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Wissenswertes über Gimbals
1. Was ist ein Gimbal?
Ein Gimbal ist ein handliches Schwebestativ, in welches eine Kamera montiert wird. Das Besondere an dieser Befestigung ist, dass sie auf dem sogenannten kardanischen Prinzip basiert. Dieses wird beispielsweise auch bei Schiffen und Flugzeugen eingesetzt, damit die Messinstrumente im Cockpit und auf der Brücke stets einen waagerechten Horizont, unabhängig von der Position des Flugzeugs und Schiffes, anzeigen. Ein Gimbal kann daher eventuelle Ruckler der Kamera ausgleichen, sodass stets ruhige und wackelfreie Aufnahmen entstehen. So sind zum Beispiel richtige Kamerafahrten und besonders dynamische Aufnahmen wie sie bei sportlichen Aktivitäten benötigt werden, möglich. Je nach Länge des Gimbal-Griffes, kann das System zugleich als Selfie-Stick und/oder Stativ dienen.
Gimbals können in der Hand gehalten oder als Wearable, beispielsweise am Brustkorb oder Helm, angebracht werden. Sie sind in unterschiedlichen Varianten erhältlich:
- Gimbals für die Action Cam
- Gimbals für das Smartphone
- Gimbals für die Systemkamera
- Gimbals als Drohnenkamera-Aufhängung
- Gimbals mit integrierter Kamera
Mithilfe von Gimbals lassen sich wackelfreie Aufnahmen auf dem Smartphone, der Action Cam oder der Systemkamera erstellen.
2. Funktionsweise
Gimbals arbeiten nicht mit drehbaren Kugellagern, sondern mit sogenannten elektrischen Brushless-Motoren (= bürstenlosen Motoren), die einen sehr präzisen und stufenlosen Ausgleich von Bewegungen ermöglichen. Verschiedene Sensoren wie die Inertial Measurment Unit (IMU) und die Gimbal Control Unit (GCU) prüfen und messen in Echtzeit die Lageänderung der Kamera und geben diese Daten and die Motoren weiter, sodass sich die Kamera genau in die entgegengesetzte Richtung bewegt und somit in Waage bleibt. Je nach Ausführung des Gimbals, können sich die Gelenkarme in unterschiedliche Winkel drehen.
3.Vorteile bei der Nutzung eines Gimbals
Wenn Sie häufig Videos erstellen, beispielsweise für soziale Netzwerke, oder, um Erinnerungen sehr hochwertig festzuhalten, kann es sich lohnen, in ein Gimbal zu investieren. Wir haben Ihnen die folgenden Vor- und Nachteile zusammengefasst.
Vorteile von Gimbals
- Wesentlich handlicher, kompakter, leichter und dadurch immer spontan griffbereit im Gegensatz zu einer mechanischen Steadycam
- Einfache Handhabung und häufig sofort einsatzbereit
- Guter externer Bildstabilisator
- Je nach Variante verhältnismäßig geringe Anschaffungskosten
Nachteile von Gimbals
- Kompatibilität mit Geräten je nach Hersteller abhängig
- Je nach Ausführung nicht für den Outdoor-Einsatz geeignet
4. Kaufaspekte
Bevor Sie sich einen Gimbal zulegen, sollten Sie auf die folgenden Kaufaspekte achten.
Belastbarkeit und Kompatibilität
Nicht jedes Aufnahmegerät ist mit jedem Gimbal kompatibel. Informieren Sie sich im Voraus darüber, mit welchem Gimbal Ihr Aufnahmegerät genutzt werden kann. Hierzu sind Maße und Belastbarkeit ein guter Indikator. Ein Stabilisator für eine Spiegelreflex- oder Systemkamera muss beispielsweise deutlich mehr Gewicht tragen können als ein System für Smartphones. Prüfen Sie zudem, ob das Gimbal, je nach Einsatzzweck wasserdicht, wasserfest oder nur spritzwassergeschützt ist.
Akkulaufzeit
Achten Sie darauf, welche Akkulaufzeit sowie Ladezeit das Gimbal bietet. Wenn Sie das System viel und lange nutzen, kann es sich lohnen, dass es die Möglichkeit zum Anschluss einer Powerbank bereithält.
Funktionsumfang und Einstellungen
Sowohl die Schwenkachse (also für waagerechte Schwenks) als auch der Neigungswinkel (für senkrechte Schwenks) sollten bei Gimbals möglichst groß ausfallen, damit Sie für Ihre Aufnahmen uneingeschränkte Möglichkeiten haben. Zudem gibt es Varianten, die verschiedene Einstellmöglichkeiten und Modi bieten, wie zum Beispiel das Auslösen direkt vom Gimbal aus oder das blockieren unterschiedlicher Achsen.
Gimbals ermöglichen Aufnahmen in und aus allen möglichen Winkeln, ohne, dass die Kamera verwackelt.








































