
Wissenswertes zu Uhrenbewegern
Eine sogenannte Automatikuhr wird durch Bewegungen des Handgelenks aufgezogen. Damit die Uhr auch dann weiterlaufen kann, wenn Sie sie nicht tragen, kann ein Uhrenbeweger sehr praktisch sein: Dieser dient dazu, Ihre Uhr über einen elektronisch betriebenen Drehteller zu bewegen. Ein praktischer Nebeneffekt ist, dass das Accessoire darüber hinaus sicher und optisch ansprechend verwahrt ist. Was es bei Uhrenbewegern zu beachten gibt und welche Unterschiede die Modelle aufweisen, zeigen wir Ihnen in diesem Ratgeber.
1. Vorteile von Uhrenbewegern
Ob ein Uhrenbeweger für Sie nützlich ist, hängt nicht nur vom Alter Ihrer Automatikuhr, sondern auch von deren Funktionen ab: So ist beispielsweise ein ewiger Kalender oder eine Mondphasenanzeige nur mit Mühe nachstellbar, sollte die Uhr einmal stehenbleiben. Auch Datum und Uhrzeit müssen nicht nachgestellt werden, wenn die Armbanduhr zwischenzeitlich in einem Uhrenbeweger aufbewahrt wird. Bei alten Uhren, die nicht mit synthetischen Ölen geschmiert werden, kann es außerdem zu Verharzungen des Schmiermittels kommen, wenn die Uhr nicht regelmäßig bewegt wird.
Alle Vorteile von Uhrenbewegern im Überblick
- Verhindern Stehenbleiben der Uhr
- Kein Nachstellen von Kalenderfunktionen nötig
- Verhindert bei alten Modellen Verharzen des Schmieröls

Beachten Sie, dass die Bewegungszyklen und -richtungen der integrierten Programme auf Ihre Automatikuhr abgestimmt sein müssen. Andernfalls kann es zu erhöhtem Verschleiß kommen. Angaben zu der entsprechenden Drehrichtung und zur optimalen Umdrehungszahl finden Sie in der Gebrauchsanleitung der Uhr.
2. Verarbeitung und Material
Neben den Programmen sind vor allem die Verarbeitung und das Material von Uhrenbewegern für eine Auswahl wichtig. So ist nicht nur die Robustheit, sondern auch die Optik maßgeblich vom verwendeten Material abhängig.
2.1 Verarbeitung
Bei der Verarbeitung ist zunächst die grundlegende Bauweise entscheidend. Scharniere bei aufklappbaren Deckeln sollten beispielsweise fest verschraubt und leichtgängig sein. Bei Deckeln mit Glaseinsatz entscheidet vor allem die Größe der Glasfläche über die Robustheit: Uhrenbeweger, deren Deckel nur eine kleine eingefasste Glasfläche aufweisen, sind wesentlich stabiler als Modelle, bei denen das Glas über den Großteil der Deckelfläche verläuft. Sollten Sie den Uhrenbeweger häufig unterwegs benötigen, sind solche Modelle eher ungeeignet. Wichtig für den einfachen Umgang mit den Geräten sind herausnehmbare Uhrenträger: Auf diese Polster werden die Uhren aufgespannt und anschließend in den Uhrenbeweger gelegt.
Nicht zuletzt sollten Sie darauf achten, dass der Uhrenbeweger abschließbar ist und dass die Drehteller bei einem Modell mit mehreren Uhrenträgern separat gesteuert werden können. Für eine ansprechende Präsentation sind bei vielen Uhrenbewegern LEDs verbaut, die Ihre Uhren durch Beleuchtung effektvoll in Szene setzen.
Uhrenbeweger aus hochwertigem Leder
2.2 Material
Die Wahl des Materials ist vorranging durch die gewünschte Optik festgelegt: So können Sie beispielsweise aus Modellen mit edlen Holzoberflächen wählen oder sich für teilverglaste Varianten entscheiden. Darüber hinaus finden Sie auch Uhrenbeweger aus Leder- und Kunststoff oder mit edlem Samtüberzug. Bei robusten Modellen, die Sie auch auf Reisen mitnehmen möchten, sollte bei durchsichtigen Elementen Plexiglas verarbeitet sein, da dieses Material bruchsicher ist.
