen eher selten zu Geräuschen. Falls doch, handelt es sich dabei meist um eine alte Bonell-Federkernmatratze, da ihre ungedämpften Stahlfedern nach einigen Jahren quietschen können. Am besten legst du die Matratze auf den Boden, um sie zu testen – so kannst du alle anderen Bauteile als mögliche Ursache ausschließen.

Die Kombination aus Lattenrost und Bettgestell

Bevor du diese beiden Bauteile einzeln überprüfst, solltest du ihr Zusammenspiel berücksichtigen: Ist der Lattenrost richtig positioniert oder hat er möglicherweise zu viel Bewegungsspielraum? Die Reibung zwischen Lattenrost und Bettgestell kann zu einem Quietschen oder Knarren führen, wann immer du dich umdrehst – unabhängig davon, ob es sich um ein Möbelstück aus Holz oder um ein Metallbett handelt.

Der Lattenrost

Wenn der Lattenrost richtig sitzt, kann er für sich unter die Lupe genommen werden: Hierzu legst du ihn auf den Boden und belastest ihn an unterschiedlichen Stellen, beispielsweise indem du ihn mit den Händen herunterdrückst.

Lattenrost mit verstellbarem Kopf- und Fußteil, Gummikappen und Schiebereglern, die für das Quietschen und Knarzen eines Betts verantwortlich sein könnenBei einem verstellbaren Lattenrost können unterschiedliche Bestandteile für Geräusche sorgen, beispielsweise die Schieberegler und Gummikappen auf den Federleisten. [Quelle: J.M. – stock.adobe.com]

Die folgenden Elemente des Lattenrosts solltest du besonders in Augenschein nehmen:

  • An den Enden der Federleisten befinden sich Kappen aus Kautschuk oder Kunststoff. Im Lauf der Zeit kann das Material spröde werden und zu einer Geräuschentwicklung führen.
  • Verfügt dein Lattenrost über ein verstellbares Kopf- oder Fußteil, liegt die Ursache der nächtlichen Störungen möglicherweise in nicht oder zu selten geölten Metallstreben und Scharnieren.
  • Durch Schieberegler an den Federleisten des Rosts lassen sich mehrere Liegezonen oder eine Verstärkung der Mittelzone erzeugen. Wenn diese jedoch zu viel Bewegungsspielraum haben und verrutschen, können sie klappern.

Wie du die genannten Ursachen behebst, erklären wir dir im dritten Kapitel.

Das Bettgestell
  • Drücke nacheinander gegen die Ecken beziehungsweise die jeweiligen Eckpfosten des Bettgestells, während sich der Lattenrost noch außerhalb des Rahmens befindet.
  • Danach kannst du die Leisten belasten, auf denen normalerweise der Lattenrost aufliegt. Sollte der Rahmen selbst nicht das Problem darstellen, liegt die Ursache für das Quietschen deines Betts möglicherweise in seinen Verbindungselementen.
  • Holzverbinder, Schrauben oder Dübel, die die Einzelteile des Bettgestells zusammenfügen, können sich nach einiger Zeit der Benutzung gelockert haben und ebenfalls für Geräusche sorgen.

Im folgenden Kapitel erfährst du, wie du deine wohlverdiente Nachtruhe mit wenigen Handgriffen und einfachen Mitteln wiederherstellen kannst.

3. Das Bett quietscht, der Lattenrost knarrt: Diese Lösungen funktionieren wirklich

Ob die Beine deines Holzbetts knarzen oder der Rahmen quietscht, wann immer du dich umdrehst: Ist die Ursache erst gefunden, lässt sich das Problem leicht beheben.

Die Standfüße
  • Wenn eines der Standbeine keinen vollständigen Bodenkontakt hat, kann ein Teppich oder ein Keil darunter platziert werden. So werden Unebenheiten im Boden ausgeglichen und das Bett steht stabil.
  • Sorgt das Befestigungsmaterial für das Quietschen, sollten alle Schrauben und Beschläge nachgezogen werden. Holzdübel können mit Klebeband umgeben werden, um den Hohlraum im jeweiligen Verbindungsstück komplett auszufüllen.
Die Matratze

Sollte deine Matratze quietschen, handelt es sich dabei sehr wahrscheinlich um eine alte Bonell-Federkernmatratze, bei der die Stahlfedern ungedämpft sind. In dem Fall hilft nur der Austausch gegen eine neue Matratze.

Die Kombination aus Lattenrost und Bettgestell

Entstehen die Geräusche durch ein ungünstiges Zusammenspiel aus Lattenrost und Bettgestell, löst du das Problem wie folgt:

  • Ist zwischen Rost und Rahmen seitlich zu viel Platz, erzeugt die Bewegung Lärm. Hier können ausrangierte Textilien helfen, die du als Lückenfüller in die Zwischenräume steckst.
  • Wird das Quietschen oder Knarren von der Bewegung des Rosts auf den Auflageleisten des Bettgestells verursacht, kannst du Filzgleiter unter die Federleisten kleben.
Der Lattenrost

Wie du gegen das Quietschen oder Knarzen deines Lattenrosts vorgehst, hängt davon ab, welche Stelle hierfür verantwortlich ist:

