[Quelle Headerbild: iStock.com/Jacob Wackerhausen]
Gewichtsdecken: für tiefen und ruhigen Schlaf
1. Vorzüge von Gewichtsdecken
Anders als herkömmliche Bettdecken üben Gewichtsdecken – die auch Therapiedecken oder sensorische Decken genannt werden – aufgrund ihres hohen Gewichts leichten Druck auf deinen Körper aus, der sich wie eine sanfte Umarmung anfühlen kann. So können sie dich beim Ein- und Durchschlafen unterstützen. Auch beim Entspannen auf der Couch kann dir eine Gewichtsdecke dabei helfen, zur Ruhe zu kommen. Aus diesem Grund gelten sie als wirksames Hilfsmittel bei der Behandlung von Angst- und Panikzuständen sowie zur Minderung von Stress im Alltag.
Für erholsamen Schlaf: Gewichtsdecken
Nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder können von der positiven Wirkung der Gewichtsdecken profitieren. Hierbei solltest du jedoch darauf achten, dass das Kind die Decke selbstständig entfernen kann. Zudem sollte die Gewichtsdecke nicht höher als bis zu den Schultern gezogen werden. Es kann daher sinnvoll sein, die Decke zu entfernen, nachdem das Kind eingeschlafen ist.
Weitere Vorteile von Gewichtsdecken:
- Gewichtsdecken können sich beruhigend auf das Nervensystem auswirken, was Angst- und Unruhezustände lindern kann.
- Die Decke kann wie eine herkömmliche Bettdecke die gesamte Nacht genutzt oder nur bei Bedarf eingesetzt werden.
- Durch den Druck der Gewichtsdecke kann die Bildung von Serotonin angeregt werden, was zu einer Verbesserung der Schlafqualität führen kann.
- Menschen mit ADHS kann eine Gewichtsdecke helfen, schneller ein- und besser durchzuschlafen.
2. Kaufkriterien
Wichtigstes Kaufkriterium von Therapiedecken ist das Gewicht. Dieses sollte auf das Körpergewicht des Nutzers abgestimmt sein. In der Regel erweist sich ein Deckengewicht von zehn Prozent des eigenen Körpergewichts als geeignet. Während Erwachsende hier etwas Spielraum haben und auch zu einer Decke greifen können, die ein bis zwei Kilo schwerer ist, sollte bei Kindern darauf geachtet werden, dass das Maximalgewicht von zehn Prozent zum Körpergewicht des Kindes nicht überschritten wird. Aus diesem Grund wird die Nutzung einer Gewichtsdecke häufig erst für Kinder ab dem zwölften Lebensjahr empfohlen.
| Körpergewicht (in Kilogramm) | Deckengewicht (in Kilogramm) |
|---|---|
| 40 bis 49 | 4 |
| 50 bis 69 | 6 |
| 70 bis 89 | 8 |
| 90 bis 109 | 10 |
| 110 bis 129 oder mehr | 12 |
Beim Kauf einer Gewichtsdecke solltest du außerdem auf diese Punkte achten:
- Maße: Gewichtsdecken sind in verschiedenen Größen erhältlich. Ein gängiges Format ist die Größe von 150x200 Zentimetern, du findest jedoch auch kleinere Modelle mit einer Größe von 120x180 Zentimetern oder ausladende Varianten mit 200x200 Zentimetern. Wähle ein Produkt, das zu deiner Körper- und Bettgröße passt.
- Außenmaterial: Du kannst Gewichtsdecken mit einem herkömmlichen Deckenbezug beziehen. Viele Ausführungen verfügen zudem über ein weiches Obermaterial, wodurch sie auch ohne Bettwäsche zu nutzen sind. Einige Gewichtsdecken bieten zudem eine Wende-Oberfläche: Sie verfügen über eine kühlende Mikrofaserseite für den Sommer sowie eine flauschige Polyester-Seite für den Winter.
- Füllmaterial: Gewichtsdecken enthalten in der Regel Glasperlen, die der Decke die nötige Schwere verleihen. Die kleinen Perlen verteilen sich zudem im gesamten Bezug, sodass ein gleichmäßiger Druck aufgebaut wird. Einige Modelle sind darüber hinaus mit Naturmaterialien wie Hirseschalen gefüllt, wodurch sie eine gute Umweltbilanz bieten. Allergiker sollten hier auf die Verträglichkeit achten.
3. FAQ
Was bewirken Gewichtsdecken?
Gewichtsdecken üben durch ihr hohes Gewicht von bis zu zwölf Kilogramm sanften Druck auf den Körper aus. Auf diese Weise können sie ein wohliges Gefühl erzeugen, das einer Umarmung gleicht und so zu mehr Entspannung und zu besserem Schlaf beitragen.
Wie schwer sollte eine Gewichtsdecke sein?
Das Gewicht einer Gewichtsdecke sollte etwa zehn Prozent deines Körpergewichts betragen. Je nach persönlichem Empfinden können Erwachsene jedoch auch zu einer etwas schwereren oder leichteren Gewichtsdecke greifen. Bei Kindern sollte das Maximalgewicht hingegen nicht überschritten werden.

