3. Funktionen von Uhrenbewegern
Neben der Beschaffenheit sind vor allem die Funktionen beim Kauf eines Uhrenbewegers ausschlaggebend. Hierbei sollten Sie unbedingt die Angaben im Handbuch Ihrer Automatikuhr beachten, was die Bewegungszyklen angeht: Die richtige Bewegungsrichtung sowie die Frequenz der Bewegungen sind Voraussetzung für das ordnungsgemäße Aufladen der Uhr.
3.1 Programme
Bei Uhrenbewegern, in denen Sie mehrere Uhren sicher verwahren können, sind in der Regel unterschiedliche Programme wählbar: Auf diese Weise können sie auf die Anforderungen von verschiedenen Uhrenmodellen angepasst werden. Neben der Drehrichtung ist vor allem die Anzahl an Umdrehungen pro Tag entscheidend.
Unterschieden wird zwischen Betriebsvarianten, bei denen der Drehteller mit dem Uhrenträger entweder
- im Uhrzeigersinn,
- entgegen dem Uhrzeigersinn
- oder alternierend (links- und rechtsherum )
gedreht wird. Bei den Umdrehungen finden sich sowohl Modelle mit niedrigen Frequenzen wie 600 bis zu 2.300 Umdrehungen täglich. Wichtig ist bei der Wahl des Programms, dass dieses Ihrer Uhr nicht schadet. Die entsprechenden Hinweise finden Sie in den Unterlagen zur Automatikuhr.
3.2 Netz- und Batteriebetrieb
Nicht alle Uhrenbeweger können mit Batterien betrieben werden. Wenn Sie Ihre Automatikuhr auch unterwegs in einem Beweger aufbewahren wollen, sind batteriebetriebene Varianten praktisch. Beachten Sie außerdem, dass bei vielen netzbetriebenen Modellen keine Funktion integriert ist, mit der Sie das Gerät bei Nichtgebrauch in den Standby-Modus schalten können. Entsprechende Hinweise finden Sie in der Beschreibung der Programmfunktionen.
4. FAQ
Welchen Nutzen bietet ein Uhrenbeweger?
Uhrenbeweger werden zur Aufbewahrung von Automatikuhren eingesetzt. Diese Uhren werden durch Bewegungen des Handgelenks automatisch aufgezogen. Wird eine Automatikuhr jedoch über einen längeren Zeitraum nicht bewegt, so muss sie gegebenenfalls manuell nachgestellt werden: Dies ist bei Uhren mit Funktionen wie einem ewigen Kalender oder mit Mondphasenanzeige jedoch mitunter mit großer Mühe verbunden. Ein Uhrenbeweger bewegt die Uhr bei Nichtgebrauch über einen elektronisch betriebenen Drehteller. Darüber hinaus sorgen die Geräte für eine optisch ansprechende Präsentation Ihrer Automatikuhr.
Gibt es Uhrenbeweger für mehrere Uhren?
Sollten Sie mehr als nur eine Automatikuhr besitzen, so können Sie aus einer großen Auswahl an Bewegern wählen, die Platz für mehrere Uhren bieten. Besonders praktisch sind Uhrenbeweger, bei denen die verschiedenen Uhrenträgerprogramme je nach Uhrenmodell hinsichtlich der Drehbewegung und -frequenz individuell eingestellt werden können.
Was sollte ich bei einem Uhrenbeweger beachten, den ich unterwegs verwenden möchte?
Neben netzbetriebenen Varianten gibt es Modelle, die Sie auch mit Batterien betreiben können. Diese Modelle sind für die Benutzung unterwegs besonders gut geeignet. Beachten Sie jedoch, dass die Verarbeitung und das Material des Uhrenbewegers entsprechend robust ausfallen sollte. Auch die Möglichkeit, den Beweger abzuschließen, ist für den Transport wichtig.






