  • Spröde gewordene Kappen auf den Federleisten kannst du abmontieren, mit Babypuder, Talkum oder einem Silikonspray behandeln und den Lattenrost im Anschluss daran wieder zusammensetzen. Alternativ ist es möglich, neue Kappen zu kaufen – vorab solltest du allerdings genau ausmessen, welche Größe du benötigst.
  • Die Metallstreben und Scharniere eines verstellbaren Kopf- beziehungsweise Fußteils kannst du ölen, wenn sie Geräusche erzeugen. Indem du sie in regelmäßigen Abständen mit WD-40 oder einem ähnlichen Produkt behandelst, sorgst du für dauerhafte Ruhe.
  • Sofern die Schieberegler auf den Federleisten verrutschen und es nicht möglich oder sinnvoll ist, sie neu zu positionieren, kannst du sie mit Klebeband an ihrer ursprünglich vorgesehenen Stelle fixieren.
  • Auch die Federleisten selbst können abgenutzt oder beschädigt sein und Lärmprobleme verursachen – in solchen Fällen hilft der Austausch einzelner Leisten oder die Anschaffung eines neuen Lattenrosts.
Das Bettgestell
  • Mit der Zeit können sich die Schrauben und Beschläge zwischen den Einzelteilen des Bettrahmens lockern, wodurch die Holz- oder Metallstreben gegeneinander reiben. Oft reicht es schon, die Schrauben mit geeignetem Werkzeug nachzuziehen. Mit einer Unterlegscheibe kannst du zudem sicherstellen, dass kein Hohlraum zwischen den Schrauben und dem Bettgestell verbleibt.
  • Verbinden Holzdübel statt Schrauben die Balken miteinander, kannst du sie mit etwas Klebeband umhüllen, damit sie wieder perfekt in den Öffnungen sitzen.
  • Sofern das Nachziehen der Schrauben beziehungsweise die Anpassung der Holzdübel nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat, solltest du den Rahmen deines Betts vollständig auseinanderbauen. Danach gibst du ein Schmiermittel auf alle Stellen, die miteinander verbunden sind – sowohl bei den Streben als auch bei den Schrauben. Geeignete Schmiermittel sind unter anderem Kernseife und Kerzenwachs für Bettrahmen aus Holz sowie WD-40, Silikon-Schmierstoff und Paraffin für Metallgestelle. Eine andere Möglichkeit sind Filzgleiter, die du zwischen die einzelnen Bretter beziehungsweise Streben klebst.

Bett mit Holzrahmen und Standbeinen in SchlafzimmerDie Verbindungsstücke von Holzbetten lassen sich ölen – hier empfiehlt sich jedoch ein wohldosierter Einsatz der Schmiermittel. [Quelle: Sareema – stock.adobe.com]

Wichtig: Auf empfindlichen Oberflächen wie Massivholz solltest du lediglich Kerzenwachs oder Kernseife benutzen und sehr sparsam damit umgehen – vor allem, wenn die Stellen nach der Montage noch sichtbar sind.

Sofern dein Bett weiterhin knarzt und quietscht, lohnt sich möglicherweise eine Neuanschaffung: Boxspringbetten und Betten mit einer festen Polsterung überzeugen nicht nur durch einen hohen Schlafkomfort, sie sind aufgrund ihrer Bauweise auch weniger anfällig für eine störende Geräuschkulisse.

4. FAQ

  • Was kann ich gegen einen knarrenden Lattenrost tun?

    Verursacht dein Lattenrost quietschende oder knarrende Geräusche, kannst du das Problem häufig durch ein paar einfache Handgriffe lösen. Wie genau du dabei vorgehst, hängt davon ab, welcher Teil des Lattenrosts hierfür verantwortlich ist:

    • Sind die Gummikappen auf den Federleisten spröde, kannst du diese mit Babypuder oder einem Silikonspray behandeln, um wieder ungestört zu schlafen.
    • Die Scharniere und Metallstreben von verstellbaren Kopf- und Fußteilen solltest du (regelmäßig) ölen, damit sie nicht quietschen.
    • Verrutschende Schieberegler auf den Federleisten kannst du mit Klebeband fixieren.
    • Hat der Lattenrost zu viel Spielraum auf dem Bettgestell, kannst du Textilien als Lückenfüller benutzen, um ihn in der richtigen Position zu fixieren.
  • Was tun bei einem quietschenden Holzbett?

    • Lockere Schrauben und Beschläge können dafür sorgen, dass der Bettrahmen quietscht, da so Reibung zwischen den einzelnen Brettern entsteht. In der Regel reicht es, die Verbindungselemente nachzuziehen. Zusätzlich kannst du mit Unterlegscheiben verhindern, dass zwischen den Schrauben und dem Bettgestell Hohlräume entstehen.
    • Holzdübel umgibst du stattdessen mit etwas Klebeband, damit sie wieder perfekt in den Öffnungen sitzen.
    • Eine weitere Möglichkeit ist es, Schmiermittel auf allen Stellen aufzutragen, die direkt miteinander verbunden sind beziehungsweise aufeinander aufliegen. Für Bettgestelle aus Holz nutzt du idealerweise Kernseife und Kerzenwachs. Alternativ kannst du Filzgleiter zwischen die einzelnen Elemente kleben.
  • Wie kann man das Quietschen eines Metallbetts stoppen?

    • Wie Bettrahmen aus Holz können auch Gestelle aus Metall quietschende Geräusche verursachen, weil sich Schrauben, Muttern und Beschläge gelockert haben. Das Nachziehen der Verbindungselemente und der etwaige Einsatz von Unterlegscheiben schaffen Abhilfe.
    • Entsteht der Lärm durch Reibung, kannst du ebenfalls Schmiermittel auf die Teile des Rahmens geben, die sich berühren. Für Metall empfehlen sich Produkte wie WD-40, Silikon-Schmierstoff und Paraffin.
Redakteurin Julia
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Mit ihren professionellen Produktberatungen verstärkt Julia die Redaktion schon jahrelang in allen Bereichen. Als digitalaffiner Öko interessiert sie sich gleichermaßen für Technik wie für Nachhaltigkeit.
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