
Sitztruhen-Ratgeber
Worin bestehen die Unterschiede zwischen verschiedenen Sitztruhen und wie lassen sie sich optisch harmonisch in dein Zuhause integrieren? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt dieser Ratgeber.
1. Sitztruhen und Truhenbänke
Sitztruhen sind eine optische Bereicherung für die eigenen vier Wände und bieten darüber hinaus Stauraum und Platz zum Sitzen. Im Vergleich zu Truhenbänken weisen Sitztruhen keine Arm- oder Rückenlehnen auf, sondern bieten lediglich eine Sitzfläche, die gleichzeitig als Truhendeckel dient. Was zunächst wie ein Nachteil erscheint, ist hinsichtlich der Vielseitigkeit des Möbels ein Vorteil: So bist du bei der Standortwahl von Sitztruhen flexibler, da sich gerade schmale oder kleine Varianten auch freistehend im Raum aufstellen lassen. Aufgrund der fehlenden Lehnen sind Sitztruhen darüber hinaus im Allgemeinen leichter als Truhenbänke und lassen sich somit einfacher umstellen oder transportieren.
Alle Vorteile von Sitztruhen im Überblick:
- Bieten Stauraum und dienen gleichzeitig als Sitzmöbel
- Sehr flexibel platzierbar
- Leichter als Truhenbänke
- Kleine Varianten auch als Hocker / Fußablage nutzbar

2. Material und Verarbeitung
Auf der Suche nach einer passenden Sitztruhe für dein Zuhause solltest du dir vor allem über das Material und die Verarbeitung Gedanken machen. Berücksichtige bei diesen Überlegungen vor allem den Standort des Möbelstücks: So sollten Sitztruhen für den Außenbereich wie beispielsweise einen Balkon andere Kriterien erfüllen als Varianten, die du im Innenraum benutzen möchtest.
2.1 Material
Bei den meisten Sitztruhen besteht der gesamte Korpus aus Holz, wohingegen die Deckelverkleidung bei vielen Modellen mit einer Polsterung versehen ist: Diese ist entweder mit Stoff, Kunststoff oder Leder bespannt. Sitztruhen mit einer leder- oder stoffbezogenen Polsterung sind für die Verwendung im Außenbereich ebenso wenig geeignet wie Exemplare, deren Korpus aus korbähnlichem Naturmaterialien bestehen.
Wenn du deine Sitztruhe häufig umstellen möchtest, solltest du darauf achten, dass bei Massivholzvarianten eine leichte Holzart verarbeitet worden ist. Zu den leichten Hölzern gehören unter anderem:
- Linde
- Erle
- Pappel
- Balsa
Günstigere Varianten bestehen hingegen aus furniertem Pressspan und sind zudem leichter als die meisten Massivholzmodelle. Bedenke jedoch, dass Möbel aus leichten Holzarten wesentlich empfindlicher gegenüber Kratzern und anderen Beschädigungen sind.
Wenn du deine Sitztruhe vorwiegend im Außenbereich verwenden willst, sollte diese aus einem Material bestehen, dem selbst Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen nichts anhaben können. Kunststoff-Modelle sind hier die beste Wahl. Alternativ kannst du eine Gartenbox wählen, die speziell für den Außeneinsatz konzipiert ist.
2.2 Verarbeitung
Sitztruhen mit Scharnieren sind wartungsanfällig.
Bei der Verarbeitung solltest du vor allem die Deckelkonstruktion beachten: So kannst du auf Modelle zurückgreifen, bei denen sich der Deckel komplett abnehmen lässt oder aber auf Varianten, bei denen dieser über Scharniere mit dem Korpus verbunden ist. Sitztruhen mit abnehmbaren Deckeln bieten den Vorteil, dass der Innenraum der Truhe besser erreicht werden kann. Darüber hinaus musst du dir keine Gedanken über die Wartung von Scharnieren machen, die mit der Zeit an Leichtgängigkeit verlieren können.
Achte bei der Auswahl auf eine saubere und feste Verbindung der Seitenteile: Entscheide dich nach Möglichkeit für ein Modell, bei dem die Teile entweder verschraubt oder zusammengenagelt sind. Sollten sich mit der Zeit Schrauben oder Nägel lösen, kannst du diese ersetzen und bist somit gegenüber Modellen im Vorteil, bei denen die Einzelteile lediglich miteinander verklebt sind.
2.3 Elemente
Welche Elemente eine Sitztruhe aufweisen sollte, hängt stark vom Verwendungszweck ab. So sind beispielsweise bei einem Modell, das als Schuhschrank benutzt werden soll, Schubladen anstelle eines Innenraums besonders praktisch. Daneben kannst du aus Varianten wählen, in denen passgenaue Körbe oder Aufbewahrungsboxen Platz finden, wodurch der Optik eine interessante Note verliehen wird.
Bei empfindlichen Holz- oder Steinböden solltest du deine Sitztruhe mit Filzgleitern versehen: Diese werden an den Standfüßen des Möbels befestigt und verhindern Schleif- oder Kratzspuren.
3. Design
Für ein stimmiges Gesamtbild deines Zuhauses solltest du auch bei der Auswahl einer Sitztruhe einen Stil wählen, der dem Rest deiner Einrichtung entspricht. Die folgende Übersicht vermittelt dir einen Eindruck, welche Modelle zu welchem Stil passen:
Landhaus- / Shabby Chic-Stil
- Weiß lackierte / furnierte Sitztruhen
- Dunkles und geöltes Holz
- Truhen mit verspielten Applikationen und Ornamenten

Minimalistischer / moderner Stil
- Modelle mit Metall- oder Lederelementen
- Klare Linien

Industrial-Stil
- Knallige Farben
- Auffällige Schriftzüge

4. FAQ
Ich suche eine Sitztruhe für den Außenbereich. Worauf sollte ich achten?
Bei einer Sitztruhe für den Außenbereich solltest du die Wahl vor allem vom verarbeiteten Material abhängig machen. Wenn du sicherstellen möchtest, dass deine Sitztruhe unter Bedingungen wie Feuchtigkeit oder Sonneneinstrahlung keine Beeinträchtigungen erleidet, solltest du dich für ein Modell aus Kunststoff entscheiden.
Welche Sitztruhen passen am besten zum Shabby Chic-Stil?
Für Umgebungen im Shabby Chic-Stil kannst du zu Modellen mit weißem Lack greifen. Sehr passend sind zudem Möbel in dunkler Naturholzoptik sowie Modelle, bei denen die Lackierung angeschliffen wurde, sodass das Möbelstück gebraucht erscheint.
Was ist der Unterschied zwischen Sitztruhen und Truhenbänken?
Truhenbänke weisen Arm- und Rückenlehnen auf, sodass sie als vollwertige Sitzmöbel eingesetzt werden. Bei Sitztruhen fehlen diese Elemente, was den Vorteil hat, dass sie zum einen leichter sind und zum anderen im Wohnraum flexibler positioniert werden können.


































